Charon-Wolke

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Die Charon-Wolke liegt im Galaktischen Zentrum der Milchstraße.

Sie ist 988 Lichtjahre von Dengejaa Uveso entfernt und befindet sich etwa 800 Lichtjahre unterhalb der Hauptebene. Die Entfernung zum Sternenozean von Jamondi beträgt 26.930 Lichtjahre.

Die Charon-Wolke hat einen Durchmesser von 24 Lichtjahren, in der das Strukturgestöber herrscht. Das Strukturgestöber und damit die Charon-Wolke selbst wird durch die Salkrit-Konzentration im Goldenen System im Zentrum der Wolke erzeugt. Die Grenze zwischen Strukturgestöber und dem umliegenden Weltraum wird als Charon-Schranke bezeichnet.

Der Sternhaufen umfasst nur 28 Sterne, alles starke Hyperstrahler. Diese Sterne erzeugen um sich herum ca. 12 Milliarden km durchmessende Enklaven, die frei vom Strukturgestöber sind. Neun Sterne haben Planeten. Sieben der Sonnensysteme enthalten bewohnbare Planeten. Im Zentrum der Wolke befindet sich das Goldene System mit seinen Salkritvorkommen.

Knapp außerhalb der Wolke befinden sich der Sonnenwürfel, 8 blaue Riesen, die künstlich in Form eines Würfels von etwa 7 Lichtmonaten Kantenlänge angeordnet sind. Abgesehen davon ist das unmittelbare Umfeld der Charon-Wolke frei von Sternen. 30 bis 40 Sterne der Umgebung scheinen einen Ring um die Charon-Wolke zu bilden. Dabei handelt es sich jedoch vermutlich nur um einen Projektionseffekt. Der gesamte Sternhaufen ist von einem Netz aus Ortungs-Satelliten umgeben, die knapp außerhalb der Charon-Schranke positioniert sind.

Die Charon-Wolke gehörte vor 7 Millionen Jahren zum Herrschaftsgebiet der Schutzherren von Jamondi. Laut Gon-Orbhon leben nur die Charonii und keine Kybb-Völker in der Wolke. Die von den Motana abstammenden Charonii haben die sieben bewohnbaren Welten der Charon-Wolke besiedelt, die zusammen mit den Pilotenstädten die sieben Nationen der Charon-Wolke bilden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bekannte Sonnen

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Ferne Vergangenheit

Zu einem unbekannten Zeitpunkt, der vermutlich ca. 100 Millionen Jahre weit in der Vergangenheit liegt, verfolgen die Inyodur die Entität QEON-KIN bis zu einer roten Sonne in der Milchstraße. Dort vernichten sie QEON-KIN, indem sie mit Hilfe der Psior-Kraft ins Zentrum der Entität springen. Dabei wird ihre Psi-Energie aufgezehrt, so dass alle Inyodur sterben. Ihre Leichen treiben durch das All. QEON-KIN vergeht in einer gewaltigen Explosion. Die Psi-Energie, aus der er bestanden hat, wandelt sich in Psi-Materie um und erfüllt das System der roten Sonne als goldfarbener Staub. In den folgenden Jahrmillionen zerfallen die Psior-Herzen der Inyodur zu Salkrit. Dieses Material zieht den psi-materiellen Goldstaub an, was zur Entstehung einiger zehntausend Asteroiden führt. Das Salkrit verzerrt gleichzeitig die Struktur der Raumzeit, so dass das Strukturgestöber entsteht.

[Bearbeiten] Vor 7 Millionen Jahren

Vor mehr als 7 Millionen Jahren siedeln die Schutzherren von Jamondi Motana in Weltraumhabitaten in der Nähe der Charon-Wolke an. Dort entwickeln sich bei einigen wenigen Motana besondere Paragaben. Der Pilotensinn erlaubt die Orientierung im Strukturgestöber. Mit der Pilotenkraft können die Motana das Strukturgestöber in einer bis zu 4 Kilometer durchmessenden Blase das Strukturgestöber unterdrücken. Gestützt auf diese Fähigkeiten, gelingt es den Motana, mit ihren Raumhabitaten die Sonnen der Charon-Wolke zu erreichen und die sieben bewohnbaren Welten zu besiedeln. Diese Motana, die sich in der Charon-Wolke angesiedelt haben, nennen sich künftig Charonii. Die Charonii versorgen die Schutzherren mit Salkrit aus dem Goldenen System. Dort wird das Salkrit von den Seecharan abgebaut.

