Odinssöhne

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Die Odinssöhne oder auch Göttersöhne waren Kinder des Gottes Odin und lebten auf Pthor.

Als Atlan da Gonozal dort eintraf, hatten die vier Götterkinder die Aufgabe, die Straße der Mächtigen zu bewachen. Die Herrschaft über Pthor, die ihr Vater Odin besaß, war ihnen schon vor sehr langer Zeit von den Herren der FESTUNG entrissen worden. Über die genauen Hintergründe und den Verbindungen der Götter zum Dunklen Oheim gibt es keine Informationen. Ebenso unbekannt ist warum zwar Odin vertrieben wurde, aber seine Söhne mit der Beaufsichtigung der Straße betraut wurden.

Sie alle hatten helle Haare, weshalb Atlan gelegentlich für einen von ihnen gehalten wurde. Jeder von ihnen besaß eine eigene Burg entlang seines Straßenabschnitts und sie begegneten sich nur zu besonderen Gelegenheiten. Die Odinskinder lebten nicht gänzlich allein, sondern wurden u.a. von drei erstaunlich intelligenten Tieren unterstützt.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitt bearbeiten: Fenrir, Hugin und Munin Fenrir, Hugin und Munin

Die Raben Hugin und Munin waren Helfer der Odinssöhne. Balduur wurde außerdem von seinem Wolf Fenrir unterstützt.

Mythologischer Hintergrund: Odin ist der Hauptgott der nordischen Mythologie, begleitet von seinen beiden Raben Hugin und Munin (Gedanke und Erinnerung). Fenrir kommt dort ebenfalls als riesiger Wolf vor, er ist das Sinnbild der Lügen und der Sümpfe. Er wurde von den Göttern in Ketten gelegt und konnte sich erst an Ragnarök wieder befreien.

Abschnitt bearbeiten: Honir Honir

Honir (alias Thalia) bewohnte die Burg Komyr und bewachte den Straßenabschnitt zwischen Zbahn und Orxeya. Als Waffe führte sie die Vars-Kugel.

Im Verlauf von Atlans Besuch auf Pthor stellte sich heraus, dass Honir kein Sohn, sondern eine Tochter Odins war. Da ein Gott wie Odin jedoch keine Töchter zu haben hatte, wurde sie von Anfang an in die Rolle eines Mannes gedrängt und nahm den Namen Honir an. Ihr wirklicher Name war Thalia und sie wurde zeitweilig zu Atlans Gefährtin.

Als die Umstände sie zwangen, das Geheimnis mit ihren Brüdern zu teilen, war sie erstaunt, dass diese weniger Probleme damit hatten als sie selber. Doch Odin zeigte ihr bei seiner Beschwörung deutlich, dass er seine Meinung keineswegs geändert hatte, und so blieb sie die Ausgeschlossene. Nach außen hin trat sie weiterhin als Honir auf. (Atlan 304, Atlan 322 ff)

Mythologischer Hintergrund: Hoenir bzw. Hönir ist in der germanischen Mythologie der Gott, der den ersten Menschen Ask und Embla den Verstand gab. Thalia ist in der griechischen Mythologie die Muse der komischen Dichtung und der Unterhaltung.

Abschnitt bearbeiten: Balduur Balduur

Balduur bewohnte die Burg Steinheim und bewachte den Straßenabschnitt zwischen Wolterhaven und Orxeya. Seine Begleiter waren Deckenwiezel und Fenrir. Er war etwa zwei Meter groß und muskulös. Balduur sprach mit dunkler Stimme. In seinem harten Gesicht saßen zwei hellblaue Augen. Das blonde Haar war kurz, der Mund mit den dicken Lippen breit und leidenschaftlich.

Balduur trug eine Lederrüstung, die mit Metallschuppen und Haken und Schnallen besetzt war. Diese metallenen Teile schimmerten blau und glänzten stark. Sein Schild war eingekerbt und mit dem Abbild eines zornigen Adlers versehen. Der Helm verfügte über zwei mächtige gelbe Hörner, die in wuchtigen Stahlfassungen in Höhe der Schläfen aus dem Helm hervortraten.

Er war ein besonders starker Kämpfer, bis er einen Teil seiner Kraft an seine Geliebte Opal verlor. Seither war er tagsüber schwach, und nur nachts kehrte seine alte Kraft zurück. Nach Opals Tod gewann er seine volle Stärke zurück, wurde jedoch schwermütig. (Atlan 307, Atlan 322 ff)

Mythologischer Hintergrund: Baldur ist in der germanischen Mythologie der Gott der Sonne, des reinen Lichtes und der Gerechtigkeit. Loki brachte Baldurs Bruder Hödur dazu, diesen unwissentlich mit einem Mistelzweig zu töten.

Abschnitt bearbeiten: Heimdall Heimdall

Heimdall bewohnte das Lettro und bewachte den Straßenabschnitt zwischen Donkmoon und Zbohr. Als Waffe führte er die Khylda, eine überschwere Axt.

Der älteste Sohn Odins wurde von diesem ausersehen, die Parraxynt-Sammlung des Göttervaters zu hüten und zu mehren. Heimdall wurde zum Einsiedler und Eigenbrötler, der selten längere Zeit fröhlich war. Dennoch nahm er irgendwann den skullmanenten Magier Kröbel bei sich auf, dem es zeitweise gelang, die Laune des Odinssohnes zu heben. (Atlan 316, Atlan 322 ff)

Mythologischer Hintergrund: Heimdall (altnord. heimdallr: "der Strahlende" od. "Weltglanz" od. "der, der die Welt beleuchtet") ist in der nordischen Mythologie der Schutzgott, der Lichtgott, und der Himmelswächter, sowie der Schützer allen Lebens.

Abschnitt bearbeiten: Sigurd Sigurd

Sigurd bewohnte das Lichthaus und bewachte die Strecke von Donkmoon nach Aghmont. Seine Waffe war die Garpa, eine Mischung aus Schwert, Lanze und Dreizack.

Er war der Lieblingssohn Odins und der Bewahrer des Odins-Leuchters, mit dem der Göttervater beschworen werden konnte. Er lebte schon lange allein, obwohl er einen Sohn namens Bördo hatte. Sigurd fühlte sich zufrieden, bis mit Fongerreilson wieder eine Frau in sein Leben trat. Nachdem sie ihn erst unwissentlich beinahe verraten hatte und dann von einem Ungeheuer der Horden der Nacht getötet wurde, war Sigurds Rachedurst gegen die Herren der FESTUNG ins Unermessliche gestiegen. (Atlan 322 ff)

Mythologischer Hintergrund: Sigurd ist der Hauptheld der nach ihm benannten nordischen Sage und entspricht zum Teil dem deutschen Siegfried.
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