Iwan Iwanowitsch Goratschin

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Terraner Iwan Iwanowitsch Goratschin. Für das gleichnamige Raumschiff der PHOBOS-Klasse, siehe: JV-2-K4.


Bei Iwan Iwanowitsch Goratschin (* 29. April 1950 in Sibirien, Terra; † 16. Juni 3432 auf Anchorot) handelt es sich um Siamesische Zwillinge, die jedoch nur eigene Köpfe und ansonsten einen gemeinsamen Körper besitzen. Dies und ihre Parafähigkeit des »Zündens« haben ihnen den Namen Doppelkopf-Mutant eingebracht.

Inhaltsverzeichnis

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© VPM

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Iwan Iwanowitsch Goratschin ist russischer Abstammung. Die Keimzellen seiner Eltern wurden durch einen radioaktiven Fallout beim ersten sowjetischen Kernwaffentest schwer geschädigt. Äußerliche Merkmale der stattgefundenen negativen Mutation sind seine beiden Köpfe und seine grüngefärbte Schuppenhaut. Goratschin ist ca. 2,5 m groß und von stämmiger Gestalt. Geistig ist er vollkommen normal entwickelt, wobei jeder der beiden Köpfe eine eigene Identität besitzt.

[Bearbeiten] Charakterisierung

Beide »Brüder« herrschen gleichberechtigt über den gemeinsamen Körper. Dabei kommt es oft zu heftigen, wenn auch meistens nicht ganz ernst gemeinten Streitigkeiten zwischen ihnen. Häufigster Anlass zum Disput ist die Behauptung des rechten Kopfes, der für sich den Namen Iwan in Anspruch nimmt, zweieinhalb Sekunden früher geboren zu sein als sein Bruder Iwanowitsch.

[Bearbeiten] Zünder

Goratschin besitzt die paranormale Begabung, kraft seines Geistes Kohlenstoff- und Calciumatome kernchemisch miteinander reagieren zu lassen und so gezielt nukleare Explosionen auszulösen. Zum Ausüben dieser »Zünder«-Fähigkeit ist es notwendig, dass sich beide Köpfe gleichzeitig auf das zu vernichtende Objekt konzentrieren und dieses in Sichtweite liegt.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Kindheit und Jugend

Iwan Iwanowitsch Goratschin wurde am 29. April 1950 als Sohn der sowjetischen Kernwissenschaftler Ludmilla und Iwan Gregorewitsch Goratschin irgendwo in der Tundra Sibiriens geboren. Die Eltern flohen vor den sowjetischen Ärzten und fanden Zuflucht bei Holzfällern, die nach anfänglicher Ablehnung der Fremden die Hilfe Iwan Gregorewitschs bei der Erstellung notwendiger Ablieferungspapiere in Anspruch nahmen.

Anmerkung: In PR-Extra 6 wird der Name des Vaters von Goratschin III mit Iwan Gregorewitsch angegeben. In PR 27, 1. Auflage wird das Patronym Gregoritsch genannt, das eine umgangssprachliche Verkürzung für Gregorewitsch ist (vergleichbar dem deutschen Hannes für Johannes). Mindestens ab der dritten Auflage und in Silberband 4 wird der Name des Vaters Iwan fälschlicherweise mit dem zweiten Vornamen/Patronym Wassilijewitsch angegeben.

Nachdem im Jahr 1953 seine Eltern nacheinander verschwinden, um ihrem Sohn und den Holzfällern den Anblick ihres Siechtums zu ersparen, wuchs das Kind bei den Holzfällern auf und wurde Teil der kleinen Gemeinschaft. Er erwies sich als große Hilfe, obwohl sich niemand erklären konnte, wie er ohne Streichhölzer Feuer machen konnte. Allerdings verbarg er sich vor Fremden.

Im Jahr 1973 kam eine Kommission in das kleine Dorf und bemerkte den nun selbstbewusst gewordenen Iwan Iwanowitsch. Als er es ablehnte, mit ihnen die Tundra zu verlassen, kehrten sie vier Monate später bewaffnet zurück und zwangen ihn, mit ihnen zu kommen. Dem 23jährigen gelang es, verletzt zu fliehen.

Als er spürte, dass die Fremden zurückkehrten, um ihn zu holen, setzte er seine Zünderfähigkeit ein und erzeugte eine Kernexplosion, welche die Fremden tötete.

Im Jahr 1978 tauchte Clifford Monterny im Dorf auf und unterjochte Goratschin mit seinen hypnotischen Fähigkeiten.

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[Bearbeiten] Im Dienst des Overhead

Im Jahre 1981 steht er in Diensten des Overhead, der ihn zu Terroranschlägen gegen die Dritte Macht missbraucht. Goratschin, der wegen seiner monsterhaften Erscheinung seit frühester Kindheit unter starken Minderwertigkeitsgefühlen leidet, handelt dabei teilweise auch aus freien Stücken, da es der Overhead geschickt versteht, die Komplexe des Doppelkopf-Mutanten für seine Zwecke auszunutzen.