Anmerkung: Während der Zeit der Schutzherren wurde mehr als 70 % der Salkritvorkommen abgebaut. Es ist unbekannt, ob sich dadurch die Ausdehnung der Charon-Wolke oder die Intensität des Strukturgestöbers reduziert hat. (PR 2313 – Kommentar)

Im Jahr 6.999.037 v. Chr. wird die Charon-Wolke von ES, wie die anderen Gebiete der Schutzherren, in einen Hyperkokon eingekapselt. Als Spendersonnen dienen die 8 blauen Riesen des Sonnenwürfels knapp außerhalb der Wolke.

Vor der Einkapselung gelingt es den Kybb Gon-Orbhons, Techniten in das Goldene System einzuschmuggeln, die auf den Kampf gegen die Seecharan programmiert sind. Das am Rande des Goldenen Systems stationierte Handelsdock der Charonii wird während einer Konferenz über die Zusammenarbeit von Secharan und Charonii gegen die von den Techniten ausgehende Gefahr von Techniten zerstört. Daraufhin verhängt der Rat der Charonii eine Quarantäne über das Goldene System.

Abgeschnitten vom Rest des Universums, stagniert die Kultur der Charonii. Das restliche Universum wird aus dem Weltbild der Charonii getilgt, und die eigene Geschichte wird umgeschrieben. Die Schutzherren werden zu einem Mythos und das Goldene System zu einem Tabusystem. Die im Goldenen System alleingelassen Seecharan verteidigen sich weiter gegen die Techniten. Als die Techniten Rohalon erobern, überleben die Seecharan nur in den Asteroiden. Im Jahre 1344 NGZ ist der Asteroid GRAANWATAH ihre letzte Bastion.

[Bearbeiten] 1331 NGZ

Die Charon-Wolke fällt als Folge der erhöhten Hyperimpedanz am 16. Dezember 1331 NGZ um 19:12 Uhr zurück in den Normalraum. Für die Charonii sind aufgrund der Hyperkokon-Einlagerung nur 12.000 Jahre vergangen.

[Bearbeiten] 1333 NGZ

Die Dunklen Ermittler der Terminalen Kolonne entdecken 1333 NGZ das Salkritvorkommen im Zentrum der Wolke.

Aufgrund der besonderen Verhältnisse im galaktischen Zentrum, insbesondere wegen des Strukturgestöbers, gelingt es den Schutzherren Gon-Orbhon und Carya Andaxi nicht, in die Charon-Wolke vorzudringen oder mit den Bewohnern des Sternhaufens Kontakt aufzunehmen. Daher wird die Charon-Wolke 1335 NGZ bei der Evakuierung durch die Karawane der Sternenozeanvölker nicht berücksichtigt werden.

[Bearbeiten] 1344 NGZ

Ab Anfang 1344 NGZ untersucht Atlan die Umgebung der Charon-Wolke mit den Explorern EX-6 VERACRUZ und EX-10 TABASCO. Das besondere Interesse entsteht durch einen Speicherkristall, den der Arkonide von Gon-Orbhon erhalten hat. Doch es gelingt Atlan wegen des Strukturgestöbers zunächst nicht, in die Wolke vorzudringen.

Auch mehrere arkonidische Verbände von Forschungsraumern der EPETRAN-Klasse agieren im Schutz von Ultraschlachtschiffen der GWALON-Klasse im Vorfeld der Charon-Wolke.

Als die Kolonnen-Prospektorenkreuzer ACARO 1033 und ACARO 0830 im April 1344 NGZ aus dem Schutz ihrer Dunkelfelder mehrere Schiffe des Kristallimperiums mit ihren Potenzialwerfern vernichten, zieht sich Atlan in den Ortungsschutz einer Sonne zurück. Durch die AUBERG, ein Schlachtschiff der APOLLO-Klasse, das als Kurierschiff dient, fordert er einen Kantor-Sextanten zur Ortung der Dunkelfelder und den Psi-Korresponder Marc London an, da er glaubt, psionische Phänomene - die Augen Charons - in der Charon-Wolke zu erkennen.

