Linguiden

Aus Perrypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Linguiden sind die Bewohner des Planeten Lingora im Teshaar-System und Nachfahren von Arkoniden und Tefrodern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Das Erscheinungsbild entspricht dem eines Terraners und ist absolut humanoid. Die durchschnittliche Körpergröße ist dabei kleiner als bei den Terranern. Der einzige gravierende Unterschied besteht darin, dass ihr ganzer Körper behaart ist. Unter dem Haarkleid ist die Haut dunkel. Nur die Innenflächen der Hände und Füße sind davon ausgenommen. Sogar bei den Körpertypen - den angespannt und hart auftretenden Leptosomen, den federnden Athletikern und den trippelnden, unsicher erscheinenden Pyknikern - gibt es Parallelen zu den Terranern. Linguiden haben jedoch große, knorpellose Ohren und ein stark fliehendes Kinn. Bei vielen Linguiden sind dicke blaue Adern unter dem Haarkleid an den Schläfen zu sehen.

Den Linguiden ist das Haarkleid besonders wichtig und wird sehr unterschiedlich frisiert. Dazu gehört auch, dass Teile des Gesichtes rasiert werden. Manche Linguiden legen auf diese Weise lediglich die Augenpartie frei, andere nur den Mund oder das Kinn. Wo die Haut erkennbar ist, da zeigen sich unabhängig vom Lebensalter des Linguiden unzählige Fältchen, vor allem um die Augen und um den eingefallenen, wie zahnlos wirkenden Mund herum. Manche Linguiden flechten ihre Haare zu Zöpfen, andere tragen das, was man wohl Punk-Frisuren nennt.

Linguiden haben lediglich eine Lebenserwartung von ca. 50 Jahren.

[Bearbeiten] Gesellschaftsform

Die Gesellschaft der Linguiden ist ein locker organisiertes Gemeinwesen ohne ausgeprägte hierarchische Strukturen. Eine Zentralregierung für das linguidische Sternenreich gibt es nicht. An der Spitze der Gesellschaft stehen die Friedensstifter, welche aber nicht gewählt werden wie in einer Demokratie, sondern sich durch ihr Talent und Können im Umgang mit der Sprache qualifizieren.

Linguiden beherrschen das gesprochene Wort wie kein anderes Volk. Dieses Können beschränkt sich nicht nur auf ihre eigene Sprache Lingo, sie können auch fremde Sprachen innerhalb kürzester Zeit erlernen und beherrschen diese dann perfekt. Alle Linguiden besitzen die besondere Begabung, andere Wesen allein durch die Kraft des Wortes zu überzeugen. So können selbst schwer wiegende Konflikte ohne jegliche Gewalt beigelegt werden. Linguiden, die hierbei besonders talentiert sind, können zu Friedensstiftern werden. Die Fähigkeit, andere Wesen allein mit Worten zu beeinflussen, ist keine Parafähigkeit. Ursache dieser Begabung ist nach eigener Überzeugung der Linguiden das so genannte Kima.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Linguiden ist nur lückenhaft überliefert und basiert zum großen Teil auf den Daten der so genannten Crest-Datei, des RIUNAN-Reports, der Tereomir-Datei und den Höhlenbildern von Zonai auf Lingora. Eine ausführliche Niederschrift der linguidischen Frühgeschichte existiert nicht und kann nur aus verschiedenen Quellen rekonstruiert werden.

Das Volk der Linguiden ist im 7. Jahrtausend v. Chr. aus der Vermischung arkonidischen und tefrodischen Erbguts entstanden. Zu diesem Zeitpunkt versucht das arkonidische Imperium unter der Leitung von Haemon de Tereomir, das spätere Teshaar-System nach dem Vorbild ihres arkonidischen Heimatsystems in eine Dreiplanetenwelt zu verwandeln. Dieses Vorhaben schlägt jedoch fehl.

In den Wirren dieses Vorgehens dringt das tefrodische Raumschiff SAMUR unter dem Kommando Kalagos auf der Suche nach der Unsterblichkeit in das Teshaar-System ein. Die starken 5-dimensionalen Eruptionen und Stürme innerhalb des Teshaar-Systems führen zum Absturz des tefrodischen, ebenso wie des arkonidischen Raumers RIUNAN auf die spätere Welt Lingora. Die Überlebenden Tefroder und Arkoniden sehen sich immensen hyperenergetischen Phänomenen auf der Welt ausgesetzt, durch die sie in sinnlichen und geistigen Kontakt mit dem Hyperraum gelangen. Jedoch führt dieser nicht zur Vernichtung oder geistigen Verwirrung der Ur-Linguiden, da gemeinsam mit ihnen ein Ast eines Strauches ebenfalls in den Hyperraum gerissen wird, was zum einen bewirkt, dass die Ur-Linguiden durch den Ast einen begreifbaren Anker zum Einsteinraumes erhalten und so ihre geistige Unversehrtheit beibehalten können, zum anderen bildet der gemeinsame Eintritt in den Hyperrraum die Grundlage für die spätere Symbiose der Linguiden und der Kima-Sträucher. Des weiteren führt der sinnlich-geistige Kontakt der Ur-Linguiden mit dem Hyperraum zu einer Veränderung der Sprachfähigkeiten und Sprachwahrnehmung. Die Linguiden sind nunmehr in der Lage, die verschiedenen Realitäten und Sichtweisen, die sich in Lebewesen sprachlich manifestieren zu verstehen und zu manipulieren: Das Kima entsteht. Diese Mutation ist jedoch nicht als parapsychisches Phänomen zu begreifen, sondern als ein genetisches.

