Das Geheimnis der Eiszitadelle
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 321) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Das Geheimnis der Eiszitadelle | |
| Untertitel: | Gloophy, das Eiswesen, erwacht zu neuem Leben | |
| Autor: | Kurt Mahr | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Horst Hoffmann | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 28. November 1977 | |
| Hauptpersonen: | Atlan, Razamon, Fenrir, Koy der Trommler, Kolphyr/Gloophy, Einbein, Phynx | |
| Handlungszeitraum: | 1. September 2648 (Tag 90 Pthor-Eigenzeit) | |
| Handlungsort: | Pthor | |
| Zusätzl. Formate: | eBook | |
Handlung
Drei Wesen bewohnen die Eiszitadelle. Eines von ihnen ist der Forscher Kolphyr, der aus einem Antimaterie-Universum stammt und versehentlich von Pthors Wölbmantel eingefangen wurde. Um die Gefahr einer riesigen Materie-Antimaterie-Explosion effektiv zu bannen, hatten die Herren der FESTUNG damals auf Anraten der Magier der Barriere von Oth den durch den energetischen Mantel seines Velst-Schleiers geschützten Forscher mittels Gravitationsfeldern in der Zitadelle der Zyklopen festgesetzt. Seither waren die Zitadelle und das Umland vereist, und aus der Zyklopenküste ist die Eisküste geworden.
Das zweite Wesen ist der letzte Herrscher der Zitadelle, den die Herren der FESTUNG durch die Berserker der Familie Knyr hatten umbringen lassen wollen, da er nicht bereit gewesen war, die Zitadelle freiwillig zu verlassen. Der letzte der Zyklopen hatte es damals vorgezogen, sich selbst zu töten, als sich von den Berserkern töten zu lassen, und sich in einen Schacht gestürzt. Der Schacht war jedoch nicht tief genug gewesen, und als die kombinierte Wirkung aus dem Schildfeld des Fremden und den künstlichen Gravitationsfeldern seinen schwer verletzten Körper erreicht hatte, hatte sich sein Bewusstsein gelöst und mit den Energien eine leuchtende Kugel gebildet. Auch dem dritten Wesen ist etwas ähnliches passiert: Es ist der ehemalige Roboter des Forschers, dessen anorganische Bestandteile aufgelöst wurden, als die künstliche Gravitation in Wechselwirkung mit dem Schutzfeld geriet. Sein Verstand blieb jedoch intakt und durchdrang den Schirm, und auch er blieb als körperloses Wesen in der Zitadelle erhalten.
Neben den drei Bewohnern duchrstreifen auch vier Fremde die Gänge der Burg im Eis. Atlan und Razamon folgen in Begleitung des Wolfes Fenrir dem Mythos des Wesens, das hier gefangen sein soll. Koy der Trommler ist ebenfalls an diesem Mythos interessiert, sucht aber auch die Fremden, die zu jagen sein letzter Auftrag war. Nach dem Absturz seines Zugors wurde er von der körperlosen Stimme des Roboters in das Innere der Festung gelotst. Dieser ist es auch, der die zwei Gruppen zusammen bringt, nachdem der Zyklop seine Wut auf die Familie Knyr an Razamon ausgelassen und ihn und Atlan dabei verschüttet hat. Während Atlan sich mit Fenrirs Hilfe selbst befreien konnte, muss Koy zunächst einige Felsbrocken zertrümmern, ehe Razamon gerettet werden kann. Danach folgen die Eindringlinge trotz steigendem Misstrauen dem körperlosen Roboter zu der Halle, in der sein ehemaliger Herr aufgebahrt liegt. Während die Aufmerksamkeit aller auf den gefesselten Forscher gerichtet ist, rast überraschend die Leuchtkugel des Zyklopen in die Halle und genau auf die Freunde zu. In instinktiver Abwehr setzt Koy seine Fähigkeiten ein und zerstört dabei zwei der Projektoren der Schwerkraftfelder. Die anderen überlasten und explodieren ebenfalls. Der Forscher kommt frei, gleichzeitig wird aber anscheinend auch der Effekt aufgehoben, der den Roboter und den Zyklopen am Leben hielt, und die beiden Erscheinungen lösen sich auf. Das Schutzfeld, das den Forscher umgeben hat, scheint zu kollabieren, doch es schrumpft nur bis auf die Oberfläche des Fremden zusammen und bleibt dort als geschlossener Film erhalten, der dem Fremden sogar erlaubt, seine Retter voll überschwenglicher Dankbarkeit zu umarmen.
