Gys-Voolbeerah

Aus Perrypedia

(Weitergeleitet von Cloibnitzer)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Gys-Voolbeerah (der Name bedeutet »Die Unbesiegbaren«) werden auch Molekülverformer oder Molekularverformer (abgekürzt »MV«) genannt. Sie stammen ursprünglich von Gys-Progher, dem von drei Monden umlaufenen zweiten Planeten der Sonne Aggluth, in der Galaxie Uufthan-Pynk.

Inhaltsverzeichnis

Sie besitzen die Fähigkeit, jedes Lebewesen von annähernd passendem Volumen auf molekularer Basis kopieren zu können; die Kopien sind vom Original praktisch nicht unterscheidbar.

Ein Zweigvolk der Gys-Voolbeerah sind die Margenane, die auch als Element der Maske bekannt sind. Vermutlich sind sowohl das Volk der Cyén als auch das der Gijahthrakos mit den Gys-Voolbeerah verwandt, beziehungsweise stammen sogar von ihnen ab. (Arkon-Triologie)

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Die Gys-Voolbeerah sind Gestaltwandler und können so jede beliebige Gestalt annehmen. Die Margenane waren darüberhinaus in der Lage, das so genannte Vario-Sekret zu versprühen und mit ihm auch körperfremde Materie zu verwandeln. (Auf diese Weise kopierten sie z.B. ein Haluter-Schiff. (PR 1186))

Ihre ursprüngliche Form war für lange Zeit niemandem bekannt, sogar den Gys-Voolbeerah selbst nicht: Es gibt das Gerücht, dass ihre Ursprungsform abstoßend hässlich sein soll, und außerdem könne ein Gys-Voolbeerah, der einmal seine Ursprungsform angenommen hat, seine Gestalt nie mehr ändern.

Aufgrund seiner großen Körperkraft und Reaktionsschnelligkeit kann ein Gys-Voolbeerah selbst den Vario-500-Roboter Anson Argyris in einem Kampf in Schwierigkeiten bringen.

In ihrem Körperinneren produzieren die Gys-Voolbeerah ein Gas, das sogar Metall durchdringt und jedes organische Lebewesen sofort betäubt. Ein Gys-Voolbeerah kann jegliche Erinnerung eines so betäubten Wesens in sich aufnehmen und sich dann in eine praktisch ununterscheidbare Kopie des Lebewesens umwandeln. Diese Fähigkeit wird als Motuul oder Die Kraft aus dem Inneren bezeichnet und macht die Gys-Voolbeerah noch wesentlich gefährlicher als ihre Körperkraft.

Untereinander erkennen sich die Gys-Voolbeerah an einem arttypischen Geruch, den nur sie wahrnehmen können. Selbst mit modernster Technik lassen sich diese Geruchsmoleküle für Dritte nicht aufspüren.

Anmerkung: Die Margenane waren allerdings schon mittels Pheromon-Detektoren aufspürbar. Selbst Menschen waren in der Lage, den Geruch zu bemerken, auch wenn sie ihm keine Beachtung schenkten.

[Bearbeiten] Ursprungsform

Ihre Ursprungsform lässt im ersten Moment an eine menschengroße, aus rötlich funkelnden Kristallen zusammengesetzte Schneeflocke denken. Sie wirkt ebenmäßig und ästhetisch sauber, geradezu ätherisch. Beim genauen Hinschauen offenbaren sich kristallin-faserige Strukturen, die Ballungen zahlloser herrlicher Muster bilden. Diese Form entspricht dem Schönheitsideal vieler organischer Intelligenzen. Sie ist identisch mit dem ursprünglichen Aussehen ihrer Schöpfer, dem Alten Volk.

Durch eine genetische Psycho-Barriere wurden die Gys-Voolberah so manipuliert, dass sie ihre eigene Ursprungsform als abstoßend, hässlich, geradezu ekelerregend empfanden. Erst nach 3586 können sich die Vertreter dieses Volkes in der Milchstraße davon lösen. Bestehen bleibt allerdings die Barriere, dass sie, wenn sie die Ursprungsgestalt einmal angenommen haben, ihre Gestalt nicht mehr ändern können.

[Bearbeiten] Charakterisierung

(...)

Gys-Voolbeerah, die offen auftreten und sich zu erkennen geben, soll es nicht möglich sein zu lügen. (PR 1351)

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die offizielle Version

Vor unbekannter Zeit entwickelten sich die Gys-Voolbeerah auf dem Extremplaneten Gys-Progher, dem zweiten Planeten der Sonne Aggluth, in der Galaxie Uufthan-Pynk. Unter extremen Umweltbedingungen (hohe Schwerkraft, extrem hohe Temperaturen und Strahlungsbelastung) entwickelten sie das Motuul. Sie wurden von dem GESETZ beherrscht, das sie kompromisslos durchzusetzen versuchen. Was das GESETZ genau bedeutet, ist jedoch nicht bekannt.

