Kraverker
Aus Perrypedia
Die Kraverker sind ein primitives Volk vom Planeten Morbienne III, den sie Yuna nennen. Sie befinden sich etwa auf Steinzeitniveau. Die Weibchen ihres Volkes sind nicht intelligent und werden Kravven genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Aussehen
Kraverker sind Vierbeiner mit einer Schulterhöhe von etwa ein Meter und einer Länge von etwa 1,50 Meter. Ihre Haut besteht aus kleinen blauen Schuppen. Der kugelförmige Kopf sitzt auf einem kurzen Hals und wird von zwei großen unabhängigen Pupillenaugen und zwei Rüsseln dominiert. Beide Rüssel dienen als Handlungsorgane, als Fress-, Sprech- und Atemöffnung. Der eine Rüssel (der Sudrüssel) mündet im Verdauungssystem, besitzt zwei Hautlappen als Finger und ist etwas kräftiger. Der andere Rüssel (der Fluutrüssel) mündet allgemein im Kreislaufsystem, besitzt vier Hautlappen und ist etwas dünner.
Notfalls können Kraverker auch durch die Ohren atmen, aber nur flach.
Kravven sind ebenfalls Vierbeiner und blau geschuppt. Dabei sind sie etwa 1,50 Meter hoch und etwa zwei Meter lang. Ihre Köpfe besitzen kräftige Schnäbel. Über nahezu den gesamten Bauch zieht sich ein Euter mit zwei Zitzen.
Charakterisierung
Die Kraverker sind Gruppenwesen, für sie sind soziale Umgebungen von großer Wichtigkeit. Sie sehen sich auch mehr als Jäger denn als Sammler. Da sie permanent Fluut-Nachschub benötigen, lohnt es sich für sie nicht, pflanzliche Nahrung zu suchen. Trotzdem lässt man die Kravven weiden, wenn gerade nichts Wichtiges zu tun ist.
Die Kravven sind für sie nur Nahrungslieferanten. Nur während der Paarungszeit (Shruum) stellen sich sexuelle Gefühle und Liebe ein. Einige wenige Kraverker empfinden permanent Liebe für eine Kravve. Sie erhalten den verantwortungsvollen Posten eines Kravventreibers, bei dem sie sich um eine einzige Kravve kümmern.
Kravven sind nicht intelligent. Sie sind es gewöhnt, beschützt und gefüttert zu werden.
Besonderheiten
Die Kraverker sind phantasievoll und können auch komplizierte Darstellungen zeichnen. So bemalen sie flache Steine mit äußerst komplexen farbigen Mustern, die Geschichten darstellen. Bré Tsinga schätzte, ein einzelner solcher Stein wäre auf dem Kunstmarkt Millionen Galax wert.
Kraverker verständigen sich durch Tröten und durch Brummen im Infraschallbereich.
Ernährung
Kraverker können keine Nahrung verdauen. Ihre Körper haben das Verdauungssystem evolutionär zugunsten eines größeren Gehirns geopfert. Sämtliche Nahrung muss den Kravven zugeführt werden, die dann in ihren Eutern den Sud bilden: eine dickflüssige Nährflüssigkeit.
In Jägertrupps trägt jeder Kraverker eine Trinkflasche mit einem Sud-Vorrat von mehreren Tagen bei sich.
Fluut
Als Fluut bezeichnen die Kraverker die Psi-Materie, die von der Sonne Yuna-Cum ausgestrahlt wird. Sie wird in allen Organismen der Biosphäre kulminiert und verleiht vielen Tieren Paragaben und den Kraverkern die Intelligenz. Je mehr Fluut eine Kravve über die Nahrung aufgenommen hat, desto intelligenter sind ihre Kinder.
Ausgewachsene Kraverker nehmen von den Kravven Fluut in einer flüssigen Lösung ebenfalls über das Euter zu sich. Sie benötigen es nicht zwingend, nehmen es aber gerne, da es geistig befreit, intelligenter und kreativer macht.
