Diener der Vollkommenheit
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 315) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Diener der Vollkommenheit | |
| Untertitel: | Das Ende der Menschheit wird vorbereitet | |
| Autor: | Marianne Sydow | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Horst Hoffmann | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 17. Oktober 1977 | |
| Hauptpersonen: | Atlan, Razamon, Fenrir, Artol Forpan, Teerträger, Manziel | |
| Handlungszeitraum: | 1. September 2648 (Tag 68 bis 75 Pthor-Eigenzeit) | |
| Handlungsort: | Pthor | |
| Zusätzl. Formate: | eBook | |
Handlung
Mitten in der Wüste Fylln erhebt sich die Baustelle des Kartaperators, der Waffe, die den terranischen Paratronschirm sprengen und den Horden der Nacht endlich den Weg hinaus in die fremde Welt öffnen soll. Doch nicht alles auf dieser Baustelle entspricht dem, was der Robotdiener Manziel unter den Vorschriften der Vollkommenheit versteht. Deshalb hat er - zunächst heimlich - begonnen, Formen und Farben durch Veränderungen oder Entfernung von Komponenten an sein Ideal der Vollkommenheit anzupassen. Der Angriff eines riesenhaften Wüstenwurmes auf die Baustelle kommt ihm dann gerade recht: Er bemerkt, dass der Wurm ihn versteht, und lotst ihn zu den Stellen des Lagers, an denen die Unvollkommenheit besonders schlimm ist. Als er jedoch feststellt, dass die umherfliegenden Trümmer noch mehr Gebäude unvollkommen machen, erkennt er den Fehler in seiner Taktik und hilft entscheidend mit, den Wurm zu vernichten. Doch es ist bereits zu spät: Genug seiner Handlungen wurden beobachtet, um ihn als den Urheber der Diebstähle und Sabotagen der vergangenen Tage zu offenbaren. Nun muss er sich verbergen, um weiter seiner selbstgewählten Berufung folgen zu können, die ihm inzwischen entgegen aller Programmierung wichtiger geworden ist als seine ursprüngliche Aufgabe, bei der Fertigstellung der Waffe mitzuhelfen. Zum Glück des Robots ist der Terminplan durch die Zerstörungen des Wüstenwurms so sehr in Verzug geraten, dass seine Verfolgung für zu unwichtig erachtet wird. So kann er bald wieder unauffällig seinem Werk nachgehen und nebenbei sein kleines Lager aus Gegenständen, die der Vollkommenheit entsprechen, ebenfalls erweitern.
Atlan und Razamon haben die Ereignisse auf der Baustelle beobachtet und werden nicht aus allem schlau. Sicher ist jedoch, dass nach dem Angriff des Wüstenwurms eine erhöhte Aufmerksamkeit der Wachen zu erwarten ist, was für die Freunde nicht gerade hilfreich ist. Zudem hat die Schattenkullja Atlan gewarnt, dass man mit der Siarta nur ein mal auf denselben Gegenstand schießen kann, ohne selbst in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, mit diesem einen Schuss ein zentrales Element der Waffe zu zerstören. Dazu muss aber ein solches Element zunächst identifiziert werden. Im Schutz der Nacht dringt Atlan daher in das Lager ein und entführt einen Mann, über den er aus belauschten Gesprächen erfahren hat, dass er viel über die Waffe und ihre Wirkungsweise weiß. Der Mann weigert sich jedoch, Informationen über die Waffe preiszugeben. Er kann nicht eingeschüchtert werden, da er sowieso bereits schwere Bestrafung dafür zu erwarten hat, dass er sich hat fangen lassen. In diesem Moment leuchtet ein Licht auf, das anzeigt, dass die Herren der FESTUNG die Baustelle kontrollieren. Alle Lebewesen im Bereich des Lichtstrahls - selbst Atlan, Razamon und Fenrir - werden durch den Einfluss der Strahlung zur Untätigkeit gebracht, während die Inspektion erfolgt. Erst als das Licht erlischt, können sie sich wieder bewegen. Erst jetzt wird Atlan der volle Umfang der Macht der Herren der FESTUNG bewusst. Daraufhin nach dem Zeitpunkt der Fertigstellung der Waffe gefragt, antwortet der Gefangene zum ersten Mal bereitwillig: Schon in der nächsten Nacht wird der Kartaperator den Beschuss des Schirmes aufnehmen.
