Tolkander

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Die Tolkander sind ein Völkerbündnis, das nur dazu dient, der großen Mutter Goedda zu dienen. Sie sind genetisch nicht miteinander verwandt, stammen aber alle von ihr ab. Benannt haben sich die Tolkander nach der Galaxie Tolkandir, die sie vor der Milchstraße angegriffen haben.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitt bearbeiten: Die einzelnen Völker Die einzelnen Völker

Die Völker sind nach aufsteigender hierarchischer Bedeutung geordnet. In dieser Reihenfolge steigt auch die Reifedauer der Larven. Ob Philosophen auch aus Vivoc geboren werden, ist unklar.

Abschnitt bearbeiten: Neezer Neezer

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PR 1808 © VPM

Sie waren die Späher. Es war ihre Aufgabe, nach Bund (Intelligenzwesen passender Mentalstruktur) zu suchen und diese mit dem Tangle-Scan gefügig zu machen.

Die Neezer stammten von Echsen ab. Ihre Hautfarbe war grün, sie besaßen sechs Gliedmaßen und waren etwa 1,50 m groß. Ihre Köpfe ähnelten denen von Nashornvipern. Im Mund befanden sich viele spitze, kleine Zähne, aber keine Zunge. Der Körper besaß keine Skelettstruktur, sondern nur ein stützendes Knorpelgewebe direkt unter der Haut. Die Neezer verfügten über einen plumpen rundlichen Körper, aus dem ein langes Armpaar, ein kurzes Armpaar und ein Beinpaar ragten. Anstelle von Händen und Fingern besaßen die Neezer große, flache Hautlappen, mit denen sie sehr sensibel greifen konnten.

Außerhalb ihrer Raumschiffe traten sie meist in Fliegendern Eiern auf. Es handelte sich dabei um überschwere Exoskelett-Anzüge von 3 m Größe, die flugfähig und mit Desintegratoren bewaffnet waren.

Ihre Igelschiffe waren 450 m lang, 120 m breit und bohnenförmig gekrümmt.

Abschnitt bearbeiten: Gazkar Gazkar

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    Im Dschungel von Lafayette                PR 1819 © VPM               
Ein Krieger der Gazkar PR 1817 © VPM

Sie waren die Krieger. Es war ihre Aufgabe, die eroberten Planeten zu beschützen und Wachflotten aus zu erobernden Sonnensystemen zu vertreiben. Dabei waren sie aber immer darauf bedacht, nicht zu viel Bund zu töten.

Die Gazkar stammten von Insekten ab. Ihr Chitinpanzer war schwarz, und ihre Facettenaugen schimmerten in Regenbogenfarben. Sie erreichten eine Körpergröße von etwa 1,60 m. Auf dem Kopf besaßen die Gazkar von Geburt an 17 Chitinstacheln. Wenn ein Gazka nun befördert wurde, so wurde ihm ein Stachel abgebrannt. Wenn etwas passierte, das zu einer Degradierung geführt hätte, dann wurde der ehrenvolle Selbstmord des Betroffenen erwartet. Als Kleidung besaßen die Gazkar nur verschiedene Gürtel, mit denen sie ihre Strahlenwaffen transportierten. Außerdem besaßen sie noch eine selbstentfaltende Rettungskapsel, falls sie ihr Raumschiff schnell verlassen mussten.

Im Kampf verließen sich die Gazkar auf zwei Sinne: Zunächst wäre da der Geruchssinn, mit dem sie den Pheromonnetzen folgten, die die Neezer in ihren Fliegenden Eiern ausgesprüht hatten. Zum anderen wäre da ein telepathisch-optischer Sinn, durch den sie Bund dunkler sehen als die Umgebung.

Ihre Igelschiffe waren 600 m lang, schlank und schwer bewaffnet. Durch den 5-D-Vektor-Shredder waren sie außerdem sehr schwer zu treffen.

