Linearantrieb
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Der Linearantrieb ermöglicht einen überlichtschnellen Raumflug »auf Sicht« zu einem Ziel. Da meist ein bestimmtes Zwischenziel angesteuert werden muss, erfolgt der Flug zum eigentlichen Ziel in mehreren Etappen (Linearetappen).
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Das Lineartriebwerk wurde von den Terranern von 2102 bis 420 NGZ als Standardantrieb für überlichtschnelle Fortbewegung genutzt und bis zum Aufkommen des Metagravs kontinuierlich weiterentwickelt. Gerade nach der durch die Hyperimpedanz ausgelösten kompletten Funktionsunfähigkeit des Metagravs kam es zu einer Renaissance des Linearantriebs.
[Bearbeiten] Funktionsprinzip
[Bearbeiten] Funktionsprinzip des Kalup Konverters
Mithilfe der Kalupschen Kompensationskonverter (kurz »Kalup«) wird ein energetisches Feld zur Abschirmung der 4- und 5-dimensionalen Einflüsse des so genannten Linearraums errichtet. Das Raumschiff verschwindet somit aus dem Standarduniversum. Der Linearraum (oft auch Halbraum oder Librationszone genannt) befindet sich auf einem dimensionalen Niveau, das »zwischen« dem 4D-Normaluniversum und dem Hyperraum angesiedelt ist.
Zur Errichtung des Feldes ist eine Mindestgeschwindigkeit von 45.000 km/s nötig. Je höher die Geschwindigkeit vor der Errichtung des Feldes ist, desto weniger Beharrungskräfte des Normaluniversums wirken auf das Raumschiff ein, und desto geringer ist der Materialverschleiß. (PR-TB 197)
Zur Beschleunigung im Linearraum werden die - durch das Kompensationsfeld veränderten - Antriebsstrahlen der Impulstriebwerke benutzt.
Die Reisegeschwindigkeit steht in direktem Zusammenhang mit der eingebrachten Energiemenge. In Abhängigkeit vom Abschirmungsgrad, gekennzeichnet durch die energetische Verdichtung des Kompensatorfeldes, ergab sich die erreichbare Fahrtstufe von vielmillionenfacher Überlichtgeschwindigkeit.
[Bearbeiten] Funktionsprinzip des Waring-Konverters
Geoffry Abel Waringer konnte insbesondere die Reichweite des Konverters erhöhen und trotz der erhöhten Leistungsaufnahme die Abmessungen deutlich reduzieren. Dies gelang vor allem durch Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit der Feldes. Dies erfolgte um das Jahr 3000 n.Chr. parallel zur intensiv laufenden Erforschung der Paratroneffekte.
[Bearbeiten] Funktionsprinzip des HAWK
Siehe unter Hawk-Kompensationskonverter.
Die Linearantriebe des 14. Jahrhunderts NGZ haben die Form schnell rotierender Hohlkugeln, deren Oberflächen aus hauchdünnen Hyperkristallfolien bestehen. Diese Aggregate werden nach ihrem Entwickler Tangens der Falke kurz HAWK-I, -II, usw. benannt. War der Kalup eine Optimierung an die knappen Leistungsabgaben der alten Fusionsreaktoren und der Waring eine Optimierung auf Reichweite, so stellt der HAWK-I eine generelle Anpassung an die veränderten Naturgesetze durch die Erhöhung der Hyperimpedanz dar. Mit dem HAWK-II wurde erstmals das Funktionsprinzip erweitert - dieser Typ stellt den ersten aktiven Überlichtantrieb dar. Er treibt das Raumschiff auch selbst an; eine Funktion, die bisher die Impulsantriebe / Protonenstrahlantriebe leisten mussten.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ursprünge
Das Grundprinzip des terranischen Linearantriebs basiert auf einem im Jahr 2044 von den Druuf erbeuteten Aggregat und Konstruktionsunterlagen, welches dann von Arno Kalup weiterentwickelt und zur Serienreife verbessert wurde.