Während Atlan und Razamon an einem Plan für den nächsten Abend arbeiten, scheucht der Leiter der Baustelle endgültig jeden Mann zur Arbeit an der Waffe. Die Herren der FESTUNG haben ihm einen klaren Auftrag erteilt: Die Waffe hat trotz der Beschädigungen durch den Wüstenwurm plangemäß in der Nacht fertig zu sein. Nun kann der Robotdiener Manziel endgültig ungehindert und nach Herzenslust alles im Lager und den Werkstätten auseinandernehmen. Weder explodierende Fahrzeuge noch umstürzende Masten bringen noch jemanden dazu, sich um ihn zu kümmern. Auch diejenigen Technos, die gegen Abend ihre jeweilige Arbeit beendet haben, sind zu erschöpft, um irgend etwas gegen ihn zu unternehmen. Dem Robot kommt aber ein neuer Gedanke: Wenn die Waffe vollendet ist und die Baustelle abgebaut wird, wie soll er all die eingesammelten Schätze nach Wolterhaven bringen? Er kann kein Fahrzeug lenken, und es ist zu viel, als dass er es selbst tragen könnte. Er braucht einen Helfer.
Als es anfängt, dunkler zu werden, schlüpft Atlan in die Kleidung des gefangenen Technos. Er will mit der Siarta der Schattenkullja ins Lager schleichen und dort versuchen, einen geeigneten Punkt für den Schuss zu finden. Fenrir und Razamon sollen währenddessen die Technos durch einen scheinbaren Angriff von außen ablenken. Tatsächlich gelingt es Atlan, in das Lager zu kommen. Als ihn dort allerdings ein Robot aus Wolterhaven anspricht, glaubt er bereits an ein Scheitern seines Plans. Doch als dieser ihm von seinem Problem berichtet, glaubt Atlan zunächst, nicht richtig zu hören. Dann aber erkennt er die Chance hinter diesem seltsamen Tick des Robots. Er verspricht, alle Schätze des Robots auf ein Fahrzeug aufzuladen und später mit diesen und dem Robot nach Wolterhaven zu fahren, wenn Manziel in der Zwischenzeit den - sicherlich doch hässlichen - Kartaperator zerstört. Der Robot stimmt zu, denn auch er hat die Waffe schon länger als störend empfunden. Razamon und Fenrir beginnen kurz darauf, systematisch die Wächter und die Scheinwerfermasten am Rand des Lagers auszuschalten. Während sie die ausgesandten Techno-Wachen auf Trab halten, gibt Atlan Manziel die Siarta und beginnt zunächst, das von dem Robot besorgte Fahrzeug zu beladen. Maziel fliegt zufrieden zur Waffe und setzt sie bereits mit dem ersten Schuss außer Gefecht. Trotz Atlans Warnung fährt der Robot danach aber fort, Schüsse aus der Siarta abzugeben, da die optischen Effekte ihm gefallen. Atlan weiß, dass dem Robot nun nicht mehr zu helfen ist, und entfernt sich alleine aus dem Lager. Der Robot schießt, bis die seltsame Waffe der Schattenkullja nicht mehr reagiert. Dann schaltet er sich ab, als er erkennt, dass er sein Ziel nur noch hässlicher gemacht hat. Als der Leiter der Baustelle feststellt, dass der Kartaperator unwiderruflich zerstört ist, begeht er aus Angst vor der Schande der Bestrafung Selbstmord.
Atlan und Razamon machen sich nun auf den Weg nach Moondrag. In der Küstenstadt hofft Atlan, mehr über das herausfinden zu können, was außerhalb des Schirms passiert. Den Taamberg sieht er vorerst als zu gefährliches Ziel an, da er auf der direkten Linie zur FESTUNG liegt und die Herren der FESTUNG wahrscheinlich glauben, dass dies der Weg sein wird, den die Eindringlinge einschlagen. Razamon stimmt zu, und so machen sie sich auf den Weg zur Oase Zantorgan.
Namentlich auftretende Personen
| Manziel | Robotdiener aus Wolterhaven, würdiger Arbeiter des Werkzeugschöpfers Vortimer und sein Verbindungsmann zur Baustelle des Kartaperators. Bemüht, die Vorschiften der Vollkommenheit insbesondere im visuellen Bereich von Zusammenspiel von Farbe und Form umzusetzen, und dabei nicht zimperlich in der Wahl seiner Mittel. |
| Artol Forpan | Leiter der Baustelle des Kartaperators und Verbindungsmann zu den Herren der FESTUNG; Mitglied der Familie Gordy |
| Hoster | Techno aus Zbahn, der nur knapp die Folgen von einem von Manziels Eingriffen überlebt |
| Atlan | Der Arkonide nutzt Manziels Defekt für seine Zwecke. |
| Razamon | Der Berserker muss sich in Zurückhaltung üben. |
| Fenrir | Der Wolf zeigt eindeutig seine Intelligenz, als er im Alleingang mit einem Trick mehrere Gegner beseitigt. |
| Teerträger | Techno mit genauerem Wissen über den Kartaperator, der nach der Entführung duch Atlan zum Paria wird |
| Instrumentedenker | Techno mit viel Erfahrung |
| Harjanan | Wolterhaven-Robotdiener, würdiger Arbeiter des Herrn Moonkay |
| Feindschläger | Anführer der Wächter der Baustelle, die Fenrir und Razamon verfolgen. |