Als die Gys-Voolbeerah zum ersten Mal auf andere Lebewesen stoßen, stellen sie fest, dass andere Völker nicht dem GESETZ gehorchen. Mit der Hilfe des Motuul gelingt es ihnen, die Herrschaft über immer mehr andere Völker zu erlangen und das GESETZ zu verbreiten, bis sie zuerst ihre Heimatgalaxie Uufthan-Pynk und schließlich hunderte von Galaxien beherrschen. Ihr Reich, auch Tba genannt, breitete sich immer weiter aus.

Doch schließlich finden die unterdrückten Völker einen Weg, die Gys-Voolbeerah zu entlarven. Überall im Sternenreich der Gys-Voolbeerah werden die Gys-Voolbeerah, die wichtige Mitglieder anderer Völker kopiert und ersetzt haben, entlarvt und meist umgebracht. Gleichzeitig werden riesige Flotten zum Kampf gegen die Gys-Voolbeerah gebaut. Es kommt zu einem gigantischen, wahrscheinlich Jahrtausende währenden Kampf, in dem Millionen von Raumschiffen zerstört werden.

Der Ausgang des Krieges ist unbekannt, doch die Position von Uufthan-Pynk und Gys-Progher ist nicht mehr bekannt, und überall im Universum finden sich Splittergruppen der Gys-Voolbeerah. Diese Gruppen versuchen, Uufthan-Pynk wiederzufinden; anschließend wollen sie ihr Reich, das Tba, wiederentstehen lassen.

[Bearbeiten] Die wahre Geschichte

Erst 3586 erfährt Gerziell in der Sternenstadt Tlagalagh die wahre Geschichte seines Volkes. Es ist anzunehmen, dass es im Universum noch die eine oder andere weitere Gruppe von Gys-Voolberaah gibt, die die »Wahrheit« kennen.

Der Planet Gys-Progher ist in Wirklichkeit eine paradiesische Welt mit Sauerstoff-Stickstoff-Kohlendioxid-Atmosphäre. Die Gys-Voolberaah wurden vom hier lebenden Alten Volk durch Manipulierung ihres eigenen Genoms erschaffen, um sie in ihrem Bestreben zu unterstützen, das GESETZ unter allen anderen Völkern des Universums zu verbreiten. Durch diese Manipulation erhielten die Gys-Voolberaah die Fähigkeit des Gestaltwandelns, um die hierarchischen Strukturen anderer Völker zu unterwandern. Auf diese Weise wurde das legendäre Tba aufgebaut, das angeblich Tausende von Galaxien umfaßte.

Jahrtausende später stellte sich jedoch heraus, das die Gys-Voolbeerah an einem irreparablem vererbten Chromosomenschaden litten, der schwerwiegende psychische Phänomene hervorrief. Dazu gehören eine teilweise erhebliche Verminderung von Kritik- und Einsichtsfähigkeit, ein übersteigertes Geltungsbedürfnis und der durch Emotionen potenzierten Zwang, allen Anderen zu beweisen, dass man göttergleiche Gewalt über sie ausübt. Die Gys-Voolbeerah hielten sich aus diesem Grunde für Götter, die selbst ihren Schöpfern überlegen waren, und pervertierten das GESETZ zu ihren selbstsüchtigen Zwecken. Als die Führer des Alten Volkes den Ersten Sprecher der Gys-Voolbeerah, Topolt-Chan, damit konfrontieren, übernimmt dieser zusammen mit dem Gys-Voolbeerah Khar-Tsatolth deren Rollen. In der Folgezeit wurden alle Abbildungen und Erinnerungen an die Ursprungsform der Gys-Voolbeerah und des Alten Volkes ausgelöscht und in den Gys-Voolbeerah die genetische Psycho-Barriere errichtet, damit sie diese Form als abstoßend, hässlich, geradezu ekelerregend empfinden. Es soll damit verhindert werden, dass die anderen Völker die Furcht vor den Gys-Voolbeerah verlieren.

Später gelingt es den Wissenschaftlern Nossa-Bhaum und Gerek-Iman, aus dem ursprünglichen Genom des Alten Volkes Gys-Voolbeerah ohne den verhängnisvollen Chromosomenschaden zu züchten. Alle im Untergrund lebenden Vertreter des Alten Volkes werden auf diese Weise umgewandelt und beginnen damit, die genetisch geschädigten Gys-Voolbeerah in Uufthan-Pynk zu unterwandern, um sie schließlich zur Zwangssterilisation zu zwingen. Als die außerhalb eingesetzten »echten« Gys-Voolbeerah sich in Folge dieser Maßnahme nach Uufthan-Pynk zurückziehen, erheben sich die unterdrückten Völker des Tba, was schließlich zum Zusammenbruch dieses Sternenreiches führt.

Die genetisch geschädigten Gys-Voolbeerah werden im Verlauf dieser Ereignisse offenbar bis auf wenige Ausnahmen ausgelöscht. Die Nachkommen der Gys-Voolbeerah ohne Chromosomenschaden werden in alle Richtungen zerstreut.

