Caiwanen

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Die Caiwanen sind ein Volk vom Planeten Caiwan.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Die Caiwanen sind entfernt humanoid gebaut – sie bewegen sich aufrecht auf zwei Beinen und benutzen ihre zwei Arme als Greifwerkzeuge.

Der Rücken und die Rückseiten der Arme sind bei den Caiwanen mit buntern Federn besetzt. Die Brust, die Vorderseite der Arme, die Beine und der Unterleib sind nackt und die Haut dieser Körperpartien zartrosa.

Der Kopf der Caiwanen ist sehr markant: Ein senkrecht verlaufender Wulst, der von der Kopfmitte bis zur Brust herabreicht, beherbergt acht eingelagerte Augen. Der Wulst kann verschiedene Farben annehmen und spiegelt den emotionalen Zustand des Caiwanen: Normalerweise ist er hellblau gefärbt, bei starken Emotionen färbt er sich dunkelrot bis fast schwarz. Im unteren Teil dieses Wulstes befindet sich der Mund, der sowohl zur Atmung als auch zur Nahrungsaufnahme und zur Kommunikation verwendet wird.

Die Gerüche nehmen die Caiwanen über sensible Federn wahr, die seitlich am Hals verlaufen.

Zum Hören setzen sie einen am Hinterkopf ansitzenden, beinahe schulterbreiten, nach vorne ausfaltbaren, kaputzenartigen Hautwulst ein.

Weibliche Caiwanen haben zwei Brüste, die sich direkt unterhalb des unteren Endes des Kopfwulstes befinden.

Der innere Aufbau eines Caiwanen weist mehrere Unterschiede zu einem Terraner auf: Zwei Herzen, die zwei voneinander unabhängige Blutkreisläufe antreiben, keine Nieren oder vergleichbare Entgiftungsorgane. Aus diesem Grund sind die Caiwanen vollkommen auf die symbiotischen Schaspaken angewiesen, die durch spezielle Schlitze auf dem Rücken in das Körperinnere eindringen können.

[Bearbeiten] Kultur

Als sie von den Arkoniden entdeckt wurden, haben die Caiwanen bereits die meisten Gebiete ihres Planeten erkundet und lebten in einer präindustriellen, sehr stark von der Religion geprägten Gesellschaft in zahlreichen Städten und Dörfern.

Es gibt nur eine einzige Religion auf Caiwan und die Priester der verschiedenen Gottheiten genießen ein hohes Ansehen. Namentlich sind zum Beispiel die Götter Cham und Phtatha bekannt. Auch die Schaspaken spielen eine wichtige Rolle in der Glaubenwelt der Caiwanen.

Die caiwanische Kultur scheint patrialchalisch zu sein. Die Männer bekleiden zumindest die höheren Ämter.

Traditionell kleiden sich die Caiwanen in Schurze, auf denen die besonderen Ereignisse aus dem Leben des Trägers gestickt werden. Dies beginnt schon im Kindesalter, so das im Laufe des Lebens ein solches Kleidungsstück mit zahlreichen Stickereien bedeckt sein kann.

[Bearbeiten] Geschichte

Bis ins frühe 13. Jahrhundert NGZ waren die Caiwanen in der Milchstraße fast unbekannt. Die Imperatrice Theta da Ariga verbot den Arkoniden, in deren Einflussbereich Caiwan liegt, jegliche Aktivität auf dieser Welt. Als Begründung galt die einzigartige Abhängigkeit der Ureinwohner von dem Strahlungsfeld, das durch die riesigen Mengen von Hyperkristallen entstanden ist.

Im Jahre 1236 NGZ missachtete Gaumarol da Bostich diese Weisung und begann mit Experimenten an den Caiwanen. Diese bestätigten, dass die reichen Hyperkristalle-Vorkommen auf Caiwan nur durch die Eingeborenen ausgebeutet werden können.

Nach seiner Inthronisation im Jahr 1240 NGZ vergab er, nun als Imperator Bostich I., die Schürfrechte an eine arkonidische Prospektoren-Firma, die die Caiwanen rücksichtslos ausbeutete. Die Arkoniden bedienten sich dabei sehr geschickt des caiwanischen Glaubens, wonach Bodenschätze einzig und allein den Göttern vorbehalten seien. Die Prospektoren traten als Gesandte der Götter auf und sicherten sich somit die uneingeschränkre Kooperation der Caiwanen zu.

Obwohl die Caiwanen den göttlichen Status der Arkoniden achteten, bemerkten einige von ihnen recht bald, dass sie sehr rücksichtslosen Herren zu dienen hatten. Doch zu dem Zeitpunkt waren die Caiwanen noch nicht in der Lage, sich über die Gebote ihrer Priester hinweg zu setzen. Daher tolerierten sie die Exzesse der Arkoniden als Strafe der Götter.

Erst fast 100 Jahre nach dem Beginn des Abbaus der Hyperkristalle kam es unter der Führung des charismatischen Bergmannes Dando Gentury zu den ersten Protestaktionen. Gentury konnte die Arkoniden zum Unterschreiben eines ersten Vertrages bewegen, in dem die Schürfrechte und die Beziehungen zwischen den Caiwanen und den Arkoniden neu geregelt wurden, und der den Caiwanen die Eigentumsrechte an dem damals relativ wertlosen Hyperkristall Khalumvatt zusicherte.

Die Erhöhung der Hyperimpedanz im Jahre 1331 NGZ brachte für die Caiwanen neues Leid, da das Arkonidische Imperium nun verstärkt das Khalumvatt benötigte. Der Tato von Caiwan kündigte daraufhin den Schürfrechtvertrag und ordnete die Besetzung der caiwanschen Minen an.

Dando Gentury und seinen Anhängern gelang es 1332 NGZ jedoch, mit Hilfe von Kantiran, genügend gewaltlosen Widerstand zu leisten, um einen besseren Vertrag mit den Arkoniden zu erzwingen.

Im September 1344 NGZ wird Caiwan durch die Kolonnenfabrik TRAICAH-1003 gesprengt, um die gesamten Vorräte an Hyperkristallen für die Terminale Kolonne TRAITOR zu verwerten. Sämtliche Flora und Fauna des Planeten und alle Bewohner, darunter auch die kleine arkonidische Schutztruppe, werden dabei vernichtet.

[Bearbeiten] Quellen

PR 2236, PR 2237, PR 2316

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