Der Sumpfplanet
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Atlan-Heftserie (Band 418) | |
| Zyklus: | König von Atlantis | |
| Titel: | Der Sumpfplanet | |
| Untertitel: | Ein neuer Gast in Peleffs Schloß | |
| Autor: | Clark Darlton | |
| Titelbildzeichner: | Johnny Bruck | |
| Innenillustrator: | Josef Dienst | |
| Erstmals erschienen: | Mo., 9. Oktober 1979 | |
| Hauptpersonen: | Nomazar, Peleff, Scarta, Harkles, Morn, Ura, Pram | |
| Handlungszeitraum: | Februar 2650 | |
| Handlungsort: | Peleffs Schloß / Planet Caudin (Rghul-Revier) | |
| Zusätzl. Formate: | eBook | |
Handlung
(Anmerkung: Der Roman schließt an Atlan 410 an.)
Nomazar wird an Bord von PELEFFS ATEM in einer Kabine angekettet. Nach dem Abflug lässt ihn Peleff in eine schönere Kabine verlegen und die Ketten lösen. Sein Gefangener ist eines der wenigen Lebewesen, in dessen Gesellschaft er keinen Widerwillen empfindet. Anstatt ihn dem Neffen auszuliefern, wo er den Tod zu erwarten hätte, könne er ihm eine sichere Unterkunft als Gast und Gesellschafter in seinem Schloss auf einem unbekannten Planeten namens Caudin anbieten. Nomazar wägt ab und geht schließlich auf das Angebot ein.
Caudin ist ein Sumpfplanet. Es gibt einige kleine Meere, aber Sumpf und Urwald sind das Hauptmerkmal des Planeten. Überall im Sumpf finden sich halb versunkene Ruinen einer früheren Zivilisation. Mitten im Dominanten Morast, dem größten zusammenhängenden Sumpfgebiet, befindet sich Peleffs Schloß; es wird durch Schwebeprojektoren vor dem Versinken bewahrt. Das Schloss sieht aus wie ein riesiger Pilz: eine flachgedrückte Halbkugel, die mit der Schnittfläche auf auf einem kurzen, runden Stiel ruht. Es ist so groß wie eine mittlere Stadt.
Peleff übergibt Nomazar auf einer Landeplattform an seine Roboter. Nomazar soll nicht gegen ihre Anweisungen verstoßen, Translatoren seien eingebaut, und mit den übrigen Gästen wären keine Schwierigkeiten zu erwarten. Damit verlässt Peleff den Planeten, um in einigen Tagen zurückzukehren. Nomazar betritt das Gebäude und beginnt seine Erkundung.
Innerhalb des Schlosses sind Eifersüchteleien und Neid an der Tagesordnung. Jeder »Gast« möchte sich bei Peleff einschmeicheln, auch wenn die daraus resultierenden Vorteile noch nicht auf der Hand liegen. Es findet ein fortwährender Wettbewerb um Peleffs Gunst statt, in den Nomazar sofort integriert wird. Ura weist darauf hin, dass alle Gäste anfangs unzufrieden waren, aber nach einer Weile glücklich damit waren, Peleff erfreuen zu können. Lediglich Scarta, eine junge, hübsche, humanoide Frau, ist die einzige, bei der die psychische Manipulation noch nicht gegriffen hat. Scarta suggeriert, dass sie mit ihm fliehen würde, wenn seine Analyse der Umgebung zu denselben Ergebnissen führen würden. Nomazar erbittet von P-Acht Informationen über die Ruinen und erfährt dabei, dass es jenseits des Dominanten Morasts einen Raumhafen mit wenigstens einem Raumschiff gibt. Das musste Scarta gemeint haben.
