Wanderer durch die Dimensionen

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 350)

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© VPM

Zyklus: König von Atlantis
Titel: Wanderer durch die Dimensionen
Untertitel: Lebo Axton auf der Suche
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng
Erstmals erschienen: Mo., 20. Juni 1978
Hauptpersonen: Lebo Axton, Greasy, Sünthey, Orro, Peytkyr, Tirque
Handlungszeitraum:  8020 v. Chr. - November 3440
Handlungsort:  u.a. Arkon I und Yamolquoht
Zusätzl. Formate: eBook

Abschnitt bearbeiten: Handlung Handlung

Am 29. November 3440 beginnt um 0:23 Uhr die galaktische Verdummung durch den Schwarm. Zwar arbeiten fast alle lebenswichtigen Einrichtungen in dieser Zeit im Solaren Imperium vollautomatisch, doch eine Wartung oder Bewachung der zahllosen Industrieanlagen durch die wenigen Immunen ist kaum möglich. Sinclair Marout Kennon wird von der Ankunft des Schwarms während einer seiner Exkursionen durch das alte Arkon, die er seit Anfang 2844 mit Hilfe der Ischtar-Traummaschine durchführt, überrascht. Zunächst bleibt die fehlende Wartung durch das verdummte Personal ohne Folgen. Als jedoch ein ganzer Wespenschwarm sein Nest im Inneren der technischen Anlagen anlegt, kommt es zu einem Kurzschluss. Kennon, der zu diesem Zeitpunkt als Lebo Axton im Arkon des Jahres 8020 v. Chr. weilt, wird hyperenergetisch überladen. Sein Bewusstsein und der Projektionskörper des USO-Spezialisten werden in den Hyperraum davongeschleudert. Das Gehirn Kennons, das in der Vollprothese zurückblieb, verliert den Kontakt zum Bewusstsein des Zeitreisenden und stirbt ab.

Als Sinclair Marout Kennons Projektionskörper erstmals wieder materialisiert, erwacht der USO-Spezialist zwar im verkrüppelten Körper Lebo Axtons, findet sich jedoch in einer vollkommen fremdartigen Welt wieder, die er weder zeitlich noch räumlich einordnen kann. Es handelt sich um eine Welt, die nur aus Kristallen zu bestehen scheint. Dies gilt nicht nur für den Boden und die Felswände des Gebirges das ihn umgibt, sondern auch für die Tier- und Pflanzenwelt. Sogar die Intelligenzwesen bestehen aus Kristallen, obwohl ihre Körper absolut humanoid wirken. In einer Höhle begegnet er einer Gruppe von Einheimischen, deren Sprecher sich Greasy nennt. Wobei dieser Name auch für den Planeten steht, denn die Kristallwesen leben in einer engen Symbiose zusammen. Kennon soll in dieses Kollektiv aufgenommen werden. Dazu wird er von einer riesigen Kristallpflanze aufgesaugt, die der Regeneration der Intelligenzwesen dient. Doch der Projektionskörper des Zeitreisenden lässt sich nicht umwandeln. Er löst sich auf, und Kennon treibt erneut durch den Hyperraum.

Danach findet sich der USO-Spezialist inmitten eines weiten Ozeans wieder und schwimmt mit letzter Kraft auf eine nahe Insel zu. Auf ihr herrscht eine tropische Vegetation vor. Die Bewohner scheinen von arkonidischen Kolonisten abzustammen. Der Landwirt Sünthey nimmt ihn in eine Stadt mit, die sich an einer nahe gelegenen Bucht befindet. Die Stadtmitte wird von einem 50 Meter hohen, schwarzen Turm dominiert. In diesem Turm werden die Toten der Einheimischen bestattet, wobei die Anlage nach oben offen ist. An der Innenwand des Turmes befindet sich eine Wendeltreppe, die von einem Balkon zum nächsten führt. Auf den Balkonen werden die nackten Leichen offen abgelegt, damit sie von Aasgeiern verspeist werden. Diese Art der Bestattung ist notwendig, da ein Tabu das Verbrennen oder Vergraben von Leichen verbietet. Kennon wird von den Stadtbewohnern feindselig empfangen, da die Gemeinde von Piraten angegriffen wurde, die dem Terraner erstaunlich ähnlich sehen. Die Zwerge sind jedoch anders als Lebo Axton keine Krüppel, sondern flink und kräftig. Der USO-Spezialist wird in den schwarzen Turm gesperrt und soll bei lebendigen Leibe von den Geiern gefressen werden. Zu seiner Überraschung leben im Turm zahlreiche Gefangene, da die Geier nur totes Fleisch verspeisen. Allerdings wurde der Terraner vom Schamanen der Stadt vergiftet und stirbt so einen langsamen, qualvollen Tod. Schließlich löst sich Kennons Projektionskörper erneut auf.

Zum dritten Mal materialisiert Kennon in völlig fremder Umgebung. Dieses Mal fällt er einer hochgewachsenen, dürren Gestalt direkt vor die Füße. Es handelt sich um den Ritter Tirque. Die Heimat des heruntergekommenen Kämpfers ist der Wüstenplanet Yamolquoht, der von fremden Invasoren aus dem Weltraum besetzt wurde. Die Fremden betreiben vor allem riesige Bergwerke, mit denen sie die reichen Rohstoffvorkommen des Planeten ausbeuten. Mangels einer besseren Alternative schließt sich Sinclair Marout Kennon dem Freiheitskampf Tirques an.

Anmerkung: Der Aufenthalt Sinclair Marout Kennons als Lebo Axton im alten Arkon war Thema einer eigenen Nebenhandlung des "Held von Arkon"-Großzykluses und umfaßte, von der Nr. 176 bis zur 299, etwa zwei Dutzend Hefte, die sich äußerster Beliebtheit erfreuten. Kaum das Atlan 299 veröffentlicht und mit dem verschwinden von Lebo Axton im Hyperraum geendet war, erschienen die ersten Leserbriefe, die eine Rückkehr Sinclair Marout Kennons in die Handlung forderten, dem wurde mit diesem Roman entsprochen. Auch im "König von Atlantis"-Zyklus wird Sinclair Marout Kennon Hauptfigur einer eigenen Handlungsebene, die sich nur gelegentlich mit der Haupthandlung um Atlan mischt. Autor der Romane um Lebo Axton und Grizzard ist zumeist H. G. Francis. Die Ereignisse um die Ischtar-Traummaschine, die es Kennon erst ermöglicht durch die Zeit zu reisen, sind Thema eines eigenen Unterzykluses der Atlan-Serie dem "Treffen der Einsamen", der die letzten Hefte des "Im Auftrag der Menschheit"-Großzykluses umfaßte. Die große Verdummungskatastrophe und der Zug des Schwarms durch die Milchstraße, die in diesem Roman eine gewisse Rolle spielen, sind Handlung des Schwarm-Zyklus der Perry Rhodan-Serie (Hefte 500 bis 569).

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