Lepso
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Dieser Artikel befasst sich mit dem Planeten Lepso. Für das gleichnamige Raumschiff, siehe LEPSO (Raumschiff).
| Astrophysikalische Daten: Lepso | |
|---|---|
| Andere Namen/Bezeichnung: | Firing II |
| Monde: | |
| Sonnensystem: | Firing |
| Entfernung zum Solsystem: | 8467 Lichtjahre |
| Galaxie: | Milchstraße |
| Rotationsdauer: | 21,3 Std. |
| Durchmesser: | 11.981 km |
| Schwerkraft: | 0,96 g |
| bekannte Völker: | Lepsonen, Gavivis, Tyarez |
Die Freihandelswelt Lepso ist der zweite von fünf Planeten der gelben Sonne Firing, 8467 Lichtjahre von Sol entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
Übersicht
Das Klima Lepsos ist subtropisch. Die Temperaturen können bereits vor Mittag über fünfzig Grad Celsius steigen. Folglich gibt es auch eine gewisse Zahl an Wüsten, zu denen die besonders große Sukussum-Wüste gehört. Sie durchmisst ca. 2000 km und erstreckt sich bis zur Küstenlinie des Seyfour-Meeres. Das Cif-Gebirge durchschneidet die Sukussum-Wüste.
Es gibt neben kleineren Landeplätzen neun Großraumhäfen auf Lepso - den größten davon nahe der Hauptstadt Orbana, einen weiteren nahe der zweitgößten Stadt Tshotum (hier leben im Jahre 2407 rund zwölf Millionen Einwohner). Ein weiterer Raumhafen heißt Zanithon. Die Terraner unterhalten auf Lepso eine offizielle Handelsmission. Während der Existenz des Solaren Imperiums existierten dort auch Geheimstützpunkte der Solaren Abwehr und der USO.
Lepso ist außerdem eines der Haupt-Betätigungsfelder der CONDOS VASAC. Ronald Tekener beginnt hier seine »Karriere« als Galaktischer Spieler.
- Anmerkung: Möglicherweise sind die aktuellen klimatischen Verhältnisse, die auf Lepso herrschen, auf gezielte Manipulationen der Gavivis zurückzuführen.
Orbana
In der Hauptstadt des Planeten lebten im Jahre 2407 rund 15 Millionen Einwohner. Man findet in der Stadt sämtliche architektonischen Stilrichtungen, die in der Milchstraße vorherrschen. Die eigentliche City ist annähernd ringförmig angeordnet.
Orbana-Ugry
Dieser Stadtteil Orbanas galt im Jahre 2407 als größter Umschlagplatz des galaktischen Rauschgifthandels. Wenn man Neuigkeiten aus allen Ecken der Milchstraße hören will, muss man Orbana-Ugry besuchen.
Ko-Yoy-Viertel
Dieser Stadtteil Orbanas galt im Jahre 2407 als das verrufenste Viertel der Stadt. Raubmorde, Überfälle und Diebstähle gehören hier zum Alltag.
Kasino
Das berühmte Kasino liegt in der Hauptstadt Orbana und wurde bereits vor Jahrtausenden von den arkonidischen Kolonisten errichtet. Im Laufe der Zeit ist das Gebäude immer wieder erweitert worden, so dass die Anlage die verschiedensten Stilrichtungen und technischen Einrichtungen aufweist. Eine besondere Spezialität des Kasinos ist eine Arena, in der blutige Kampfspiele ausgetragen werden. Kämpfe sind auch in einer speziellen Unterwasserarena möglich. Im Spielkasino ist so ziemlich alles erlaubt, was sonst auf den Planeten der Milchstraße verboten ist.
Orbana Spaceport Palace
Dieses Hotel liegt in unmittelbarer Nähe des Raumhafens von Orbana. Das Gebäude ragt in Form eines runden Turms in den Himmel. Das Hotel wird von einem Park, der mit alten Bäumen bepflanzt ist, umgeben. Die Gäste dieses Hotels sind Geschäftsleute, die in der Milchstraße Rang und Namen haben. (Atlan 15)
Zentralbank
Dieses Geldinstitut ist intergalaktisch tätig. Es ist unabhängig und selbst vor dem Zugriff des SWD und des jeweiligen Thakan sicher.
Das Gebäude der Zentrale liegt an der Küste des Äquatorialmeeres und ist von einer wunderschönen Parkanlage umgeben. Wege mit Verteidigungs- und Alarmanlagen sowie Fallensystemen führen durch den Park bis zum gläsernen Portal. Von außen sind die Eingangshalle und zahlreiche Büros gut zu erkennen.
