Antis

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Die Antis (Eigenname: Báalols) sind ein direkt von den Akonen abstammendes galaktisches Intelligenzvolk. Ihre Heimat ist der Planet Trakarat im Aptut-System.

Inhaltsverzeichnis

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PR 111
© VPM

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Antis erreichen eine mittlere Körpergröße von etwa zwei Metern. Ihr Aussehen ähnelt dem von Terranern. Sie besitzen statt Rippen Knochenplatten, die den kompletten Brustraum schützen. Körperbehaarung kommt praktisch nicht vor, lediglich Haupthaar, meist dunkel oder in Rot- bis Violetttönen, von Rotblond bis Aubergine. Aus den Tagen, in denen Báalol praktisch nur als Verkünder ihres Kultes auftraten, rührt die Tradition, sich eine Glatze zu scheren - was heute vorwiegend noch bei traditionalistischen Antis vorkommt. Sie sind etwas blasser als ihre akonischen Vorfahren, aber immer noch dunkler als ihre arkonidischen Verwandten. Die Augen zeigen einen mehr oder weniger starken Violettstich.

[Bearbeiten] Fähigkeiten

Irgendwann entwickelten die Báalols unter dem Einfluss der Strahlung des nahen galaktischen Zentrums, ihrer Doppelsonne Aptut und den zum Teil aus Psi-Materie bestehenden Ringen ihres Heimatplaneten paranormale Begabungen.

Anmerkung: Im Kommentar zu PR 2039 wird die Parabegabung der Antis ebenso wie die der Vincraner auf das Abjin der Lemurer zurückgeführt. Diese nicht besonders stark ausgeprägten paranormalen Kräfte wurden durch den Kontakt mit der Megaintelligenz ZEUT besonders gefördert. Die Abjin-Kräfte traten daher bei den auf Zeut angesiedelten Lemurern und ihren Nachkommen besonders gehäuft und ausgeprägt auf. Interessant ist, dass schon die Zeut-Ellwen die für Akonen und Arkoniden und die von ihnen abstammenden Völker charakteristische knöcherne Brustplatte anstelle von Rippen besaßen.

Die Báalols können als Individualauflader Energieschutzschirme und Anti-Ortungsfelder durch ihre geistigen Kräfte derart verstärken, dass diese um ein Vielfaches belastbarer sind. Allerdings nur für eine Komponente des Schutzschildes - entweder gegen physische Angriffe oder energetische. Dieser Umstand führt später auf terranischer Seite zur Entwicklung des Kombiladers. Die Antis können von innen nicht durch ihren Schutzschirm schießen, ihre Worte dringen durch eine winzige Strukturlücke nach außen.

Außerdem können Báalols geistige Angriffe von Mutanten abwehren, indem sie die Para-Energien des Gegners verstärkt auf ihn zurück projizieren. Die Fähigkeit wird auch Psi-Reflektion gennant. Aufgrund dieser Fähigkeit wurden sie nach der ersten Begegnung mit den Terranern im Jahr 2044 von diesen als »Anti-Mutanten«, oder kurz einfach »Antis«, bezeichnet.

Zu einem Parablock zusammengeschlossen, können sie ihre Fähigkeiten noch potenzieren und dabei außerdem hypnotische, suggestive, telepathische und telekinetische Wirkungen erzielen. Zudem sind sie dann in der Lage, Körper und Geist intelligenter Lebewesen vorübergehend zu trennen oder ihren Gegnern durch hypnosuggestive Beeinflussung Eindrücke von Umwelt und Ereignissen einzugeben, wie sie in Wirklichkeit nicht existieren.

