Sinclair Marout Kennon

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Person Sinclair Marout Kennon. Für das nach ihm benannte Modul der GILGAMESCH siehe: KENNON.


Sinclair Marout Kennon war ein genialer USO-Spezialist und Kosmokriminalist.

Inhaltsverzeichnis

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Atlan 29 © VPM

Abschnitt bearbeiten: Erscheinungsbild Erscheinungsbild

Kennon war ursprünglich nur 1,52 Meter groß. Er hatte einen missgebildeten Körper mit einer vorgewölbten Trommelbrust, einem übergroßen Schädel mit Kindergesicht, vorgewölbter Stirn, spitzem Kinn, abstehenden Ohren, schütterem blondem Haar und hervorquellenden Augen, die allerdings nachtsichtig waren. Kennon hatte einen sehr ungeschickten Gang (seine Schuhgröße war 46) und ertrug keinerlei körperliche Belastung. Er hatte nur sehr geringe Körperkräfte und klagte stets über Atembeschwerden.

Aufgrund einer extrem schweren Verletzung und des Verlustes seines Körpers erhielt Sinclair Marout Kennon im Jahre 2406 von der USO auf Tahun eine humanoide, ca. 2 Meter große Vollkörperprothese aus Super-Atronital-Compositum mit einer lebenden Hülle aus Biomolplast. Im Inneren der Körpermaske bzw. des Robotkörpers konnten siganesische USO-Spezialisten versteckt werden. Der Robotkörper war den seinerzeit modernen Kampfrobotern weit überlegen, sowohl hinsichtlich der »Körperkraft« als auch in Bezug auf offensive und defensive Waffensysteme. Funk- und Ortungssysteme und ein Flugaggregat waren ebenfalls in dem Robotkörper untergebracht. Aufgrund der autarken Versorgung des Gehirns konnte Kennon extreme Umwelteinflüsse und selbst einen längeren Aufenthalt im Vakuum des Alls überleben.

Im »nackten« Zustand glich die Vollprothese einem chromglänzenden Kampfroboter vom Gladiator-Typ. Folgende Körperfolien wurden im Lauf der Zeit aufgebracht:

  • Kennons erster neuer Körper war hochgewachsen und athletisch gebaut mit hellblondem Haar und graugrünen Augen.
  • Nach der Zerstörung der ersten Biomolplast-Hülle wurden die Beine von Kennons Robotkörper vorübergehend um 36 Zentimeter verkürzt, ihm wurde eine neue Biomolplast-Hülle nach dem Vorbild des Wissenschaftlers Prof. Lorb Weytchen angepasst. In dieser Maske war Kennon nur 1,68 Meter groß und extrem dick, hatte eine Knollennase und eine hohe, schrille Stimme. Er hatte einen schwarzen, zu fettigen Zöpfen geflochtenen Bart.
  • Nachdem die Weytchen-Hülle bei dem Einsatz, für den sie konstruiert worden war, zerstört wurde, erhielt Kennons Vollprothese eine Hülle nach dem Vorbild des akonischen CONDOS VASAC - Agenten Marlk Ropht. In dieser Gestalt war er breitschultrig, hatte langes rotes Haar, eine hohe Stirn, eine schmale und leicht gewölbte Nase sowie ein breites, brutal wirkendes Kinn.
  • Diverse oberflächliche Modifikationen für verschiedene Einsätze.
  • Verlängerung des Robotkörpers auf 2,11 Meter, Verkleidung mit einer muskulösen, breitschultrigen Körperfolie für einen Einsatz auf dem Planeten Khaza, wo einer der von ES ausgestreuten Zellaktivatoren gefunden wurde. Kennon glich in dieser Maske einem dunkelhäutigen Nordländer des Planeten Khaza.