Erst durch persönliches Zusammentreffen mit Mitarbeitern Perry Rhodans, vor allem mit der Mutantin Betty Toufry, erkennt Iwan Iwanowitsch Goratschin die wahren Zusammenhänge. Er befreit sich aus dem Zwang des Overhead und trägt entscheidend zu dessen Niederlage bei. (PR 27)

[Bearbeiten] Dritte Macht

Goratschin schließt sich dem Geheimen Mutantenkorps an und findet in Rhodans Spezialtruppe die menschliche Anerkennung und Akzeptanz, die ihm so lange verwährt blieb. Er ist vor allem beliebt wegen seines gutmütigen Charakters, der in so krassem Gegensatz zu seinem Äußeren und seiner vernichtenden Fähigkeit steht. 1982 wird Goratschin auf Wanderer die erste Zelldusche gewährt, die ihm relative Unsterblichkeit für 62 Jahre verleiht.

Neben vielen anderen Einsätzen im Dienste der Menschheit ist Iwan Iwanowitsch Goratschin wesentlich an der Niederschlagung des von den Springern auf der Erde initiierten Roboter-Aufstandes beteiligt. (PR 31)

Im Jahre 1984 fliegt er mit Perry Rhodan nach Arkon I und unterstützt ihn zusammen mit anderen Mitgliedern des Geheimen Mutantenkorps während der Auseinandersetzungen mit dem Robotregenten. Goratschin ist an einem Geheimeinsatz auf Laros beteiligt, und setzt seine Zünder-Fähigkeit erfolgreich gegen die von den Aras gezüchteten Bios auf Gom ein. (PR 39, PR 46, PR 47)

[Bearbeiten] Solares Imperium

Im Jahre 2044 nimmt er an einem geheimen Kommando-Unternehmen auf Zalit teil und kommt bei der Suche nach Atlan da Gonozals gestohlenem Zellaktivator zum Einsatz. Im März 2102 gehört Iwan Iwanowitsch Goratschin zur Besatzung der FANTASY und erleidet zusammen mit Perry Rhodan Schiffbruch. (PR 85, PR 96, PR 101)

Im September des Jahres 2113 wird er als Mitglied eines von Rhodan geleiteten Einsatztrupps bei einem fehlgesteuerten Transmittersprung auf den Planeten Surprise verschlagen, wo er seine kämpferischen Qualitäten gegen die Laurins unter Beweis stellen kann. (PR 139)

[Bearbeiten] Vereintes Imperium

Am 4. März 2166 bringt Iwan Iwanowitsch Goratschin zwei der vier Täuscher zur Strecke, die bei der Interstellaren Handelsmesse in Imperium-Alpha im Auftrag der Regenten der Energie einen Anschlag auf Perry Rhodan verüben. Dabei begibt er sich auch in die Schussbahn der Täuscher, um auszuschließen, dass der belastete Energieschutzschirm Perry Rhodans getroffen wird und möglicherweise zusammenbricht. (PR-Action 1)

[Bearbeiten] Zellaktivatorträger

Im Jahr 2326 erhält Iwan Iwanowitsch Goratschin einen Zellaktivator. Ende April 2328 ist er an einem Großeinsatz der Terraner auf Gatas beteiligt. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Solaren Mutantenkorps gelingt es ihm, die Blues durch Vernichtung ihrer Molkex-Vorräte zur Aufgabe zu zwingen. Noch im selben Jahr gerät er im Rahmen der Auseinandersetzungen mit Iratio Hondro auf Plophos kurzfristig in Gefangenschaft, kann jedoch von Gucky befreit werden. (PR 177, PR 184)

Im Jahr 2388 ist Goratschin in Quinto-Center anwesend, als ein Kristallagent versucht, die USO im Wege der Beeinflussung zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Abwehr-Agenten Glenn Edwards kann Goratschin den Angriff abwehren.

[Bearbeiten] Andromeda

Im August 2400 weilt Goratschin an Bord der CREST II, als das Flaggschiff durch den galaktischen Sonnensechseck-Transmitter ins Twin-System geschleudert wird. Im Fallensystem von Horror trägt er wesentlich zur Rettung der Besatzung der CREST II bei. Auf der Oberfläche des Hohlplaneten versagt unter dem Einfluss des Potential-Verdichters allerdings auch seine Fähigkeit. Im Jahre 2401 kämpft Iwan Iwanowitsch Goratschin erneut an vorderster Front, als es im Twin-System zu ersten Auseinandersetzungen mit den Maahks kommt.

