Moby

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Bei den Mobys handelt es sich um eine planetengroße kristalline Lebensform, auf die die Terraner in Andro-Beta stießen. Sie wurden von den Meistern der Insel als Darlos bezeichnet und als Superwächter - auch Wächter über die Wächter genannt - eingesetzt, galten aber zu diesem Zeitpunkt als tot, da sie leblos durch Andro-Beta trieben.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitt bearbeiten: Erscheinungsbild Erscheinungsbild

Ein Moby oder Darlo hat die Form einer abgerundeten Scheibe oder einer extrem abgeplatteten Kugel. Typische Größen für einen Moby sind ein Durchmesser von rund 14.000 Kilometern, eine Höhe von 5000 Kilometern, eine Eigenschwerkraft von 0,7 Gravos und eine Körperwärme von -3 °C.

Die Oberfläche dieser Giganten ist tiefschwarz und von kleinen Gebirgen überzogen. Der Körper des Mobys selbst enthält gigantische Hohlräume.

Der Moby-Tolot, der die CREST II gefangen setzt, durchmisst horizontal 30.000 Kilometer, vertikal 10.000 Kilometer, bei einer Körpertemperatur von 25 °C. In seinem Inneren haben sich etwa neun Millionen Twonoser in drei gigantischen Höhlungen angesiedelt. Diese werden von den Terranern nach ihrer Lage als Bauch-, Mittel- und Rückenetage bezeichnet.

Am Rand des riesigen Körpers befinden sich ringsumher tausende bis zu 400 Kilometer lange, bewegliche Fäden, die der Energieaufnahme durch Anzapfung einer Sonne und der Fortbewegung durch energetischen Rückstoß dienen.

Abschnitt bearbeiten: Physiologie Physiologie

Mobys entstehen aus Planeten, die durch den Einsatz von Radolxin (bzw. Ara-Toxin) vernichtet wurden. Das Toxin zerstört die komplette planetare Ökosphäre und wandelt sie in eine Substanz um, die den Planeten überzieht und kristallisiert. Es laufen chemische und hyperenergetische Prozesse ab, die den ehemaligen Planeten in eine völlig neue Lebensform umwandeln. Dieser Umwandlungsprozess erstreckt sich über Jahrhunderte oder Jahrtausende. Der Moby wird umso leistungsstärker, je höher entwickelt die planetaren Lebensformen waren.

Mobys haben zahlreiche Organe, die im Prinzip denen von (viel kleineren) Lebewesen aus Kohlenstoff gleichen – nur dass sie aus anorganischer Materie bestehen. Diese Organe nehmen im weitesten Sinne auch Aufgaben von mit Hyperenergie arbeitenden Maschinen wahr.
Darunter fallen:

  • Fäden (siehe oben): Auf der Außenseite in den Weltraum ragende externe Organe, die der Energieaufnahme dienen. Man kann sie grob mit Kiemenbüscheln vergleichen oder mit Blättern einer Pflanze, in denen Fotosynthese betrieben wird – nur auf einer erheblich größeren Dimension.
  • Fortbewegungsorgane: Der Moby bewegt sich innerhalb eines Sonnensystems mittels Kraftfeldern fort. Deren Energien stammen aus den Fäden. Wo die Organe liegen, ist nicht bekannt. Die Energien sind so außergewöhnlich groß, dass sie den ganzen Moby gar mit Überlichtgeschwindigkeit fortbewegen können.
  • Gehirn: Die Steuerzentrale des Mobys, auch Instinktgehirn genannt. Besteht aus großen Kristallblöcken und befindet sich bei »jungen« Mobys in einem Hohlraum im Inneren des Körpers. Es wandert im Laufe der Zeit an die Oberfläche und liegt bei »älteren« Mobys völlig frei. Das Instinktgehirn enthält eine hyperenergetische Konstante (ein Restbewusstsein), die von der getöteten Bevölkerung des ursprünglichen Planeten zurückbleibt.
  • Immunsystem: Die Energiepolizisten (siehe unten).
  • Konvertermagen: Hierin wird während des Fluges zwischen den Sternen gespeichertes Materie in Energie umgewandelt.
  • Mundöffnung: Die Aufnahme von Materie – wie z.B. des Asteroiden Troja – erfolgt durch eine breite Mundöffnung an der Vorderseite des Mobys.
  • Schutzfeld: Warum der Moby während seiner Überlicht-Phase nicht entstofflicht, ist unbekannt.
  • Sinnesorgane: Der Moby reagiert auf Energien unterschiedlichster Art, darunter Hitze und Gravitation. Wo diese Organe liegen und wie sie aussehen, ist unbekannt.
Zitat: Anstatt aus Kohlehydraten, Fetten, Stärken und Eiweiß bestand seine Nahrung aus elektromagnetischer Energie, und anstelle eines Mauls hatte er eine Vorrichtung, die eine Hälfte eines planetengroßen Körpers von den anderen trennen und somit eine Öffnung erzeugen konnte, die selbst wiederum groß genug war, um einen Planetoiden etwa von der Größe der Ceres mühelos zu verschlingen. (PR 237)

Die Mobys sind von Bioparasiten befallen. Sie galten als tot und dem Fraß durch die Bioparasiten ausgesetzt. Normalerweise werden diese von so genannten Energiepolizisten in Schach gehalten. Es handelt sich bei den Energiepolizisten praktisch um die Zellen des Immunsystems der Mobys – eine Energielebensform mit einem kristallinen Instinktgehirn.

