Baretus

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Baretus ist die Hauptstadt des Planeten Ertrus, gelegen bei 17 Grad nördlicher Breite auf dem Äquatorialkontinent Baedhro in einer weiten Ebene, umgeben von den Berggebieten des Buckligen Reiters und des Mattun-Gor-Vulkanlands sowie der Gelben Wüste. 1303 NGZ wird sie während der arkonidischen Besatzungszeit vollständig vernichtet.

Abschnitt bearbeiten: Übersicht Übersicht

Das eigentliche Zentrum mit Wohn- und Regierungsbereichen ist annähernd kreisförmig angelegt, mit einem Durchmesser von 56 Kilometern. Um 1300 NGZ beträgt die Einwohnerzahl ca. elf Millionen. Der Baustil ist der hohen Schwerkraft von 3,4 g angepasst und wirkt wuchtig und kompakt, von Straßen in Form klobiger Röhren durchzogen. Das höchste Gebäude der Stadt ist das 800 m hohe Regierungsgebäude, ein Säulenbau mit dem Beinamen Sternenkratzer von Ertrus. Ein ganzer Stadtteil, ursprünglich eine eigenständige Metropole, besteht aus monströsen Prachtbauten aus der Zeit des Carsualschen Bundes, die niemals niedergerissen wurden. Hier befindet sich das Arkadium, eine stadiongroße, marmorgetäfelte Versammlungsfläche.

Der Großraum Baretus hat die Form eines unregelmäßigen Ellipsoids von 350 km Ost-West- und 120 km Nord-Süd-Ausdehnung, ist aber nur dünn besiedelt und eher von Parks und teilweise naturbelassenen Gebieten geprägt. Industrieanlagen sind unterirdisch angelegt. In diesem Randbereich findet sich um 1300 NGZ auch die Emotionauten-Akademie Ertrukar. Im Süden des Gebiets liegt ein ausgedehnter Raumhafen.

Die Stadt wurde um ihr späteres Wahrzeichen herum errichtet, die Barkennto-Quelle, einen Geysir, der etwa 70 Grad heiße Wassermassen trotz der hohen Gravitation bis zu 200 Meter in die Höhe schießt und als Symbol für den unbezähmbaren Willen der Ertruser angesehen wird. Er liegt inmitten des Barkennto-Beckens, eines 1,8 Kilometer durchmessenden und 30 Meter tiefen Sees, der meist von Dampfschwaden bedeckt ist, die auch noch in die nähere Umgebung kriechen, und der von einem Schlingschilfgürtel begrenzt wird. Die Wasserversorgung der Stadt wird aus diesem See gespeist. Aus dem Becken heraus fließt der Barkennt nach Westen, ein ungezähmter Fluss mit vielen Stromschnellen und Katarakten, der anschließend das ausgedehnte Mattun-Gor-Vulkanland durchquert und etwa 1000 km westlich in den Rundon-Ozean mündet. Unter dem gesamten Gebiet befindet sich ein System vielverzweigter und schlecht kartografierbarer Kavernen, das direkt unter Baretus in das Kanalsystem Termina Attracta übergeht.

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Nach dem arkonidischen Überfall auf Ertrus am 27. September 1303 NGZ und den darauffolgenden Widerstandskämpfen der Ertruser gegen die Usurpatoren, lässt der arkonidische Mascant Kraschyn am 2. Oktober die Stadt mit einer Intervallbombe vollständig zerstören. Alle Einwohner und die Widerständler werden dabei zerfetzt; der Kern von 56 km Durchmesser ist danach nur mehr ein Haufen Staub und Geröll. Die Barkennto-Quelle versiegt vorübergehend.

In den Jahren nach der Rückeroberung des Planeten wird Baretus wieder aufgebaut und trägt seitdem den Beinamen die Tränen von Ertrus.

Abschnitt bearbeiten: Quellen Quellen

PR 495, PR 2029, PR 2054, PR 2055, PR 2225

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