Inyodur

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Die Inyodur sind außergalaktische Wesen vom Planeten Inyor, deren gesamtes Volk vor ca. 100 Millionen Jahren in der Milchstraße ums Leben gekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt umfasste das Volk der Inyodur nicht mehr als 100.000 Individuen.

Anmerkung: Die Datierung ist etwas unsicher. Dr. Arnie Siska lehnt eine Datierung der Inyodurskelette oder der Asteroiden ab und verweist nur darauf, dass - nach ihrer Doktorarbeit - vogelähnliche Intelligenzenwesen vor etwa einhundert Millionen Jahren ihre große Zeit hatten.(PR-Extra 3)

Die Inyodur sind die einzige bekannte Quelle von Salkrit.

Inhaltsverzeichnis

Abschnitt bearbeiten: Aussehen Aussehen

Die Inyodur sind avoide, wasserstoffatmende Wesen mit einer Körperlänge von ca. 30 Metern. Der auf einem langen Hals sitzende, ca. 2,5 Meter lange Schädel eines Inyodur hat einen leicht gekrümmten, kegelförmigen Schnabel, der die Hälfte des Schädels einnimmt. Das Gehirnvolumen ist im Verhältnis zur übrigen Körpermasse sehr klein.

Der Körper hat einen schmalen Brustkorb und endet in einem spitz zulaufenden Schwanz. Die Körperoberfläche ist mit verlängerten Schuppen überzogen, die Ähnlichkeit mit einem Gefieder haben.

Inyodur haben zwar fünffingrige Hände und fünfzehige Füße, die Hände haben jedoch nicht die Funktion von Greiforganen. Sie stützen lediglich die dreieckigen Schwingen, wobei der Mittelfinger wie bei terranischen Vögeln stark verlängert ist und die Oberkante der Schwingen bildet. Ihre Spannweite ist im Verhältnis zum Körper nur gering. Die Inyodur sind deshalb nur in sehr dichten Atmosphären aus eigener Kraft flugfähig.

Die Inyodur sind eine eierlegende Spezies. Sie ernähren sich von Sonnenenergie, materielle Nahrung scheinen sie nicht mehr zu benötigen. In einer früheren Entwicklungsform haben sie sich von Plankton ernährt, das in der Atmosphäre Inyors vorkam.

Nach Einschätzung terranischer Xenopaläontologen waren die Inyodur extrem langlebig. Es wird angenommen, dass ein Alter von 75.000 Standardjahren keine Besonderheit bei den Inyodur war.

Abschnitt bearbeiten: Psior-Herz Psior-Herz

Das Psior-Herz ist ein im Brustkorb der Inyodur sitzendes Organ, das etwa die Größe der Faust eines Terraners hat. Dieses Organ war vermutlich schon immer verantwortlich dafür, dass die Inyodur eine besonders starke Bindung untereinander empfinden. Es kann angenommen werden, dass das Organ entstanden ist, weil die Inyodur sich aus schwarmbildenden Tieren entwickelt haben. Es ist nicht bekannt, ob das Psior-Herz auch für den Blutkreislauf benötigt wird.

Durch einen unbekannten Umwandlungsprozess zerfällt das Psior-Herz nach dem Tod seines Trägers zu Salkrit.

Abschnitt bearbeiten: Psior-Aura Psior-Aura

Nach der Beeinflussung durch psionisch aufgeladenen Goldstaub (siehe Kapitel »Geschichte«) verändert sich das Psior-Herz und wird zu einem echten Psi-Organ. Mit seiner Hilfe sind die Inyodur in der Lage, eine psionische Aura (die Psior-Aura) aufzubauen, die sie im Vakuum des Alls und sogar in der Korona einer Sonne schützt. Inyodur können sich deshalb ohne technische Hilfsmittel im Weltraum aufhalten. Die Psior-Aura ermöglicht es den Inyodur auch, sich für andere Wesen unsichtbar zu machen.

