Aset-Radol
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Aset-Radol ist Faktor VI der Meister der Insel.
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[Bearbeiten] Erscheinungsbild
Siehe Artikel Lemurer. Aset-Radol hat leuchtend blaue Augen, eine hohe Stirn und einen schmalen Mund. Über seine rechte Wange zieht sich eine Narbe.
[Bearbeiten] Charakterisierung
Aset-Radol ist Nexialist. Er ist ein begnadeter, auf zahlreichen Forschungsgebieten bewanderter Naturwissenschaftler. Gehilfen, Geliebte, Duplos und andere Diener beseitigt er mit ebenso großer Gefühlskälte - manchmal auch aus einer bloßen Laune heraus - wie er sich gegen seine Rivalen und Feinde durchsetzt.
Um nicht den Verstand zu verlieren, unterzieht er sich in regelmäßigen Abständen einer partiellen Gedächtnislöschung durch Memokriecher, die bestimmte neuronale Verbindungen kappen. Dieser Prozess kann Monate dauern und entlastet ihn von den in Jahrtausenden angesammelten Erinnerungen, die sein Gehirn nicht alle permanent speichern kann.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Der Meister der Insel
Aset-Radol gehört zu jenen dreizehn Lemurern, die ca. 24.000 v. Chr. einen Zellaktivator erhalten und danach zu den Meistern der Insel werden. Seinen Zellaktivator erhält Aset-Radol von Mirona Thetin. Kurz danach erwürgt er seine Mutter und tötet seinen Vater mit einem Intervallstrahler, um alle Brücken hinter sich abzubrechen.
Als MdI lebt er in einem protzigen, burgähnlichen Gebäude auf Tefrod, das sich in 2000 Metern Höhe auf dem höchsten Gipfel des Simplon-Gebirges erhebt. In der Öffentlichkeit gibt er sich als sagenhaft reicher, nicht ernst zu nehmender Dandy, um seine wahre Identität zu verschleiern. In regelmäßigen Abständen inszeniert er seinen eigenen Tod, um sich danach eine neue Tarnexistenz aufzubauen. Durch Anwendung einer besonderen Mnemotechnik und Vergleich der Sprachmuster aller möglichen herausragenden Persönlichkeiten entschleiert er in 1500 Jahre dauernder Kleinarbeit die wahre Identität von Faktor I. Um sich nicht zu verraten, zieht er sich mehr und mehr zurück. Allerdings ist auch Mirona Thetin hierüber im Bilde, was sie ihn ungefähr fünf Jahre nach seiner Erkenntnis wissen lässt. Sie sucht ihn in einer Tarnidentität auf und konfrontiert ihn nach einer leidenschaftlichen Liebesnacht mit ihrem Wissen. Sie lässt ihn am Leben und benutzt ihn als Spion in den Reihen der anderen MdI, denn wie alle aus diesem Kreis leidet sie unter Verfolgungswahn und vertraut ihren Untergebenen nicht. Als Druckmittel setzt sie Aset-Radols Zellaktivator ein, den sie so manipuliert hat, dass sie ihn jederzeit zur Explosion bringen kann.
Die MdI etablieren ihre Macht, Jahrtausende vergehen. Aset-Radols Verfolgungswahn wird immer stärker. Er entwickelt ein überhöhtes Sicherheitsbedürfnis und hat manchmal tagelange Bewusstseinslücken. Er begeht unbeschreibliche Verbrechen, zum Beispiel zerstört er ganze Planeten aus nichtigem Anlass. Sein Zustand normalisiert sich erst, als er Erfolge bei Forschungen hat, die er nebenbei betreibt. Er experimentiert mit dem Hyperkristall Altrit, der nur auf Tamanium vorkommt, und entdeckt dessen Wirkung auf die Ökosphäre beliebiger Planeten. Aset-Radol richtet gewaltige Labortrakte auf dem Planeten Dumestol ein und entwickelt dort eine Substanz, die er Radolxin nennt. Mit dieser Substanz kann er ganze Planeten in bizarre kristalline Lebewesen verwandeln - erstes Opfer dieses Umwandlungsprozesses ist Dumestol. Die so erschaffenen Wesen werden als Darlos bezeichnet und wecken auch Mirona Thetins Interesse. Sie will immer auf dem neusten Erkenntnisstand gehalten werden. Nach der Fertigstellung des ersten Darlos will Mirona die Forschungen allerdings nicht weiter fortsetzen.
