Colemayns Suche

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 708)

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© VPM

Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Colemayns Suche
Untertitel: Der Sternentramp in Manam-Turu
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: Mo., 29. April 1985
Hauptpersonen: Colemayn, Zenneck, Cyrga, Tuffelsyt, Szulcy
Handlungszeitraum:  3819 = 232 NGZ
Handlungsort:  Manam-Turu, Pharst
Risszeichnung: ZYRPH'O'SATH

Abschnitt bearbeiten: Handlung Handlung

Der Evroner Colemayn war in einem Auge des Erleuchteten auf Ghuurm gefangen, als er in einer grellen Lichterscheinung verging, nachdem er und Atlan einander erblickt hatten.

Da sein „Überlebenspotential bewusst außerordentlich hoch“ ist, „die Gründe dafür in der Natur der Sache liegen“, ist er bis auf ein paar angesengte Haare physisch unversehrt, als er auf einem ihm unbekannten Planeten wieder zu sich kommt. Auch sein Rucksack mit seiner Ausrüstung ist bei ihm. Er findet sich in einer gefrorenen, beinahe finsteren Umgebung wieder. An einer bestimmten Stelle des Horizonts erkennt er den entfernten Lichtschein einer noch unter dem Horizont stehenden Sonne und marschiert in diese Richtung. Bald darauf hört er Schreie, sie kommen von zwei kleinen Lebewesen, die von einem offenbar in dieser vereisten Gegend lebenden Raubtier gefangen worden sind. Er kann das Tier mit Hilfe eines kleinen Gewehrs töten und die Wesen befreien. Sie haben vier Beine, zwei Arme, grünen Pelz und sind ca. 60 cm groß. Sie nennen sich Zenneck und Cyrga, ihr Planet heißt Pharst, ihr Volk nennt sich die Pharster. Der Sternentramp kann relativ bald ein paar Brocken der ihm völlig fremden Sprache lernen, während sie weiter in Richtung der hellen Gegend marschieren.

Pharst ist ein „Einseitendreher“, er wendet seiner Sonne also immer dieselbe Seite zu. In der Übergangszone zwischen Tag und Nacht liegt ein Dorf, in dem die beiden Pharster rasch verschwinden. Gleich darauf erscheint ein Rudel größerer Pharster und nimmt Colemayn gefangen. Er wird in einem Haus eingesperrt und lernt dort sehr rasch mithilfe eines Fernsehgeräts die pharstische Sprache. Von Tuffelsyt, dem Onkel der beiden geretteten Kinder, erfährt der Tramp, dass Atlan in der nicht allzu weit entfernten Stadt Nald-Pharst sei, vermutlich irgendwo am Raumhafen. Tuffelsyt verspricht Colemayn, ihn dorthin zu bringen. Das ist aber nicht einfach, da seine Sippe den Tramp vor Gericht stellen wolle. Zenneck und Cyrga hatten bei ihrer Geschichte vermutlich aus Scham die Unwahrheit berichtet. Daher müsse er ihn entführen. Tuffelsyt verspricht sich einen hohen Gewinn, wenn er Colemayn an andere Händler weiter verkauft. Nach einem Ablenkungsmanöver kann er den Tramp tatsächlich entführen, wird dabei aber von seiner Sippe erkannt und muss obendrein noch – gegen seinen Willen – Zenneck und Cyrga mitnehmen. In einem heruntergekommenen Viertel von Nald-Pharst bringt er die drei in ein Versteck, das er von außen versperrt. Er will sie abholen, wenn er erfahren hat, wo sie Atlan finden können. Dazu holt er sich vom alten und erfahrenen Händler Szulcy Unterstützung, der ihm mit seinen hervorragenden Kontakten hilft.

Colemayn gelingt es inzwischen, sich und die Kinder zu befreien, dann flüchtet er mit einem Gleiter aus der Stadt, während die Kinder zu ihrer Sippe zurückkehren. Während eines heftigen Unwetters wird Tuffelsyt gefangen genommen und wenige Tage später vor Gericht gestellt, denn er hat gegen die Interessen seiner Sippe verstoßen und obendrein noch Zenneck und Cyrga entführt. Die Verhandlung wird live in den Medien übertragen, was Colemayn aus einem Versteck nahe des Raumhafens beobachtet. Man verurteilt den Pharster zu zehn Jahren Verbannung auf der „Welt des Dunklen Frostes“. Wie es bei den Pharstern so üblich ist, bekommt Tuffelsyt nach der Verkündung des Urteils von den Anklägern – also seiner Sippe – viele Abschiedsgeschenke, die ihm die Zeit der Verbannung erleichtern sollen. Dann wird er zum Raumhafen gebracht.

Colemayn sieht keine andere Chance, an Atlan heranzukommen, als über Tuffelsyt, da er schon allein vom Äußeren her viel zu auffällig ist. Außerdem steckt der Arkonide in der ZYRPH'O'SATH, einem großen, geheimnisvollen Schiff, in das man nicht so einfach hineinspazieren kann. Also beschließt er, zuerst den Schurken zu befreien. Dazu begibt er sich an Bord der NACHTJAGD, dem Gefängnisschiff, und schaltet den an Bord befindlichen Roboter aus, nachdem dieser dem Tramp die Funktionsweise der Flugsteuerung genau erklärt hat. Tuffelsyt, der kurz vor dem Betreten des Schiffes mit Hilfe einiger Freunde ein Ablenkungsmanöver startet und zu fliehen versucht, überwältigt er und bringt ihn an Bord. Dann verlassen sie Pharst fluchtartig. Nach einem klärenden Gespräch ist sich Colemayn sicher, Tuffelsyt auch weiter nicht vertrauen zu können, denn dieser handelt nur aus Profitgier. Er scheint sich aber von Atlan noch viel mehr zu versprechen als von Colemayn, weshalb er helfen möchte, den Arkoniden zu befreien. Nachdem sie mit einer Überlichtetappe ihre Verfolger abschütteln können, verbirgt Colemayn die NACHTJAGD in einem von Höhlen durchzogenen Asteroiden.

Anmerkung: Die Abenteuer von Colemayn werden in Atlan 717 weitergeführt.

Abschnitt bearbeiten: Anmerkungen zum Roman Anmerkungen zum Roman

Einem Gedanken von Colemayn ist zu entnehmen, dass er »wieder lebt«. Es dürfte also nicht das erste Mal sein, dass er gestorben war (oder zumindest ein todesähnliches Schicksal erlitt).

Ohne technische Hilfsmittel gelingt es Colemayn, binnen kürzester Zeit die pharstische Sprache und Schrift zu erlernen. Ob er über ein fotografisches Gedächtnis verfügt, ist aber nicht bekannt.

Zwischen dem Verschwinden aus dem Auge des Erleuchteten (was ziemlich genau zur Jahreswende 3818/3819 erfolgt ist) und seinem Auftauchen auf Pharst sind ca. 9–10 Wochen vergangen. Über die dazwischen liegende Zeitspanne gibt es keine Andeutungen, nicht einmal in den Gedankengängen Colemayns, der in diesem Roman erstmals als "Evroner" bezeichnet wird.

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