Molkex
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Molkex ist eine Abkürzung von Molekular-Katalytischer-Extrakt.
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Es ist eine farblose, geleeartige Masse, die halb mineralisch, halb organisch; halb vierdimensional, halb fünfdimensional ist. Plophosische Hyperphysiker bezeichneten Molkex auch als Hypermaterie.
Das Extrakt wird normalerweise durch Energieaufnahme härter und widerstandsfähiger. Es ist nur durch extreme Energiemengen, z.B. im Inneren einer Fusionsbombenexplosion zu zerstören. Allerdings reagiert es auf die fünfdimensionale Energie, die beim Einsatz eines Transmitters frei wird, sensibel.
[Bearbeiten] Herkunft
Das Molkex ist eine Phase in einem geschlossenen Lebenszyklus der Schreckwürmer:
Aus den Eiern der Schreckwürmer schlüpfen Hornschrecken, die sich durch Teilung vermehren. Bei der Teilung der Hornschrecken entsteht Molkex. Wurde ein Planet von den Hornschrecken komplett kahl gefressen, und stand ihnen keine weitere Nahrung zur Verfügung, lösten sie sich ebenfalls zu Molkex auf. Das Molkex zieht sich zusammen und bringt je nach Molkexmenge Schreckwürmer hervor, aus deren Eiern wiederum Hornschrecken schlüpfen.
[Bearbeiten] Eigenschaften
Ein terranisches Forschungskommando entdeckte, dass der Molkexfilm Magnetfelder aufbaut, um kosmische Strahlung aufzusaugen.
- Anmerkung: Obwohl Molkex keine ungewöhnliche Dichte hat - Hornschrecken sind sogar leichter als Wasser - scheinen gewaltige Mengen normaler Materie in eine dünne Schicht Molkex transformiert worden zu sein.
Das von den Hornschrecken ausgeschiedene Molkex erstarrt relativ schnell, und bildet eine hornartige feste Oberfläche aus, während es im Inneren noch weich bleibt.
Molkex ist paktisch unzerstörbar. Einzig durch mit B-Hormon versetztem hochkonzentriertem Wasserstoffperoxid kann Molkex in einen Zustand versetzt werden, in dem es mechanisch verarbeitet werden kann. Dieser Zustand hält aber nur wenige Stunden an, wenn es nicht ununterbrochen mit dem behandelten Wasserstoffperoxid berieselt wird, danach erstarrt es und ist, von einer bekannten Ausnahme abgesehen, unzerstörbar.
Wird derartiges, wiedererstarrtes Molkex mit fast hunderprozentigem, mit B-Hormon versetztem Wasserstoffperoxid benetzt, gerät das Molkex in Wallung, verliert seine Starrheit und löst sich von etwaigen Oberflächen. Molkex in diesem Zustand wird Neo-Molkex genannt.
Dieses unterliegt dem so genannten Drive-Effekt. Das Neo-Molkex folgt dabei kurzfristig der Schwerkraft, beschleunigt dann kurzfristig entgegen der Schwerkraft, um dann auf Kurs galaktisches Zentrum zu gehen. Die Beschleunigung kann bei Werten von über 500 km/s² liegen.
Bei Geschwindigkeiten im hohen Unterlichtbereich wechselt es wie bei einer Transition in den Hyperraum. Als Ziel des Neo-Molkex wurde zum einen das Whilor-System ermittelt, wo es vermutlich von den Dancern angelockt wurde, andererseits scheint es über die Sonnentransmitter Archi-Tritrans und Gercksvira in den Mahlstrom der Sterne und von dort über Schlund und Kontra-Schlund auf den Planeten Gragh-Schanath in Ploohn-Nabyl gelangt zu sein. Wiederum anderes gelangte in das Antimaterie-Universum der Accalauries.
[Bearbeiten] Verwendung
Aufgrund seiner mechanischen und energetischen Unzerstörbarkeit erwies sich Molkex als ideal für Panzerungen. Die Gataser erkannten dies recht bald nach ihrem Zusammentreffen mit den Schreckwürmern und überzogen ihre Schiffe mit einem Molkexpanzer, wodurch sie zur Hegemonialmacht in der Eastside wurden. Sie entwickelten ebenfalls Molkexschutzanzüge, die durch eine eingebaute Berieselungsanlage flexibel blieben.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] ca. 2000 v. Chr
Die Blues schlossen mit den Schreckwürmern einen Vertrag, nach dem die Blues alte Schreckwürmer zur Eiablage auf geeignete Welten bringen und später die neugeborenen Schreckwürmer nach Tombstone zurückbringen und dafür 50% des entstandenen Molkex behalten dürfen.
