Die Zeitmauer

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 94)

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Titel: Die Zeitmauer
Untertitel: Flucht aus der Ewigkeit - Ernst Ellert, der Teletemporarier, verlässt das Zeit-Gefängnis
Autor: Clark Darlton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1971
Handlungszeitraum:  3441, 74. Jahrtausend NGZ
Handlungsort:  Das Universum
Bezug: PR 7, PR-TB 4
Zusätzl. Formate: Weltbild Sammleredition 15


Abschnitt bearbeiten: Handlung Handlung

Es handelt sich um eine Fortsetzung der Geschichte aus PR-TB 4.

Ernst Ellert zieht sich auf einem urweltlichen Planeten in eine mikroskopische Lebensform zurück. Diesen Einzeller und dessen Nachfahren beeinflusst er im Lauf der Jahrmillionen und begleitet die dortige Evolution mit. Wenn es ihm möglich ist, springt Ellerts Bewusstsein von den Eltern auf das Kind über, sobald dieses erwachsen geworden ist. Da die von Ellert beseelten Individuen meist etwas klüger als ihre Artgenossen sind, haben sie evolutionäre Vorteile.

Nach vielen Millionen Jahren bewohnen die menschlichen Spharonen ihre Welt Spharo. Der von Ellert beseelte Wissenschaftler Jenner King hat seinen Sohn Rex vor 10 Jahren auf einen Rundflug an der Sonne Helos vorbei gesandt, dem einzigen erreichbaren Himmelskörper in der Nähe von Spharo.

Den Widerständen in den spharonischen Politik zum Trotz, setzt Jenner King nun eine neue, zweite Weltraummission durch. Mit der PEREX soll sein Sohn Rex King das nahegelegene Perex-System erkunden, anschließend auch noch die Sonnen Ka und Deron anfliegen. Besonderes Augenmerk hat Jenner King jedoch auf die Zeitmauer geworfen, die seinem Instinkt zufolge in diesem Bereich des Alls zu finden sein muss. Jenseits der Zeitmauer vermutet er ein anderes Universum mit einer anderen Zeitebene, was er auf Gen-Erinnerungen zurückführt. Nach einer Reihe von Problemen kann die PEREX gebaut werden. Die Besatzung stellen Rex King als Kommandant, der inzwischen Träger von Ellerts Bewusstsein ist, sowie die Wissenschaftler Berenda, Targot Fall und der Techniker Shen Ghol.

Mit dem von Berenda entwickelten Stufenbeschleunigungsantrieb erreicht das Raumschiff nach einigen Monaten Perex. Das System hat zwei Planeten, von denen einer bewohnbar scheint. Viel außergewöhnlicher ist für die Spharonen jedoch ein Raumschiff, das um Perex II kreist. Es ist ein kugelförmiges Schiff mit einem Wulstring. Es sendet regelmäßige Leuchtzeichen aus, in einem Rhythmus von 36 Sekunden an- und 36 Sekunden ausgeschaltetem Licht.

Nach einiger Zeit des Abwartens erkundet Rex King das fremde Schiff. In der Zentrale des Raumers entdecken King und Targot Fall eine Einrichtung, die der Zeitmessung dient und sich rasend schnell bewegt. Dies werten sie als starkes Indiz für die Existenz von Jenner Kings Zeitmauer: das unbekannte Schiff hat eine 1000-mal schnellere Eigenzeit als sie selbst. Ernst Ellert, das Unterbewusstsein von Rex King, hat längst erkannt, dass es sich bei dem Schiff um die EX-756, ein Schiff der Explorerflotte handelt.

Anmerkung: Hier und auch später wird die Behauptung aufgestellt, dass Ernst Ellert die terranische Technik und die Bedeutung der EX-756 sofort erkennt. Die Behauptung ist als schwerer Autorenfehler anzusehen, da Ellert seit seinem Unfall 1971 noch keinen Kontakt zu den Terranern gehabt hat. Aus seiner Perspektive müsste der Bautyp arkonidisch wirken. Auch wird später davon ausgegangen, dass ihm die Technik des Lineartriebwerks geläufig ist. So, wie die Geschichte aufgebaut ist, kann er nichts davon wissen.