Raahon Alltangrad war in der Lage, seinen Körper, seine gesamten Erinnerungen und einen Teil seines Bewusstseins so in der Psior-Aura zu konservieren, dass er auch noch nach Jahrmillionen darüber mit anderen Wesen kommunizieren konnte.

Abschnitt bearbeiten: Psior-Stimme Psior-Stimme

Das Psior-Herz ermöglicht eine besonders starke Verbindung zwischen Eltern und Kindern, langjährigen engen Freunden und Geliebten. Die Inyodur können mit der so genannten Psior-Stimme auf mentalem Wege miteinander kommunizieren. Einzelne Inyodur können auf diese Weise auch über intergalaktische Entfernungen hinweg gerufen werden. Das Gebot der Inyodur ist ein besonders starker Ruf, der sich an das gesamte Volk richtet. Kein Inyodur kann sich diesem Gebot entziehen. Wird es ausgesandt, müssen alle Inyodur ihm folgen. Das Gebot darf deshalb nur mit äußerster Bedachtsamkeit benutzt werden.

Abschnitt bearbeiten: Psior-Kraft Psior-Kraft

Mit Hilfe der vom Psior-Herzen erzeugten Psior-Kraft können die Inyodur zum Einen unterlichtschnell im All manövrieren, zum Anderen sind sie damit in der Lage, das Psionische Netz als Transportmittel zu nutzen und überlichtschnelle Sprünge durch den Hyperraum durchzuführen. Hierbei können auch intergalaktische Entfernungen mühelos zurückgelegt werden.

Das Reisen mit der Psior-Kraft ist eine intuitive Fähigkeit, die zwar gelernt, aber von den meisten Inyodur nur bedingt bewusst gesteuert werden kann. Man muss es »geschehen lassen« und sich dabei das gewünschte Ziel vorstellen.

Abschnitt bearbeiten: Fortpflanzung Fortpflanzung

Das Psior-Herz wird auch für die Fortpflanzung der Inyodur benötigt. Die Paarung erfolgt, indem ein männlicher und ein weiblicher Inyodur ihre Psior-Herzen auf eine gemeinsame Resonanz bringen und dann gemeinsam durch den Hyperraum reisen. Dabei verschmelzen die beiden Herzen und erzeugen aus sich heraus ein neues Wesen.

Abschnitt bearbeiten: Besondere Fähigkeiten Besondere Fähigkeiten

Besonders begabte Inyodur sind in der Lage, mit der Psior-Kraft nicht nur entlang des Psionischen Netzes zu reisen, sondern dieses auch zu beeinflussen. Zum Beispiel können einzelne Stränge des Netzes miteinander verbunden oder Netzknoten gelöst werden.

Manche Inyodur sind auch in der Lage, während der Sprünge durch den Hyperraum ein übergeordnetes Kontinuum zu erreichen.

Abschnitt bearbeiten: Charakterisierung Charakterisierung

Die Inyodur sind friedfertige, hilfsbereite Wesen. Sie halten das Leben an sich für einen Wert, der erhalten und gefördert werden muss. Sie haben keinerlei Technologie entwickelt und verwenden keine Werkzeuge oder andere technische Hilfsmittel.

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Inyodur ist sehr stark. Kinder werden in »Schwärmen« von einem Lehrer unterrichtet, aber auch erwachsene Inyodur agieren gern in Gruppen, die sie als »Schwärme« bezeichnen.

Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten halten die Inyodur sich vorwiegend im All auf. Sie fühlen sich aber ihrem Heimatplaneten Inyor immer noch verbunden. Eine besondere, nicht näher bekannte Bedeutung scheint dort die Hochebene von Qijar für sie zu haben.

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Die Inyodur haben sich vor unbekannter Zeit auf dem Planeten Inyor in einer weit von der Milchstraße entfernten Galaxie entwickelt. Sie waren zunächst Tiere ohne Intelligenz. Eines Tages, so lautet eine Legende der Inyodur, ist kosmischer Goldstaub auf Inyor herabgeregnet, der zuvor in der Nähe einer Materiequelle psionisch aufgeladen worden war. Dieser Goldstaub ist in die Herzen der Inyodur eingedrungen und hat sie verändert. So wurden die Inyodur intelligent, gewannen ihre besonderen Fähigkeiten und entwickelten ein kosmisches Bewusstsein.