Mobys können Energien emittieren, die als Waffen eingesetzt werden können. Damit können sogar Großraumschiffe vernichtet werden. Aus mindestens drei Mobys kann außerdem ein Transmitter gebildet werden, dessen Funktionsweise einem Sonnentransmitter ähnelt.

Abschnitt bearbeiten: Namensherkunft Namensherkunft

Die Bezeichnung "Moby" geht auf den weißen Wal aus dem Roman Moby Dick von Herman Melville zurück. Das Wort "Darlo" ist dagegen vermutlich ein Anagramm des zweiten Namensbestandteils des Meisters der Insel Aset-Radol.

Abschnitt bearbeiten: Namentlich bekannte Mobys Namentlich bekannte Mobys

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Abschnitt bearbeiten: Herkunft Herkunft

Die ersten Mobys - sie werden zu diesem Zeitpunkt noch als Darlos bezeichnet - werden von Aset-Radol, Faktor VI der MdI, zwischen dem 24. und dem 19. Jahrtausend v. Chr. entwickelt. Er experimentiert in dieser Zeit mit dem Hyperkristall Altrit, der nur auf Tamanium vorkommt, und entdeckt dessen Wirkung auf die Ökosphäre beliebiger Planeten. Aset-Radol richtet gewaltige Labortrakte auf dem Planeten Dumestol ein und entwickelt dort eine Substanz, die er Radolxin nennt. Mit dieser Substanz kann er ganze Planeten in bizarre kristalline Lebewesen verwandeln - erstes Opfer dieses Umwandlungsprozesses ist Dumestol. Die Darlos wecken auch Mirona Thetins Interesse. Sie will immer auf dem neuesten Erkenntnisstand gehalten werden. Nach der Fertigstellung des ersten Darlos will Mirona die Forschungen allerdings nicht weiter fortsetzen. Während seines Einsatzes in Apsuhol betreibt Aset-Radol die Darlos-Forschung weiter. Er lernt, die Darlos durch mechanische Einwirkung auf die Instinktgehirne zu lenken und zu domestizieren.

Bei seiner Flucht aus Karahol im 8. Jahrtausend v. Chr. versteckt Aset-Radol sich im Inneren eines Darlos, der den Impuls absorbiert, mit dem Mirona Thetin seinen Zellaktivator zünden wollte. Er nimmt zehn Darlos mit in die Milchstraße. Dort findet er allerdings trotz langer Suche kein Altrit und kann daher weder Duplos noch neue Darlos erzeugen, als seine Hyperkristall-Vorräte aufgebraucht sind. Die Darlos versteckt er zunächst im Milchstraßenzentrum. Im 1. Jahrtausend v. Chr. positioniert er je drei Darlos als Transmitter in der Eastside, in der Nähe des arkonidischen Imperiums und beim Unlichtplaneten. Die unsterblich gewordenen Aras der MO-Eskorte werden von Synuit und durch die Hypnostrahler der Raumstation FOARY beeinflusst und forschen in Aset-Radols Sinn weiter.

Abschnitt bearbeiten: Kampf der Terraner gegen die MdI Kampf der Terraner gegen die MdI

Als die Terraner im Juli 2402 mit dem Geheimsatelliten Troja nach Andro-Beta vorstoßen, kommt es gleich mehrmals zu unliebsamen Begegnungen mit den im All treibenden Riesen. Nach Auskunft des maahkschen Geheimdienstchefs Grek-1 sollten alle diese Superwächter aufgrund einer so genannten Energieschwundseuche tot sein.

Direkt nach seiner Ankunft im Andro-Beta-Dreieck wird Troja von einem Moby verschluckt, der mithilfe des Gesteinsbrockens seinen Energiehaushalt ausgleichen will. Wenig später wird die CREST II ins Innere des von neun Millionen Twonosern bewohnten toten Moby-Tolot verschleppt und dort längere Zeit festgehalten.

Im August 2402 stößt die BAGALO auf einen Moby, dessen Bewusstsein durch Bioparasiten-Fraß in drei Komponenten, die so genannten Sternenbrüder, aufgespalten ist. Dieses Gehirn lag an der Oberfläche des Mobys.

