Weltraumfahrer

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 252)

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© VPM

Titel: Weltraumfahrer
Untertitel: Männer aus zwei Jahrtausenden - sie lieben die Sterne
Autor: Hubert Haensel
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Erstmals erschienen: März 1984
Handlungszeitraum:  2300
Handlungsort:  Nardos, Yeh Trimen, Terra, STAR ARROW

Abschnitt bearbeiten: Handlung Handlung

Das Buch enthält drei separate Geschichten, die jeweils prägende Erlebnisse aus der Jugend bzw. dem frühen Berufsleben dreier bekannter Raumfahrer oder Agenten schildern.

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Die erste Kurzgeschichte spielt im Jahr 2300. Ihr Held ist der spätere USO-Spezialist Melbar Kasom. Als gerade einmal achtzehnjähriger Ertruser begibt er sich mit drei Freunden, darunter einer Frau, als Hilfspersonal an Bord eines alten Containerfrachters. Nachdem eine erste kritische Situation bei einem Weltraumeinsatz durch Kasom gemeistert werden kann – er rettet der einzigen Frau der Ertrusergruppe das Leben, als sie abzutreiben droht – landen die vier Ertruser auf dem Planeten Nardos. Sie erkunden die Welt mit einem alten Geländewagen und erreichen gerade noch wieder ihr Schiff.

Der zweite Anlaufplanet ist Yeh Trimen, eine junge terranische Kolonie, auf der die Ruinen einer alten Zivilisation gefunden wurden. Der Planet ist überaus paradiesisch mit einem sehr angenehmen Klima und ohne irgendeine Form gefährlichen tierischen oder pflanzlichen Lebens. Die Ertruser beschließen, hier eine Zeitlang zu bleiben, und sie verdingen sich zunächst als Farmarbeiter, um ein wenig Geld zu verdienen. Anschließend fliegen sie mit einem gebrauchten Gleiter umher. Dabei werden sie eines Nachts von schnell wachsenden Gräsern angegriffen, deren Berührung eine Säure absondert, und die offenbar gezielt agieren. Es gelingt den vier Ertrusern mit letzter Kraft, zu entkommen.

Sie fliegen in die planetare Hauptstadt, aber niemand glaubt ihre Geschichte. Bald darauf aber kommt es zu merkwürdigen Vorfällen. Der Kontakt zu entlegenen Farmen reißt ab, Roboter explodieren aus unbekannter Ursache. Schließlich greift die Vegetation das Hauptkraftwerk an. Jetzt erinnert sich der Sicherheitsdienst an die Ertruser. Für wirksame Maßnahmen scheint es aber zu spät, als die einzigen Raumschiffe des Planeten ebenfalls von dem Gras zerstört werden. Kasom und seine Freunde fliegen wieder zu der Farm, auf der sie gearbeitet hatten. Der Farmer berichtet zu ihrem Erstaunen, er sei mehrfach von Außerirdischen einer unbekannten humanoiden Rasse angegriffen worden. Bei deren nächstem Erscheinen verfolgt Kasom mit einem Gleiter ihr Fahrzeug, und er gelangt durch eine transmitterähnliche Erscheinung auf einen veränderten Planeten: Zwar steht die gleiche Sonne am Himmel, aber die Landschaft ist hauptsächlich Wüste, es gibt sogar Regionen mit Säureregen.

Kasom erreicht eine Ruinenstadt, und findet dort schließlich eine Station der fremden Rasse. Es gelingt ihm, einige Fremde zu überwältigen, und er erfährt die Hintergründe: Er ist in die Vergangenheit Yeh Trimens gelangt, einige Hunderttausend Jahre vor unserer Zeit. Die herrschende Zivilisation hatte sich durch Umweltsünden und Kriege weitgehend selbst vernichtet, und die letzte Handvoll Überlebender setzte eine Zeitmaschine ein, um die Zukunft zu erreichen. Da in dieser Epoche der Planet von Terranern besiedelt war, wollte man versuchen, diese zu vertreiben oder zu vernichten. Kasom befreit seine Freunde und das Farmerehepaar, die mittlerweile von den Fremden gefangen genommen worden sind. Auf der Flucht wird der Farmer erschossen und seine Frau verwundet. Mit letzter Kraft fordert sie die Ertruser zur Flucht auf – sie selbst will die Zeitmaschine zerstören. Dies scheint auch zu gelingen, denn als die Ertruser wieder die Gegenwart erreicht haben, ist das fremde Gras vollständig abgestorben und die Angriffe haben geendet.

Atlan, der sich zufällig im gleichen Raumsektor befand, ist inzwischen auf Yeh Trimen gelandet. Die Ertruser berichten ihm alles, und Atlan bietet ihnen an, in die Dienste der USO zu treten. Kasom nimmt als einziger an, und der Rest ist terranische Geschichte ...

