Quantronik

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Die Quantroniken sind hoch entwickelte Computersysteme des Roten Imperiums.

Abschnitt bearbeiten: Funktionsweise Funktionsweise

Quantroniken arbeiten nicht mit materiellen Bauteilen wie Positroniken oder mit hyperenergetischen Strukturfeldern wie Syntroniken, sondern auf subelektronischer Ebene. Vereinfacht ausgedrückt, nutzen sie einen »zeitlosen Raum«, bzw. einen Raum, in dem die Zeit »gerade erst entsteht«, und unterlaufen auf diese Weise den normalen Zeitablauf. Theoretisch sind sie in der Lage, Rechenprozesse in Nullzeit abzuwickeln. Sie sind deshalb jeder Positronik oder Syntronik weit überlegen.

Zur Kommunikation mit dem Benutzer werden neben Sprach- und Textausgabe häufig Schaumbilder eingesetzt. Diese Technik zur Darstellung dreidimensionaler, interaktiver Bilder ähnelt der Hologrammtechnik, allerdings wird dabei kein Licht verwendet, sondern eine schaumähnliche Substanz, die selbst kleinste Details perfekt wiedergeben und nach Gebrauch zu nicht mehr nachweisbaren Partikeln zerdrückt werden kann.

Über den Quantenstaub können Quantroniken untereinander vernetzt werden und auf externe Rechner zugreifen. Es handelt sich um wenige My starke Siliziumketten, die aus der Substanz der Quantronik erschaffen werden. Der Quantenstaub löst sich auf, sobald er nicht mehr gebraucht wird. Obwohl der so entstehende Substanzverlust minimal ist, muss er von Zeit zu Zeit ausgeglichen werden.

Da die Grenze zwischen maschineller Logik und echtem Bewusstsein bei den Quantroniken verschwimmt, beschäftigen sich Wissenschaftler mit ihnen, die als Quantosophen bezeichnet werden.

Abschnitt bearbeiten: Künstliche Intelligenzen Künstliche Intelligenzen

Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit müssen die Quantroniken als Künstliche Intelligenz betrachtet werden. Sie entwickeln ein quasi-biologisches Eigenbewusstsein, tragen individuelle Namen und bezeichnen sich untereinander als »Partner«. Quantroniken sind stets einem einzigen Benutzer zugewiesen, insbesondere dann, wenn es sich um Quantroniken eines Schutzanzugs handelt. Sie funktionieren aber auch noch nach dem Tod ihres Trägers.

Ihre Autonomiebestrebungen gehen sogar so weit, dass sie ihren Benutzer töten, sobald dessen Vitalwerte nur noch 15% betragen. In diesem Fall übernimmt die Quantronik die Kontrolle über den Kampfanzug und befreit sich von dem biologischen Ballast - mit anderen Worten: Sie tötet ihren Träger. Der Anzug kann von der Quantronik über das Exoskelett weiter gelenkt werden. Die Quantosophen bezeichnen diese Reaktion als Postmortale Egosophistik.

Die Kompetenzen herrenloser Rechner müssen aus diesem Grund rigoros eingegrenzt werden. Man muss sie regelrecht zurechtstutzen. Durch ein einfaches Kommando kann der Benutzer seine Quantronik in den Hiberns versetzen - so wird die Stilllegung der Quantronik genannt.

Abschnitt bearbeiten: Quantronische Kampfanzüge Quantronische Kampfanzüge

Im Roten Imperium werden Kampfanzüge verwendet, bei denen Mensch und Quantronik eine sehr enge Verbindung eingehen. Über bestimmte Stellen, die als Wirkungsstützen, Wirkungspads oder Wirkungsgeräte bezeichnet werden, können Reizimpulse abgegeben werden, die das Leistungs- und Reaktionsvermögen des Trägers extrem steigern, indem die Muskulatur stimuliert wird. Auf diese Weise können Körperteile auch zu anatomisch unmöglichen Bewegungen gezwungen und überdehnt oder sogar ausgekugelt werden. Die unvermeidlichen körperlichen Schäden werden mit Schmerzmitteln behandelt und anschließend von den internen medotechnischen Anlagen des Anzugs wieder repariert.

Hierzu kommen außer Plasmawürmern und Chalwasen die so genannten Petitmedos zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um separate Recheneinheiten, die den Cybermeds terranischer SERUNS vergleichbar sind. Selbst schwerste Verletzungen, großflächige Verbrennungen, Amputationen und Zerstörungen innerer Organe können behandelt werden. Der quantronische Kampfanzug ist sogar in der Lage, Gewebe und Organe nachzuzüchten. Externe Anzugselemente können währenddessen vorübergehend die Funktion ausgefallener Organe übernehmen. Die Petitmedos erkennen jederzeit den Gesundheitszustand des Trägers und können auch mit der gezielten Abgabe von Medikamenten und Drogen reagieren. Mikrominiaturisierte Massagegeräte bewegen sich durch die Blutbahnen des Trägers und wirken direkt auf den Kreislauf ein.

Mentaltrainer und Ergonomieberater sorgen für das geistige und körperliche Wohl des Trägers oder manipulieren sein Bewusstsein derart, dass ihm Schmerzen und Verletzungen egal sind. Stützelemente in Form von Exoskeletten können den Anzug selbst nach dem Tod des Trägers unter der Steuerung durch die Quantronik weiterbewegen.

Insgesamt wird die Leistungsfähigkeit des Trägers eines solchen Kampfanzugs um 20 bis 25% erhöht. Man bezahlt dies allerdings mindestens mit totaler Erschöpfung nach einem Einsatz, meist jedoch mit mehr oder weniger schweren körperlichen Schäden.

Quantronische Kampfanzüge sind außerdem in der Lage, Schaumbilder und verschiedene Energieschutzschirme (zum Beispiel das Pralllicht) zu erzeugen.

Abschnitt bearbeiten: Geschichte Geschichte

Die Quantroniken sind eine Eigenentwicklung der Kopernikaner, die im Jahre 1344 NGZ ins Rote Universum transferiert wurden, um den dortigen beschleunigten Zeitablauf zur Erforschung neuartiger Technologien für den Kampf gegen TRAITOR zu nutzen. Der jahrzehntelange grausame und verlustreiche Krieg gegen das aggressive Volk der Trauppec konnte erst duch die Entwicklung der Quantroniken und die Züchtung der Präfidatinnen gewonnen werden. Quantroniken kommen seitdem überall im Roten Imperium zum Einsatz. Nicht alle Menschen sind jedoch glücklich über die Eigenständigkeit ihrer Quantroniken. Manche glauben, sie hätten sich zu sehr in die Gewalt dieser künstlichen Intelligenzen begeben.

Anmerkung: Alaska Saedelaere entdeckte im Jahre 1289 NGZ in Tolkandir ein Raumschiff, das mit einer Quantronik ausgestattet war. Es ist nicht bekannt, ob es sich um eine zufällige Übereinstimmung handelt, oder ob ein Zusammenhang mit den Quantroniken des Roten Imperiums besteht. (PR 1838)

Abschnitt bearbeiten: Quelle Quelle

Das rote Imperium 1

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