Die Inyodur verbringen bis vor ca. 100 Millionen Jahren ihre Zeit damit, in Not geratenen Völkern zu helfen und in mehreren Galaxien behutsam Einfluss auf die Entwicklung des Lebens zu nehmen. Sie werden auch mehrmals von den Kosmokraten um Hilfe gebeten. Besonders begabte Inyodur führen Aufträge für die Hohen Mächte durch.

Als Raahon Alltangrad von Vhoccaim, einem Beauftragten der Kosmokraten, den Auftrag erhält, QEON-KIN aufzuhalten, ist dies der Anfang vom Ende des Volkes der Inyodur. Raahon stellt mit Hilfe seines Vaters Arrocu Arrlicht fest, dass QEON-KIN durch die positive Energie der Psior-Herzen geschwächt werden kann. Raahon ruft das gesamte Volk der Inyodur in die Galaxie Alfaroi, in der QEON-KIN bereits einige Welten entvölkert hat. Die Inyodur schützen so viele bewohnte Planeten wie möglich durch ihre Anwesenheit. Raahon und einige andere Inyodur stellen QEON-KIN, können die Entität aber nur schwächen. Auf diese Weise verlieren vermutlich ca. 50 Inyodur ihr Leben und bleiben in Alfaroi zurück, während das restliche Volk QEON-KIN in die Milchstraße verfolgt.

In der Milchstraße kommt es zur Entscheidung. Auf Raahons Gebot hin stürzen sich fast alle 100.000 Inyodur in QEON-KIN hinein, wo die positiven und negativen Psi-Energien sich gegenseitig auslöschen. QEON-KIN löst sich in einer gewaltigen Explosion auf, seine Energie schlägt sich als goldener psi-materieller Feinstaub im System einer roten Riesensonne nieder. Fast das gesamte Volk der Inyodur findet hierbei den Tod, die Leichen treiben im Bereich der Riesensonne durchs All. Auch die Schwangeren und die Mütter mit Kindern, die sich am Angriff auf QEON-KIN nicht beteiligt haben, sterben nach und nach an den Folgen der Psi-Schockwelle. Raahon Alltangrad konserviert sich selbst mit Hilfe seiner Psior-Aura.

In den folgenden Jahrmillionen zerfallen die Psior-Herzen der Inyodur zu Salkrit. Das Salkrit verzerrt die Raum-Zeit-Struktur und bewirkt eine Verdickung des Psionischen Netzes. So entsteht das Strukturgestöber der Charon-Wolke mit dem Goldenen System im Zentrum. Jedes Salkrit-Vorkommen zieht außerdem dem im Goldenen System verteilten Feinstaub an. Um jeden Inyodur herum bildet sich auf diese Weise mit der Zeit ein instabiler Asteroid.

Bis zur Hyperkokon-Verbannung der Charon-Wolke (6.999.037 v. Chr) schürfen die Seecharan das Salkrit im Goldenen System für die Schutzherren von Jamondi.

Im Juli 1344 NGZ erreichen die VERACRUZ und die DORYNA das Goldene System und befreien es von den Techniten. Die Förderung des Salkrits wird wieder aufgenommen, gleichzeitig werden die Überreste der Inyodur von Forschungsteams untersucht. Im April 1345 NGZ entdeckt Arnie Siska den konservierten Körper Raahon Alltangrads. Die Aura geht auf Arnie und Atlan über, so dass beide die Geschichte der Inyodur erfahren.

Abschnitt bearbeiten: Bekannte Inyodur Bekannte Inyodur

Abschnitt bearbeiten: Quellen Quellen

PR-Extra 3, PR 2313, PR 2314

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