Dritte Macht

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Die Dritte Macht war ein von Perry Rhodan gegründeter Staat, der die anderen irdischen Mächte zur Gründung einer Weltregierung bewegte. 1990 ging die Dritte Macht im Solaren Imperium auf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politische Struktur

[Bearbeiten] Regierungsstruktur

Die Regierungsstruktur der Dritten Macht glich, bedingt durch die Sachzwänge, der einer gemäßigten Militärdiktatur. Ministerpräsident Perry Rhodan, in dessen Händen die Machtmittel der Arkoniden lagen, regierte notgedrungen als Diktator. Letztendlich entschied er über alle zu ergreifenden Maßnahmen, wodurch während des Bestehens der Dritten Macht nur geringe Ansätze von Demokratie erkennbar wurden.

Perry Rhodan konnte seinen Mitarbeitern, die aus aller Herren Länder stammten, nur bedingt vertrauen. Aus genau diesem Grund schränkte er im Dezember 1975 die Entscheidungsfähigkeit seines Stellvertreters Oberst Michael Freyt durch einen Hypnoblock ein und ließ den Oberst zusätzlich durch Mutanten überwachen. Freyt sollte während der Abwesenheit Rhodans nicht durch die ihm zur Verfügung stehenden Machtmittel verführt werden, diese auch für eigene Zwecke einzusetzen. Als Rhodan 1980 nach der Lösung des Galaktischen Rätsels von der, aufgrund einer Zeitverschiebung 4½ Jahre währenden, Wega-Expedition zurückkehrt, erweist sich seine damalige Entscheidung als fehlerhaft. Mittlerweile war es im Ostblock zu einer Revolution gekommen. Der neue Machthaber unternahm Anstrengungen zur Eroberung der Venus - während Freyt mit veralteten Befehlen in Galakto-City regierte und keinerlei Eigeninitiative entwickeln konnte.

[Bearbeiten] Regierungssitz

Der Regierungssitz war Galakto-City, das am 19. Juni 1980 in Terrania umbenannt wurde. (PR 21)

[Bearbeiten] Regierungsbereich

Der Regierungsbereich erstreckte sich auf das zunächst besetzte, und später käuflich erworbene, Gebiet rund um den Landeplatz der STARDUST. Ferner wurde die Venus und die dort befindliche Venus-Festung in das Hoheitsgebiet der Dritten Macht integriert. Als Lieferant der von Homer G. Adams verwalteten Staatsfinanzen fungierte die General Cosmic Company. (PR 6)

Die Dritte Macht etablierte bis 1975 weitere Stützpunkte auf Pluto und Titan. (PR 12)

[Bearbeiten] Geschichte

Nachdem Perry Rhodan am 28. Juni 1971 auf dem Mond auf den Forschungskreuzer AETRON der Arkoniden gestoßen war und mit dem todkranken Crest da Zoltral zur Erde zurückkehrte, entschloss er sich, die außerirdische Technologie nicht in die Hände des Westblocks fallen zu lassen, da dies unweigerlich einen Krieg mit dem Ostblock und der Asiatischen Föderation nach sich gezogen hätte.

Stattdessen landete er die STARDUST am 29. Juni mitten in der Wüste Gobi im Hoheitsgebiet der Asiatischen Föderation, am Ufer des Goshun-Sees. Dort konnte der als Hochverräter und Weltfeind Nummer eins geächtete Deserteur unter einer Energieschirm-Kuppel den Angriffen der Weltmächte trotzen, und so eine unabhängige »dritte« Macht zwischen den beiden großen Machtblöcken, dem Westblock mit den NATO-Staaten und der Asiatischer Föderation (AF), bilden – der Ostblock mit den Staaten der UdSSR spielte damals bereits keine allzu große Rolle mehr. (PR 1, PR 2)

Zitat Perry Rhodan: [...] Der Westblock und die Asiatische Föderation stehen einander gegenüber. Der Ostblock mit Moskau spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, seit die Chinesen sich zur größten Atommacht aufgeschwungen haben. Wir sind es jetzt, die das Zünglein an der Waage bedeuten können. Zwischen den beiden großen Mächten stehen nun wir, mit den unglaublichen Hilfsmitteln der Arkoniden hinter uns. [...] (PR 2)
Anmerkung: Ausgehend von der sich in der Realität abzeichnenden Entwicklung der Spaltung des kommunistischen Ostens extrapolierten die Autoren ein Weltbild, in dem die UdSSR durch die neugegründete und wesentlich bevölkerungsreichere Asiatische Föderation und deren Wettrüsten mit dem Westblock als eigenständiger Machtblock marginalisiert wurde. (Blauband 13, S. 322)