[Bearbeiten] Asyl in Apsuhol
Stattdessen erteilt sie Aset-Radol den Auftrag, nach Apsuhol zu reisen und dort das aufstrebende Volk der Arkoniden zu beobachten, denn diese könnten Mironas Eroberungsplänen, die sich inzwischen nicht mehr auf Karahol beschränken, im Wege stehen. Noch vor Gründung des Großen Imperiums der Arkoniden (also vor 18.334 v. Chr.) begibt sich Aset-Radol nach Apsuhol. Er empfiehlt, die Degeneration der Arkoniden vor einem Eroberungsfeldzug in dieser Galaxie abzuwarten, und schlägt einen Beobachtungszeitraum von 1000 Jahren vor. Er selbst richtet eine Basis auf Olmar unweit des Planeten Lemur ein, die er mit Duplos bevölkert und jahrzehntelang ausbaut. In der folgenden Zeit beobachtet und manipuliert er die Arkoniden aus dem Hintergrund und beginnt damit, einen Seitenzweig dieses Volkes nach seinen Vorstellungen zu züchten: Die Aras, deren Name auf seinen eigenen Initialen basiert. Die Aras werden zu einer Art Hilfsvolk für ihn, in den nächsten Jahrtausenden setzt er sie immer wieder für seine Forschungen ein oder nutzt ihre Forschungsergebnisse für eigene Zwecke. Außerdem lernt er, die Darlos durch mechanische Einwirkung auf die Instinktgehirne zu lenken und zu domestizieren.
Aset-Radol pendelt ständig zwischen beiden Galaxien, fühlt sich aber in Apsuhol - weit weg von Mirona - wohler als in der alten Heimat. Er richtet bei sich selbst einen posthypnotischen Block ein, der sich nur alle 77 Tage für einige Stunden hebt. Nur dann bereitet er seine endgültige Lösung von Mirona und den MdI vor, an allen anderen Tagen weiß er selbst nichts von seinen Plänen und kann sich somit nicht verraten. Im 8. Jahrtausend v. Chr. tritt schließlich ein, was Mirona Thetin immer befürchtet hat: Verschwörer planen den Sturz von Faktor I. Kolin-Uns (Faktor XI) gründet den Rat der Sechs und behauptet, die wahre Identität des Oberhaupts der MdI zu kennen. Die Gedanken an das Komplott lösen Aset-Radols posthypnotischen Block. Er verrät die Verschwörer zwar an Mirona Thetin, will sich aber gleichzeitig von ihr befreien. Wie erwartet zündet Faktor I nicht nur die Zellaktivatoren der Verschwörer - auch Aset-Radol soll sterben. Er überlebt jedoch, indem er sich im Inneren eines Darlos versteckt, der den Zündungsimpuls absorbiert. Ein Duplo, der eine Zellaktivator-Attrappe trägt, stirbt an seiner Stelle.
Da Mirona Thetin ihn für tot hält, kann Aset-Radol sich ungestört mit zehn Darlos in die Milchstraße absetzen. Dort findet er allerdings trotz langer Suche kein Altrit und kann daher weder Duplos noch neue Darlos erzeugen, als seine Hyperkristall-Vorräte aufgebraucht sind. Die Aras werden deshalb immer wichtiger für ihn. Eines Tages begegnet er zufällig dem jungen Gys-Voolbeerah Synuit auf dem Planeten Flaun. Synuit wurde aus unbekannten Gründen von seinem Volk verstoßen und bietet Aset-Radol, von dessen Macht er beeindruckt ist, seine Dienste an. Aset-Radol ist beeindruckt von den Fähigkeiten des Gestaltwandlers. Er formt aus ihm ein williges, absolut skrupelloses Werkzeug, das er immer wieder in Kryostase versetzt, um sein Leben zu verlängern. Immer wieder zieht Aset-Radol bei den Aras und den Arkoniden aus dem Hintergrund die Fäden. So testet er die Stärke des arkonidischen Reiches, indem er einen Putschversuch gegen Imperator Helonk II. inszeniert. Das Reich übersteht diesen Test unbeschadet.
