Die Wurzeln des Todes
Aus Perrypedia
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Planetenromane (Band 374) | |
| Titel: | Die Wurzeln des Todes | |
| Untertitel: | Ihre Welt ist ein blühendes Paradies - bis die große Angst ausbricht | |
| Autor: | Peter Terrid | |
| Titelbildzeichner: | Alfred Kelsner | |
| Erstmals erschienen: | Mai 1994 | |
| Handlungszeitraum: | 12. Jahrhundert NGZ | |
| Handlungsort: | Tullahoma | |
| Bezug: | PR 1605 | |
Handlung
Im 12. Jahrhundert NGZ ist Tullahoma ein idyllischer und ruhiger Agrarplanet, der seine Produkte vor allem nach Ertrus exportiert. Die Fauna und Flora des Planeten wurden vor ca. 150 Jahren durch Terraforming radikal umgeformt.
Dobson Craig McCallum arbeitet als Sicherheitsbeauftragter und hat damit die Rolle des Polizisten inne. Gewaltverbrechen sind auf Tullahoma fast unbekannt, der letzte Mord liegt Jahre zurück und war ein Eifersuchtsfall. In der Regel befasst sich McCallum mit Schlägereien zwischen Raumfahrern und Landarbeitern oder anderen kleinen Angelegenheiten.
Da wird ein gewaltsamer Todesfall im Ort Shatuka gemeldet. McCallum fliegt hin. Der Tote, ein Farmarbeiter, ist schrecklich verstümmelt, aber er hat noch alle Wertsachen, so dass Raubmord ausscheidet. McCallum gibt Anweisung, die Leiche für eine Autopsie in das planetare Institut für Genkontrolle und Bionetik bringen zu lassen. Dessen Leiter Tyler Danning soll als Pathologe fungieren, denn es gibt eine derartige Planstelle nicht auf Tullahoma.
Wieder in Kisareth City angekommen, berichtet McCallums Assistentin und Lebenspartnerin Sharalyn von einem weiteren Mord, diesmal in Roshtan. Beide begeben sich dorthin. Die Leiche ist vergleichbar verstümmelt und wird ebenfalls zu Danning gebracht. Die Spuren deuten auf Bisswunden hin, aber es gibt keine Raubtiere auf Tullahoma.
20 Tage vergehen, und es gibt insgesamt 17 vergleichbare Todesfälle, davon zwei auch noch fast zeitgleich, aber weit voneinander entfernt. Der Regierungschef Klyr Jaron ist sehr besorgt, aber um eine Panik zu verhindern, verhängt er eine Nachrichtensperre. Die Todesfälle werden offiziell als Unfälle bezeichnet.
Dannings Autopsien haben ergeben, dass die Toten offenbar von Fleetern getötet wurden, aber Fleeter sind hundegroße Nagetiere, die als vollkommen friedfertig bekannt sind. Sharalyn fällt noch etwas auf: alle Opfer sind Sheldovier, Angehörige einer Volksgruppe, die ca. ein Siebtel der Einwohner ausmacht und von Arkoniden abstammt.
Die Serie der Todesfälle geht immer weiter. Angst breitet sich aus. Einwohner gehen nur noch in Dreiergruppen aus dem Haus. Danning und seine Mitarbeiter haben inzwischen zweifelsfrei festgestellt, dass Fleeter die Menschen getötet haben. Eine robotische Nachbildung scheidet aus, es bleibt aber die Möglichkeit, dass Drogen eingesetzt oder genmanipulierte Fleeter verwendet worden sind. Das Motiv bleibt aber unklar.
Als Sharalyn und McCallum den Administrator informieren wollen, erfahren sie, dass dieser an einer unbekannten Seuche erkrankt ist und im Koma liegt. Die Seuche befällt offenbar nur Sheldovier, und es gibt schon viele Fälle. Handelt es sich um das Werk einer fremdenfeindlichen Gruppe?
Es dauert nicht lange, und viele Erkrankte sterben, darunter auch der Administrator. Da kommt eine Meldung von einer Farm, auf der die Ernte vernichtet worden sein soll. McCallum fliegt mit Sharalyn hin und sieht, dass die Felder von seltsamem Schleim bedeckt sind. Noch während eines Gespräches mit den Farmern taucht ein Fleeter auf, der Sharalyn attackiert. McCallum greift ein, doch es kommen immer mehr Fleeter, und er hat keine Waffe. Beide fliehen zum Gleiter. Der Farmer kann schließlich einige Tiere töten und die anderen vertreiben. Merkwürdig ist nur, dass auch der Farmer genau wie Sharalyn Sheldovier ist, aber selbst nicht attackiert wurde. McCallum lässt einen Fleeterkadaver zur Analyse mitnehmen.
