Vlission, der Roboter
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| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Planetenromane (Band 312) | |
| Titel: | Vlission, der Roboter | |
| Untertitel: | Sie wurde für die Ewigkeit erbaut - sie ist die ultimate Maschine der Soberer | |
| Autor: | Arndt Ellmer | |
| Titelbildzeichner: | Alfred Kelsner | |
| Erstmals erschienen: | März 1989 | |
| Handlungszeitraum: | 37 Mio. Jahre v.Chr. bis 36. Jahrhundert | |
| Handlungsort: | Nypasor-Xon, Ganuhr, Golgatnur | |
[Bearbeiten] Handlung
Das Volk der Soberer ist am Ende. Zwar ist es noch gelungen, die Priorwelle mit dem gesammelten Wissen des Volkes auszusenden, aber jetzt liegt die Zivilisation in Trümmern. Schon längere Zeit wurden keine Kinder mehr geboren. Mehr und mehr Soberer drehen durch und laufen Amok. Zu den letzten Überlebenden gehört der Wissenschaftler Woulto, der zum Team des großen Wissenschaftlers Vlission gehörte. Vlission wurde von einem Mob getötet. Die Gruppe um Woulto, die von der Hauptwelt Blosth geflohen ist, landet schließlich auf Karth. Zusammen mit Dlassior und den anderen Überlebenden beschließt Woulto, der Priorwelle, dem Ersten Relikt der Soberer, ein Hilfsmittel zur Seite zu stellen. Mit Hilfe der tiotronischen Produktionsanlagen wird ein perfekter, sobererähnlicher, fast unzerstörbarer Roboter produziert, der Vlission genannt wird. Kaum ist das Projekt beendet, vernichten sich alle Tiotroniken selbst. Die letzten sieben Soberer fliehen erneut ins All und nehmen Vlission mit.
Auf einer Raumstation, die sie Hoffnung taufen, lassen sich die Soberer nieder. Nach einem Dreivierteljahr unternehmen sie eine Expedition nach Blosth und müssen erkennen, dass es dort kein Leben mehr gibt. Schließlich sterben alle Soberer. Woulto überträgt seine Gefühle in einen Plasmazusatz Vlissions, damit dieser nicht nur wie ein Roboter handelt.
Vlission bricht mit einem Raumschiff auf, um die Priorwelle zu suchen. Er durchkreuzt erfolglos die Galaxie Golgatnur und steuert den vorgelagerten Kugelhaufen Drogahmert an. Dort wird er von Spindelschiffen attackiert. Alle Kommunikationsversuche bleiben ergebnislos, und Vlission vermutet, dass es sich um Robotschiffe handelt. Er wehrt sich mit allen Mitteln und vernichtet zahlreiche Angreifer. Dann verfolgt er sie zu ihrem Stützpunkt, einer Dunkelwelt. Dort befindet sich eine Instanz, die sich Großer Konservator nennt. Vlission kann Landeerlaubnis erhalten. Seltsamerweise wird seine robotische Natur nicht durchschaut, sondern man hält ihn für einen Soberer. Allerdings verfügt Vlission über einen Absoluten Schirm, der sein Körperinneres perfekt tarnt.
Vlission begegnet dem Großen Konservator, der ein Android ist, und zeigt diesem seine wahre Natur. Daraufhin will dieser Vlission vernichten, scheitert jedoch. Der Große Konservator, der in seiner früheren Existenz Herdan von Prouht hieß, informiert seinen Herren, Fahwonweb. Während Vlission die Selbstvernichtungsanlagen des Dunkelplaneten aktiviert, erscheint Fahwonweb, ein ungeheuer mächtiges Wesen und Beauftragter von Wesen, die „hinter den Quellen“ leben. Vlission lässt sich überzeugen, die Selbstvernichtung wieder abzuschalten, da Fahwonweb mit dem Dunkelplaneten eine positive Absicht verfolgt. Dann schaltet er sich, dem Wunsch Fahwonwebs entsprechend, für 10.000 Jahre ab.
Als Vlission wieder aktiv wird, sind jedoch eine Million Jahre vergangen, und er treibt mit seinem Schiff im Leerraum. Fahwonweb hat ihn hintergangen, denkt er. Eine Botschaft von Fahwonweb erwartet ihn: Der Große Konservator soll durchgedreht sein und den Dunkelplaneten mit allen Robotern vernichtet haben. Fahwonweb gibt Vlission außerdem einen Koordinatensatz. Vlission fliegt diesen Ort an, nachdem eine ausgeschickte Sonde ihm dort eine Raumstation soberischer Baurart, einen Survion, gezeigt hat.
Es scheint auf der Station Soberer zu geben. Vlission landet sein Schiff, aber die Soberer, deren Anführer Taufior heißt und Fahwonweb gut kennt, fordert ihn auf, seinen Befehlen zu gehorchen. Vlission bleibt misstrauisch. Schon bald erkennt er, dass die angeblichen Soberer nur robotisch bewegte Hüllen sind, in denen sich kleine, silbrige Wesen bewegen. Auch entdeckt er Schiffe fremder Bauart in der Station. Nachdem er alle verfügbaren Daten über die Priorwelle aus den Tiotroniken der Station entnommen hat, zerstört Vlission die Robothüllen, lässt aber die Fremdwesen ungeschoren. Dann aktiviert er die Selbstzerstörungsanlagen der Station und nimmt alle Narvion-Raumer, die noch dort sind, mit.