Die Gataser konnten das mit herkömmlichen Mitteln nicht zu zerstörende Molkex mit dem von ihren Neugeborenen produzierten fünfdimensional strahlenden B-Hormon verarbeiten.
[Bearbeiten] 2327
Den Terranern gelingt es durch die Entwicklung der Anti-Molkex-Bomben, die Überlegenheit der Blues zu brechen und einen Krieg gegen sie zu gewinnen.
[Bearbeiten] 2328
Mit der Vernichtung von Tombstone und der dort heimischen letzten Schreckwürmer durch ein akonisches Kommando, mittels eines durch eine Arkonbombe ausgelösten Atombrandes, wurde der Molkex-Lebenszyklus vermutlich endgültig beendet.
[Bearbeiten] 2329
Die LION entdeckt 2329 auf der Suche nach dem Neo-Molkex in der Randzone des galaktischen Zentrums den pulsierenden grünen Stern Whilor, 48.333 Lichtjahre vom Solsystem entfernt. Die Besatzung vermutet, dass Neo-Molkex im Inneren von Whilor für dessen Pulsationen verantwortlich ist. Auf dem ebenfalls pulsierenden vierten Planeten Pulsa landete Neo-Molkex, vermutlich angelockt von den auf der jupitergroßen Extremwelt heimischen Dancer. Die Dancer scheinen wie die Schreckwürmer vom Suprahet abzustammen.
Sie entziehen dem Neo-Molkex sämtliche Hyperenergie und wachsen dadurch gewaltig an. Die von dem Neo-Molkex zurückbleibende gallertartige Masse saugt hyperenergetische Impulse auf, um diese später mit einer Wirkung vergleichbar einer Gravitationsbombe freizusetzen. Die zur Größe von Gebirgen angewachsenen Dancer verlassen Pulsa und wechseln im Weltraum mit einer heftigen Strukturerschütterung in den Hyperraum.
Die Plophoser unter Iratio Hondro haben das Whilor-System anscheinend schon früher entdeckt und auf dem dritten Planeten Opposite einen Geheimstützpunkt angelegt. Dort waren Wissenschaftler dabei, eine auf Molkex beruhende Waffe zu entwickeln, als die Solare Flotte den Planeten einnimmt.
[Bearbeiten] 3430
Als im Jahre 3430 die Accalauries in der Milchstraße erschienen, wurde klar, dass zumindest ein Teil des Neo-Molkex vor einem Jahrtausend in deren Antimaterie-Universum gelandet ist. Die Accalauries erkannten ihre Verwandtschaft mit dem Molkex und suchten nach dem Ursprung des Molkex.
[Bearbeiten] 3460
Im Mahlstrom der Sterne treffen die Terraner auf die Psaltas, die ihre Raumschiffe mit Netzen aus einem wallenden, formverändernden Stoff gegen die Energiepest schützen, von dem sich später herausstellt, dass es sich um Molkex handelt. (PR 691)
Die Entdeckung führt die Terraner zum Planeten Gragh-Schanath in Ploohn-Nabyl, den eine kilometerdicke Molkexschicht bedeckt. Deswegen vermutet man, dass es sich dabei nicht um das 2329 entstandene Neo-Molkex handelt, sondern um Molkex, das ursprünglich vom Sonnensechseck-Transmitter aus der Milchstraße abgestrahlt wurde und sich über Jahrtausende in der Galaxie Ploohn-Nabyl angesammelt hat.
Um ein Abkommen mit den Ploohns zu erzwingen, zündeten die Terraner 3460 zwei Anti-Molkex-Bomben auf Gragh-Schanath. Das angegriffene Molkex löst sich zu feinem Staub auf, der sich in eine bläulich glühende Masse verwandelt und schließlich violett strahlend in den Hyperraum verschwindet. (PR 693, PR 694)

