Hyperkristall
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Hyperkristalle werden auch Schwingquarze genannt.
Sie bestehen zu einem Teil aus normaler Materie – beispielsweise kristallinem Siliziumdioxid, also Quarz – und zum anderen Teil aus einer Materie, die auf einem 5- oder höherdimensionalen Energieniveau schwingt und deren "Atomgewicht" selbst mit genauesten Messungen nur mit großer Schwankungsbreite feststellbar ist. Diese Schwankungsbreite reicht von 0 bis 1024. Da sie aus diesem Grund nicht in das Periodensystem der Elemente einzuordnen sind, wurden sie von den Arkoniden als hyperenergetisch-pseudomaterielle Konzentrationskerne definiert.
Entstehung
Ihr generell, also im ganzen bekannten Universum verbreitetes Vorkommen innerhalb von Krusten von Planeten lässt für viele Hyperkristalle mineralogisch ähnliche, also natürliche Bildungsmechanismen vermuten. Dass sie dennoch so selten sind, setzt andererseits sehr spezielle Gegebenheiten voraus.
Einige Hyperkristalle scheinen sich durch oder in der Nähe von Hyperstrahlern gebildet zu haben. Da auch Sonnen oder Neutronensterne als Hyperstrahler fungieren können, kann man natürliche kosmologische Effekte, beispielsweise während der frühesten Planetenbildung, als Urzeuger von Hyperkristallen nicht ausschließen.
Es gibt auch Wesenheiten und Völker, die sich von Hyperenergie ernähren und bei denen Hyperkristalle ein Abfallprodukt ihres Kreislaufes darstellen oder gezielt gebildet werden:
- Howanetze
- Nocturnen
- Taphero con Choth
- Inyodur
- ein riesiges schlangenartiges Raubtier des Planeten Ketchorr (akkumuliert Howalgonium in einer Art Gallensteine) (PR 1917)
Recycling
Hyperkristalle verlieren bei Gebrauch ihre hyperenergetische bzw. psionische Aufladung. Dies geht mit einer Zersetzung bzw. einem Zerfall des Kristalls einher.
Ein Tentonischer Kristall-Donator ist in der Lage, die höherdimensionale Aufladung eines Hyperkristalls wiederherzustellen. Dabei kann ein Wirkungsgrad von mindestens 96% erreicht werden. (PR 2466)
Anwendungsbereich
Hyperkristalle werden für alle Geräte auf hyperphysikalischer Basis, beispielsweise Hyperfunk oder Überlichtantriebe, benötigt. Sie transformieren normaldimensionale Vorgänge in 5- oder höherdimensionale Vorgänge und umgekehrt.
Im unbearbeiteten Rohzustand können Hyperkristalle in der Regel nicht verwendet werden. Sie müssen wie Edelsteine geschliffen werden. Auch der Schleifstaub findet Verwendung, er wird zur Bedampfung von Folien verwendet.
Vorkommen
Auf Terra gibt es lediglich sehr geringe Vorkommen von Hyperkristallen. Die Trennung von der umgebenden normalen Materie erfolgt mit Transitions-Strukturfeldern auf Resonanzbasis. Dieses Verfahren funktioniert trotz erhöhtem Energiebedarf auch nach der Erhöhung der Hyperimpedanz, da Transitionen und Transmitter auf kurzen Strecken von wenigen hundert Metern keine Ausfälle zeigen. Eine synthetische Herstellung von Hyperkristallen ist mit der Technik des Jahres 1332 NGZ nicht möglich.
In der Milchstraße gibt es keine bekannten Lagerstätten von sechs- oder höherdimensionalen Hyperkristallen. Allerdings ist das PEW-Metall ein Howalgonium-Sextagonium-Zwitter.
Seit der Erhöhung der Hyperimpedanz zeigen die meisten Hyperkristalle eine Tendenz zum beschleunigten Zerfall. Lediglich der bisher als minderwertig eingestufte Khalumvatt bleibt stabil.
Es ist denkbar, dass sich einige konventionelle Materialien durch die Hyperimpedanz verändert haben, und seitdem als Hyperkristalle nutzbar sind. Bislang ist allerdings kein derartiges Material bekannt.