[Bearbeiten] Ostiam Meharro
Im 1. Jahrtausend v. Chr. (oder früher, genaue Daten sind nicht bekannt) finanziert Aset-Radol die Top-Eliteakademie Juvin auf Aralon. Er legt sich eine neue Identität zu und verwandelt sich in den Ara Ostiam Meharro. In dieser Identität besucht er Juvin selbst. Zu seinem Jahrgang gehören unter anderem Trantipon, Kreolin und Schopsna, bei letzterem handelt es sich um eine Tarnidentität Synuits. Außer diesen drei Männern schart Meharro weitere ihm treu ergebene Aras um sich. Diese bilden die nach Meharros Initialen benannte MO-Eskorte. Er nutzt dies aus, um sich an Staynnoo und Elkoi Ferada zu vergehen, zwei weiblichen Anhängerinnen, von denen er »Spielschulden« besonderer Art eintreibt. Die anderen Mitglieder der MO-Eskorte erfahren nie, was er mit den beiden Frauen gemacht hat. Staynnoo begeht jedenfalls Selbstmord, Elkoi Ferada versinkt in Bedeutungslosigkeit. Besonders Trantipon ist dennoch auch weiterhin von dem Wunsch beseelt, Meharro zu dienen. Unter Meharros Anleitung erzielen die Mitglieder der MO-Eskorte phänomenale Erfolge.
Meharro kommt zu der Überzeugung, dass der Dozent Kiom Supante unsterblich ist, und will diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Kreolin beginnt zu recherchieren und findet Anhaltspunkte, die diese Annahme stützen. Daraufhin beobachtet Meharro den Dozenten einige Zeit genau, um sich dessen Forschungsergebnisse anzueignen. Er überfällt Supante, als dieser mit seinem Raumschiff aufbrechen will, und foltert ihn zu Tode. Den Mord vertuscht er später, indem er dafür sorgt, dass das Schiff noch startet, dann aber beim Eintritt in den Hyperraum explodiert. Trantipon, den Meharro nach Supantes Tod herbeiruft, ist entsetzt. Trotzdem stellt er Supantes Forschungsergebnisse sicher. Es zeigt sich, dass der Dozent sich tatsächlich mit der Entwicklung eines Unsterblichkeitsserums beschäftigt hatte.
Nachdem sie ihre Prüfung mit Bravour abgelegt haben, feiern Meharro und alle Mitglieder der MO-Eskorte weitere medizinische Triumphe. Sie besiegen einige gefährliche Krankheiten, so dass insbesondere Meharro mit der Zeit einen geradezu legendären Ruf bei den Aras gewinnt. Eines Tages ruft er seine Anhänger zusammen und überreicht ihnen Ampullen, die das von ihm fertig gestellte Unsterblichkeitsserum enthalten. Alle Mitglieder der Eskorte injizieren sich das Serum ca. 956 v. Chr. und treffen Vorkehrungen für den Fall eines Misserfolgs: Ihre Leichen sollen gegebenenfalls vernichtet werden.
Alle Mitglieder der MO-Eskorte überstehen die Prozedur, nur Meharro überlebt den Selbstversuch anscheinend nicht. Die polizeilichen Untersuchungen erbringen das Ergebnis, dass sein Körper bis auf winzige Gewebereste desintegriert wurde. Diese werden in einem glanzvollen Staatsakt beigesetzt, an dem sogar Imperator Kanayath II. teilnimmt. Die Trauergäste rufen immer wieder den Namen Mo - Meharro ist zu einer gottähnlichen Figur für das Volk der Aras geworden. Tatsächlich ging es Aset-Radol nur darum, wieder unterzutauchen, aus diesem Grund hat er seinen eigenen Tod vorgetäuscht. Er nimmt sogar an seiner eigenen Trauerfeier teil. Der von Synuit beeinflusste Trantipon wählt ihn zum Verlesen der traditionellen Totenklage aus.
Durch Synuit/Schopsna spielt Aset-Radol der MO-Eskorte seine bisherigen Forschungsergebnisse über das Radolxin zu. Die MO-Eskortisten erkennen in dieser Substanz eine ultimate Waffe, die sie als Ara-Toxin bezeichnen.