Die Zentralbank wurde in Form einer weißen Kuppel mit einer Scheitelhöhe von 200 Metern errichtet. Merkwürdig aussehende Auswüchse sind auf der Kuppel zu erkennen.
Im Zentrum der Kuppelhalle steht eine 60 Meter durchmessende Röhre aus Glas, die die Verbindung zu den einzelnen Stockwerken darstellt. (Atlan 13)
Gortarda
Im großen Ozean auf der südlichen Hemisphäre liegt die Insel Gortarda. Sie erreicht eine Länge von rund 700 km und eine durchschnittliche Breite von 250 km. Das Landschaftsbild der Insel wird von Geröllebenen und schroffen Bergketten geprägt. Gortarda dient als Forschungs- und Erprobungszentrum des SWD. Die Anlagen befinden sich alle unter der Oberfläche. Im Jahre 2406 wird in den Anlagen von Wissenschaftlern der CONDOS VASAC unter Führung von Nuus-Onat eine terranische Transformkanone nachgebaut. Die von der RE-55 organisierten und von den Terranern präparierten Zusatzgeräte (Zielmaterialisator und Zustandswandler) werden in den Nachbau installiert. Der erste Probeschuss wird ohne Probleme durchgeführt. Beim zweiten Abschussversuch explodiert die Transformkanone wie geplant. Durch die Gewalt der Explosion wird Gortarda vollständig vernichtet. (Atlan 2)
Moshyate-Gebirge
Dieser Höhenzug zieht sich über 2500 Kilometer von Westen nach Osten bis zum Äquatorialmeer. Der Mittelpunkt des Gebirges ist etwa 1150 Kilometer von Orbana entfernt. Die höchsten Bergspitzen ragen etwa 3000 Meter hoch auf. Bekannte Gipfel des Moshyate-Gebirges sind der Mount Voigt und der Mount Ares (Atlan 13)
Mount Voigt
Der Mount Voigt ist ein Gipfel im Moshyate-Gebirge mit 2500 Metern Höhe. Auf der Südseite lag im Jahre 2407 auf einem Felsplateau in 1830 Metern Höhe die Villa des damaligen Chefs der CONDOS VASAC auf Lepso – Tschen Bahark. Das Hochplateau ist nur aus der Luft zu erreichen. Die Villa Baharks glich einer Burg, wie sie von Raubrittern aus dem Mittelalter Terras erbaut wurde. Die Villa konnte mit Schutzschirmen gesichert werden. Abwehrforts übernahmen den Schutz gegen etwaige Angreifer. Inmitten eines gepflegten Parks lag ein Landefeld von 2000 m Länge und 900 m Breite. (Atlan 13, Atlan 14)
Lepso als Freihandelswelt
Lepso gilt als Freihandelswelt. Der Planet ist von keiner galaktischen Macht abhängig, sondern völlig autonom. Einreise-, Handels- und Zollkontrollen finden nicht statt. Daher ist Lepso ein beliebter Zwischenstop für Galaktische Händler, Verbrecher und zwielichtige Gestalten. Auf Lepso finden sowohl völlig legale Handelsgeschäfte als auch Schwarzhandel, Geldwäsche und Schiebereien statt. Lepso ist darüber hinaus eine gigantische Spielhölle. Vergnügungseinrichtungen jeder denkbaren Art und für jedes noch so exotische Bedürfnis sind vorhanden. Der Planet ist nicht nur ein Schmelztiegel der Kulturen, sondern auch ein Hexenkessel aus undurchsichtigen Interessensverhältnissen, brutalen Machtkämpfen und Korruption.
Die Vielzahl an unterschiedlichen Spezies und Kulturen, die Lepso besuchen, hat zu einem sehr uneinheitlichen Baustil in den Städten geführt und ist auch nicht spurlos an den Hotels vorbeigegangen. Um jedem Gast ein angemessenes Quartier zu bieten, lassen sich die Umweltbedigungen der Zimmer variabel anpassen. Darüber hinaus gibt es unzählige Vergnügungszentren, Banken und Versorgungseinrichtungen, vor allem in Orbana.
