Lockruf der Dimensionen
Aus Perrypedia
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 376) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Lockruf der Dimensionen | |
| Untertitel: | Im Sog der Schwarzen Galaxis | |
| Autor: | H. G. Ewers | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Tais Teng | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 19. Dezember 1978 | |
| Hauptpersonen: | Algonkin-Yatta, Anlytha, Dorstellarain, Marcus Aurelius, Mursil, Quequeldo, Abmar Vialathon | |
| Handlungszeitraum: | 8020 v. Chr., 163 - 167, Oktober 2649 | |
| Handlungsort: | Terra | |
| Zusätzl. Formate: | eBook | |
Handlung
Im Jahre 163 und nach einem Jahr Anreise, hat das zum Krieg gegen die Parther gerüstete römische Heer unter Marcus Aurelius die phönikische Stadt Tyrus erreicht. Bei einem Ausflug in die Stadt wird Dorstellarain von einem Freudenmädchen in eine Falle gelockt. Der Auftraggeber des Attentats, Mursil, kann jedoch von Dorstellarain überwältigt und verhört werden. Der ehemalige Flusspirat von Pthor wundert sich über die Hautfarbe seines Gefangenen, die einen leichten Grünstich aufweist. Mursil selbst stammt zwar aus Herakleion, doch ist er ein Nachfahre von Außerirdischen, die einst auf der Erde strandeten. Die eigentliche Herkunft seines Volkes kennt er nicht, doch ist es ihr Ziel, das römische Reich zu unterwandern. Dorstellarain wird während des Verhörs von Helfern Mursils überwältigt und nach einer Befragung in das Mittelmeer geworfen. Es gelingt dem Clanoc, an das Ufer zu schwimmen und sich eine für den Imperator glaubwürdig klingende Ausrede für seine Abwesenheit auszudenken.
Ein Jahr später, im Jahre 164, wird im Hafen von Ostia die Zeitkapsel von einem U-Boot angegriffen. Die Kapsel wird mit einer Ladung hypersensibilisiertem Syntho-drei-Gasin Nervengas attackiert. Durch die 5-D-Aufladung in einen semimanifestierten Zustand versetzt, sickert dieses Gas sogar durch die Wandung der Zeitkapsel und betäubt die drei Insassen. Nach dem Erwachen müssen Anlytha und Algonkin-Yatta feststellen, dass die Anführerin der Kaperer mit der Kaiserin Faustina identisch ist. Sie gehört zu den Außerirdischen, die in Tyrus dem Clanoc eine Falle gestellt hatten. Von ihm hatten die Außerirdische auch die Informationen über die Zeitkapsel erbeutet. Faustina hält Anlytha für einen Dämon und versucht, sie mit Knoblauch zu bannen. Doch der Geruch versetzt die Gefährtin des Kundschafters von Ruoryc in Raserei. Im Rausch der Gewalt gelingt es Anlytha, sich zu befreien und die Fremden zu überwältigen. Algonkin-Yatta setzt Faustina und ihre Helfer 10 Kilometer südlich von Ostia an der italienischen Küste ab. Anlytha hat während der Abwesenheit des Mathoners vom Knoblauch genascht und sich so gezielt in einen Rausch hineingesteigert. Der Kundschafter schafft es trotz seiner enormen Körperkräfte nicht, die wild gewordene zu bändigen. Anlytha löst einige Kurzschlüsse aus und versetzt die Zeitkapsel mit den letzten Goldreserven wenige Jahre in die Zukunft.
Im Jahre 165 steht die Entscheidungsschlacht zwischen Parthern und Römern kurz bevor. Nach langem Anmarsch erreicht das römische Heer die Stadt Babylon am Euphrat, ohne schwere Kämpfe und nennenswerte Verluste. Die einstige Metropole ist bereits seit langer Zeit verlassen und verfällt langsam. Dorstellarain übernimmt das Vorauskommando, das die Ruinen erkunden soll. Am Abend vor dem Abmarsch findet der Clanoc heraus, dass sich unter dem Namen Quequaldo einer der Außerirdischen in seine Truppe eingeschleust hat und ihn in Babylon ermorden soll. Doch in Babylon erwartet den Clanoc eine Überraschung. Er trifft zwar auf eine Gruppe der Außerirdischen, bestehend aus zwei Frauen und drei Männern, darunter Mursil, doch sind diese an der Pest erkrankt. Sie bitten Dorstellarain um Hilfe und bieten ihm dafür als Belohnung den von ihnen seit Jahrhunderten gehüteten Goldschatz der Babylonier an. Der Clanoc erfährt zudem, dass die Außerirdischen Nachkommen von Helfern der Akonen sind, die vor zwei Jahrtausenden als Sklavenjäger zur Erde kamen. Atlan hatte das Raumschiff der Akonen zerstört und ihnen so den Rückweg ins Blaue System versperrt. Bevor sich Dorstellarain entscheiden kann, ob er jenen, die bis vor kurzem nach seinem Leben trachteten, helfen soll, erscheint das römische Hauptheer. Ein Missverständnis führt zum Kampf zwischen den Römern und den fünf Außerirdischen, die dabei den Tod finden. Der Clanoc bringt den Goldschatz als Kriegsbeute an sich.