Bedeutsam für die weitere Entwicklung der Linguiden ist die Sprachlosigkeit nach dem Verlassen des Hyperraums. Die ersten Linguiden besitzen keine Sprache. Sie entwickeln zunächst eine Form der Tanzsprache, die dann zur lautlichen Sprache Lingo weiter entwickelt wird. Diese Entwicklung wird in den Höhlenbildern von Zonai dargestell.

Die stellare Raumfahrt beginnt für die Linguiden um 970 NGZ. Zuerst mit dem Transitionsantrieb, was aber zu schweren Raumunfällen führt, da sie durch diese Transportart ihr Kima verlieren. Erst später mit dem Linearantrieb wird die Raumfahrt für die Linguiden sicher. Als erstes System wird das Nashaan-System, welches sich 80 Lichtjahre von dem Heimatsystem Teshaar entfernt befindet, mit dem Hauptplaneten Viron kolonisiert.

Im Jahre 1044 NGZ entdecken die Linguiden den Technoschrottplatz Assih-Barang und können von dort mehrere technische Neuerungen adaptieren, darunter Computer, Roboter und Metagrav-Antriebe.

Die Linguiden treten im Jahre 1169 NGZ zum erstenmal in Erscheinung. Sie beherrschen zu diesem Zeitpunkt ein Sternenreich, das 14 gewaltlos übernommene Sonnensysteme umfasst.

1169 NGZ schlichten Friedensstifter der Linguiden den Konflikt zwischen den Invitro-Klonen der Omni-Blue-600-Serie und den Invivos der Tentra-Blues im gesamten Simban-Sektor. Der linguidische Friedensstifter Aramus Shaenor vollbringt dies nur mit der Macht seiner Worte und seiner Ausstrahlung. Als Gegenleistung erbittet er das Jergelen-System von der Tentra-Regierung auf Roost und bekommt es zugesprochen. Es wird als 15. System in das Linguidenreich aufgenommen.

Als 16. System wird am 3. Juli 1170 NGZ das System von Cueleman, nach Schlichtung der Streitigkeiten zwischen den echsenhaften Oytlokern und Siedlern der Karr-Blues, übernommen. Atlan, der die Meinung vertritt, das Cueleman-System gehöre zu Arkon, und die Karr könnten es den Linguiden nicht überlassen, verspricht das System den Topsidern. Der dadurch ausbrechende Konflikt zwischen Karr, Topsidern und Linguiden wird durch eine weitere Schlichtung des Friedensstifters Bransor Manella beigelegt. Das System wird dann endgültig am 15. August 1170 NGZ in das Linguidenreich aufgenommen.

1171 NGZ verkündet die Superintelligenz ES, die Linguiden seien sein neues bevorzugtes Volk, weil die Terraner versagt hätten. ES verleiht die 14 von den Terranern zurückgeforderten Zellaktivatoren an ausgewählte Friedensstifter.

Die unsterblichen Friedensstifter verfallen zunehmend dem Wahnsinn, da die fünfdimensionalen Ausstöße der Zellaktivatoren schleichend ihr Kima zerstören. Erst gegen Ende des Jahres 1173 NGZ können die wahnsinnigen Friedensstifter von ihren Zellaktivaoren befreit werden. Die überlebenden Friedensstiftern altern um den Zeitraum, den sie die Aktivatoren trugen.

Nach dieser Krise entscheiden sich die Linguiden, nicht weiter zu expandieren, sondern sich in ihren Raum zurückzuziehen. Eine weitergehende Beteiligung am galaktischen Geschehen lehnen sie ab.

Am 1. August 1202 NGZ nehmen die Friedensstifter Arinu Barras und Sui Zolnai als Vertreter der Linguiden an der Coma-Expedition teil.

[Bearbeiten] Besiedelte Sonnensysteme

Die Linguiden besitzen nur ein kleines Sternenreich, da sie erst seit dem 12. Jahrhundert NGZ den Linearantrieb entwickelt haben. Zu ihren Sonnensystemen gehören:

[Bearbeiten] Raumschiffe

Die Grundform der Raumschiffe der Linguiden ist bei allen Typen gleich, sie ähnelt einem Delphin. Dies gilt sowohl für kleine Fähren von zwanzig Metern Länge als auch für Großtransporter mit über 700 Metern Länge. Bei den kleineren Schiffen ist das Verhältnis zwischen Länge und Breite etwa 3 : 1, bei den Großraumschiffen beträgt das Verhältnis 7 : 5.

Besonders auffallend ist, dass alle Raumschiffe quergestreift lackiert sind. Die Farben sind je nach Einsatzgebiet der Raumschiffe unterschiedlich. Die großen Transporter bekommen die Farben Rot und Schwarz, die für Personentransport vorgesehenen Einheiten sind Gelb und Schwarz gestreift, die Planetenfähren haben weiße und schwarze Streifen.

Ältere Schiffe der Linguiden sind mit Linearantrieben ausgerüstet, modernere Varianten haben Metagrav-Antriebe. Den Metagrav-Antrieb haben die Linguiden aber nicht selbst entwickelt, sondern vom Technoschrottplatz Assih-Barang, den sie im Jahre 1044 NGZ entdeckten, erbeutet und später adaptiert.

Risszeichnung in PR 1555 (Delphinschiff der Linguiden)

[Bearbeiten] Bekannte Linguiden

[Bearbeiten] Quellen

PR 1555, PR 1563, PR 1564, PR 1588, PR 1599

Persönliche Werkzeuge