Formal herrscht auf Lepso ein Diktator, der den Titel Thakan führt. Eine Regierung im eigentlichen Sinne gibt es aber praktisch nicht, ebenso wenig Wert wird auf eine stringente Gesetzgebung gelegt. Die meisten Bürger Lepsos kennen nicht einmal den Namen des amtierenden Thakans. Tatsächlich liegt die Macht beim Staatlichen Wohlfahrtsdienst »SWD«. Die Aufgaben des SWD sind einerseits das Erstellen der jährlichen Steuerschätzung für alle auf Lepso ansässigen Unternehmen und Personen, andererseits der Schutz der bestehenden Verhältnisse gegen eine Veränderung des Systems. Aufgrund des stetigen Wandels in den Machtstrukturen der kriminellen Organisationen ist das Leben auf Lepso allerdings unberechenbar.
Geschichte
Gavivis und Tyarez
Vor der Besiedlung durch die Arkoniden waren die mit den Tyarez in Symbiose lebenden Gavivis die vorherrschende Spezies auf Lepso. Mit Hilfe der Tyarez entwickelten die Gavivis eine besondere Technologie, die es ihnen ermöglichte, beliebig große Objekte zu erschaffen, die um eine räumliche Dimension "gekürzt" waren und die auch als Raumschiffe genutzt werden konnten. Diese Phase dauerte mehrere Jahrtausende an.
Prä-Monos-Zeit
Lepso wurde bereits im 10. Jahrtausend v. Chr. von den Arkoniden besiedelt. Die Arkoniden begannen damit, die Gavivis zunächst zu verdrängen und dann systematisch zu vernichten. Von ihrer hoch entwickelten Kultur ahnten sie nichts. Die letzten Tyarez verließen Lepso mit der CAMOUFLAGE.
Im 21. Jahrhundert war der Planet eines der wichtigsten Handelszentren der Milchstraße.
Im März 2103 verhängte das Solare Imperium eine Blockade gegen Lepso, um den Handel mit der Droge Liquitiv zu beenden.
In den Jahren 2406 bis 2408 war Lepso immer wieder Brennpunkt von USO-Einsätzen gegen die Aktivitäten der CONDOS VASAC, die schließlich 2408 zur Zerstörung der geheimen Lenkzentrale der CONDOS VASAC führten. Im April und Mai 2408 musste vorübergehend eine Quarantäne über den Planeten verhängt werden, weil die Metamorphose-Seuche von Heyscal eingeschleppt worden war. Es kam zu bürgerkriegsartigen Zuständen, drei Viertel der Bewohner Lepsos verloren ihr Leben.
Möglicherweise war diese Katastrophe der Auslöser für einen allmählichen Niedergang Lepsos. In den folgenden Jahrhunderten traten andere Planeten, unter anderem Olymp, an die Stelle Lepsos als Haupthandelswelt.
Im Jahre 3102 wurde Atlan auf das Schicksal der Tyarez und Gavivis aufmerksam gemacht und erlebte einige Abenteuer auf Lepso, bevor es ihm gelang, die CAMOUFLAGE zu befreien.
Ratber Tostan gründete auf Lepso im 35. Jahrhundert die Mammon-Sekte.
Nach den Dunklen Jahrhunderten
1291 NGZ floh Shabazza, der den Körper Perry Rhodans kontrollierte, nach Lepso. Dort fand er sein Ende, als er mit seinem Bewusstsein die kollektive Intelligenz des Waldes von Lepso-Suma übernahm, der anschließend vernichtet wurde.
Im Jahr 1329 NGZ wurde die Station LE-prachtvoll im Orbit von Lepso errichtet. Sie sollte als neues Freizeitzentrum der BASIS Konkurrenz machen. Ab 1337 NGZ wurde auf der Station die Kristallbörse eingerichtet, sie wurde zum wichtigsten intergalaktischen Handelsplatz für Hyperkristalle.
Lepso gehörte zu den Welten, die im Jahre 1340 NGZ mit dem Ara-Toxin infiziert waren.
Anfang November 1344 NGZ wurde die Börse wegen der Bedrohung durch die Terminale Kolonne offiziell geschlossen und evakuiert. Einige Privatleute betrieben sie jedoch auf eigene Faust weiter. Ende November wurde die Station von Traitanks zerstört, da sie einen offenen Verstoß gegen die TRAITOR-Direktive darstellte. (PR 2306, PR 2326)
Nationalhymne
Der Text der Nationalhymne lautet:
- Orbana, du Schöne
- Hüterin verborgener Schätze
- Mantel und Schild den heimlich
- Liebenden, Juwel
- In Lepsos Stirn. (Lepso 1, 63)