Überschüssiges Fluut wird von Kravven ausgeschieden. Die Kraverker sammeln es und trocknen es zu Fluut-Broten. Diese dienen als Eiserne Reserve, um die Kravven vor der Paarungszeit zu stärken. Die Kraverker-Stadt Olmo Hirkulum besaß zu Hochzeiten sechs geflochtene Körbe mit je etwa 50 kg Fluut-Brot Inhalt. Ein solcher Korb bietet genug Fluut für mindestens eine Paarungszeit.
Fluut ist derart wichtig, dass in Notzeiten Kravven sogar mit Tierkot gefüttert werden, nur damit sie daraus die Fluut-Spuren absorbieren.
Fortpflanzung
Kraverker und Kravven pflanzen sich nur während der Paarungszeit fort. Diese ist etwa einmal pro Jahr und wird Shruum genannt. Die Kraverker versetzen sich durch Gesänge und Tänze in einen Rausch, bis sie eine geistige Grenze überschreiten und anfangen, die Kravven zu begehren. Ein Wurf besteht immer aus einem Kravvenklein und bis zu zehn Kraverkerklein.
Geschichte
Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurden die Kraverker von Blues-Forschern entdeckt. Es kam zu keiner Kontaktaufnahme und die Blues machten auch nur eine visuelle Aufnahme von einem Kraverker. Das Morbienne-System wurde zu einem Verbotenen System erklärt, wegen des psionischen Drucks.
Im Jahre 3120 erhielt der Haluter Tru Dexner von den Blues wissenschaftliche Daten als Bezahlung für geleistete medizinische Hilfe. So gelangte die Aufnahme des Kraverkers in die Archive der Haluter.
Etwa 1303 NGZ befinden sich die Kraverker auf Steinzeit-Niveau. Viele ziehen als Nomaden durch die Gegend. Sie benutzen genähte Felle als Kleidung und verwenden Steinäxte und Speere mit Steinspitzen als Waffen. Die Nomaden verwenden Faustkeile als Wurfwaffen, die sesshaften Kraverker benutzen eine Art Steinschleuder und Holzpfeile. Manche Gemeinschaften wissen, wie man Feuersteine und Zunder benutzt. Eine der größten Siedlungen ist Olmo Hirkulum mit etwa 1800 Einwohnern. Die Kraverker betreiben auch Vorratshaltung, allerdings nur mit Fluut.
Im Jahre 1303 NGZ kam Morkhero Seelenquell nach Morbienne III. Er zwang sich den Kraverkern als Gott auf und forderte reihum von verschiedenen Städten Fluut als Tribut. Wer nicht gehorchte, wurde getötet. Doch Morkhero nahm so viel Fluut, dass die Vorräte der Kraverker nach der zweiten Forderung erschöpft waren. Daraufhin zerstörte er zur Strafe einige Städte.
Bald darauf kam die LEIF ERIKSSON nach Morbienne III, um Morkhero zu jagen. Sie nahm bei Olmo Hirkulum mit den Kraverkern Kontakt auf. In der Umgebung verschiedener Siedlungen fanden sie Ortungsbojen Morkheros, aber keine Hinweise auf ihn. Schließlich erinnerte sich der Hochschamake Kellmi, schon einmal ein Raumschiff gesehen zu haben: Er hielt es für einen Stern, der in einen Sumpf gefallen war. Die LEIF ERIKSSON ging über dem Sumpf in Stellung, konnte aber Morkheros Flucht nicht mehr verhindern.
In verschiedenen Gesprächen wurde den Kraverkern angedeutet, sie könnten ebenfalls solche Dinge bauen, wenn sie ihre Technik verbessern würden. Die LEIF ERIKSSON flog ab, und die Existenz der Kraverker wurde geheimgehalten, um ihre Entwicklung nicht zu stören.