In seiner Auseinandersetzung mit den Machtblöcken verfügte Rhodan über zwei entscheidende Vorteile: Die arkonidische Hochtechnologie und die Geistesgaben der von ihm angeworbenen Mutanten, die sich begeistert für die Visionen Rhodans von einer geeinten Menschheit einsetzten. (PR 4)

Nachdem sich die dominierenden Machtblöcke geeinigt hatten, die Dritte Macht als Staat anzuerkennen, und die anderen Staaten durch die General Cosmic Company (GCC) an der überlegenen Technologie der Arkoniden teilhaben konnten, kaufte Rhodan im Jahr 1972 für 7 Milliarden Dollar von der AF den von ihm besetzten Kernbereich der Energiekuppel sowie das darum liegende Land und gründete die Stadt Galakto-City. Nur dank der Dritten Macht konnten die Invasionsversuche zuerst der Fantan-Leute und später der Individualverformer abgewehrt werden. (PR 6, PR 9)

1975 verließ Rhodan zum erstenmal das heimatliche Solsystem, weil im Wega-System eine Streitmacht der Topsider auftauchte. Da Rhodan im Halbmesser von 50 Lichtjahren die Grenze des Einflussbereiches der Dritten Macht sah, beurteilte er das Eindringen der Topsider als gefährlich für die noch nicht geeinte Menschheit. Die Topsider wurden vertrieben, und auf dem Planeten Ferrol konnte ein wertvoller Handelspartner gewonnen werden. Danach begab sich Rhodan an die Lösung des Galaktischen Rätsels und verlor dabei über 4 Jahre. (PR 10, PR 19)

In all dieser Zeit verwaltete Michael Freyt in Galacto-City die Dritte Macht. Unter seiner Führung wurden die Streitkräfte der Dritten Macht aufgestellt und die ersten Schiffe fertiggestellt. Bei Rhodans Rückkehr 1980 konnte Freyt diesem eine konsolidierte Dritte Macht vorweisen. Die Außenpolitik zu den anderen Weltmächten hatte dagegen gelitten. Rhodan wurde bereits als verschollen geglaubt, und der Ostblock war mit dem Versuch, die Venus zu kolonisieren, zu einer Bedrohung des Weltfriedens geworden. In äußerst kurzer Zeit wurden diese Separationsbestrebungen von Rhodan zunichte gemacht. Im Juni 1980, am neunten Jahrestag des STARDUST-Starts, wurde Galacto-City, in Hoffnung auf eine baldige Einigung der zerstrittenen Menschheit, in Terrania umbenannt.

Im Jahre 1981 unterstellte sich die gescheiterte Venus-Expedition des Ostblocks unter General Tomisenkow der Dritten Macht, da sie keine Unterstützung mehr aus der Heimat erwarten konnte. Somit wurde auf der Venus die erste terranische Kolonie gegründet, die nun mit Mitteln der Dritten Macht unterstützt wurde. (PR 20, PR 21, PR 24)

Am 25. November 1982 unterstellte sich die Dritte Macht der neugegründeten und von Rhodan lange vehement geforderten Terranischen Weltregierung und entsandte Colonel Albrecht Klein als Vertreter in den Großen Rat. (PR 48)

Am 1. Januar 1990 wurde dann das Solare Imperium gegründet und die Dritte Macht wie alle anderen Nationalstaaten auf der Erde aufgelöst bzw. als Föderalstaaten eingegliedert. (PR 50)

Siehe auch: Terranische Staaten

[Bearbeiten] Raumschiffe

Der Bestand der terranischen Raumschiffe war ein Konglomerat von Schiffen höchst unterschiedlicher Herkunft, die sich Perry Rhodan durch verschiedene Kommandounternehmen aneignete.