Abschnitt bearbeiten: Risszeichnung Risszeichnung

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Risszeichnung und Beschreibung aus Atlan 200
© VPM


Abschnitt bearbeiten: Charakterisierung Charakterisierung

Kennon litt in seinem Originalkörper unter schweren Neurosen und massiven Minderwertigkeitskomplexen, insbesondere im Umgang mit Frauen. Darüber hinaus neigte er zur Selbstdemütigung und gab sich selbst die Schuld an den Fehlern anderer Personen. Der einzige Mensch, zu dem er eine Freundschaft aufbaute, war sein Partner USO-Spezialist Oberstleutnant Ronald Tekener. Dem gegenüber stand seine überragende Intelligenz und sein kosmokriminalistisches Genie. Manche seiner Vorahnungen hatten beinahe hellseherischen Charakter.

Nach dem Verlust seines ursprünglichen Körpers und der Überführung des Gehirns in einen neuen (robotischen) Körper hatte Kennon längere Zeit mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen, da er befürchtete, seine Menschlichkeit zu verlieren. Er entwickelte einen geradezu psychotischen Hass auf Roboter jeglicher Art, der immer wieder in unprovozierten, gewalttätigen Attacken auf Maschinenwesen ausbrach. Er litt längere Zeit unter der Angst, man könnte ihn wegen seines Erscheinungsbilds für einen Roboter halten. Deshalb reagierte er bei mehreren Gelegenheiten geradezu psychotisch, wenn es zu Defekten oder zum Verlust der Biomolplasthülle kam. Ronald Tekener war in der Lage, ausgleichend auf Kennon einzuwirken. Tekener und Kennon wurden deshalb auch als Psycho-Team bezeichnet.

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Kennon wurde am 5. Juli 2369 auf Terra geboren. Er wurde als Säugling von seiner Mutter ausgesetzt. Er wurde auf Grönland in einem Dominikanerstift erzogen und musste dort Hänseleien und Misshandlungen durch seine Mitschüler ertragen. Er studierte Anthropologie und die Geschichte der galaktischen Urvölker. Sein kriminalistisches Genie verschaffte ihm Zutritt zur USO. Aufgrund seiner körperlichen Gebrechen war er jedoch nicht in die Lage, die schwere Ausbildung zum USO-Spezialisten zu absolvieren. Er wurde deshalb zunächst nur für den Innendienst zugelassen.

Abschnitt bearbeiten: 2396 2396

Im Jahr 2396 begann Kennon damit, sich als Makler und Händler Polos Tradino eine Tarnidentität auf Lepso aufzubauen. Diese Tarnung flog am 3. August 2406 während einer Operation gegen die CONDOS VASAC auf, der es gelungen war, sich Pläne wichtiger und streng geheimer Komponenten der Transformkanone zu verschaffen. Kennon schaffte es zwar, sich mit einer für solche Notfälle bereitgehaltenen Space-Jet abzusetzen, aber auf der Flucht von Lepso wurde sein Schiff mehrmals getroffen. Kennons Gehirn konnte gerettet werden, doch sein Körper hatte schwerste Verbrennungen erlitten.

Abschnitt bearbeiten: ab 2406 ab 2406

Sinclair Marout Kennon erhielt im Jahre 2406 von der USO auf Tahun eine Vollkörperprothese aus Atronital-Compositum und arbeitete in der Maske von Rabal Tradino, dem Bruder seiner vorherigen Identität, weiter mit Tekener zusammen, um die CONDOS VASAC zu zerschlagen. Kennons neuer Körper war hochgewachsen und athletisch gebaut mit hellblondem Haar und graugrünen Augen. Die Biomolplasthülle des neuen Körpers wurde im Mai 2408 bei einem Einsatz gegen die CONDOS VASAC zerstört. Kennon erhielt zur Tarnung für weitere Einsätze verschiedene Biomolplast-Körperhüllen (siehe Erscheinungsbild), unter anderem auch als Krötenmensch (Kakoman, Gott der Stärke).

