Gigant
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Sonne Gigant. Für das ertrusische Raumschiff siehe: GIGANT.
| Astrophysikalische Daten: Gigant | |
|---|---|
| Galaxie: | Milchstraße |
| Spektraltyp des Sterns: | weißer Überriese |
| Zahl der Planeten: | 15 (11) |
| Bekannte Planeten: | Orgha, Gigant XI |
| Entfernung zum Solsystem: | ca. 6000 Lichtjahre |
| bekannte Völker: | Orgh |
Die weiße Sonne Gigant ist das Heimatsystem der insektoiden Orgh.
[Bearbeiten] Übersicht
Gigant wird im Jahre 2350 von zwölf Planeten und drei äußeren Asteroidengürteln umlaufen.
Die Protuberanzen von Gigant erreichen eine Höhe von bis zu 20 Millionen Kilometern.
Die innersten drei Planeten sind glutflüssig. Der innerste ist im Jahre 2350 sogar vollständig verflüssigt und steht kurz davor, in die Sonne zu stürzen.
Der vierte Planet, der früher eine Atmosphäre besessen hatte, hat im Jahre 2350 eine beinahe glutflüssige Tagseite.
Der fünfte Planet ist zu heiß, um Leben zu ermöglichen.
Der sechste Planet, eine heiße Welt mit dichter Vegetation, diente früher den Orgh als Plantagenwelt, wurde aber aufgegeben, als die Nahrungsproduktion unter die Oberfläche von Orgha verlegt wurde.
Der siebte Planet heißt Orgha und ist durchschnittlich 22 Lichtminuten von Gigant entfernt.
Der achte und der neunte Planet sind mit Vegetation bedeckt und ermöglichen Leben. Sie dienten den Orgh früher als Nachschubwelten, wurden aber aufgegeben, als alle wichtigen Produktionsstätten unter die Oberfläche von Orgha verlegt wurden.
Der zehnte Planet ist ein Gigant, der kaum Lebensmöglichkeiten bietet.
Im Mittelpunkt des elften Planeten befindet sich die Mammutpositronik Kher. Der elfte Planet ist ein Felsplanet ohne Atmosphäre. Ein Schacht am Äquator bietet Zugang zu Kher.
Der zwölfte Planet umkreist Gigant im Abstand von zwei Lichttagen. Er ist jupitergroß und besitzt eine feste Oberfläche. Er rotiert genauso schnell um seine Achse wie er um die Sonne kreist, weswegen auf der Tagseite erträgliche Temperaturen herrschen und auf der Nachtseite die Atmosphäre niedergeschlagen ist. Durch die Temperaturunterschiede werden auf der Tagseite heftige Stürme hervorgerufen.
- Anmerkung: Eigentlich wird in PR-TB 28 von einer Entfernung von 2 Lichtjahren gesprochen, doch dies widerspricht der Angabe, dass der äußerste Asteroidengürtel 60 Lichtstunden von der Sonne entfernt sei. Es handelt sich also vermutlich um eine Verwechslung von Lichtjahr mit Lichttag.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Sonne Gigant ist bereits von Arkoniden beobachtet worden, in deren Sternenkatalog sie unter dem Farbindex 18 eingeordnet wurde, was eine hellgelbe Farbe bedeutet.
Zu einem unbekannten Zeitpunkt, viele Jahrtausende vor 2350, wird das Gigant-System von den Orgh besiedelt, die aus einem fernen Sonnensystem stammen.
Eines Tages entdeckt eine Expedition der Orgh auf dem elften Planeten des Gigant-Systems die Positronik Kher. Diese behauptet, errechnet zu haben, dass die Sonne Gigant ungefähr im Jahre 3150 zu einer Nova wird. Da sich die Sonne tatsächlich aufheizt und von einem hellgelben Stern zu einem weißen Stern wird, schenken die Orgh dieser Behauptung Glauben. Kher verfügt allerdings über Maschinen, mit denen sich Planeten aus einem Sonnensystem lösen lassen, auch wenn diese noch justiert werden müssen.
Kher zwingt die Orgh, entsprechende Experimente mit den Maschinen durchzuführen. Sollten die Orgh nicht Folge leisten, droht er damit, die Sonne sofort zur Nova zu machen. Im frühen 20. Jahrhundert beginnen die Orgh mit entsprechenden Tests im Gigant-System, wobei sie den jeweils äußersten Planeten aus seiner Umlaufbahn entfernen. Bei diesen Experimenten werden die Planeten durch die veränderten Gravitationsverhältnisse zerstört. Als bereits drei Planeten aufgrund der Gravitationsstörungen von innen heraus zerbrochen sind, werden die Experimente in andere Sonnensysteme verlagert, beispielsweise nach Blue, Ringo oder ins System des Planeten Tramp.
Erst wenige Jahrzehnte vor 2350 gelingt es den Orgh, ein erfolgreiches Experiment durchzuführen. Von diesem Zeitpunkt an erhalten sie keine weiteren Maschinen und bereiten sich auf das Verlassen des Gigant-Systems vor. Noch immer vertrauen sie Kher.
2350 trifft Gucky mit der THUNDERBOLT auf dem Planeten Orgha ein, wo ungefähr eine Billion Orgh leben. Die Besatzung der THUNDERBOLT kann sich mit den Wesen über einen Translator verständigen. So erfahren die Terraner von den Hintergründen, die zur Zerstörung des Planeten Tramp führten. Gucky erkennt, dass Kher die Orgh hintergeht: Er hat nicht vor, ihnen weitere Maschinen zu überlassen, sondern will sich nach den nunmehr erfolgreichen Experimenten aus dem System absetzen.
Diese Flucht wird von den Terranern und Mausbibern verhindert, der elfte Planet in einem Atombrand zerstört.
Dennoch besteht weiterhin Gefahr für die Planeten des Gigant-Systems, denn der Roboter Tabor hat herausgefunden, dass die Aufheizung der Sonne von einem Atombrand herrührt, der langsam stärker wird. Darum wird auch der fünfte Planet im 25. Jahrhundert vor der Verflüssigung stehen, und schließlich wird auch die metallene Oberfläche Orghas im 32. Jahrhundert keinen Schutz mehr bieten. Spätestens dann müssen die Orgh ihren Planeten verlassen, zumal nun keine Planetenantriebsmaschinen mehr existieren, die Orgha in eine sichere Umlaufbahn bugsieren könnten.
Was letztendlich aus den Bewohnern des Gigant-Systems geworden ist, ist unbekannt.