[Bearbeiten] Die neuere Geschichte

Der erste Gys-Voolbeerah, auf den die Terraner treffen, ist im Jahr 2043 Mataal, der einerseits für die Begriffe der Gys-Voolbeerah stark degeneriert war, auf der anderen Seite jedoch über gewaltige Psi-Fähigkeiten verfügte. Perry Rhodan nahm den Vorfall ernst genug, um den Leichten Kreuzer MEXICO auf die Suche nach weiteren Molekülverformern zu schicken. Auf Moluk im System Greenol wurde das Unternehmen fündig, konnte jedoch keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Danach wurden weitere Nachforschungen abgebrochen.

Der nächste Kontakt findet erst um das Jahr 3460 statt. Die Gys-Voolbeerah Poorch und Chliit werden vom Ersten Hetran Leticron beauftragt, die Terraner zu bekämpfen.

In den Jahren ab 3583 treffen Terraner immer wieder auf Gys-Voolbeerah. Perry Rhodan trifft in der Kontaktzentrale der Feinsprecher auf zwei Gys-Voolbeerah, die für VERNOC arbeiten. Zwei weitere Gys-Voolbeerah sind anscheinenend im Auftrag von BARDIOC auf der Erde in der Galaxie Ganuhr tätig, doch in Wirklichkeit handeln sie nur im Interesse ihres Volkes. Es kommt in geringem Umfang zu einer Verständigung zwischen Tatcher a Hainu und den Gys-Voolbeerah, besonders nachdem Tatcher a Hainu die aus Gys-Voolbeerah bestehende Besatzung von Ghor-Chraane rettet.

Im Jahre 3585 bereiten die Gys-Voolbeerah in der Milchstraße ein Treffen mit Vertretern aus vier weiteren Galaxien vor. Bereits im Jahr 3555 sind etwa fünfzehn Gys-Voolbeerah in das Reich des Freifahrerkaisers Anson Argyris auf Olymp eingedrungen. Es kommt für die Gys-Voolbeerah fast zur Katastrophe, als neunzehn der ihren, welche die insektenartigen Chrumruch imitiert haben, von der Metamorphose der Chrumruch überrascht werden und ihre Identität verlieren. Ohne das Eingreifen von Anson Argyris hätte dies zum Tod aller Gys-Voolbeerah auf Olymp geführt.

3586 finden der »Träger der wahren Form« Gerziell und 117 weitere Gys-Voolbeerah den Weg nach Uufthan-Pynk. Auf dem paradisischen Planeten Gys-Progher, der weder Meere noch Flüsse noch Vegetation oder anderes erkennbares Leben besitzt, treffen sie auf Nachkommen der genetisch geschädigten Gys-Voolbeerah, welche eine körperlose Existenz erreicht haben. Von diesen erhält Gerziell das Raumschiff ZYMAHR-ELKZEFT (Schwert der Götter) und den Auftrag, alle im Universum verstreuten Gys-Voolbeerah zu versammeln und ausgehend von der Milchstraße ein neues Tba zu errichten.

Im selben Jahr findet der sich anbahnende Konflikt zwischen der LFT und den MV eine Lösung, als der nun »Unberührbare« Gerziell die Ursprungsgestalt der Gys-Voolbeerah annimmt und damit den Beweis liefert, dass diese wunderschön ist. Alle erreichbaren Gys-Voolbeerah nehmen in der Folge diese Gestalt an und lassen sich in der Eastside der Milchstraße auf Targriffe nieder.

428 NGZ bekommen die Gys-Voolbeerah auf Targriffe Zuwachs, als sich das Element der Maske seiner Herkunft als MV-Teilvolk erinnert und sich in der Folge vom Dekalog der Elemente löst.

Im Jahre 1340 NGZ tauchen in der Milchstraße mindestens zwei Gys-Voolberah auf, die nicht auf Targriffe sesshaft geworden sind: Synuit, der Handlanger Aset-Radols, und Semta, die sich für ein Tefroder-Mädchen hält. Ob Semtas Mutter ebenfalls eine Gys-Voolbeerah war, ist nicht bekannt, da sie bei der Vernichtung der Trümmerbrücke stirbt. Semta verlässt die Milchstraße mit dem Unlichtplaneten.

[Bearbeiten] Spuren in der Geschichte

Es gibt Hinweise auf einen Konflikt zwischen den Gys-Voolbeerah und den Ur-Marsianern: Tatcher a Hainu erhielt von Sagullia Et ein etwa sieben cm großes alt-marsianisches Amulett, dessen Berührung für jeden Gys-Voolbeerah tödlich ist.

[Bearbeiten] Raumschiffe

Die Gys-Voolbeerah nutzen in der Regel die Raumschiffe der von ihnen unterwanderten Völker. Da sie in der Regel über keine eigene Infrastruktur verfügen, besitzen sie auch keine eigenkonstruierten Schiffe.

Eine Ausnahme ist die ZYMAHR-ELKZEFT (Schwert der Götter), die Gerziell 3586 in Uufthan-Pynk erhielt. Über ihre Leistungsspezifika ist nicht genaues bekannt, in Beschleunigung, Geschwindigkeit und Schlagkraft war sie jedoch den modernsten galaktischen Einheiten weit überlegen.

[Bearbeiten] Bekannte Gys-Voolbeerah

[Bearbeiten] Quellen

Persönliche Werkzeuge