Sein nächstes Ziel ist die Kleingalaxie Balayndagar, wo die Priorwelle gewesen sein soll. Tatsächlich finden sich entsprechende Spuren. Vlission landet auf einem Planeten, wo ihn Eingeborene angreifen. Sein Schutzschirm hält aber den primitiven Waffen problemlos stand, und es kommt zum Kontakt mit einer Art Priester oder Häuptling. Es handelt sich um primitive Kelosker, in denen Vlission großes Entwicklungspotenzial sieht. Der „Priester“ zeigt dem Roboter einen Stein, der vom Himmel gefallen sein soll. Vlission kann mit dem Stein wie mit einem Computer kommunizieren. Er will aber weiter suchen, um das Schicksal des Hauptstranges der Priorwelle zu erfahren.
Kaum in seinem Schiff, trifft Vlission ein Deaktivierungsimpuls, und er schaltet sich ab. Als der Roboter wieder aktiv wird, sind zwei Millionen Jahre vergangen. Sein Schiff ist als Wrack weit in den Leerraum getrieben, und fremde Wesen, die sich Hulkoos nennen, untersuchen ihn gerade. Eine Botschaft von Fahwonweb warnt ihn nachdrücklich, sich nicht wieder einzumischen, sonst werde er noch länger abgeschaltet.
Der Hulkoo-Kommandant Kurbosch will Vlission verhören, aber die Technologie des Roboters ist derjenigen der Hulkoos weit voraus. Vlission ist aber durchaus redebereit. Er erfährt, dass er sich nahe der Galaxie Ganuhr befindet und dass die Hulkoos der Superintelligenz BARDIOC dienen. Kurbosch berichtet vom Zwiebelschalenmodell, und Vlission vermutet, dass Fahwonweb für die Kosmokraten, nämlich Wesen hinter den Materiequellen, arbeitet.
Vlission ist einverstanden, mit zur Hauptwelt der Hulkoos zu kommen und die dortige Kleine Majestät, eine Präsenz BARDIOCS, zu treffen. Zugleich erfährt er, dass BARDIOC gegen eine andere Superintelligenz, die Kaiserin von Therm, kämpft. Auf dem Planeten Darbesch angekommen, spürt Vlission einen starken mentalen Druck und realisiert, dass die Kleine Majestät Lebewesen hypnosuggestiv beeinflussen kann. Er ist aber dagegen immun und platziert heimlich eine Fusionsbombe in der Nähe der Majestät.
Als Vlission Zeuge wird, wie pfahlähnliche Fremdwesen, die Choolks genannt werden, brutal getötet werden, stellt er sich gegen die Hulkoos. Ein sterbender Choolk bittet ihn, den von den Hulkoos gekaperten Ringraumer zur Kaiserin von Therm zu bringen, denn an Bord befinde sich ein kleiner COMP. Vlission vernichtet die Kleine Majestät mit Hilfe der Fusionsbombe. In der folgenden Verwirrung entkommt er mit dem Choolk-Schiff. Als er den COMP betrachtet, erinnert ihn dieser an eine Tiotronik, und eine Datenabfrage bestätigt, dass die Kaiserin von Therm aus der Priorwelle hervorgegangen sein muss.
Vlission fliegt in die Galaxie Nypasor-Xon, doch versucht der COMP, ihn zu hintergehen. Vlission entkommt mit einem Raumboot. In der Folgezeit beobachtet er die Entwicklungen in der Mächtigkeitsballung der Kaiserin. Er stiehlt sich alle Ressourcen, die er benötigt. 21 Jahre vergehen, dann taucht Fahwonweb auf. Vlission hat bereits vorher erkannt, dass ihm ein Impulsgeber eingesetzt worden war, und diesen entfernt. Jetzt bereitet er ein altes Schiff als Falle vor.
Tatsächlich kommt es zur Begegnung Vlissions mit Fahwonweb. Fahwonweb ist wütend, denn er behauptet, Vlission habe seine Pläne, ein zuverlässiges Wächtervolk für das Objekt FLAABA-4 zu schaffen, zweimal durchkreuzt. Jetzt wäre er schuld daran, dass aus dem designierten Wächtervolk die robotische Superintelligenz ULGENLAND entstanden ist. Fahwonweb will Vlission abermals abschalten, aber da der Impulsgeber nicht mehr da ist, scheitert sein Vorhaben. Vlission war gar nicht körperlich, sondern nur über Hyperraumspiegel in dem Schiff. Jetzt aktiviert er die Selbstzerstörung. Zwar wird Fahwonweb ihr nicht dauerhaft zum Opfer fallen, doch kann Vlission so seine Spuren verwischen.
Viel Zeit vergeht. Eines Tages kommt die SOL in die Galaxie, und die bekannten Ereignisse, die in der Zusammenführung der Kaiserin mit BARDIOC gipfeln, nehmen ihren Kauf. Vlission bleibt ein Beobachter. Er erlebt auch die Geschehnisse um die Verschmelzung der beiden Superintelligenzen zu THERMIOC mit. Schließlich zerstört sich Vlission in einem kritischen Moment selbst, um THERMIOC gegen BULLOC zu helfen. Damit endet das Dasein des Zweiten Relikts der Soberer.
[Bearbeiten] Namentlich aufgeführte Personen
| Vlission | der Roboter ist das Zweite Relikt der Soberer |
| Fahwonweb | ein Beauftragter der Kosmokraten |
| Woulto | soberischer Wissenschaftler |
| Taufior | ein angeblicher Soberer |
| der Große Konservator | ein Androide im Dienste Fahwonwebs |


