Die Planetenschleuse
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 410) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Die Planetenschleuse | |
| Untertitel: | Im Dienst der Schwarzen Galaxis | |
| Autor: | Marianne Sydow | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Josef Dienst | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 14. August 1979 | |
| Hauptpersonen: | Nomazar, Caehrux, Elkort, Yääl, Peleff | |
| Handlungszeitraum: | 2650 | |
| Handlungsort: | Raumschiff RYGERKALL, Planet Guhrno (Rghul-Revier) | |
| Zusätzl. Formate: | eBook | |
[Bearbeiten] Handlung
Nomazar reist an Bord des Organschiffes RYGERKALL nach Cagendar, der Hauptwelt des Rghul-Reviers. Als er in der Messe sitzt, hört er ein merkwürdiges Geräusch und entdeckt Caehrux, einen flunderförmigen blinden Passagier vom Volke der Rux. Er versorgt ihn mit Nahrung, und im Gegenzug stellt Caehrux Informationen bereit. Guhrno, das Ziel der Reise, ist der vierte Planet des Nurschug-Systems, und das ganze System wird als die Planetenschleuse bezeichnet. Überdies weiß Caehrux von einem Gerücht, wonach ein Spion aus dem Marantroner-Revier erwartet wird. Er mutmaßt, dass man Nomazar als ebendiesen Spion ansehen wird. Vielleicht sei es sogar ein abgekartetes Spiel der Domer, die ihn so festsetzen wollten. Nach der Landung verabschieden sich die beiden voneinander.
Nomazar wird von den Raupen zu einer Untersuchung durch Heymfloz, ein Computersystem, gebracht. Er verliert in dem Raum sofort das Bewusstsein. Als er nach der Untersuchung zu sich kommt, scheint alles normal, und er wird in seine Kammer zurückgeführt. Caehrux erwartet ihn und hat eine Warnung: Angeblich wisse Heymfloz nichts mit dem Fremden anzufangen und könne nicht über das Schicksal entscheiden. Deshalb habe er an die nächste Instanz verwiesen: Elkort, den Leiter der Planetenschleuse. Obendrein werde Peleff erwartet, vor dem angeblich alle zitterten. Nomazar müsse fliehen. Caehrux hilft ihm bei der Flucht, und in eine Kiste gezwängt verlässt er die RYGERKALL.
Auf Guhrno steht nicht alles zum Besten. Elkort, der Leiter der Planetenschleuse, vernachlässigt seine Arbeit, weil ihn die Eskapaden seiner Favoritin Yääl belasten. So befasst sich Elkort mehr mit Intrigen und einer neuen Geliebten als mit Amtsgeschäften. Heymfloz meldet nach der Untersuchung des Fremden, dass dieser nicht nach Cagendar gelangen dürfe, weil er nicht einzuschätzen sei. Zunächst unternimmt Ekort nichts, da er auf Peleff wartet.
Kurz nach der RYGERKALL ist auch Peleff mit seiner PELEFFS ATEM gelandet. Als dieser in der Residenz eintrifft, hat er die Beziehungsgeflechte schnell im Blick und fordert, dass der Gefangene vorgeführt werde. Da wird offenbar, dass Nomazar nicht mehr an Bord der RYGERKALL ist.
Nomazar wird wach, als seine Kiste ihr Ziel ereicht hat. Es ist der Planet Ptäk, und jenseits des Landefelds ist eine planetare Wildnis, in die Nomazar sodann aufbricht. Es wird eine unruhige Nacht. Am Morgen danach untersucht er die Umgebung, findet eine riesige, runde Platte, offenbar den Deckel einer Falltür, und eingeklemmt darin eine Pfote. Nomazar sucht weiter und nach kurzer Zeit steht ein Dädnar, ein großes wolfsähnliches Wesen vor ihm. Sie freunden sich an und Nomazar begleitet den Dädnar zu dessen 20-köpfiger Familie. Sie leben ein paar Tage zusammen, Nomazar ist dabei voll in das Rudel integriert und fühlt sich wohl dabei. Er merkt, dass er auch früher schon eine Beziehung zu dieser Art Tier gehabt haben muss. Nach ein paar Tagen wird das Rudel von Kunen eingekreist, und um unnötige Opfer der Tiere zu verhindern, ergibt sich Nomazar den Häschern.
Unterdessen geht auf Guhrno das Intrigenspiel zwischen Elkort und Yääl munter weiter. Nun mischt auch Peleff mit, der die Melange der Interessen auflösen will. Yääl versucht, Sydelär und Elkort zu vergiften, aber die Intrige schlägt fehl; Sydelär schläft einen Drogenrausch aus, und Elkort lässt sich für das Verhör des Gefangenen ein Aufputschmittel spritzen. Aber das Verhör dauert nicht lange. Als Peleff erkennt, dass keine leichten Geständnisse zu erzielen sind, bricht er Nomazars Verhör ab. Er will anders vorgehen und erlaubt Nomazar zunächst, sich in der Residenz frei zu bewegen.
Peleff, Elkort und Nomazar haben kaum das Gebäude verlassen, als ein Attenat auf sie verübt wird. Alle Indizien deuten auf Sydelär, aber diese liegt ja ohne Bewusstsein im Bett. Peleff scheint zu wissen, wer hinter den Vorfällen steckt: Yääl, die er hämisch grüßt. Aber er unternimmt nichts. Stattdessen wiederholt er sein Angebot an Nomazar, sich umzusehen, solange er keinen Fluchtversuch unternehme. Nomazar ergreift die Gelegenheit beim Schopf und besucht Yääl in ihren Gemächern und bittet sie um Hilfe bei der Flucht von Guhrno. Yääl, die erkennt, dass dieser Fremde ihren Einfluss auf Guhrno gefährdet, stimmt ihm zu, führt ihn aber in eine tödliche Falle, aus der ihn Peleff in letzter Minute rettet.
Elkort wird mit den Taten seiner gefesselten Geliebten konfrontiert und verliert die Nerven, als ihm aufgeht, dass er trotz seines Status als Transfusionsgebundener seine Stellung verlieren wird. Er flieht und will in Heymfloz eindringen, um alle verfänglichen Daten zu löschen. Beim Eindringen wird er vom »Handsiegel des Neffen«, einem Sicherungsmechanismus, getötet. Peleff ist zufrieden, denn nun kann er einen ihm genehmen Nachfolger installieren. Offenbar verfolgt Peleff eigene Ziele. Im Eilverfahren betreten Peleff und ein nun gefesselter Nomazar die PELEFFS ATEM und brechen nach Cagendar auf.
(Anmerkung: Die Handlung um Nomazar-Razamon wird in Atlan 418 fortgesetzt.)