Abschnitt bearbeiten: Alazar Alazar

Sie waren die Mechaniker. Wenn es auf den eroberten Welten irgendein technisches Problem gab, so war es an ihnen, es zu lösen.

Die Alazar stammten vermutlich von einer insektenartigen Rasse ab. Ihr Chitinpanzer war bunt gefärbt und sie erreichten eine Körpergröße von etwa 1,80 m. Ihre Köpfe ähnelten denen von Pferden. Darunter lag ein dünner Korpus, aus dem die vier Tentakelarme ragten. Darunter folgte ein kegelförmiger, rockartiger Unterleib, aus dessen Rand viele kleine Tentakelfüßchen sprossen.

Praktisch jeder Alazar führte einen Stab mit sich, der eine modifizierte Tangle-Strahlung aussandte. Wenn man damit ein Opfer berührte, dann stellte sich eine beruhigende und keine verwirrende Wirkung ein.

Ihre Igelschiffe waren etwa 700 m lang und keilförmig.

Abschnitt bearbeiten: Eloundar Eloundar

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PR 1839 © VPM

Sie waren die Bewahrer des Vivoc. Es war ihre Aufgabe die Larven auf die eroberten Welten zu bringen und dort deren Umsorgung zu organisieren.

Die Eloundar stammten von im Wasser lebenden Weichtieren ab. Ihr Haut war weißlich und mit einem feinen blauen Flaum bedeckt. Sie erreichten eine Körpergröße von etwa 1,80 m. Der Kopf war rundlich und besaß vorne einen kegelförmigen Rüssel von etwa 30 cm Länge und gleichem Durchmesser. Seitlich am Kopf besaßen die Eloundar faustgroße, goldfarbene Facettenaugen. Der Körper war birnenförmig. Die Eloundar besaßen ein langes Armpaar, ein kurzes Armpaar und ein Beinpaar. Anstelle von Händen und Fingern besaßen sie bewegliche Flossenfortsätze. Auf der Spitze ihres Kopf besaßen sie einen aufstellbaren Flossenkamm, mit dem sie den Bund wahrnehmen konnten.

Ihre Igelschiffe waren 800 m lang, ellipsoid und verfügten am Heck über vier dreieckige Flossen.

Abschnitt bearbeiten: Physander Physander

Sie waren die Techniker. Es war ihre Aufgabe eine reibungslose industrielle Produktion zu gewährleisten. Außerdem mussten sie sicherstellen, dass die Waffen der Tolkander immer schlagkräftig genug waren, verglichen mit ihren Gegnern.

Die ameisenähnlichen Physander stammten ebenfalls von Insekten ab. Ihre Chitinpanzer schimmerten bronzefarben und ihre Facettenaugen waren dunkelbraun. Sie erreichten eine Körpergröße von etwa 2,50 m. Man sah jedoch meist nichts vom natürlichen Äußeren eines Physanders, da sie sich an jedem Quadratzentimeter mit Werkzeugen und ähnlichem behängten. So stülpten sie sich Mikroskope oder UV-Licht-Sensoren über die Augen. Ihre vier Arme hüllten sie entweder in enganliegende Schutzschirme zum Schutz gegen harte Strahlung, oder sie ersetzten sie ganz durch kybernetische Modelle. Um ihre Brust trugen sie einen dicken Metallpanzer, in den allerlei technische Spielereien eingelassen waren.

Die Physander hielten sich in den Gliederschiffen auf.

Abschnitt bearbeiten: Chaeroder Chaeroder

Sie waren die Planer. Es war ihre Aufgabe, den Heerwurm aus bis zu 200.000 Schiffen und die Eroberung der aktuellen, wie auch der nächsten Galaxie zu organisieren. Darüberhinaus waren sie das strategische Oberkommando.

