Die Geheimarmee des Kriegers
Aus Perrypedia
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Planetenromane (Band 345) | |
| Titel: | Die Geheimarmee des Kriegers | |
| Untertitel: | Eine Handvoll Vironauten gegen die Macht eines Ewigen Kriegers | |
| Autor: | Peter Griese | |
| Titelbildzeichner: | Alfred Kelsner | |
| Erstmals erschienen: | Dezember 1991 | |
| Handlungszeitraum: | 430 NGZ | |
| Handlungsort: | Erendyra | |
Handlung
Ronald Tekener erhält im Jahr 1171 NGZ eine Botschaft auf einem Datenabspielgerät. Eine Nachricht besagte, das Gerät sei ihm oder Jennifer Thyron nicht vor dem Jahr 600 NGZ auszuhändigen. Bedingt durch die Cantaro-Herrschaft, geriet das ganze zunächst in Vergessenheit.
Tekener stellt fest, dass es sich um Aufzeichnungen handelt, die Pathythia Baal, ein Anti-Teenager mit der Paragabe der Realholografie, im Jahr 455 NGZ für ihn und seine inzwischen verstorbene Lebenspartnerin hinterlassen hat.
Damals waren Tekener und Thyron mit dem Virenschiff LASHAT in der Mächtigkeitsballung ESTARTU unterwegs. Pathythia, die sie adoptiert hatten, begleitete sie, trennte sich aber dann wegen Heimweh in der Galaxie Erendyra von ihnen, um mit der NAUTILUS die Heimreise in die Milchstraße anzutreten. Seitdem hatte keiner von ihnen jemals wieder von Pathythia, kurz Path genannt, gehört.
Sie berichtet nunmehr, dass sie einige Tage vor dem Treffen mit der NAUTILUS in ihrer Kabine überraschend Plump, den Distelfrosch eines Raumfledderers, den die drei vorher kennengelernt hatten, vorgefunden hat. Dieses halbintelligente Wesen murmelte Worte wie „Heimweh“. Daher beschloss Path, ihn heimlich mitzunehmen. Beim Abschied schwor sie, nie wieder die Realholografie einzusetzen, da diese Fähigkeit sie nur unglücklich machte. An Bord der NAUTILUS kam es dann schnell zu Spannungen mit dem Kommandanten Aaron Contarget, einem humanoiden Mischling. Insgesamt war die Stimmung nicht gut.
Die Virenintelligenz des Schiffes bot an, Plump zu analysieren. Dabei wies sie darauf hin, dass Berichte anderer Vironauten über sehr an ihn erinnernde Wesen, die aber hochintelligent waren, Sothalk sprachen und von den Pterus gnadenlos gejagt wurden, vorlagen. Sie konfrontierte Plump mit der Rassenbezeichnung, nämlich Dyraner, und löste so tatsächlich eine Reaktion aus. Daraufhin schlug sie eine genauere Untersuchung im Labor vor. Auf dem Weg dorthin kam es zu einer Konfrontation mit Contarget, die Path unbewusst löste, indem sie ein Hologramm von Tekener erzeugte, der Contarget niederschlug, nachdem er sie mit einem Paralysator bedroht hatte.
Im Labor stellte sich heraus, dass Plump in Wahrheit Jauntecc hieß, vom Planeten Dyra im Kerjahot-System der Galaxie Erendyra stammte und dringend dorthin zurückwollte. Eine dauerhafte Behandlung seiner blockierten Intelligenz und Erinnerungen war aber der Virenintelligenz vorerst nicht möglich. Daraufhin fingierte sie den Funkruf eines Vironauten, der angeblich in dem System abgeholt werden wollte.
Im Kerjahot-System geriet die NAUTILUS in eine Falle und wurde von fremden Raumschiffen unter Führung eines Pterus namens Whasp aufgebracht. Contarget, Path und ein weiterer Vironaut wurden als angebliche Spione eines anderen Ewigen Kriegers abgeführt. Dann aber gelang dem Schiff die Flucht, bevor es zerstört werden konnte.
In der Zelle weihte Path ihre Gefährten in die Existenz Jaunteccs, den sie versteckt bei sich hatte, ein. Außerdem gelang es ihr, den von der Virenintelligenz kurz vorher fertiggestellten Immunmodulator dem Dyraner zu spritzen. Tatsächlich begann dieser zu wirken, und die Erinnerung kehrte zurück. Jauntecc berichtete, wie die Dyraner lebten und er in einer Falle in die Gefangenschaft einer Organisation namens Whasps Riege geriet, ihm aber die Flucht gelang.
In der Folge gelang dank Paths Mutantenfähigkeit ihr und Jauntecc der Ausbruch. Dabei tötete sie Whasp, indem sie ihn mit Hilfe von realholografisch erzeugtem Sprengstoff explodieren ließ. Da Jauntecc andere gefangene Dyraner spüren konnte, begaben sich beide auf die Suche. Path schützte sich mit Hilfe eines Deflektorschirms ihres Anzuges gegen Entdeckung.
Sie erreichten eine große Fabrikanlage mit zahlreichen in Käfigen gesperrten Dyranern. Die Fähigkeit der Dyraner, in ihren Körpern fast jede flüssige Substanz zu synthetisieren, wurde hier durch Whasps Riege zur Herstellung von Dy-Säure, einer eigentlich geächteten Substanz mit extremer Sprengwirkung ausgenutzt. Die entsprechenden Dyraner waren alle geistig versklavt.