[Bearbeiten] Regierung

Es gibt keine offizielle Regierung. Normalerweise pflegen die Báalols, individuell und autark zu handeln, im Bewusstsein ihrer Verantwortung für sich selbst, ihre Familie und ihr Volk (in dieser Reihenfolge). Diese Philosophie nennen die Antis Báa (= Einstellung). Zwei Klammern allerdings können diese Báa genannte Einstellung dominieren: Zum einen ist dies der Lokari, der Gebetskreis, dem jeder Báalol angehört und der von einem spirituellen Führer geleitet wird. Dieses Amt ist nirgends festgeschrieben und kann jederzeit wechseln, bleibt aber normalerweise bei demjenigen Báalol mit dem höchsten Psi-Potenzial und/oder der stärksten Ausstrahlung.

Als ungewählte, informelle »Regierung« und außenpolitisches Organ existiert allerdings der Shista-Kerennu, der »Rat der Erleuchteten«. Zum Shista-Kerennu gehören vornehmlich Philosophen und Geisteswissenschaftler, denn die »Erleuchteten« pflegen die Kontemplation, die Meditation und den ausführlichen Diskurs, der stets in einem Konsens endet. Jeder Báalol, der sich zu dieser unbezahlten und unbezahlbaren Tätigkeit berufen fühlt, darf daran teilnehmen, ist aber gehalten, sein »Amt« nicht öffentlich zu machen.

Tagungsort ist das Oul-Kerennu-Gebirge (Gipfel der Erleuchteten) auf dem Kontinent Báal-Lhor.

Der Shista-Kerennu erteilt normalerweise ausschließlich Empfehlungen (die allerdings meist befolgt werden), nur selten greift er zum Mittel des Keranabáa, der einer Art ultimativem Befehl gleichkommt und jeden Báalol zwingt, ihn zu befolgen, andernfalls ihm der Ausschluss aus dem Volk der Báalols droht.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Auswanderung von Akon

Nach der Auswanderung von Akon im 18. Jahrtausend v. Chr. siedeln sich die ersten Vorfahren der Antis zunächst auf dem Planeten Trakarat an. Von dort aus errichten sie auf allen wichtigen Planeten des Großen Imperiums so genannte Báalol-Tempel. Der Báalol-Kult spielt im Leben der Antis eine große Rolle. Sie verbreiten ihre Lehre mit allen nötigen Mitteln. Die meisten Antis leben auf Planeten im Einflussbereich des arkonidischen Imperiums.

Anmerkung: Nach PR 1242 erfolgte die Besiedelung erst im 18. Jahrhundert v. Chr. - ein offensichtlicher Fehler seitens der Redaktion, des Lektorats oder des Autoren.

[Bearbeiten] Konflikt mit den Terranern

Der erste Kontakt zu den Terranern erfolgt im Jahr 2044. Die Antis gelangen in den Besitz von Atlans Zellaktivator. Mit seinem Tod wollen sie den Untergang des Großen Imperiums herbeiführen und selbst die Macht übernehmen. Der Plan kann in letzter Minute vereitelt werden. (PR 96)

Die Antis ändern ihre Taktik und schlagen ab 2090 verborgen zu. Sie produzieren die Droge Liquitiv und verbreiten sie auf den Planeten des Großen Imperiums und des Solaren Imperiums. Nach Abschluss der Testphase und dem Start der eigentlichen Verkaufsphase 2102 wird das Vorhaben auf Lepso entdeckt. Die Antis locken Perry Rhodan mit seinem Sohn Thomas Cardif als Köder nach Okúl.

Sie können den Großadministrator unbemerkt durch Thomas Cardif austauschen. Dieser soll sich ES gegenüber als Perry Rhodan ausgeben und 21 Zellaktivatoren besorgen. Die Superintelligenz erlaubt sich einen grausamen Scherz und liefert 20 unprogrammierte Aktivatoren und einen auf Rhodans spezielle Individualschwingungen eingestellten.

Die unprogrammierten Aktivatoren werden vom Hohen Báalol an vertrauenswürdige Hohepriester verteilt, die alle an unterschiedlichen Nebenwirkungen sterben. Lediglich der Hohe Báalol legt seinen Aktivator nicht an und überlebt.