Da die Spharonen festgestellt haben, dass von dem fremden Schiff keine Bedrohung ausgeht, erkunden sie als nächstes den Planeten Perex II. Dort finden sie Ruinen, die von den 1000-mal schneller lebenden terranischen Kolonisten hinterlassen wurden. Als sie nichts weiteres auf der Oberfläche finden, beschließen sie, das terranische Raumschiff zu erkunden und es möglicherweise in ihre Heimat zu überführen. Die sehr fortschrittliche Technik wird von ihnen sehr bewundert. Da übernimmt Ernst Ellert das Bewusstsein des spharonischen Technikers Shen Ghol. Er nutzt einen günstigen Augenblick, als er allein auf der EX-756 weilt, und verabschiedet sich per Funk von seinen Kameraden. Diese sollen Kurs zurück nach Spharo nehmen, er werde später nachkommen und ihnen das Raumschiff mitbringen.

Ohne weitere Erklärung startet Ellert nun zum benachbarten Sonnensystem Ka, wo er in einem Beiboot des Explorers die Leiche von Terran Bonnet findet. Der terranische Leutnant hatte vor seinem Selbstmord eine Botschaft aufgezeichnet, in der er die Geschichte der EX-756 referiert.

Am 7. Februar 3441 vom Solsystem aus getartet, sollte die EX-756 die unerforschte Westside erforschen, wo sie schwarze Bereiche erkunden sollte, in denen bereits mehrere Explorerschiffe verschollen waren.
Anmerkung: Im Standarduniversum herrschte in den Jahren 3440 - 3443 die Verdummungsstrahlung des Schwarms, also handelt es sich entweder um einen weiteren Autorenfehler, oder die EX-756 stammt aus einem Paralleluniversum. Dafür spricht auch ein anderes Detail: In der Westside der Milchstraße gibt es allen anderen Quellen zufolge keine unerforschten Dunkel-Gebiete ohne Materie, in denen Raumschiffe verschwinden.
Am 22. April durchflog die EX-756 die Zeitmauer, die ihr Universum vom Zeitmauer-Universum trennte. Schnell entdeckten die Wissenschaftler, dass in diesem seltsamen Universum die Zeit 1000-mal langsamer verläuft. Auf Perex II siedelten sie sich an, wobei eine Eigenzeitanpassung erfolgte. Die unbemannt im Orbit zurückgebliebene EX-756 machte diese Anpassung nicht mit, weswegen die Raumfahrer gestrandet sind. Terran Bonnet, der inzwischen tote Raumfahrer, desertierte und stahl ein Beiboot, um trotzdem die EX-756 zu erreichen. Als ihm dies misslingt, nimmt er Kurs auf Ka, wo er Selbstmord beging.

Nach dem Hören dieses Berichts fliegt Ellert durch die Zeitmauer in das vermeintliche Standarduniversum, wo er am 23. September 77.361 n. Chr. (entspräche dem Jahr 73.774 NGZ) Shen Ghols Körper freigibt. Nachdem er dem Spharonen letzte Informationen hat zukommen lassen, verbleibt Ellert in seinem vermeintlichen Heimatuniversum.

Shen Ghol muss einige Zeit warten, bis sich sein Körper an die Eigenzeit des Standarduniversums angepasst hat, dann kehrt er in sein Heimatuniversum zurück. Dort passt er sich auf Perex II wieder an und fliegt zuletzt zu seiner Heimatwelt Spharo, wo er mit 61 Jahren Verspätung ankommt. Die EX-756 dient den Spharonen in der Folge als Modell für den Bau interstellarer Raumschiffe.

Ernst Ellert orientiert sich bald in der heimatlichen Milchstraße. Nachdem er in der Südseite (Southside) Sol gefunden hat, findet er sich am 11. Juli 1971 in München wieder. Genau eine Woche später erst verkündet er seinen Schriftsteller-Freunden, dass er die Fähigkeit der Teletemporation entdeckt hat. Der Kreis ist geschlossen.

Anmerkung: Diese geschlossene Zeitschleife entspricht nicht dem historischen Verlauf des Perryversums, wo Ellert erst wieder auftaucht, nachdem er im Roten Universum bei den Druuf geweilt hat, und wo er auch nach seiner Reise wieder Kontakt mit Terranern und vor allem mit ES hat.
Ellert ist also wahrscheinlich am Ende dieses Romans nach wie vor in einem Paralleluniversum. Wahrscheinlich findet er durch einen anderen Ablauf der Geschichte heraus, dass er im falschen Universum gelandet ist, und macht sich wieder auf die Suche nach seiner richtigen Heimat.
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