Das erste terranische Raumschiff mit Linearantrieb war der Forschungskreuzer FANTASY, der unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen konstruiert wurde und im Jahre 2102 zu seinem Jungfernflug startete.
Durch die mit der FANTASY ermöglichte Begegnung mit den Akonen lernte man deren Lineartriebwerkstechnologie kennen, die dann nach dem ersten Friedensschluss (PR 107) von Kalup ausgewertet werden konnte und zu einer ersten Verbesserung des Triebwerkes führte.
[Bearbeiten] 25. Jahrhundert
Im Jahre 2400 hatte ein übliches Lineartriebwerk eine Reichweite von 300.000 Lichtjahren. Da in dieser Zeit der terranische Vorstoß nach Andromeda stattfand, standen die Konstrukteure von intergalaktischen Triebwerken vor einem großen technischen Problem.
Es wurde mithilfe einer Rückbesinnung auf das uralte Stufenprinzip der STARDUST gelöst: In der ANDROTEST-Serie wurden mehrere Raumschiffzellen miteinander verbunden, in denen hauptsächlich Lineartriebwerke untergebracht wurden.
Mit solchen Konstruktionen konnten nun auch viel größere Distanzen überbrückt werden. Der nächste Entwicklungsschritt waren Zusatztriebwerke, die an bereits existierende Schiffe lediglich angeflanscht werden mussten. Dies wurde etwa bei Schiffen der ANBE-Klasse oder den auf Troja stationierten Schiffen praktiziert.
Die im Jahre 2404 in Dienst gestellte CREST III besaß drei austauschbare Kalup-Konverter in Kompaktbauweise, deren maximale Reichweite jeweils 400.000 Lichtjahre betrug. Diese Geräte waren 310 Meter hoch und hatten einen Durchmesser von 120 Metern. Ihre reguläre Leistung im Dauerbetrieb war ein Überlichtfaktor von 50 Millionen. Für Notfälle konnte mit größtem Risiko ein maximaler Überlichtfaktor von 100 Millionen erreicht werden. (PR 277)
Im Jahr 2436 hatte ein Kalup für ein Ultraschlachtschiff eine Höhe von 680 Meter bei einem Durchmesser von 69 Metern. (PR 356) Diese Triebwerke hatten eine Reichweite von jeweils über einer Million Lichtjahre (PR 356) bis 1,2 Millionen Lichtjahre (PR 421 Risszeichnung Crest IV) Im intergalaktischen Leerraum konnte ein derartiges Schiff Überlichtfaktoren von ca. 190 Millionen erreichen (maximal 9 Tage Flugzeit für 4,7 Millionen Lichtjahre ab Homeside). (PR 368)
[Bearbeiten] 34. Jahrhundert
Ein typisches Lineartriebwerk des 34. Jahrhunderts konnte auf Dauer (Ökonomisches Maximum) eine Geschwindigkeit von ca. 68 Mio. c und bis zu 120 Mio. Lichtgeschwindigkeit für kurze Zeit erreichen. Allerdings war die Haltbarkeit begrenzt, so dass das Aggregat nach einer gewissen Laufzeit ausgetauscht werden musste.
[Bearbeiten] 5. Jahrhundert NGZ
Im Jahre 445 NGZ trifft die EXPLORER auf ein Fernflugprojekt der Kartanin aus Pinwheel. Mit ihren mehrstufigen UMBALI-Schiffen stoßen die Katzenwesen über 40 Mio. Lichtjahre nach Absantha-Gom vor. Dabei erreicht jede Stufe eine durchschnittliche Reichweite von zehn Millionen Lichtjahren. (PR 1306)
[Bearbeiten] Post-Hyperimpedanz-Ära
Um das Jahr 1344 NGZ sind die modernen Lineartriebwerke wieder die Standardtechnik im Triebwerksbau der Milchstraße. Die Leistungsparameter der neuesten Generation sind eine Maximalreichweite von 25.000 Lichtjahren bei maximalen Etappenlängen von 500 Lichtjahren. Dabei beträgt die Höchstgeschwindigkeit eine Million Überlicht.