Die Chaeroder stammen von Insekten ab. Ihr dünner, pergamentartiger Chitinpanzer war hellbraun und ihre Facettenaugen bernsteinfarben. Sie wurden etwa 3 m groß. Der Kopf war eine Röhre von etwa 10 cm Dicke und bis zu 70 cm Länge. Der extrem dünne Körper bestand aus sieben knotenartigen Segmenten. Die vier Arme und zwei Beine gliederten sich in neun durch Gelenke verbundene Abschnitte und waren alle etwa gleich lang. Dadurch waren sie sehr beweglich und erinnerten an terranische Weberknechte.

Das Verhalten der Chaeroder kann man leicht als unkonzentriert missdeuten, da ihre Arme permanent in hektischer Bewegung sind. Jeder Chaeroder trägt irgendwo am Körper eine kleinen Computer namens Inkazz, der wie ein Geschwür geformt ist. Sie bedienen ihn mittels einer winzigen Tastatur und Hologrammen.

Die Chaeroder sind die Kommandanten der Gliederschiffe.

Abschnitt bearbeiten: Philosophen Philosophen

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PR 1859 © VPM

Sie waren die ureigensten Kinder Goeddas. Sie waren es, die für die große Mutter den Brutkosmos errichteten und ihr geistige Energie durch die hypnotisierten Anhänger zuführten.

Die Philosophen stammten von keiner Rasse ab, sondern wurden von Goedda aus dem Nichts entworfen. Im Einstein-Universum sehen sie aus wie ein zehn Meter durchmessender Luftwirbel, in dem es blinkt und spiegelt. In der Pararealität die den Brutkosmos umgibt, besitzen sie einen Geisteszwilling. Dieser führt die aufgenommene geistige Energie an Goedda weiter.

Die Jenseits-Philosophen besitzen Körper und sind normalerweise etwa 2 m groß, sie können aber auch urplötzlich mehrere hundert Meter groß werden. Ihre Haut ist grasgrün und glatt wie Plastik. Sie besitzen einen Kopf, zwei Arme und vier Beine. Der Kopf besitzt vier Gesichter (je eines vorne, hinten und an den Seiten), die alle gleich aussehen: Ein geschlossenes Auge, eine Nase mit vier Nasenlöchern und ein o-förmiger Mund. Die Hände enden in Fingern mit Krallen. Da der Körper des Jenseits-Philosophen keine Gelenke besitzt, sieht er puppenhaft unbeweglich aus. Wie sich beim Kampf von Jenseits-Dreur gegen Alaska Saedelaere zeigt, ist das Muskelgewebe eines Jenseits-Philosophen spröde, porös, weiß und wässrig.

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Abschnitt bearbeiten: Suuvar Suuvar

Die Tolkander wurden als Kriegersklaven erschaffen und sollten für die Bruderschaft der Insedder in der Galaxie Suuvar kämpfen. Dabei wurden sechs inseddische Völker ausgewählt, die die genetische Grundstruktur der Vivocs bilden sollten. Um eine genetische Vermischung durch Fortpflanzung zu verhindern und eine Ausgrenzung zu ermöglichen, erhielten die Vivocs ein leicht anderes Aussehen, muskulösere Körper und sie waren von Geburt an steril.

Die Vivocs übernahmen von nun an die Hauptlast im Kampf gegen die Allianz der Viniden. In sich trugen sie jedoch eine Urerinnerung an ihre Mutter Goedda. Sie kämpften nur deswegen für die Insedder, weil Goedda es so wollte.

Nach langem Krieg hatten Goedda und die Philosophen die Viniden und die Insedder praktisch ausgerottet. Bevor Goedda jedoch ihren Kindern Erholung gönnen konnte, tauchten die Nonggo auf und sperrten sie ein. Für Jahrzehntausende lag Goedda im Koma, von der Aussenwelt abgeschlossen. Da ihre Kinder unfruchtbar waren, starben sie nach wenigen Jahrzehnten aus.

Abschnitt bearbeiten: Tolkandir Tolkandir

Nach Goeddas Befreiung durch Shabazza wurde ihr der Auftrag erteilt, zunächst die Galaxie Tolkandir zu entvölkern, quasi als Probelauf für die Milchstraße.

