Spur der Feuerkugel
Aus Perrypedia
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Planetenromane (Band 251) | |
| Titel: | Spur der Feuerkugel | |
| Untertitel: | Konfrontation mit einem Rätsel des Kosmos | |
| Autor: | Horst Hoffmann | |
| Titelbildzeichner: | Alfred Kelsner | |
| Erstmals erschienen: | Februar 1984 | |
| Handlungszeitraum: | 350 NGZ | |
| Handlungsort: | Mahlstrom der Sterne | |
Handlung
350 NGZ bekommt Reginald Bull wieder einmal ungeliebte Besucher: Seinen entfernten Nachfahren Torsten D. Bull und dessen Freund Poss Feinlack, beides so genannte Diplom-Mutanten, ausgebildet bei Telepower. Die beiden sehen sich als die Keimzelle eines „Neuen Mutantenkorps“, und tatsächlich scheinen sie über Paragaben zu verfügen. So gelingt es Poss Feinlack, angeblich ein Überzeugungssuggestor, regelmäßig sowohl Bulls Sekretärin Tluda als auch Bull selbst zu Handlungen zu bewegen.
Torsten und Poss wollen von Bull ein Raumschiff, um ein Rätsel zu lösen. Es geht um ein Energiewesen, das wie eine feurige Kugel aussieht und offenbar in regelmäßigen Abständen von 102 Jahren in der Milchstraße auftaucht und dort Wesen in Not beisteht. Das erste Erscheinen der Feuerkugel wird aus dem Jahre 44 NGZ geschildert. Ein Konvoi von drei Leichten Holks der Kosmischen Hanse, die Schiffe LADA, CROOHN und FLAZETTA, sollte ein Hansekontor errichten, begegnete aber einer seltsamen Art Staub, die sich an die Schiffe heftete und ihnen alle Energie entzog. Als die Kommandanten schon die Selbstvernichtung befehlen wollten, tauchte die Kugel auf und gab mental den Tipp, alle Systeme auszuschalten. Der Staub, der Intelligenz besaß, erkannte seinen Fehler und ließ von den Schiffen ab.
Im Jahre 146 NGZ begegnete Perry Rhodan selbst der Kugel. Er war mit dem Raumschiff MORY ABRO unterwegs in das neu entdeckte Sylphty-System am äußersten Milchstraßenrand, um dort eine Basis zu errichten. Kurz vor dem Landeanflug erschien die Feuerkugel und warnte nachdrücklich vor dem Weiterflug. Rhodan schleuste ein robotisches Beiboot aus, das explodierte, kaum dass es die planetare Atmosphäre berührte. Auswertungen ergaben, dass das ganze Sylphty-System aus Antimaterie bestand. 248 NGZ schließlich warnte die Feuerkugel die Bewohner der Kolonialwelt Stay vor einer drohenden Novaexplosion ihrer Sonne Atroyer. Das System konnte evakuiert werden.
Jetzt, 350 NGZ, ist nach allen Erwartungen erneut mit dem Auftauchen der Feuerkugel zu rechnen. Torsten D. Bull und Poss Feinlack wollen zusammen mit einer weiteren Diplom-Mutantin, der Feldlinienverkablerin Sally O. Head, das Rätsel lösen. Bull stellt ihnen den Leichten Holk STUNTMAN zur Verfügung. Hinterher ist er aber entsetzt – offenbar ist er abermals den Suggestionen erlegen. Andererseits kann er kaum noch zurück, doch Ras Tschubai und Fellmer Lloyd haben eine Idee: Der Schiffskommandant soll eine Havarie vortäuschen und so die Mutanten dazu bringen, mit einer Space-Jet weiterzufliegen. Diese wird ebenfalls präpariert, so dass sie für einige Tage hilflos im All festsitzen und keinen Schaden anrichten können.
Der Plan wird umgesetzt. Es gibt Spannungen zwischen den Männern, die beide um Sallys Aufmerksamkeit buhlen. Leider versucht Torsten, mit Hilfe seiner Paragaben das Lineartriebwerk der Space-Jet zu reparieren. Dabei zerstört er ungewollt fast alle Systeme des Schiffes. So wird aus einer eigentlich vorgesehenen fingierten Notlage eine echte. Bull strahlt einen vorbereiteten Notruf aus, für den er Tonaufnahmen der Stimme Perry Rhodans verwendet hat, denn er geht davon aus, dass die Feuerkugel nicht auf einen Unbekannten, sehr wohl aber auf Rhodan reagieren wird.
Tatsächlich erscheint die Kugel, aber sie ist ungeheuer wütend, als sie die Täuschung erkennt. Zugleich realisieren die drei Diplom-Mutanten, dass sie einen Fehler gemacht und ein positives Wesen getäuscht haben, doch es ist zu spät. Die Kugel will die drei bestrafen und versetzt sie an einen anderen Ort.