Die neun Cynos auf dem Planeten der Novanten hinterlassen im April 1344 NGZ den Terranern als Dank für ihre Hilfe einen Speicherkristall, der einen Koordinatensatz in codierter Form enthält. Die Koordinaten liegen innerhalb der Charon-Wolke. Reginald Bull bricht zusammen mit Gucky mit der EX-1 BUENOS AIRES, einem Explorer der NEPTUN-Klasse, sofort dorthin auf.

Am 10. Juni erreicht die AUBERG mit dem Kantor-Sextanten und Marc London Atlans Versteck. Es gelingt den beiden Prospektorenschiffen der Terminalen Kolonne TRAITOR, das Strukturgestöber zu durchdringen. Als sie innerhalb der Wolke eine Strukturdolbe des Charon-Korps angreifen, wird eines der Schiffe von den Charonii durch den Einsatz der Explosiven Kraft vernichtet. Das zweite Schiff entkommt schwer beschädigt. Als es von einem terranischen Kommando geentert wird, lösen die Charnaz Bakr an Bord unter dem Einfluss des Kolonnen-Motivators die Selbstzerstörung aus.

Die EX-1 trifft am 14. Juni auf den Verband Atlans. Während Reginald Bull bereits am 17. Juni mit der BUENOS AIRES zurück ins Solystem fliegt, bleibt Gucky an Bord der VERACRUZ.

Am 20. Juni kommt es zu einer Kontaktaufnahme zwischen dem Psi-Korresponder Marc London und Kempo Doll'Arym. Geschützt durch die DORYNA erreicht die EX-6 VERACRUZ am 1. Juli 1344 NGZ das Ijor-System und darf auf dem Raumhafen der Stadt Aram Verger auf Ijordans Mond Houtog landen. Nach einer Rettungsaktion für Aram Verger erhält die EX-6 die Erlaubnis, mit der DORYNA in das Goldene System vorzustoßen. Dort trifft die Besatzung auf Techniten und Seecharan.

Die Techniten können durch einen Selbstzerstörungsimpuls besiegt werden. Die Seecharan schließen ein Abkommen mit der LFT. Der Rat der Charonii weigert sich jedoch, eine Änderung seiner Politik auch nur in Erwägung zu ziehen. Kempo Doll'Arym erklärt, dass er und das Charon-Korps sich dem Rat nicht mehr länger unterwerfen.

Ende Juli dringen 22 TRAICAH-Fabriken der Terminalen Kolonne TRAITOR in die Wolke ein, werden aber von einer Flotte von Strukturdolben des Charon-Korps, geführt von Kempo Doll'Arym, in der Nähe der planetenlosen Sonne Tsaba vernichtend geschlagen.

[Bearbeiten] 1345 NGZ

Kempo Doll'Arym schließt im Namen des Charon-Korps ein Bündnis mit der LFT. Die LFT erhält das Jona-System und richtet gemeinsam mit den Arkoniden ein Forschungszentrum auf dem Planeten Jonathon ein. Dort werden die VRITRA-Geschütze soweit verbessert, dass am 5. April 1345 NGZ erstmals ein Traitank vernichtet werden kann. Das Korps transportiert das auf Stolp gefundene Handelsdock in das Goldene System und richtet für die LFT einen Pendelverkehr dorthin mit dem Jona-System als Zwischenstation ein.

Als Gegenleistung liefert die LFT technisches Know-how, Waffen- und Ortungssysteme sowie Unterstützung gegen die Terminale Kolonne. Kempo Doll'Arym plant, die Charonii über die Charon-Loge, das Goldene System, die Verhältnisse außerhalb der Wolke und TRAITOR aufzuklären.

Die fossilen Inyodur werden von einem Forschungsteam unter der Leitung Dr. Arnie Siskas untersucht. Dabei wird der perfekt erhaltene Körper Raahon Alltangrads entdeckt, dessen Psior-Aura seine gesamten Erinnerungen enthält. Die Aura geht am 9. April auf Atlan und Arnie Siska über, so dass sie die Geschichte der Inyodur erfahren. Atlan schickt einen Datenträger mit diesen Informationen zu Perry Rhodan.

[Bearbeiten] Quellen

PR-Extra 3, PR 2299, PR 2300, PR 2308, PR 2309, PR 2310, PR 2311, PR 2312, PR 2313, PR 2314, PR 2315, PR 2340

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