Pram und Uras wittern in seinem Interesse an den Ruinen einen neuen Versuch, sich bei Peleff einzuschmeicheln. Sie bedrohen Nomazar und sperren ihn in einen weit entfernten Kellerraum; dort kann er zugrunde gehen, und sie haben ihn nicht aktiv getötet. Scarta vermisst ihren neuen Freund, und bei der nächsten Versammlung der »Gäste« erfährt sie in groben Zügen, was passiert ist. In derselben Nacht geht sie auf die Suche, und zusammen mit P-Acht findet sie Nomazar. Gemeinsam wollen sie sich zum Raumhafen durchschlagen, ehe der Hypnoprozess bei ihnen greift. Scarta hat einen Gang unter dem Niveau des Sumpfes entdeckt, der ihrer Ansicht nach ins Freie führt. Das soll der Ausgangspunkt der Flucht sein.
Der Kellergang des Schlosses geht irgendwann in einen halbhohen Gang mit roh behauenen Steinen über. Offenbar befinden sie sich auf dem Grund des Dominanten Morasts. Kriechend erreichen sie das Ende des Ganges und landen auf einer Grasinsel. Die nächste Etappe soll nachts erfolgen, um eine Entdeckung durch die Roboter des Schlosses zu vermeiden. Während sie ruhen, werden sie mehrmals von Robotern überflogen, aber nicht entdeckt. In der folgenden Nacht tasten sie sich vorsichtig auf einem schmalen Grat durch den Sumpf zur nächsten Insel. Einmal müssen sie eine größere Lücke im Grat überwinden, aber auch das gelingt. Irritierend sind die vielen Geräusche, die sie begleiten, ohne dass sie ein Tier zu Gesicht bekommen. Nach einer weiteren Nachtwanderung erreichen sie festes Land. Allerdings wird Scarta von einer Schlange gebissen. Ihr Bein schwillt an, aber nach ein paar Tagen geht die Schwellung wieder zurück. Stattdessen greift Peleffs Konditionierung bei Scarta. Mit einem Energiestrahler macht sie die Roboter auf sich aufmerksam, und die Flucht ist zu Ende. Sie werden zum Schloss zurückgebracht.
Während des Rückfluges werden Raumschiffe geortet. Scarta wird noch ins Schloss transportiert, aber Nomazar wird auf der ersten Insel abgesetzt. Die Insel scheint sicherer zu sein, da die Raumschiffe nicht zu Peleff zu gehören scheinen. Und in der Tat: zwei Organschiffe erscheinen über dem Schloss und zerstören es. Nach deren Ablflug dringt Nomazar durch den Fluchttunnel in das Schloss ein, und bei der Durchsuchung findet er nur noch Morn. Alle anderen, auch Scarta, sind mitgenommen worden, von einem Prozess ist die Rede.
Zwei Tage später taucht Peleff auf. Er ist abgerissen und stößt schreckliche Verwünschungen auf den Neffen aus. Auf dem Rückflug nach Caudin hatten ihm Schergen Duuhl Larx' den Weg abgeschnitten und sein Raumschiff zerstört, und er hat sich nur mit einem Beiboot von PELEFFS ATEM retten können. In dem alten Raumhafen, den Nomazar und Scarta auf ihrer Flucht anvisiert hatten, hat Peleff in einem unterirdischen Hangar ein Organschiff namens PELEFFS RACHE versteckt. Mit ihm plant Peleff in das Marantroner-Revier zu Chirmor Flog aufzubrechen. Nomazars Schicksal bleibt vorerst offen.
Der Fluchtweg wird nun ein zweites Mal beschritten. Nomazars Wegkenntnisse sind hilfreich, und nach drei Tagen stehen sie vor dem Landefeld. Einer ihrer Roboter wird vom Gelände aus beschossen. Im Raumhafen hat sich ein vor Jahren Geflüchteter versteckt, der sie jetzt angreift. Parentos wird überwältigt und getötet, und danach kann endlich das Raumschiff betreten werden. Der Start wird für den darauffolgenden Morgen festgelegt. Während sie warten, fühlt sich Nomazar unwohl. Etwas stimmt nicht. Als es sich umschaut, entdeckt er außerhalb des Hangars zwei Organschiffe. Peleff nutzt dieses Wissen, um seine Startplanung anzupassen. Die Flucht gelingt und der Valvke ist mit seinem Gast unterwegs zu Chirmor Flog.