Im September 2402 gehört er zu einem terranischen Einsatztrupp, der mit dem Mond Siren die Fernlenkzentrale der in Andro-Beta amoklaufenden Mobys zerstört. Im Januar 2404 begleitet Goratschin Perry Rhodan an Bord der CREST III auf seinem ersten Vorstoß nach Andromeda. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Solaren Mutantenkorps gelingt es ihm im April, die von der SUSAMA drohende Duplo-Invasion abzuwehren. (PR 203, PR 205, PR 208, PR 218, PR 243, PR 250, PR 259, PR 263)

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Heft: PR 320
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[Bearbeiten] OLD MAN

Ende September 2435 nimmt der Zünder am »Unternehmen OLD MAN« teil, in dessen Verlauf wichtige Erkenntnisse über den im Sektor Morgenrot aufgetauchten Riesenroboter gewonnen werden können. Im Dezember gelingt es ihm, Gucky und Jumpy, den Mutterkristall der Kristallagenten auf Danger I aufzuspüren und auszuschalten. (PR 303, PR 304, PR 320)

[Bearbeiten] M 87

Goratschin gehört zur Besatzung der CREST IV, als diese im Januar 2436 durch einen Paratron-Effekt nach M 87 versetzt wird.

Im März ist er wesentlich an der Befreiung der auf einem Kerkerplaneten festgehaltenen Haluter Icho Tolot und Fancan Teik beteiligt. Einen Monat später verübt er zusammen mit Gucky, Ras Tschubai und Melbar Kasom Sabotage-Akte auf der kosmischen Festung Baiwoffs Castle, um die Stützpunktingenieure zum Einlenken zu bewegen. Mitte Mai des Jahres 2436 gelingt es Goratschin und seinen Begleitern, im Molak-System zwei Paratron-Konverter für die Rückkehr in die Milchstraße zu erbeuten, die jedoch kurz darauf wieder verloren gehen.

Im Juli ist er Mitglied eines Einsatztrupps, welcher der Flotte der Gläsernen Särge der Okefenokees nach Monol folgt und dort Zeuge des Prozesses der Biophysikalischen Hyperregenerierung wird. Fast ein Jahr später, lange nach Rückkehr der CREST IV-Besatzung in die Milchstraße, befindet er sich mit der CREST V im Zentrum der Kleinen Magellanschen Wolke und gehört einem kleinen Forschungstrupp an, der auf Baykalob die Geheimnisse der Baramos ergründet. (PR 341, PR 348, PR 349, PR 358, PR 361, PR 390, PR 391)

Im März 2909 folgt der Zünder Perry Rhodan nach Ragulot, wo der letzte Versuch scheitert, die acht von der Second-Genesis-Krise betroffenen Mutanten zur Vernunft zu bringen. (PR 408)

[Bearbeiten] Tod

Iwan Iwanowitsch Goratschin wird am 16. Juni des Jahres 3432 auf Anchorot von Robotern des Supermutanten Ribald Corello getötet.

Corello ersetzt seinen Körper unbemerkt durch eine Imitation, in der sich der von ihm geistig versklavte Anti Sacon Hashey verbirgt. Der vermeintlich schwerverletzte Goratschin wird von Gucky persönlich ins Solsystem gebracht, das sich zu dieser Zeit im Schutz des Antitemporalen Gezeitenfeldes befindet. Hashey kann sich unbemerkt absetzen und flieht nach Merkur, um den dort stationierten Hauptgezeitenwandler zu sabotieren. Er kann jedoch unschädlich gemacht werden, bevor er größeren Schaden anrichten kann. (PR 409)

Eine Zellprobe Goratschins wird in einer Kryostasekapsel untergebracht und in einem Museum aufbewahrt. (PR-Extra 6)

Iwan Iwanowitsch Goratschins Zellaktivator wird von Perry Rhodan sichergestellt.

Der Raumkapitän Guy Nelson kommt ca. 3585 in einem Antimaterieuniversum in Kontakt mit einer Wesenheit, die behauptet, aus der Synthese von Goratschins Bewusstsein mit verschiedenen anderen Entitäten hervorgegangen zu sein. (PR-TB 181)

[Bearbeiten] Wiedergeburt?

Die Zellprobe Goratschins wird am 23. Juli 1345 NGZ von Weniamin Trofimowitsch Stawrogin entwendet und zwei Tage später an den Ara Paspatern verkauft. Paspatern und dessen Vater Rith'meas erschaffen am 27. Januar 1346 NGZ aus der Zellprobe einen lebensfähigen Klon. Dieser tötet sich allerdings kurz nach dem Erwachen seines Bewusstseins mit Hilfe seiner Zünderfähigkeit selbst, indem er nach und nach einzelne Körperteile zündet, bis er schließlich stirbt. Der dritte Klon ist ebenfalls lebensfähig. Durch entsprechende Gen-Manipulationen ist er allerdings größer als der ursprüngliche Goratschin, hat eine weniger geschuppte Gesichtshaut und blondes Haar. Der Klon wendet am 30. Juni 1346 NGZ seine Zünderfähigkeit gegen sich selbst und stirbt. (PR-Extra 6)

Für weitere Informationen zu dem dritten Klon, siehe: Goratschin III

[Bearbeiten] Wissenswertes

Iwan Iwanowitsch Goratschin wurde von K. H. Scheer nach zwei Vorbildern aus seiner ZBV-Serie konzipiert. In Band 11 »Zutritt verboten« traten der gutmütige Doppelkopf-Mutant Ralph / Torby, sowie der Mutant Iwan Iwanowitsch auf.

[Bearbeiten] Quellen

Persönliche Werkzeuge