Cardif, der inzwischen an explosiver Zellteilung leidet, lässt seine Anti-Mitverschwörer suchen. Atlan, der das falsche Spiel durchschaut, lässt Trakarat belagern, wo Perry Rhodan befreit wird. Die Antis, deren Hauptplanet nun bekannt ist, stehen in Zukunft unter ständiger Beobachtung durch die galaktische Völkergemeinschaft.

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Während des Andromedakriegs stellen sich 2404 einzelne Antis auf die Seite der Meister der Insel und unterstützen diese mit ihren Parafähigkeiten. (PR 282)

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Im Rahmen des Projekts Supermutant führen die Antis Mitte des 28. Jahrhunderts terranischer Zeitrechnung Mitglieder des Mutantenkorps des Solaren Imperiums mit entsprechenden Partnern zusammen. Dabei wird das Anti-Mädchen Gevoreny Tatstun auf Kitai Ishibashi angesetzt.

Aus dieser Beziehung entsteht der Supermutant Ribald Corello. Bereits während der Schwangerschaft wird Corello mit einer Embryo-Blockade versehen, um zu garantieren, dass er im Interesse der Antis handeln würde.

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Während der Auseinandersetzungen mit dem Dekalog der Elemente um die Chronofossilien stellt sich Fähigkeit der Antis zur Abwehr von Paragaben als wirksame Waffe gegen einzelne Elemente heraus. Insbesondere das Element des Geistes hat gegen sie keine Chance.

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Nach Ende der Monos-Herrschaft treten die Báalols dem Forum Raglund bei.

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Die Antis nehmen im Jahr 1291 NGZ an der Schlacht der Galaktiker gegen die Kosmische Fabrik MATERIA teil. (PR 1986)

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Omega-666 Báalols PR 2160  © VPM

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Eine große Gruppe Antis half während der Bedrohung durch das Reich Tradom die Schutzschirme der LEIF ERIKSSON und der KARRIBO zu verstärken.

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[Bearbeiten] Invasion TRAITORS

Im Jahr 1344 NGZ haben die Báalols ein Abkommen mit den Akonen geschlossen. So nimmt eine fünfköpfige Gruppe Báalols am 3. März an einer Aktion des Energiekommandos gegen die Forschungsstätte HWG-01 teil. Während des Abwehrkampfes von 2000 Einheiten der akonischen Flotte gegen Einheiten der Terminalen Kolonne TRAITOR am 2. November verstärken mehrere tausend Antis die Schirme der akonischen Schiffe. Doch diese aufgeladenen Schirme erweisen sich gegen das Feuer der Potenzialwerfer als nutzlos. (PR 2307, PR 2324)

Auch im Aptut-System ist ein Kolonnen-Fort stationiert, die Báalols haben seit November 1344 NGZ die TRAITOR-Direktive zu beachten. Mehrere Familien Koda Ariel sind auf Trakarat aktiv, einige dieser Wesen können jedoch enttarnt und unschädlich gemacht werden. Eine Gruppe von Báalols um Amba Vatony führt Experimente mit Anzügen durch, die mit IPEV-Psikolon ausgestattet sind. Amba Vatony glaubt, die Antis seien im Psi-Block stark genug, ganze Einheiten der Terminalen Kolonne zu übernehmen oder zu vernichten. Er will diese Dienste allen galaktischen Völkern anbieten und die Milchstraße auf diese Weise von der Terminalen Kolonne befreien. Es gelingt den Báalols, einen Traitank zu kapern und ihn gegen das Kolonnen-Fort zu lenken. Doch dann erliegen sie selbst einem Psi-Angriff. Möglicherweise werden sie durch einen Kolonnen-Motivator außer Gefecht gesetzt. Das Kolonnen-Fort schießt den Traitank ab. Ein zweiter Traitank nimmt den Bezirk Trakarats unter Feuer, in dem das andere Schiff gekapert worden ist. (PR 2344)

[Bearbeiten] Bekannte Antis

[Bearbeiten] Báalol-Priester

[Bearbeiten] Quellen

PR 96, PR 108 bis PR 116, PR 156, ... PR 2344

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