[Bearbeiten] Graue Eminenz
In den nächsten Jahrhunderten zieht Aset-Radol die Fäden aus dem Hintergrund. Die unsterblich gewordenen MO-Eskortisten werden von Synuit und durch die Hypnostrahler der Raumstation FOARY beeinflusst und forschen in Aset-Radols Sinn weiter. Er selbst macht die Darlos/Mobys zu Transmittern und vernichtet Olmar. Er zieht sich auf den Unlichtplaneten zurück - einen ehemaligen Moby, der sich zu etwas neuem weiterentwickelt hat und den er nach seinen Wünschen umgestaltet. Den Unlichtplaneten positioniert Aset-Radol im Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda, die FOARY umkreist ihn. Er positioniert je drei Mobys als Transmitter in der Eastside, in der Nähe des arkonidischen Imperiums und beim Unlichtplaneten.
Während aller Krisen, die die Lokale Gruppe bis zum 14. Jahrhundert NGZ erschüttern, verhält Aset-Radol sich ruhig. Er beobachtet auch das aufstrebende Volk der Terraner und erfährt von Mironas Tod. Nach der Hyperimpedanz-Erhöhung des Jahres 1331 NGZ kommt es zu einem Durchbruch in den Forschungsprojekten der MO-Eskorte, denn jetzt wird kein Altrit mehr benötigt: Gewöhnliche Khalumvatt-Hyperkristalle erfüllen den gleichen Zweck. Damit wird das Projekt Ara-Toxin gestartet. Asets-Radols Ziel besteht darin, die dominierenden Machtblöcke der Milchstraße zu stürzen, um an der Spitze des von ihm favorisierten Volkes der Aras selbst die Macht übernehmen zu können. Seine Beteiligung an diesem Projekt ist der MO-Eskorte nicht bekannt, ebenso wenig ahnt jemand, dass Aset-Radol ein Gegenmittel entwickelt. Durch seine überall eingesetzten Informanten und Spione erfährt er, dass Perry Rhodan, Julian Tifflor und Zhanauta Filgris sich anschicken, seine Ziele zu durchkreuzen.
Aset-Radol erzählt seine Lebensgeschichte im Juli 1340 NGZ den Früchten des Yakuva-Baumes, der auf dem Unlichtplaneten wächst. Diese halbintelligenten Pflanzenwesen benötigen den Kontakt mit jemandem, der mit ihnen spricht, um gedeihen zu können. Aset-Radol empfindet diese Prozedur als angenehm. Als Perry Rhodan den Unlichtplaneten erreicht und die mentale Sperre durchquert, die die von Aset-Radol bewohnten Gebäude umgibt, wird er zu einem geistigen und körperlichen Wrack. Dennoch schafft er es, die Barriere zu durchqueren, ist danach aber dem Tode nahe. Aset-Radol ist so beeindruckt von Rhodans Widerstandskraft, seinem Willen und seiner positiven Natur, dass er ihn behandeln lässt. Bald ist der Terraner ganz wiederhergestellt. Aset-Radol geht sogar noch weiter: Durch Rhodans gutes Beispiel ist ihm klar geworden, dass er einen falschen Weg eingeschlagen hat. Gegenüber Rhodan behauptet er, er habe nur für stabile Verhältnisse in der Milchstraße sorgen wollen. Er erklärt das Projekt Ara-Toxin für gescheitert und beendet es. Er überlässt Rhodan das Gegenmittel für das Radolxin und befiehlt Synuit, die Kämpfe auf der MO einzustellen. Er bittet nur darum, seine Existenz weiter geheim halten zu dürfen.
[Bearbeiten] Ungewisse Zukunft
Nachdem Zhanauta Filgris Synuit erschossen hat, lässt er die Leiche des Gestaltwandlers verschwinden. Nach der Beilegung der Krise steuert er den Unlichtplaneten ins Ungewisse. Er kümmert sich um die junge Gys-Voolbeerah Semta. An ihr will er wieder gut machen, was er an Synuit verbrochen hat. Aset-Radol beabsichtigt, viele seiner Erinnerungen von den Memokriechern löschen zu lassen.