Im Jahr nach dem triumphalen Sieg der Römer über die Parther und der Rückkehr des römischen Heeres aus Persien, kehrt die Zeitkapsel in den Hafen von Ostia zurück. Rom ist 166 von der Pest heimgesucht worden, und das Leben in der Stadt hat drastisch an Lebendigkeit und Buntheit eingebüßt. Als Anlytha 167 an Land geht, wird sie bereits von Dorstellarain erwartet. Der Clanoc stellt den Goldschatz der Babylonier Algonkin-Yatta zur Verfügung. Der Mathoner repariert mit dem Gold die Zeitkapsel endgültig und raffiniert aus dem meisten Gold den für den Betrieb der Zeitkapsel notwendigen Treibstoff. Anlytha verbringt die Zeit damit, ihrem Hang zur Kleptomanie zu folgen, und schleppt allerlei Gerümpel aus ganz Rom zur Zeitkapsel. Das Meiste ist jedoch wertloses Zeug. Es befinden sich jedoch ein paar alte Schriftrollen darunter, die Anlytha für wertloses Toilettenpapier hielt und die nun von Algonkin-Yatta zum kaiserlichen Hof zurückgebracht werden. Um Zeitparadoxa zu verhindern, wird Faustina die Erinnerung an den Besuch der Zeitreisenden genommen.
Während Dorstellarain zunächst im alten Rom zurückbleibt, um Marcus Aurelius im Kampf gegen die Markommen zu unterstützen, reisen Anlytha und Algonkin-Yatta mit der Zeitkapsel ins Jahr 2649. Sie erreichen Terrania, wie von ihnen geplant, Mitte Oktober, doch Perry Rhodan hat die Erde mit der Solaren Flotte wegen dringender Geschäfte vorübergehend verlassen. Die beiden Zeitreisenden verbringen die Wartezeit mit einem Besuch von Freunden in Marseille. Dort treffen sie auch auf den Physiker und Zeitreisetheoretiker Abmar Vialathon, der sich als ein weltfremder Snob erweist. Der Überfall einer Räuberbande auf das Hotel in Marseille wird von Algonkin-Yatta mit Hilfe von Loggy und Vialathon schnell vereitelt. Abmar Vialathon begleitet Algonkin-Yatta und seine Gefährten in das Jahr 8020 v. Chr., wo der Kundschafter von Ruoryc auf seinem Schiff nach dem Rechten sehen will. Nach der Ankunft erleidet Vialathon einen Nervenschock, da er die Hyperstrahlung, der er während der Zeitreise ausgesetzt war, nicht verträgt. Algonkin-Yatta bringt den Terraner daher eilig in seine Zeit und zur Erde zurück. Zuvor gelingt es dem Physiker jedoch, den Kurs von Pthor durch Zeit und Raum zu bestimmen, so dass Algonkin-Yatta die Verfolgung wieder aufnehmen kann.
Bevor die Zeitreisenden erneut aufbrechen, kommt es zu einem abschließenden Gespräch der Zeitreisenden mit Perry Rhodan im Rahmen einer Party im Garten des privaten Bungalows des Großadministrators am Goshun-See. Perry Rhodan erfährt so alles Wesentliche, was Dorstellarain über Pthor und Atlans Odyssee weiß, und erhält zudem von Abmar Vialathon die Koordinaten der Schwarzen Galaxis. Pthor ist auf dem direkten Weg zum Herrschaftssitz des Dunklen Oheims.
Anmerkungen: Bei dem Atlan-Zeitabenteuer, auf das H. G. Ewers in diesem Roman verweist, handelt es sich um PR-TB Nr. 199: »Sturm über Babylon« von Hans Kneifel, das auch im Atlan-Hardcover Nr. 4 enthalten ist. Weiter spielt die Handlung dieses Heftromans teilweise parallel zu der des PR-TB Nr. 266: »Hüter des Planeten« von Hans Kneifel. Atlan selbst ist 167 n. Chr. nach der Pestepedemie unter Marcus Aurelius als Gladiator Demitrion in Rom tätig und beschäftigt sich unter anderem als Sklavenbefreier, Arzt und eben Gladiator. Im Zentrum des Taschenbuchs stehen jedoch Abenteuer in seiner nubischen Oase, auf der Halbinsel Yucatan und die Vorbereitungen einer Expedition zur Venus, die im Zentrum von PR-TB Nr. 271: »Stern der Astarte« von Hans Kneifel steht. Beide Taschenbücher sind im Atlan-Hardcover 8 enthalten.