Das erste Schiff Rhodans war die STARDUST, mit der er 1971 als Westblock-Amerikaner zum Mond flog und als Weltbürger wieder zur Erde zurückkehrte. Nach seiner Landung erklärte er das Gebiet rund um die STARDUST und alle darauf befindlichen Gegenstände zum Besitz der Dritten Macht. Gleichwohl hob die STARDUST nie wieder ab. (PR 1)

Nach der Zerstörung der AETRON übernahm Rhodan das einzige intakte Beiboot des arkonidischen Kreuzers. Dieser 60 m-Ultraleichtkreuzer wurde auf den Namen GOOD HOPE getauft. Thora als Kommandantin der AETRON protestierte zwar dagegen, dass ihr das Kommando über ihr letztes Schiff entzogen wurde, fügte sich aber letztlich doch in ihr Schicksal. (PR 6)

Am 7. Juli 1972 entdeckte Rhodan sechs uralte arkonidische Ein-Mann-Jäger in Spindelbauweise. Er requirierte sie sogleich für die dritte Macht, wogegen niemand Einspruch erhob. Da die Maschinen nicht überlichttauglich waren, hätten sie Thora auch nicht für die Rückkehr nach Arkon dienen können. Diese Maschinen werden in den Folgejahren von terranischen Ingenieuren nachgebaut und zum Teil auch verbessert. (PR 9, PR 10)

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© VPM

1975 erbeutete Rhodan bei seiner Wega-Expedition ein 800 m-Schlachtschiff, die STARDUST II. Das Schiff der arkonidischen IMPERIUMS-Klasse war als Beutestück das Rückgrat der Topsider-Streitkräfte gewesen. An Bord befanden sich auch 12 Beiboote von der Größe der GOOD HOPE. Zunächst als S-1 bis S-12 bezeichnet - das S steht für STARDUST - wurden sie später als Schiffe der GOOD HOPE-Klasse eingeordnet und entsprechend umbenannt. Bekannt wurden die GOOD HOPE V, die S-3 und die S-7.

Ebenfalls im Bestand der Dritten Macht befanden sich 1975 zahlreiche Ein-Mann-Raumjäger. Dabei handelte es sich zum großen Teil um terranische Nachbauten der Venus-Raumjäger, aber es waren auch neuere arkonidische Jägertypen an Bord der STARDUST II gefunden worden. Ein Geschwader von Raumjägern umfasste 54 Maschinen, es gab mindestens drei Geschwader. (PR 11, PR 12, PR 14, PR 15)

1980 wurden die ersten Großraumer irdischer Fabrikation fertiggestellt: Zunächst die TERRA, danach die SOLAR SYSTEM. Die Anzahl der Raumjäger umfasste bereits 1080 Maschinen, die in zehn Geschwader à 108 Maschinen unterteilt wurden. (PR 21) Bereits am 26. November 1982 wurde die CENTURIO in Dienst gestellt, der dritte Schwere Kreuzer aus Terra-Produktion. (PR 34)

Im Jahr 1983 entdeckten die Terraner dann auf Goszuls Planet eine im Bau befindliche Springer-Walze und entwendeten sie. Das Schlachtschiff wurde unter terranischer Aufsicht fertig gebaut und auf den Namen GANYMED getauft. (PR 37)

Am 3. Juni 1984 stahlen die Terraner bei ihrem ersten Besuch auf Arkon unter Führung Rhodans das 1500 m durchmessende Superschlachtschiff TITAN der IMPERIUMS-Klasse (arkonidische UNIVERSUM-Klasse). Auch die an Bord befindlichen Beiboote gelangten dabei in den Besitz der Dritten Macht. (PR 39)

[Bearbeiten] Anmerkung zum rechtlichen Sachverhalt

Nach der völkerrechtswidrigen Besetzung eines fremden Hoheitsgebietes und seiner Desertion eignet sich Perry Rhodan ein Raumfahrzeug eines fremden Volkes an. In der nachfolgenden Zeit kommt es wiederholt zu schweren Diebstählen sowohl materiellen als auch geistigen Eigentums anderer Völker. Diese Praxis zieht sich durch die gesamte Existenz der Dritten Macht und ihres Rechtsnachfolgers - des Solaren Imperiums.

Als Rechtfertigung wird die Sicherung der Existenz der Menschheit angeführt.

Es ist unbekannt, ob es je zu Wiedergutmachungen der entstandenen Rechtsverletzungen - insbesondere beim Großen Imperium der Arkoniden - gekommen ist. Allerdings steht zu vermuten, dass nach Amtsantritt des Imperators Gonozal VIII. eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde.

[Bearbeiten] Quellen

PR 1, PR 2, PR 4, PR 6, PR 9, PR 10, PR 11, PR 12, PR 14, PR 15, PR 19, PR 20, PR 21, PR 24, PR 34, PR 37, PR 39, PR 48, PR 50, Blauband 13, S. 322

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