Zu Paths Überraschung sah sie in der Halle den totgeglaubten Whasp. Es gelang ihr, Funkkontakt zur Virenintelligenz der NAUTILUS herzustellen. Diese hatte inzwischen die Widerstandsbewegung der Mardelaner, einer ebenfalls von Whasps Riege versklavten humanoiden Rasse, kontaktieren können. Whasp war der Animateur des Kriegers Kalmer, der offenbar seit Jahrhunderten eine Geheimarmee aufbaute, die aus versklavten Dyranern und Mardelanern bestand.
Jauntecc setzte seine Erkundungen fort. Path musste erneut eingreifen, als er von Robotern bedroht wurde, und erfuhr, dass sich in einer zweiten Fabrik ebenfalls versklavte Dyraner befanden, die als lebende Bomben konditioniert wurden. Path tötete einen weiteren Whasp, der sich als Roboter herausstellte. Außerdem gelang es Jauntecc, aus einem Computer zahlreiche Daten abzuzapfen.
Die Virenintelligenz wurde gebeten, ein gut getarntes Beiboot zu schicken, was auch geschah. Die drei Vironauten und Jauntecc nahmen Kurs auf Dyra. Die Datenauswertung ergab, dass auf dem Planeten Quolat, auf dem die Vironauten gefangen waren, die Erstkonditionierung der Sklaven erfolgte. Auf dem Planeten Pierank im gleichen System befand sich ein Flottenarsenal, in dem auch die versklavten Mardelaner im Tiefschlaf bereitgehalten wurden. Schließlich spielte noch der Planet Looyaun eine Rolle, auf dem der Blumenhüter, ein ebenfalls konditionierter Mardelaner, sich mit der Gewinnung besonderer Blütenstaubarten befasste, die für die geistige Beeinflussung der Sklaven verwendet wurden.
In den nächsten Tagen wurden mit den Dyranern und Mardelanern Pläne für einen Aufstand geschmiedet. Als erstes erfolgte ein Vorstoß nach Looyaun, wo es mit Hilfe der Fähigkeiten der Dyraner gelang, den Blumenhüter, einen greisen Mardelaner, aufzuspüren und aus der geistigen Kontrolle zu befreien. Er erklärte sich schnell bereit, den Aufständischen mit Hilfe spezieller Blütenstaubmischungen zu helfen.
Sieben Tage vergingen. Im Laufe dieser Zeit wurde der Blütenstaub nach Pierank und Quolat geschmuggelt und weitere Vorbereitungen getroffen. Path erhielt weiterhin einen speziellen Sensor, um in der Lage zu sein, den echten Whasp von seinen Robotdoubles zu unterscheiden. Schließlich kam der Tag X. Die gefangenen Mardelaner und Dyraner konnten mit Hilfe des Blütenstaubes von der Kontrolle befreit werden, doch da erschienen zahlreiche Kampfraumschiffe im System, und Whasp forderte über Funk die Kapitulation.
Path handelte und setzte ihre Holografie-Fähigkeit ein, um riesige Hindernisse im All zu erzeugen, mit denen die Feindschiffe kollidierten. Auf diesem Weg gewann sie die Raumgefechte für die Rebellen. Whasp meldete sich erneut über Funk und forderte ein Treffen mit Path. Sie nahm zusammen mit Aaron Contarget und Jauntecc an. Auf dem Planeten Pierank begegnete ihr neben einigen Robotern erneut Whasp, dem sie erzählte, sie wäre eine Inkarnation der ESTARTU. Ihr Ortungsgerät zeigte aber, dass dies nicht der echte Whasp war, dieser aber in der Nähe sein musste. Daraufhin lockte Path Whasp mit einem Bluff aus der Reserve und erkannte, dass er sich in einem der Roboter verbergen musste. Jauntecc lieferte ihr ein Dy-Säure-Muster, mit dem sie den Roboter und damit auch Whasp explodieren ließ. Im nächsten Moment, sie fühlte sich erschöpft und konnte ihre Gabe nicht mehr gebrauchen, wollte einer der weiteren Roboter sie erschießen. Contarget warf sich dazwischen, rettete ihr das Leben, starb aber selbst. Seine letzten Worte waren eine Bitte um Verzeihung. Dann setzte Path noch einmal ihre letzte Para-Energie ein und zerstörte auch diesen Roboter.
Die Schlacht gegen Whasps Riege war gewonnen, die Dyraner und Mardelaner befreit. Path aber fühlte eine Leere im Kopf, als ob sie ihre Gabe überanstrengt und – endlich – verloren hätte.
Damit endet der Bericht. Tekener fragt sich, ob er eines Tages erfahren wird, wie es Path weiter ergangen ist.
Namentlich aufgeführte Personen
| Pathythia Baal, genannt Path | eine junge Anti-Frau |
| Jauntecc | ehemals bekannt als "Plump, der Distelfrosch" |
| Ronald Tekener | der Unsterbliche erfährt die Geschichte von Path |
| Aaron Contarget | ein Vironaut |
| Whasp | Animateur |