Die Genanalyse zeigt, dass der Fleeter völlig normal ist. Er hat auch keine Drogen oder Gifte im Blut. Eine Untersuchung von Sharalyns Blut ergibt jedoch, dass es eine fremdartige Substanz enthält, auf die anscheinend die Fleeter reagieren, sobald eine Wunde vorhanden ist, und Sharalyn hatte sich vor dem Angriff leicht verletzt. Danning forscht weiter. Tatsächlich entdeckt er, dass die Substanz dem Geruchsstoff der Glyrin-Frucht, der Lieblingsnahrung der Fleeter, entspricht. Eine Analyse der Sheldovierleichen zeigt bei allen die gleiche Substanz.
Der neue Administrator Hiram Fronor ist ratlos. Soll er die Evakuierung anordnen? Danning sieht das Risiko, dass die Substanz bald auch über den Schweiß abgegeben werden könnte. Eine Ausrottung der Fleeter wird diskutiert, aber wegen der unkalkulierbaren Folgen für das Ökosystem verworfen. Weiterhin stellt sich die Frage, wie eigentlich diese Substanz in das Blut der Sheldovier gelangt ist. Vieles deutet auf externe Manipulationen hin.
Danning entwickelt ein Spray, mit dem die Sheldovier in der Lage sind, den Geruch zu überdecken und sich so zu schützen. Eine Analyse der bei der Farm gefundenen Schleimschicht führt zu der Erkenntnis, dass hier ein genmanipuliertes Pilzmyzel vorliegt.
Einige Wochen vergehen in Unsicherheit, bis aus einem Dorf ein Hilferuf kommt. Die Natur spielt dort verrückt. McCallum und Sharalyn fliegen mit dem Gleiter hin, um sich ein Bild zu machen. Der Ort brennt teilweise, alle Felder sind braun verfärbt, und riesige tentakelartige Wurzeln überwuchern und zerstören die Häuser. Es gelingt gerade noch, ein paar Überlebende zu retten.
Der völlig überladene Gleiter überfliegt eine aus den Fugen geratene Vegetation und erreicht mit letzter Kraft den Ort Furdenhorn, doch auch hier sind die „Wurzeln des Todes“ bereits aktiv. Ein Notruf per Funk alarmiert Danning, der zum Glück wenig später eintrifft und mit Hilfe eines versprühten Wachstumshemmers die Pflanzen aufhalten kann.
In den nächsten Wochen laufen die Gegenmaßnahmen an. Die Seuche kann geheilt werden, und der Wachstumshemmer ist hochwirksam. Das Problem ist jedoch, dass die Natur anschließend großflächig verwüstet ist und lange brauchen wird, sich zu erholen. Danning hält auch neue Entwicklungen für möglich, da die gesamte Flora Tullahomas auf Genmanipulation beruht und einen kritischen Punkt überschritten haben könnte.
McCallum, Sharalyn und Danning suchen nach der Ursache der Probleme, nachdem sie auf die Idee kamen, dass es einen eingeschleppten Auslöser geben könnte, nämlich von einem Planeten kommend, auf dem ebenfalls Genmanipulationen durchgeführt werden. Eine Auswertung der Flugrouten aller Raumschiffe, die in der fraglichen Zeit Tullahoma angeflogen haben, weist auf das System von Atwoods Stern hin, dessen Planet einer Firma namens Planetary Holdings Ltd. gehört. Danning vermutet ein ungenehmigtes Terraforming-Projekt.
Tatsächlich stellt sich heraus, dass eine Raumfahrerin einige Pflanzen nach Tullahoma mitgebracht hatte. Diese müssen genetisch aktives Material enthalten haben, das dann mit Tullahomas terrageformter Natur reagierte und die bekannten Folgen auslöste. Im Grunde kann niemand verantwortlich gemacht werden, mit Ausnahme der Genforschung als solcher. Offen bleibt, ob Tullahoma nicht doch noch evakuiert werden muss.
Anmerkung: Der Roman soll im 12. Jahrhundert NGZ spielen, enthält aber die Zeitangabe, dass vor 150 Jahren das Terraforming Tullahomas erfolgte. Das kann durchaus zutreffen, würde dann aber in die Zeit der Cantaro fallen, was aus dem Gesamtkontext aber eher unwahrscheinlich wirkt.
Namentlich aufgeführte Personen
| Dobson Craig McCallum | Sicherheitsbeauftragter von Tullahoma |
| Sharalyn | Sheldovierin, Assistentin und Lebenspartnerin von McCallum |
| Tyler Danning | Genetiker |