Da es keine erwachsenen Vivocs mehr gab, mussten die Kleinkinder von den Effourern betreut werden. Diese waren ein Hilfsvolk Shabazzas. Nach wenigen Jahren brachen die Vivocs mit ihren Glieder- und Igelschiffen nach Tolkandir auf. Die Eroberung Tolkandirs erwies sich dank der Technologie der Igelschiffe, dem Überraschungsmoment und dem Einfluss der Philosophen als relativ leicht.

Die Generationen an Vivoc, die in Tolkandir geboren wurden bezeichneten sich erstmals als Tolkander. Während des Tolkanderfeldzugs wurden außerdem die Völkerhierarchie, die Arbeitsteilung, die Organisationsform und die Infrastruktur (Gliederschiffe) etabliert.

Abschnitt bearbeiten: Milchstraße Milchstraße

Ende des Jahres 1288 NGZ kamen die ersten Igelschiffe in die Milchstraße. Der Planet Lafayette wurde ihr erstes Opfer. In der Folge eroberten die Tolkander noch etwa 60 weitere Planeten. Obwohl es den Galaktikern mehrmals gelang die Tolkander in Kämpfe zu verwickeln, konnten sie dennoch keine Kriegsgefangenen machen, da sie sich immer durch Selbstmord der Gefangennahme entzogen. Bei den Dutzenden Raumschlachten und Kommandoaktionen gelang es nur zwei Tolkander gefangenzunehmen. Zum einen wäre da der Gazka Gem-Ba-Am-Vech-Ist-Kir-Tol (kurz: Gemba) der auf Lafayette von Joseph Broussard jr. gefangengenommen wurde, und zum anderen ein Alaza der von einem Unither-Enterkommando gefangengenommen wurde und von dem man Informationen über die Lagerung von Vivoc im Humanidrom erhielt.

Die Tolkander folgten dem einstudierten Schema: Sie eroberten Planeten, versuchten aber gleichzeitig sowenige Intelligenzwesen wie möglich zu töten, damit die Vivoc-Larven in ihrer Nähe reifen konnten.

Zunächst lief alles nach Plan. Paneten wurden erobert, Philosophen geboren und Goedda nistete sich in einem Brutkosmos in der Michstraße ein. Doch dann starb Goedda. Ein Kommando der Galaktiker hatte eines der Gliederschiffe in ihrem Brutkosmos gesprengt und die Explosion hatte Goedda zerrissen. Doch die Tolkander gaben nicht auf. Mit großer Dickköpfigkeit reparierten sie ihre Flotten und stellten Nahrung für Goedda her, als wäre nichts geschehen. Nur die Chaeroder wussten, dass die Philosophen auch zu neuen Kleinen Müttern werden konnten.

Schließich gelang fast allen Philosophen die Verwandlung und die Tolkander beschützten und versorgten die Kleinen Mütter mit ihren Flotten. Als die Galaktiker beim Schwarzen Loch Dengejaa Uveso mit der Operation Wunderkerze begannen, verließen die Kleinen Mütter die Sicherheit der Flotten und fanden sich dort ein.

An einem Ort zusammengeführt, begannen die Kleinen Mütter miteinander zu verschmelzen und Goedda wurde wiedergeboren. Die Hyperstrahlung in der Nähe des Schwarzen Lochs machte Goedda jedoch krank und so rief sie ihre Kinder um Hilfe. Alle Tolkander folgten dem Ruf und flogen mit ihren Schiffen in den Brutkosmos ein, um ihrer Großen Mutter nahe zu sein. Durch die zusätzliche Masse wurde Goedda schließlich in das Schwarze Loch gezogen, und sie und alle Tolkander starben.

Abschnitt bearbeiten: Quellen Quellen

PR 1808, PR 1809, PR 1812, PR 1817 - PR 1821, PR 1829 - PR 1832, PR 1836, PR 1838 - PR 1842, PR 1846 - PR 1851, PR 1855 - PR 1862, PR 1866 - PR 1870

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