Die Seelenhändler
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 305) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Die Seelenhändler | |
| Untertitel: | Zwischenspiel am Rand des Blutdschungels | |
| Autor: | Marianne Sydow | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Horst Hoffmann | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 8. August 1977 | |
| Hauptpersonen: | Atlan, Razamon, Tygon Hasset, Helkert, Tazzae, Nimosae, Tynär Stump, Gäham Lastor | |
| Handlungszeitraum: | 1. September 2648 (Tag 14 bis 35 Pthor-Eigenzeit) | |
| Handlungsort: | Pthor (Straße der Mächtigen, Orxeya) | |
| Zusätzl. Formate: | E-Book | |
Handlung
Atlan, Razamon und Muur-Arthos haben Schloss Komyr Richtung Orxeya verlassen. Auf halbem Weg verlässt Muur-Arthos die Gruppe, stürmt in die Ebene Kalmlech hinein und schließt sich den Horden der Nacht an. Anschließend bekommt Razamon einen Anfall und verfällt in Berserkerwut, in der er ein kleines Wäldchen zu Kleinholz verarbeitet. Atlan lässt den Berserker toben und geht weiter nach Westen, und zwar direkt auf der Straße der Mächtigen, was eigentlich verboten ist. Er bekommt die Rechnung präsentiert, als er mit Wucht gegen ein unsichtbares Hindernis läuft und eine Gehirnerschütterung erleidet. Razamon hat sich inzwischen wieder beruhigt und bewacht Atlan, der einen ganzen Tag lang durchschläft, bis er wieder reisefähig ist.
Als sie Orxeya erreichen, bietet sich ihnen ein skurriles Schauspiel. Die Bewohner der einer mittelalterlichen befestigten Stadt gleichenden Handelsmetropole liefern sich gerade einen brutalen Kampf mit den Keenies, Bewohnern des Blutdschungels. Während zahlreiche Angreifer und Verteidiger ihr Leben verlieren, geht das übrige Leben wie gewohnt weiter; die Frauen arbeiten unweit des Kampfplatzes auf den Feldern, und einige Stadttore sind für ganz normalen Handelsverkehr geöffnet, während daneben liegende Stadttore erbittert umkämpft sind. Sogar Händler der Keenies dürfen die Lieferanteneingänge benutzen, immerhin bringen sie die von den Verteidigern verschossenen Skerzaal-Bolzen in die Stadt zurück.
Ein Torwärter hindert den Arkoniden und den Berserker am Betreten der Stadt, untersucht sie und findet die je 20 Quorks, die Honir seinen beiden Gästen geschenkt hat. Man hält sie für Diebe, nimmt sie gefangen und bringt sie vor das Gewicht Tygon Hasset, eine Art Bürgermeister und Schnellrichter in einer Person. Er beschlagnahmt die Quorks und auch Razamons Parraxynt-Stück, spricht sie aber schließlich vom Vorwurf des Diebstahls frei. Damit sie in Orxeya bleiben dürfen, brauchen sie Seelenscheine, die sie nicht besitzen. Daher werden sie auf die Seelenwaage gelegt, die ihren »Seelenwert« messen soll. Beide schlafen auf der Seelenwaage ein, doch das Ergebnis muss so außergewöhnlich sein, dass Hasset, der die Prüfung durchführt, sich mit den anderen Anwesenden abspricht, das Ergebnis zu vertuschen, es würde die bestehenden Machtverhältnisse erschüttern. Stattdessen erhalten Atlan und Razamon Seelenscheine mit einem sehr niedrigen Wert.
Um sich wenigstens eine Mahlzeit und ein paar Quorks zu verdienen, heuern die beiden Gefährten bei der Stadtwache an, wo sie auch gleich ihre Fähigkeiten beweisen können. Mit den scharfen Schwertern, die ihnen Honir geschenkt hat, können sie die Speere der angreifenden Keenies mühelos zerschlagen. Bis auf Helkert werden alle ihrer Kameraden von den Angreifern getötet, bevor sie doch noch den Sieg erringen können. Anschließend werden sie in einer Kneipe gefeiert, zu der auch die besiegten Feinde erscheinen und wie Gäste bewirtet werden. Atlan und Razamon werden von Helkert bei sich aufgenommen und erfahren, dass sie auch am Schwarzmarkt Seelenscheine mit höherem Wert kaufen können. Um das zu finanzieren, brechen sie in ein Lagerhaus ein, in dem wertvolle Waren für die Herren der FESTUNG gesammelt wurden. Doch das ist eine Falle, sie werden gefangen genommen und sollen drei Tage später hingerichtet werden.
Ihr Freund Helkert setzt sich jedoch beim Seelenerschaffer Tynär Stump für die beiden ein, und dieser holt sie aus dem Gefängnis und verspricht ihnen neue Seelenscheine, wenn sie einen Auftrag für ihn erfüllen. Es sind neue Seelenscheine aufgetaucht, die echt sind, aber nicht von ihm stammen, denn nur er kann die Blätter des Bmuuhr-Baumes mit seiner ihm anhaftenden Aura zu Seelenscheinen machen. Daher dürfte es die neuen gar nicht geben, und diese zusätzlichen Scheine gefährden seine Monopolstellung. Atlan und Razamon nehmen an, und es gelingt ihnen schnell, eine Verbindung zu einem Händler herzustellen, der ihnen echte Seelenscheine verspricht, die nicht geraubt sind. Mit Hilfe von Tazzae können sie den Aufenthaltsort des Händlers herausfinden und dringen dort ein. Sie finden ein blindes Mädchen, das zweifelsohne eine Tochter des Seelenerschaffers mit einer seiner unzähligen Geliebten ist und seine Gabe geerbt hat. Sie wurde entführt und zur Herstellung der Scheine gezwungen.
Atlan und Razamon befreien das Kind und geben seiner Mutter den Großteil der Beute, die der betrügerische Händler gemacht hat, sowie die bereits hergestellten Seelenscheine, damit sie damit Freunde unterstützen kann. Lediglich zwei Scheine und einen kleinen Teil der Wertsachen entnehmen sie für sich selbst, um Orxeya mit einer Karawane nach Wolterhaven verlassen zu können. Dem Seelenerschaffer melden sie, dass die Herstellung der fremden Scheine unterbunden sei, ohne ihm Namen zu nennen, und da sie ihre neuen Scheine bereits dem Händler Gäham Lastor hergezeigt und sie als vom Seelenerschaffer hergestellt bezeichnet haben, sieht er keine Möglichkeit, eine passende Erklärung zu finden, um sie ihnen wieder abzunehmen. Noch eine Nacht verbringen sie in den Mauern der Stadt, dann brechen sie in aller Frühe mit einer Handelskarawane nach Wolterhaven auf.


