Andruckabsorber
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Der Andrucksabsorber – auch Andruckneutralisator oder Inerter genannt – ist ein Aggregat, das zur starken Dämpfung jener Beharrungs- und Trägheitskräfte dient, die bei Beschleunigungsmanövern von Raumschiffen entstehen.
Diese Beschleunigungen werden in Gravo angegeben, wobei 1 Gravo oder g der gemittelten irdischen Oberflächenbeschleunigung (Fallbeschleunigung) in Meereshöhe von 9,81 m/s2 entspricht.
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[Bearbeiten] Erklärungsmodell
- Anmerkung: Das folgende Semi-Manifestations-Erklärungsmodell basiert auf der Interpretation der Roman-Erklärungen.
[Bearbeiten] Bestandteile
Der Andruckabsorber besteht in der Regel aus zwei Teilen:
- Der Primärdämpfer erzeugt ein offenes Hyperfeld, eine so genannte Semi-Manifestation. Je nach Justierung des Feldes wird ein außen stehenden Beobachter die Bewegung des Raumfahrzeuges mit Beschleunigungsleistungen in einer Größenordnung von mehreren 100 km/s2 bestimmen. Ebenfalls würde eine Bestimmung der Gesamtmasse des Raumfahrzeuges ergeben, dass diese um den entsprechend Wert verringert wurde. Tatsächlich besitzt das Raumfahrzeug noch seine gesamte Masse und es wirken auf alle Objekte, die sich innerhalb des Feldperimeters aufhalten, nur die maximalen 5 g der reellen Triebwerksleistung. Die Dämpfung ist das Verhältnis aus beobachteter Beschleunigung zu realer Triebwerksbeschleunigung.
- Die zweite Komponente als Sekundärkompensator gleicht auf gravomechanischem Weg die noch innerhalb der Semi-Manifestation wirksame Andruckbelastungen der Triebwerke von 5 g auf 0 g aus.
[Bearbeiten] Funktionsweise
Der Inerter gehört zur gleichen Technologiefamilie wie das Transitionstriebwerk. Grundlage des Inerters ist ebenfalls ein als Semi-Manifestation umschriebener Effekt, der einem unvollständigen Übergang zum Hyperraum entspricht, ohne dass es zur Entstofflichung kommt. In dieser Anwendung hier wird gezielt die Wechselwirkung der Objektmasse mit dem umgebenden Raum-Zeit-Kontinuum abgeschirmt bzw. auf unendliche Distanz verdrängt. Das Hyperfeld unterdrückt also bis zu einem gewissen Grad die Interaktion der Raumfahrzeugsmasse mit dem umgebenden Universum; kurz: es schirmt die Trägheit ab.
Leistungseinbruch/Ausfall des Primärdämpfers: Das Beschleunigungsvermögen des Schiffes kehrt entsprechend zum auschließlich vom Triebwerk erzeugten Wert zurück. Dieser Vorgang läuft entsprechend in der Zeit ab, in der sich die Feldleistung der Semi-Manifestation abbaut. In diesem Zeitraum könnte ein externer Beobachter auch wieder einen Zuwachs an Masse des Raumfahrzeuges feststellen. Entsprechend der Forderung der Erhaltung der kinetischen Bewegungsenergie geht der Massenzuwachs mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit einher. Das Verhältnis der Geschwindigkeit nach dem vollständigen Ausfall beträgt dann noch
- <math>\frac{1}{\sqrt{Dämpfung}}<\math>.
Anmerkung: Diese Konsequenzen dieses Erklärungsmodells sind theoretisch, da sie bisher nie in den Romanen beschrieben wurden. In seiner Konsequenz widerspricht es sogar allem, was in der Serie geschildert wird.
Leistungseinbruch/Ausfall der Sekundärkompensation: Die dem Triebwerksschub entsprechenden Andruckbelastungen von maximal 5 g werden für die Besatzung spürbar.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Alternatives Modell: das Anti-Ballungsfeld
Dieses Energiefeld wird von den Andruckneutralisatoren erzeugt. Es verhindert die absolut tödliche Ballung der Körpermoleküle durch eine gefahrlose Aktivierung des elektrischen Potenzialhaushalts jeder organischen Zelle und jedes nichtorganischen Moleküls. Das Anti-Andruckfeld verhindert somit die gefährliche Komprimierung, die man in den Anfangszeiten der Raumfahrt als Beharrungseffekt/Trägheit gefürchtet hat.
Diese Methode entspricht also einer Strukturverstärkung aller Materie im Inneren des Raumschiffes. Wie innerhalb eines solchen Feldes sich Lebewesen weiter normal bewegen können bleibt unerklärt.
- Anmerkung: Wobei vor allem die gasgefüllten Teile von Organismen betroffen waren. Der große Anteil an Wasser in den meisten Organismen führt infolge der annähernden Inkompressibilität dieser Flüssigkeit auch schon zur Trägheitsresistenz. Dieses Erklärungsmodell wurde in der weiteren Romanhandlung nicht mehr aufgegriffen.
- Anm.2: Bei Beschleunigungen von mehreren 100 km/s² sind schon geringste Dichteunterschiede im Gewebe tödlich, weil diese unterschiedlich starken Trägheitseffekten unterliegen. Selbst eine Gewebeprobe in einem Wassertank würde ausgepresst wie eine Zitrone in der Saftpresse.