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Die zweite Story des Buches ist ebenfalls im 24. Jahrhundert angesiedelt. Don Redhorse ist in ihr noch Raumkadett auf einem Abschlussprüfungsflug mit einem Kreuzer. Den Raumkadetten werden allerlei Prüfungsaufgaben gestellt, wobei sie in unterschiedlichen Rollen vom Maschinisten bis zum Kapitän agieren müssen.

In einer dieser Alarmsituationen ist Redhorse in der Zentrale, als drei Diskusraumer der Blues geortet werden. Redhorse glaubt, dass es sich diesmal um eine echte Krise handelt, da die Crew seiner Meinung nach deutlich stärker angespannt wirkt. Plötzlich bricht der Kapitän, offenbar mit einem Herzinfarkt, zusammen, und Redhorse übernimmt das Kommando. Es kommt zu einem Raumgefecht mit den Blues, bei dem deren Schiffe zerstört werden, doch auch der terranische Kreuzer wird beschädigt. Bei der Flucht in den Linearraum vor weiteren Bluesschiffen kommt es zu einem Unfall, und Redhorse erlangt erst wieder das Bewusstsein, als das schwer beschädigte Schiff auf einen fremden Planeten zufliegt und abzustürzen droht.

Redhorse schafft gerade noch eine Bruchlandung mit dem Kreuzer, und die wenigen Überlebenden verlassen das Schiff, das kurz darauf explodiert. Während des Absturzes konnte man feststellen, dass sich auf dem Planeten eine terranische Station befindet, und es wird beschlossen, diese zu erreichen. Redhorse übernimmt die Führung der Überlebenden, wobei er einen Angriff auf seine Befehlsgewalt mit den Fäusten abwehrt. Dann beginnt der Marsch durch die Dschungelvegetation über viele Kilometer. Immer wieder sterben Mitglieder der Gruppe, da sie gefährlichen Tieren und Pflanzen zum Opfer fallen.

Es gelingt Redhorse als einzigem Überlebenden, die terranische Station zu erreichen, und er bricht bewusstlos zusammen. Als er wieder erwacht, stellt sich heraus, dass alles eine Simulation gewesen ist. Redhorse hat zwar die Prüfung bestanden, aber seine Zukunft in der Raumflotte wird eher kritisch gesehen. Wir wissen natürlich, dass sich die Prüfungskommission hier ein wenig vertan hat...

Anmerkung: Die zweite Geschichte enthält einen Technikfehler. Der Kadettenkreuzer ist mit einem HÜ-Schirm versehen, obwohl diese Schirme erst während des MdI-Zyklus entwickelt wurden, also deutlich nach der Handlungszeit.
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Der dritte Teil des Buches spielt schließlich im Jahr 3424, und sein Protagonist ist Senco Ahrat. Dieser hat gerade seine Laufbahn als Offiziersanwärter der Solaren Flotte beendet, um ein lukratives Angebot aus der privaten Wirtschaft anzunehmen. Er fliegt mit einem Passagierraumer nach Industrial Planet, dem Firmensitz seines neuen Arbeitgebers.

An Bord der STAR ARROW lernt Ahrat einen Passagier, Herrn Swensson, näher kennen, der ein Geheimnis zu haben scheint... Zugleich ermöglicht ihm seine Flottenerfahrung, vom Kommandanten, der ebenfalls auf der Akademie war, in die Zentrale eingeladen zu werden. Dies bedeutet für Ahrat eine angenehme Abwechslung, während das Schiff sich seinem Ziel nähert. Es kommt zur Begegnung mit einem UFO, und mit einem Geschwader von Schlachtschiffen ohne Hoheitszeichen, denen man sich gerade noch erfolgreich zu entziehen vermag.

Beim Anflug auf den Planeten Yeroba wird die Landeerlaubnis verweigert und das Schiff sogar von Jägern bedroht. Diese eröffnen das Feuer, so dass nur die Flucht bleibt. Es stellt sich heraus, dass der Passagier Swensson ehemals ein hochrangiger Politiker auf Yeroba war, und der Carsualsche Bund, der dort die Kontrolle übernommen hat, seinen Tod will. Mit einem Gewaltmanöver flieht die STAR ARROW in den Linearraum, aber es kommt zu einem unkontrollierten Linearflug.

Das Passagierschiff stürzt schließlich nahe einer Sonne aus dem Linearraum – zu nahe, denn es ist in Gefahr, von ihrer Gravitation ins Verderben gerissen zu werden. Es gelingt Ahrat jedoch, das Schiff mit einigen gewagten Manövern gerade noch aus dem Anziehungsbereich der Sonne zu fliegen und damit das Leben aller Menschen an Bord zu retten.

Die Geschichte endet, als Senco Ahrat wenige Tage später ein Telegramm von Harl Dephin erhält, in dem dieser ihn einlädt, eine Ausbildung als Emotionaut zu beginnen.

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