ATG-Feld

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Das Antitemporale-Gezeitenfeld (ATG-Feld) wird zur Zeitversetzung von Raumschiffen und ganzen Sonnensystemen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

In seiner Wirkungsweise ähnelt es der Versetzung in die Zukunft durch das posbische Relativfeld. Im Gegensatz zu diesem beruht das ATG-Feld auf den Grundlagen der Paratrontechnologie und wurde von Prof. Geoffry Abel Waringer aus dem Zeitfeld der Uleb entwickelt.

Die Wirkung ist ähnlich wie bei dem später entwickeltem Grigoroff-Feld: Dem Objekt wird ein Mikro-Kontinuum zugewiesen, welches dann aus dem Standard-Universum entrückt wird.

Anmerkung: Das widerspricht etwas der Beschreibung der unbegrenzten Labilzone, in die das Ghostsystem eingebettet war.

Diese Entrückung ist keine "Zeitreise", sondern eher eine Dimensionsverschiebung entlang einer zeitlichen Achse in eine Labilzone. Man kann sie grob so beschreiben, dass sich das Objekt permanent in der relativen Zukunft befindet, von der Gegenwart nie erreicht wird und so für die Außenwelt unerreichbar ist.

Um das ATG-Feld dennoch zu durchdringen, benötigt man extrem hochentwickelte Technologie, wie z.B. das Hetos der Sieben mit ihren Zeittauchern. Man kann aber auch in ein ATG-Feld eindringen, wenn man ein Schiff mit ATG mit einer Genauigkeit von 1 Mikrosekunde (Kamovsche Unschärfe) um denselben Zeitbetrag in die Zukunft versetzt. (PR 1243)

[Bearbeiten] Komponenten

[Bearbeiten] Haupt-Gezeitenwandler

Der Hauptgezeitenwandler steht auf Merkur und stellt mithilfe der Hypertronzapfer die Energieversorgung des ATG-Feldes sicher. Die abgezapften Energien fließen in den Haupt-Gezeitenwandler. Dieser wandelt sie durch spezielle Anlagen mit ÜDK-Howalgonium in hyperenergetische Schwingungseinheiten um und leitet sie mittels der Para-Verbundleitung an alle Planeten des Solsystems und an die überall eingesetzten Gezeiten-Satelliten weiter.

[Bearbeiten] Gezeiten-Satelliten

Diese Satelliten sind überall im Solsystem verteilt. Gemeinsam mit den planetaren Stationen besitzen sie Kraftanlagen, die in etwa mit Großfeldprojektoren zu vergleichen sind, die Antitemporalen Gleichrichtungskonverter. Die Gezeiten-Satelliten werden vom Haupt-Gezeitenwandler mit Energie versorgt.

[Bearbeiten] Risszeichnung

PR 1856 (Gezeiten-Satellit)

[Bearbeiten] Antitemporale Gleichrichtungskonverter

Sie formen die empfangenen Energien noch einmal um und strahlen sie stern- oder kaskadenförmig ab. Auf diese Weise wird eine bestmögliche Streuung erzielt; es gibt unzählige Berührungspunkte, die in ihrer Gesamtheit das Solsystem umschließen.

So entsteht eine Art Schutzschirm, der aber nicht nur hyperenergetischer sondern auch temporaler Natur ist: das ATG-Feld.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Enemy-System

Die Uleb versteckten sich im Enemy-System in einem ATG-Feld. Dabei wurde der Riesenplanet Atlas mit seinen 13 Monden durch das von der Sonne Enemy gespeistes ATG-Feld in die Zukunft versetzt. Der Zugang erfolgte über einen Zeittransmitter, einen 100 km durchmessenden Energieball über der Korona von Enemy.

Im Jahr 2437 drang ein terranisches Einsatzkommando über den Transmitterplanetoiden Sesam in das Innere des ATG-Feldes vor. Durch die Sabotage der Energieversorgung stürzte Atlas mit seinen Monden in das normale Universum zurück.

Das Enemy-System wurde von den Uleb sofort in einen Paratronschirm gehüllt. Die Hyperschockwelle des Rücksturzes wurde jedoch von den Konstrukteuren des Zentrums angemessen, die ein Expeditionskorps aus M 87 entsandten. Das Enemy-System wurde durch die Novaexplosion von Enemy vernichtet.

Kommandos der Terraner im Enemy-System war es noch rechtzeitig gelungen, technische Unterlagen der Uleb zu bergen. Dazu gehörten unter anderem Pläne des ATG-Feldes.

[Bearbeiten] Solsystem

Bei der Entschlüsselung der erbeuteten Unterlagen über die ATG-Technik der Uleb werden die Terraner von den Posbis unterstützt, die bereits Erfahrungen mit den Relativschirmen gemacht hatten.

Wichtigster Bestandteil des Fall Laurin war das Verstecken des Solsystems in einem ATG-Feld. Um ein Sonnensystem in ein ATG-Feld zu hüllen, benötigt man eine ca. 200 km durchmessende Basisstation im Systemzentrum, sowie Hunderte Relaissatelliten, die ein Feld dieser Größe stabilisieren. Die Basisstation, der Hauptgezeitenwandler, wurde zusammen mit dem Hypertronzapfer zur Anzapfung der Sonne auf Merkur errichtet.

Am 30. Oktober 3430 wird das Solsystem im Verlauf des Falls Laurin mittels eines ATG-Feldes um 5 Minuten in die Zukunft versetzt, um sich dem Angriff der Antiterranischen Koalition zu entziehen. Aus dem Solsystem wird das Ghostsystem.