Einige Tage später findet ein Suchtrupp das treibende Wrack der Space-Jet, in dem sich drei geschlossene Raumanzüge finden. Von den Diplom-Mutanten fehlt aber jede Spur.
Bull, Feinlack und Sally erwachen auf einer fremden Welt in einem Dschungel. Sie werden mit gefährlichen Tieren und Pflanzen konfrontiert. Als sie erkennen, dass alles echt ist, kämpfen sie um ihr Leben, wobei Feinlacks Paragabe hilft. Dann treffen sie auf zwei Eingeborene, die wie blaue Affen aussehen. Dank eines Translators können sie mit den beiden, Chayfran und Bluefron, kommunizieren. Die Eingeborenen halten die Menschen für Götter und erzählen, dass vor langer Zeit schon einmal eine Göttin, die ihnen ähnlich sah und Saychana hieß, den Planeten aufgesucht hat. Sie soll die Eingeborenen, die Carnaschis, vieles gelehrt haben. Dann griffen riesige Feuerkugeln an. Saychana kämpfte gegen sie, um den Carnaschis zu helfen, wurde aber von ihnen entführt. Das ganze muss ca. 450 Jahre her sein.
Sally erkennt bei einem Blick in den Sternenhimmel entsetzt, dass sie sich nicht mehr in der Milchstraße aufhalten, schweigt aber. Chayfran und Bluefron erzählen, dass sie aus ihrem Dorf ausgestoßen wurden, da sie nicht mit den Anweisungen der Priester, der „Vielwissenden“, einverstanden waren. Bull will helfen. Die drei Mutanten begleiten die Eingeborenen in ihr Dorf, aber der Versuch, als Götter aufzutreten, scheitert. Der Anführer der Vielwissenden verlangt die „Götterprobe“, das Abfeuern von Saychanas altem Impulsstrahler – aber dessen Energiezelle ist schon lange leer. Die Mutanten, Chayfran und Bluefron fliehen vor dem wütenden Mob.
In einer Tabuzone finden sie Saychanas Raumschiff, eine alte, aber noch intakte Space-Jet, doch werden sie schon von den Eingeborenen erwartet und mit Giftpfeilen betäubt. Da taucht die Feuerkugel auf, entführt sie und spricht zu ihnen. Sie hat ihre erste wütende Handlung bereut, und zugleich gefällt ihr das bisherige Handeln der Mutanten. In einer Vision lässt sie die drei erleben, wie sie, eine attraktive Terranerin, vor 450 Jahren, im Jahre 3512, im Mahlstrom der Sterne die Erde verließ und nach längerer Irrfahrt hier landete. Sie ließ sich nieder, schloss Freundschaft mit den Eingeborenen und begann, deren Entwicklung zu fördern. Eines Tages fielen aber riesige Feuerkugeln vom Himmel, die teilweise explodierten und große Verwüstungen anrichteten. An einen Angriff glaubend, bekämpfte die Terranerin die Kugeln, wurde aber von fünf von ihnen gefangen.
Dann erkannte sie ihren Irrtum: Es lag gar kein Angriff vor, sondern es waren Accalauries, friedliche Wesen aus einem Antimaterie-Universum. Diese waren der Spur des Molkex in den Mahlstrom der Sterne gefolgt, aber die Expeditionsschiffe waren dem energetischen Chaos nicht gewachsen. Bis auf ein Schiff gingen alle verloren, und auch dieses wurde schwer beschädigt. Die Überlebenden landeten auf diesem Planeten. Die Feuerkugeln waren nichts anderes als neuartige Neutralisationsschirme. Die Frau wollte helfen und bat darum, dass man ihr ebenfalls einen Neutralisationsschirm implantierte, doch kam es zu einem Unfall, und sie verschmolz mit den letzten fünf Accalauries zu ihrer neuen Existenzform.
Jetzt folgt eine nachdrückliche Strafpredigt an die Vielwissenden, bevor die Feuerkugel Bull, Feinlack und Sally zur Erde zurückbringt, wo sie nahe Terrania City erwachen. Ihr Bericht wird mit großer Skepsis aufgenommen, aber Partikelproben von ihrer Kleidung deuten darauf hin, dass sie wirklich im Mahlstrom der Sterne waren. Perry Rhodan vermutet, dass die terranische Raumfahrerin seine Frau Orana Sestore gewesen ist, aber endgültige Gewissheit erlangt er nicht.
Tatsächlich ist die Feuerkugel Orana Sestore, die am 15. Juli 3512 die Erde verließ und daher jetzt immer am 15. Juli wieder auftaucht. Als sie 3587 Harno traf, bat sie diesen, Rhodan zu übermitteln, seine Frau habe ihren Frieden gefunden.
Namentlich aufgeführte Personen
| Torsten D. Bull | Diplom-Mutant |
| Poss Feinlack | Diplom-Mutant |
| Sally O. Head | Diplom-Mutantin |
| Orana Sestore | eine Frau verändert sich |


