Das Versteck der Sternengarde
Aus Perrypedia
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Planetenromane (Band 411) | |
| Titel: | Das Versteck der Sternengarde | |
| Autor: | Rainer Castor | |
| Titelbildzeichner: | Swen Papenbrock | |
| Innenillustrator: | Swen Papenbrock | |
| Erstmals erschienen: | März 1998 | |
| Handlungszeitraum: | 2422 | |
| Handlungsort: | Temur-Station, Gharzil | |
Handlung
Der dritte und abschließende Band der Trilogie um die altlemurischen Anlagen des Temur-Systems spielt kurz nach den Geschehnissen in Die Macht des Goldenen.
Atlan und das Historische Korps der USO sind im April 2422 nach wie vor mit der Erkundung der Temur-Station beschäftigt. Sie stellen fest, dass der Goldene Talossa große Teile der Ausrüstungsdepots geplündert hat. Die Löschung der Systemdateien des Zentralrechners macht des Weiteren trotz der Verschmelzung des Bewusstseins von Fähnrich Marius Richard Bogin mit dem Computersystem einen effektiven Zugriff auf die Anlagen fast unmöglich. Hinzu kommen zunehmende Hyperstürme, die vermutlich durch die Supernova im Tarlora-System ausgelöst wurden. Seit einigen Tagen werden zudem Staubwale genannte Phänomene beobachtet. Der Hypersturm scheint jetzt auch noch künstlich angeheizt zu werden. Schließlich muss die Station am 19. April 2422 evakuiert werden. Auch Bogin muss sich abschalten.
Die von Talossa für das Solsystem vorgesehene Shimada-Aufrissbombe detonierte nach dem Eingreifen der Sicherheitsschaltung Lemuria am 26. Januar 2422 im Territorium der Blues in der Eastside der Milchstraße, 32.059 Lichtjahre vom Temur-System entfernt. Die Schockwelle der Explosion traf mehrere Sonnensysteme und zerstörte einen bisher unbekannten Sonnentransmitter der Lemurer, dessen Steuerungsplanet Roost im Simban-Sektor gewesen ist. Die Blues reagieren, nachdem die Akonen ihnen mitgeteilt haben, aus welcher Richtung die Bombe gekommen ist, mit der Entsendung einer Schlachtflotte von 5000 Diskusschiffen nach Temur. Die 3. Taktische USO-Flotte unter dem Kommando von General Hy Pilam, einem chauvinistischen Terraner, zwingt die Blues zum Stoppen. Die Lage bleibt aber angespannt, und die Hyperstürme werden immer heftiger.
Ein Erkundungsschiff der Akonen, die USHOMAT, hält sich in der Nähe der Temur-Dunkelwolke auf. Es steht unter dem Kommando von Grayvel Klanx. Dieser ist ein Nachkomme von Ablebur, der einst, vor über 90 Jahren, einen terranischen Flottenverband in eine Falle locken konnte, später aber im Gefecht gegen eintreffende Verstärkungen gefallen ist. (PR 192) Außerdem ist sein Vater bei der Schlacht gegen die Maahks im Twin-System gestorben. Daher ist er von Hass gegen Terra erfüllt.
Talossa beobachtet derweil alles mit Hilfe von Robotsonden. Er erkennt dabei zähneknirschend an, dass Atlan ein fähiger Gegenspieler ist. Da er außerdem eine Rückkehr der Meister der Insel fürchtet, will er die Menschheit nicht mehr direkt angreifen, sondern im Gegenteil geht er davon aus, dass er eines Tages mit ihr gegen die Meister zusammenarbeiten muss.
Atlan wird an Bord der IMPERATOR II von einem psionischen Phänomen erfasst. Dieses reißt sein Bewusstsein teilweise aus seinem Körper und versetzt ihn in einen zweiten Körper, der sich zunächst auf dem Planeten Gharzil in nuklearem Winter wiederfindet. Zugleich ist Atlan aber auch noch auf unbegreifliche Weise in seinem Originalkörper präsent. Der Vorgang wird Bilokation getauft. Er macht es der IMPERATOR II unmöglich, den gefährdeten Sektor zu verlassen.
Atlan muss sich, von Technikausfällen geplagt, auf Gharzil durchschlagen. Er erlebt Flashbacks und merkwürdige Visionen. So sieht er Szenen der lemurischen Geschichte, wie zum Beispiel Tamrätin Touja Kehoe im Gespräch mit dem Goldenen Talossa, der Letztere aber getarnt als lemurischer Tamrat Thaburac. Atlan stellt fest, dass Kehoe auch ihn schemenhaft sehen kann und offenbar mit dem Heroen Dar Tranatlan gleichsetzt. Er versucht, eine Warnung vor Talossa zu übermitteln, da endet die Vision.
In einem neuen Bild sieht Atlan die Tamrätin zusammen mit Admiral Vlasaák, Befehlshaber der Lemurischen Sternengarde – allerdings in der Gegenwart! Eine Kommunikation ist möglich. Atlan erfährt, dass 50.000 stasiskonservierte Gardisten unter dem Pyramidenfünfeck von Gharzil, das Talossa vernichtet hat, gelegen haben. Die Bewusstseine der Gardisten befanden sich dagegen in der Dunkelwolke, denn die Staubwale sind nichts anderes als von diesen angenommene materielle Gestalten. Im Rahmen eines der Projekte zur Bekämpfung der Haluter experimentierten die Lemurer hier mit der Loslösung des Bewusstseins vom Körper. Es gelang den Sternengardisten, auf diese Art Haluterschiffe zu zerstören und den Temur-Sektor zu schützen.