Mit der so genannten Temporalschleuse ist es möglich, die Labilzone in der Zukunft zu verlassen und in die Realzeit zurückzukehren. Die Temporalschleuse ermöglicht auch das Betreiben der Containertransmitterverbindung nach Olymp.

Am 16. Juli 3434 wird das Antitemporale Gezeitenfeld durch die Nebeneffekte der Sprengung des Todessatelliten durch eine Sextagoniumbombe vernichtet, als die freigesetzte Energie mit dem Hypertronzapfstrahl des ATG reagiert. Durch die Explosion wird der gesamte Nordpol des Merkur verwüstet. (PR 449, S. 22) Gemäß dem Plan LAURIN II wird das Solsystem in einen Paratronschirm gehüllt.

Anmerkung: Warum der Paratronschirm während des Angriffs der Takerer mit den Sammlern der Urmutter nicht verfügbar war, ist unbekannt.

Während der Schwarmkrise war das ATG-System noch nicht wiederhergestellt, und als das Solsystem in den Schwarm aufgenommen wurde, musste man wieder auf den Paratronschirm zurückgreifen.

Zum zweiten Mal kommt das ATG-Feld 3459 zum Einsatz, als das Solsystem dem Zugriff der Laren entzogen werden soll. Diesmal wird das Sonnensystem jedoch nicht konstant in der Zukunft gehalten, sondern wechselt durch den Zeitmodulator des Projekts „Traumtänzer“ in der Zeit zwischen 0,00001 Sekunden und + 5,168783 Minuten in der Zukunft hin und her, um es den technologisch hochstehenden Laren schwieriger zu machen, in die Zeitblase vorzudringen.

Als dies schließlich dennoch durch den Einsatz der Zeittaucher zu passieren scheint, wird eine Flucht von Erde und Mond durch einen Sonnentransmitter vorbereitet, die jedoch nicht wie geplant verläuft und die beiden Himmelskörper auf eine Odyssee in den Mahlstrom der Sterne schickt.

Nach dem Ende von Monos kommt es im Solsystem wieder zum Aufbau von Anlagen zur Erzeugung eines ATG-Feldes. Das 1288 NGZ fertiggestellte System versetzt den Raum bis inklusive der Neptun-Bahn um 6 Minuten, 22 Sekunden in die Zukunft. Während der Tolkanderkrise 1289 NGZ aktiviert der LFT-Kommissar Cistolo Khan das ATG-Feld um das Solsystem. Trotzdem befällt der Kritzelwahn auch die Bewohner des Solsystems. Da NATHAN sich weigert, ohne Anweisung der auch vom Kritzelwahn befallenen Berechtigten das ATG-Feld zu deaktivieren, sprengt Atlan den Hauptgezeitenwandler auf Merkur.

Anscheinend wurden die Anlagen zur Erzeugung eines ATG-Feldes seitdem nicht mehr aufgebaut.

Durch die Zusammenarbeit mit den Posbis unter dem Einfluss von SEELENQUELL gelang es den Arkoniden im 14. Jahrhundert NGZ die ATG-Spürer zu entwickeln. Dadurch wird der Nutzen von ATG-Feldern für das Solsystem, die Spezialflotte TSUNAMI oder Quinto-Center stark eingeschränkt.

[Bearbeiten] Spezialflotte TSUNAMI

Die Liga Freier Terraner entwickelte die Spezialflotte der TSUNAMI-Einheiten.

Dabei handelt es sich um Kugelraumer von 200 m Durchmesser äußerlich Schiffe der STAR-Klasse, die immer paarweise operieren.

Jeweils ein Schiff ist mit einem Gezeitenwandler in siganesischer Mikrotechnik (Mini-ATG) ausgestattet, dass es ihm erlaubt sich um 1 bis 2 Sekunden in der Zukunft zu verstecken. Das Partnerschiff ohne Mini-ATG, kann über kurze Distanz - maximal 31,5 km - Funk und Transmitterkontakt mit dem im ATG-Feld versteckten Schiff halten.

424 NGZ verfügte die LFT über 120 TSUNAMI-Schiffe: TSUNAMI-1 bis TSUNAMI-120. Dabei sind jeweils die Schiffe mit gerader Nummer mit einem Mini-ATG ausgestattet.

Im Jahr 447 NGZ kommt mit der 500 m durchmessenden TS-CORDOBA ein erstes Schiff einer neuen Generation von TSUNAMI-Raumschiffen, die kein Partnerschiff in der Gegenwart benötigen, zum Einsatz. Die TS-CORDOBA wird im Juli 1143 NGZ beim Versuch den Chronopuls-Wall zu durchdringen, zerstört.

[Bearbeiten] Quinto-Center

Die Neue USO verwendet ein ATG-Feld, um im Gefahrenfall ihr Hauptquartier Quinto-Center zu verstecken. Da das Ganze nur sehr spartanisch gebaut wurde und keine Sonne für die Energieversorgung zur Verfügung steht, kann das Feld nur drei Tage aufrecht erhalten werden. Die Zeitversetzung beträgt 35 Sekunden.

Der bisher einzige bekannte Einsatz findet 1303 NGZ statt, als Quinto-Center nach Verrat der USO-Spezialistin Cory Varynne durch eine arkonidische Flotte von 15.000 Schiffen bedroht ist, die sich aber kurz vor Ablauf der Drei-Tage-Frist zurückzieht.

[Bearbeiten] JULES VERNE

Der Hantelraumer JULES VERNE ist mit einem Mini-ATG ausgerüstet, der nach dem Kontextsprung ins Jahr 20.059.813 v. Chr. »wieder« funktioniert.

[Bearbeiten] Quellen

PR 396, PR 400, PR 2400

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