Abschnitt bearbeiten: ab 2821 ab 2821

Sinclair Marout Kennon und Ronald Tekener gründeten 2821 die »Unabhängige Hilfsorganisation für Bedrängte« als Fassade für ihre USO-Einsätze. Die UHB hatte ihren Sitz auf dem Planetoiden Satisfy im Startek-System, das zwar im akonischen Einflussbereich lag, jedoch als Privateigentum von Kennon und Tekener galt. Die UHB griff im Auftrag von Regierungen oder Privatpersonen immer dort ein, wo die USO oder andere galaktische Großmächte nicht offen operieren konnten. Unter anderem legte sie verschiedenen Gruppierungen verbrecherischer Wissenschaftler das Handwerk und unterstützen die revolutionäre Opposition im Carsualschen Bund. Im Jahre 2841 wurde die UHB selbst bedroht, als eine Gruppe von Gaunern versuchte, sich mit einem Tekener-Doppelgänger in den Besitz des Betriebskapitals zu bringen.

Ein Deckname, den Kennon in dieser Zeit benutzte, war Goss Repalio.

Abschnitt bearbeiten: Lebo Axton Lebo Axton

Zwischen 2844 und 3441 erhält Kennon die Erlaubnis, die Ischtar-Traummaschine auf Proegir zu nutzen. Mit ihrer Hilfe gelangt er in die Zeit des Großen Imperiums der Arkoniden während der Regierungszeit Orbanaschols III..

Während dieser Aufenthalte verfügt er wieder über seinen alten Körper. In späteren Jahren äußert er, dass er sich hierbei lebendiger fühlte als all die Jahrhunderte in seinem Roboterleib. Sicherlich einer der Gründe weshalb sich die Nutzung der Traummaschine bei ihm zur Sucht entwickelte.

Kennon entschließt sich, unter dem Namen Lebo Axton eine neue Identität aufzubauen, um den Kristallprinzen Atlan in seinem Kampf gegen Orbanaschol III. zu unterstützen. Dabei ist er bemüht, Zeitparadoxa zu vermeiden und seinem späteren Chef möglichst nicht zu begegnen. Zu seiner Unterstützung konstruiert er sich aus Schrott und Ersatzteilen einen Roboter, Gentleman Kelly.

Nachdem er auf Arkon III in einem Sperrgebiet gelandet ist und nach einigen Anfangsschwierigkeiten tritt er auf Arkon I in den Dienst der POGIM, des allmächtigen Geheimdienstes des Imperiums. Dank seiner Fähigkeiten als Kosmo-Kriminalist macht er trotz der ihm entgegen schlagenden Ablehnung (kein Arkonide, dazu noch »ein Krüppel«) schnell Karriere. Geschickt weiß er, das Vertrauen des Imperators Orbanaschols III. zu gewinnen.

Vordergründig ein treuer Gefolgsmann des Imperators, startet er zahlreiche verdeckte Aktionen, um die Herrschaft des Diktators zu unterminieren und Atlan zu unterstützen. Sein Ziel ist es, dem Kristallprinzen den Thron zu sichern.

...

Mit Mara Bonkal gelingt es Axton, eine der Unterstützerinnen des Diktators auszuschalten. In der Raumschlacht im Chemi-Spieth-System, bei der sie laut historischer Aufzeichnung eine heldenhafte Haltung sowie eine strategisch geniale Leistung, die mit ein wenig mehr Glück den Untergang der Arkoniden hätte abwenden können, zeigte, konnte er durch eine geschickte Manipulation ihres Flaggschiffes den Verdacht der Feigheit vor dem Feind auf sie lenken. Das Gericht konnte zwar mangels Beweise dies nicht letztendlich beweisen, aber beschlagnahmte als Strafe zehn Prozent ihres Vermögens. Mara Bonkal und ihr Khasurn waren gesellschaftlich tot, Orbanaschol III. ließ sie fallen. Axton befürchtete schon, ein Zeitparadoxon initiiert zu haben, aber dann wurde ihm klar, dass entweder Mara Bonkal selbst oder einer ihrer Nachfahren irgendwann einen Geschichtschreiber bestechen werden, die die ihm bekannte Version der Raumschlacht schreiben würden. (Atlan 220)