Durch die Zerstörung ihrer Körper sind die entsprechenden Gardisten durchgedreht und heizen den Hypersturm immer weiter an. Dadurch bedrohen sie aber alle Systeme in diesem Gebiet. Hierzu gehört auch das Yi-Roim-System, in dem neben einer Million konservierten Sternengardisten noch 100 Millionen in die Primitivität zurückgefallene, theokratisch regierte Lemurernachkommen leben sollen, sowie der Temur-Sonnentransmitter. Vlasaák und Kehoe bitten Atlan um Hilfe, bevor dieses Bild wieder verschwindet.
Atlan erlebt noch weitere Visionen. Er hat den Eindruck, die ganze Geschichte der Entstehung des Tarlora-Systems mitzumachen, aber auch Gefechte zwischen Lemurern und Halutern und die Experimente der Sternengarde bis hin zur Evakuierung des 103. Tamaniums. Er selbst wird immer wieder für die Lemurer sichtbar und körperlich materiell und wird immer wieder als Dar Tranatlan angesprochen. In diesen Situationen greift er meist unterstützend oder tröstend ein, gibt Hoffnung und neuen Mut.
So rettet er den Piloten einer Antigrav-Plattform, gibt der Besatzung eines wracken Raumschiffes Zuversicht, die sich daraufhin wieder in den Kampf gegen die Haluter stürzt. Totz dessen, dass der Raumer weiter zusammengeschossen wird, stirbt in dem Wrack – das schließlich flugunfähig auf dem Raumhafen von Temur-Station aufschlägt – kein Lemurer. Als Atlan zur Zeit der Evakuierung der Lemurer nach Andromeda wieder materialisiert, gibt er einem Kind neuen Mut und Zuversicht. Es handelt sich dabei um Yskador von Thetin – vermutlich ein Vorfahre Agaia und Mirona Thetins.
Inzwischen sind Zehntausende von Staubwalen aktiv. Die Hyperstürme werden immer schlimmer, und Raum-Zeit-Überlappungen treten auf, bei denen Schlachtschiffe der Lemurer und der Haluter erscheinen, die einander wild bekämpfen. Die USO-Schiffe mit Ausnahme der IMPERATOR II fliehen, aber die Blues stoßen zur Dunkelwolke vor. Dabei fliegen sie in ihr Verderben: Die meisten Schiffe der Blues werden bei den Hypereffekten oder dimensionalen Überlappungen zerstört. Einige Staubwale bilden jedoch Ringe um die Temur-Station und um die IMPERATOR II und schützen sie so. Es kommt sogar zu regelrechten Kämpfen zwischen Staubwalen.
Bogin kommt wieder zu sich und beginnt, Teile der Systeme von Tarek wieder hochzufahren. Da nimmt er eine geflüsterte Botschaft wahr: »Der Heroe muss eingreifen, sonst ist alles verloren!«
Atlan sieht erneut Vlasaák und Kehoe vor sich. Vlasaák scheint sich selbst opfern zu wollen, um die wahnsinnigen Sternengardisten aufzuhalten. Da handelt er und projiziert sein Bewusstsein in den Leerraum hinaus.
Plötzlich erscheint im Weltraum eine gigantische Version des Heroen Dar-Tranatlan mit Atlans Gesichtszügen, größer als ganze Sonnen, auf dem Sonnenfünfeck stehend. Diese Projektion fordert die Sternengardisten auf, einzuhalten.
Die Staubwale beenden daraufhin ihre Angriffe und lösen sich wieder auf. Der Hypersturm tobt jedoch weiter. Da kommt dem wieder in seinen Körper zurückgekehrten Atlan eine Idee: Könnte nicht das Temur-Sonnenfünfeck so geschaltet werden, dass es eine Schockwelle erzeugt, mit der man den Hypersturm neutralisiert? Arno Kalup hält die Idee für gut. Gemeinsam mit einem Wissenschaftlerteam geht er sofort per Transmitter in die Temur-Station und beginnt mit den Berechnungen.
Die Akonen unter Grayvel Klanx ziehen sich zurück, da sie hier nichts mehr unternehmen können. Klanx verfolgt andere Pläne gegen Terra weiter. Sein nächstes Flugziel ist Lepso.
Kalup und sein Wissenschaftlerteam arbeiten gemeinsam mit Bogin verzweifelt an den notwendigen Berechnungen, um die gewünschte Hyperinterferenz erzeugen zu können. Dies gelingt in letzter Minute, und die Bedrohung durch den Hypersturm findet ein Ende.
Talossa beendet seine Beobachtungen der Geschehnisse. Er hat in der letzten Zeit immer stärkeren Respekt für Atlan entwickelt, und auch diesem wird klar, dass er den Goldenen nicht zwangsläufig als Gegner betrachten muss.
Kalup befragt Atlan nach dessen Erlebnissen, aber Atlan schweigt, denn es gibt Eindrücke, die er meint, lieber zurückhalten zu müssen. Schließlich wird noch der Zusammenhang zwischen dem Yi-Roim-System und einigen anderen Systemen hergestellt. Das System scheint von den Oldtimern geschaffen worden zu sein. Genau wie beim Miraclering und dem Herkules-System handelt es sich ursprünglich um ein Fallensystem zur Bekämpfung des Suprahet.
Atlan schließt einen Vertrag mit den Lemurern. Sie erhalten das Yi-Roim-System als eigenes Hoheitsgebiet und werden mit USO und Solarem Imperium zusammenarbeiten.
Namentlich aufgeführte Personen
| Atlan da Gonozal | Lordadmiral der USO |
| Admiral Vlasaák | Befehlshaber der Sternengarde |
| Arno Kalup | Wissenschaftler und Aktivatorträger |
| Mas Hy Pilam | USO-General |
| Grayvel Klanx | ein Akone |
| Touja Kehoe | eine Tamrätin |
| Yskador von Thetin | ein junger Lemurer |