Durch das Erlöschen der Schwerkraftfelder werden die seltsamen Verhältnisse aufgehoben, die für das Vereisen der Zitadelle und ihrer Umgebung gesorgt hatten. Zudem haben die Ereignisse auch das Mauerwerk selbst erschüttert. Die Gruppe flüchtet aus dem zusammenstürzenden Gebäude und versucht dann, Koys Zygor zu erreichen. Dieser ist jedoch vom Eis verschüttet; lediglich Koys zweite Provianttasche ist noch auffindbar. So versorgt, macht sich der zusammengewürfelte Haufen aus Pthorern und Außerpthorischen auf den Weg nach Südosten, in Richtung der FESTUNG.
Namentlich auftretende Personen
| Fenrir | In der Eiszitadelle wird der Kampfgeist des Wolfes geweckt. Den neuen Gefährten akzeptiert er, will ihn jedoch nicht in seiner Nähe wissen. |
| Atlan | Der Arkonide gewinnt zwei neue Freunde. |
| Razamon | Die Vergangenheit seiner Familie wird dem Berseker der Familie Knyr beinahe zum Verhängnis, als Phynx sich an ihm rächen will. |
| Gloophy / Kolphyr | Ein Forscher aus dem Volk der Beras vom Planeten Grulpfer, den es in ein Antimaterie-Universum verschlagen hat. |
| Einbein | Kolphyrs Roboter, Helfer und Begleiter |
| Koy der Trommler | In der Eiszitadelle findet der ehemalige Jäger der Herren der FESTUNG Freunde in den Fremden, auf die er angesetzt worden war. |
| Orthwin | Gildenmeister der Magier zum Zeitpunkt von Kolphyrs Ankunft auf Pthor. Er vereint die Erfüllung des Auftrags der Herren der FESTUNG, Pthor vor dem Fremden zu schützen, mit seiner persönlichen Rache an dem Entführer seiner Braut. |
| Gilliam | Einer der Beisitzer Gildenmeister Orthwins, die ihn zur FESTUNG begleiten. |
| Heszor | Einer der Beisitzer Gildenmeister Orthwins, die ihn zur FESTUNG begleiten. |
| Phynx | letzter Angehöriger des Zyklopengeschlechts und Erbe der Eiszitadelle. Als er sich weigert, seine Burg zu räumen und sie den Herren zu übergeben, lassen diese seine Untergebenen und ihn von den Knyrs vom Taamberg erschlagen. |
| Yasslan Knyr | Häuptling der Taamberg-Leute zu Zeiten von Kolphyrs Ankunft. Wird von Phynx mit einer Pekto erschossen. |
Anmerkung: Bereits im Atlan Nr. 312, während ihrer Schiffsfahrt mit der DEEHDRA den Regenfluß aufwärts, wurden die beiden Unsterblichen von einem Zyklopen verfolgt, bei dem es sich eigentlich nur um Phynx handeln kann, während er in der Eiszitadelle jedoch mehr einem Geist ähnelt, trat er dort sehr körperlich in Aktion. Später in den Heften 336 und 337, als Atlan in die Unterwelt von Pthor vorstößt, trifft der Arkonide erneut auf den Letzten der Zyklopen, der sich nun Urtyn nennt, aber weiterhin eine Art Geist darstellt. Als nachträgliche Erklärung wäre die Aussage haltbar, daß Phynx eben mit Nachnamen Urtyn heißt und an magischen Orten nur als Semimanifestation auftreten kann, während er anderswo als “normaler”, allerdings durch psionische Felder relativ unsterblicher Zyklop auftritt.