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Gemeinsam mit seinem Freund Avrael Arrkonta formt er die früher nostalgisch ausgeprägte Organisation Gonozal VII. zu einer wirksamen Widerstandsbewegung gegen den Diktator. (Atlan 231)

Eine der sicherlich wirksamsten Aktionen gegen den Imperator ist die Manipulation der Wahlen im Imperium. Dabei sind dies keine Wahlen im eigentlichen Sinn, sondern eine propagandamäßige Abstimmung der Arkoniden, in der sie ihre Zustimmung zur Politik des Imperators ausdrücken können. Natürlich wird diese von Orbanaschol III. manipuliert. Lebo Axton gelingt es, diese Manipulation noch zu erweitern, und so wird auf allen Welten des Imperiums live folgendes Ergebnis verkündet: »97,3 Prozent Stimmen für Orbanaschol III. - Mörder des rechtmäßigen Imperators Gonozal VII. - (Das Ergebnis wurde auf Befehl Orbanaschols III. manipuliert).« (Atlan 248)

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In seinen letzten Tagen ernennt Orbanaschol III seinen vermeintlichen treusten Verbündeten zum Geheimdienstchef von Arkon I - und damit zum Chef des gesamten imperialen Geheimdienstes. In dieser Funktion gelingt es Lebo Axton, im Kristallpalast einen Schutzschirm einbauen zu lassen, der Atlan schützt, als ihn der Imperator in einem letzten Aufbäumen töten will. In der Folge kommt es zum endgültigen Sturz Orbanaschols III. (Atlan 299)

Lebo Axton erlebt noch mit, wie Atlan auf das Imperatorenamt verzichtet und stattdessen in die Raumflotte eintritt. Atlans Onkel Upoc besteigt mit dem zu Ehren seines Vor-Vorgängers angenommenen Namen Gonozal VII. den Kristallthron. Dann wird Axton zurück in seine Zeit gerissen, Gentleman Kelly »spürt«, dass er diesmal nicht wiederkommen wird.

In der realen Zeit wird 3441 die Traummaschine durch das Erscheinen des Schwarms und den dadurch ausgelösten Begleitumständen zerstört. Die verdummte Wartungsmannschaft konnte dies nicht verhindern. Kennon kann noch eine weitere Maschine notdürftig reparieren und macht sich erneut auf dem Weg. Aber anstatt im historischen Arkon anzukommen, begibt sich sein Geist auf eine kosmische Irrfahrt durch Raum und Zeit. Sein zurückgebliebener Körper stirbt nach einem erneuten Ausfall der Maschine.

Abschnitt bearbeiten: Pthor Pthor

Kennons Irrfahrt durch Raum und Zeit endete im Jahre 2649 auf dem Weltenfragment Pthor (»Das neue Atlantis«). Es fand ein Bewusstseinsaustausch zwischen Kennon und dem Schläfer Grizzard statt. Beide blieben durch ein dünnes telepathisches Band miteinander verbunden, bis Kennons Bewusstsein ein halbes Jahr später durch die Magier der Großen Barriere von Oth wieder in seinen ursprünglichen verkrüppelten Körper zurückgezwungen wurde. Dieser bestand jedoch aus Formenergie und konnte später von den Magiern in den Körper eines durchschnittlichen Terraners umgewandelt werden. Nach dem Ende des Dunklen Oheims, der Pthor bzw. den Dimensionsfahrstuhl beherrschte, verblieb Kennon auf Pthor und verließ zusammen mit diesem im Jahre 2650 die Milchstraße für immer.

Abschnitt bearbeiten: Quellen Quellen

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