Wenig später wird der von den letzten Laurins bewohnte Planet Destroy von einem energetisch aufgeladenen Moby vernichtet. Als dieser auch den Planeten Arctis, auf dem die Terraner einen Stützpunkt unterhalten, anzugreifen droht, zerstören die beiden Wellensprinter Rakal und Tronar Woolver mit STOG-Säure sein im Inneren des Körpers liegendes Gehirn. Der steuerlos gewordene Sternenwanderer wird anschließend von terranischen Raumschiffen mithilfe von Traktorstrahlen in die Sonne gestürzt.

Bald müssen die Terraner erkennen, dass der offensichtlich ferngesteuerte Moby kein Einzelfall war. Bislang ging man davon aus, dass der größte Teil der anorganischen Sternenwanderer längst abgestorben sei, muss nun jedoch erkennen, dass es sich dabei nur um eine Art Schlafzustand gehandelt hat.

Die Meister der Insel haben die scheinbar leblosen Mobys durch Funkimpulse reaktiviert, um den für sie unkontrollierbar gewordenen Vorgängen in Andro-Beta ein Ende zu setzen und um die in ihren Augen unfähigen Twonoser grausam zu bestrafen. Die energetisch aufgeladenen Mobys überziehen die Kleingalaxie mit einer Spur der Verwüstung; tausende bewohnter Welten werden von ihnen zerstört. Perry Rhodan und seine Begleiter sind schließlich gezwungen, Andro-Beta fluchtartig zu verlassen.

Nur einige kleine Einsatztrupps suchen nach der geheimnisvollen Sendestation, welche die Aktivierungs- und Steuerimpulse für die Mobys ausstrahlt. Diese wird schließlich auf dem Mond Siren des Planeten Gleam im künstlich angelegten Tri-System gefunden und vernichtet. Steuerlos geworden setzen die aktivierten Mobys jedoch ihr Vernichtungswerk fort und rotten dabei die Twonoser fast vollständig aus.

Es ist anzunehmen, dass die Mobys nach und nach in die Gravitationsfelder der Sonnen Andro-Betas gerieten und so ihr Ende fanden.

Abschnitt bearbeiten: Neue Mobys Neue Mobys

Nach der Hyperimpedanz-Erhöhung des Jahres 1331 NGZ kommt es zu einem Durchbruch in den Forschungsprojekten der MO-Eskorte, denn jetzt wird kein Altrit mehr benötigt: Gewöhnliche Khalumvatt-Hyperkristalle erfüllen den gleichen Zweck. Damit wird das Projekt Ara-Toxin gestartet. Aset-Radols Ziel besteht darin, die Hauptwelten der dominierenden Machtblöcke der Milchstraße (außer jenen der Arkoniden) in Darlos zu verwandeln, um an der Spitze des von ihm favorisierten Volkes der Aras selbst die Macht übernehmen zu können. Seine Beteiligung an diesem Projekt ist der MO-Eskorte nicht bekannt, ebenso wenig ahnt jemand, dass Aset-Radol ein Gegenmittel entwickelt, durch das der Umwandlungsprozess eines Planeten in einen Darlo in der Anfangsphase rückgängig gemacht werden kann.

Zahlreiche Planeten in der Milchstraße werden mit dem Ara-Toxin verseucht. Der Umwandlungsprozess ist im Fall des Planeten Remion am weitesten vorangeschritten. In der Endstufe des Befalls durch das Ara-Toxin verwandelt sich Remion im Jahre 1340 NGZ in den ersten neuen Moby der jüngeren Vergangenheit. Der Moby entwickelt ein Eigenleben und droht das System zu zerstören. Er kann vertrieben werden, als sein Instinktgehirn auf Perry Rhodans Betreiben mechanisch gereizt wird. Er verschwindet mit unbekanntem Ziel in den Hyperraum.

Am 11. Juli 1340 NGZ erscheinen drei Mobys als Geleitschutz der MO im Cjuis-System. Es ist nicht bekannt, ob der ehemalige Planet Remion zu diesen drei Mobys gehört. Fest steht, dass bereits mindestens zwei weitere Planeten durch das Ara-Toxin in Mobys umgewandelt worden sind. Aset-Radols Pläne werden letztlich durch Perry Rhodan, Julian Tifflor und Zhanauta Filgris durchkreuzt, die auf Betreiben Zheobitts in die Sache hineingezogen wurden. Mit dem von Aset-Radol zur Verfügung gestellten Gegenmittel werden alle weiteren verseuchten Planeten »geheilt«. Aset-Radol steuert den Unlichtplaneten ins Ungewisse. Was aus den anderen (neuen) Mobys wird, ist nicht bekannt.

Abschnitt bearbeiten: Quellen Quellen

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