Bekannte Hyperkristalle
Altrit / Atem der Schöpfung
- (siehe dort)
Criipas / Tlynosiim
Criipas (Jülziish: Tlysiniim) ist ein violetter Hyperkristall mit sehr hohem hyperenergetischem Potential. Einer der Fundorte ist Caiwan. 1344 NGZ gelingt es den Gatasern, Criipas-Kristalle mittels des von jungen Blues erzeugten B-Hormons so weit zu stabilisieren, dass 54,3 Prozent des Prä-Hyperschock-Wirkungsgrades erreicht werden können. Der so veränderte Kristall wird als Tlynosiim bezeichnet.
Eclisse
Eclisse ist ein grünlich leuchtendes, hyperstrahlendes Mineral mit einer Dichte von 90 Gramm pro Kubikzentimeter. Chemisch handelt es sich beim Grundmaterial von Eclisse um basisches Kupfercarbonat, ähnlich dem Malachit. Der Kupferanteil besteht ausschließlich aus dem Isotop Cu-65. Verantwortlich für die Hyperstrahlung und die hohe Dichte ist die eingelagerte Pseudomaterie, deren Atomgewicht zwischen 63 und 945 variiert, und deren Gehalt in Eclisse bis zu 71 % ausmacht.
Die Strahlungsmaxima im Hyperspektrum liegen bei 5,3x1013 und 3,8x1015 Kalup; in diesem SHF-Bereich eine Ausdehnung von 0,97 bis 5,47x1015 Kalup.
Geschichte
Der einzige bekannte Fundort von Eclisse ist die Hochschwerkraftwelt Satyat, die Heimat der Urth in der Milchstraße. Nur mit Eclisse als Energiequelle waren die Lemurer von Scimor in der Lage, die Kontrafeld-Strahler zu bauen, welche die halutischen Paratronschirme auflösten. (PR 379)
Eclisse wird als Quintronen-Quelle im Quintatron-Speicher von VRITRA-Geschützen eingesetzt. Hier dient besonders die Strahlungswirkung des 2. Maximums dazu, Schutzschirme im UHF-Bereich (z.B. von Traitanks) zu destabilisieren. (PR 2340)
CV-Embinium
- (siehe dort)
n-Exagonium
Das n-Exagonium hat im Gegensatz zu Howalgonium eine höhere Schwingfolge und eine höhere Dichte. Es ist in der Rangfolge über den gewöhnlichen Hyperkristallen einzuordnen.
Howalgonium
- (siehe dort)
Neo-Howalgonium
Der Kristallplanet Monol in M 87 besteht aus Neo-Howalgonium. Dieses scheint sich von Howalgonium durch eine andere Schwingungsfrequenz zu unterscheiden. Es kommt daneben noch im Sand des Planeten Baykalob in der Kleinen Magellanschen Wolke, der Heimatwelt der Baramos, vor. Diese benötigen das Neo-Howalgonium für ihre Fortpflanzung.
Khalumvatt / Tlynosiim
Bis zur Erhöhung der Hyperimpedanz war der rote Khalumvatt (Jülziish: Tlysizyt) ein minderwertiger Hyperkristall, der bei der Anwendung sehr schnell zerfiel. Die Caiwanen, die nichts von der minderen Qualität dieser Kristalle wussten, konnten den Arkoniden die Schürfrechte für diese Kristalle abringen. Durch die Erhöhung der Hyperimpedanz wurde der Khalumvatt zu einem stabilen, hochwertigen Hyperkristall, der sogar anstelle von Altrit zur Erschaffung neuer Mobys verwendet werden konnte.
Im Jahr 1344 NGZ ist es zu einem der wertvollsten Güter in der Milchstraße aufgestiegen. Der durchschnittliche Preis liegt bei 10 Mio. Galax pro Gramm! (Howalgonium wird zur selben Zeit mit 2 Galax pro Gramm gehandelt!)
Den Gatasern gelingt es, Criipas- und Khalumvatt-Kristalle mittels des von jungen Blues erzeugten B-Hormons so weit zu stabilisieren, dass 54,3 Prozent des Prä-Hyperschock-Wirkungsgrades erreicht werden können. Der so veränderte Kristall wird als Tlynosiim bezeichnet.
Khalumvatt-ähnliche Hyperkristalle
Die Terminale Kolonne TRAITOR verwendet Hyperkristalle, die dem Roten Khalumvatt ähnlich sind. Am 17. Juli 1342 NGZ findet die Besatzung der SOL in einem abgestürzten TRAI-Versorger auf Rothger eine Ladung solcher Kristalle. (PR 2331)
Kyasoo
Der Hyperkristall tritt in weißen bis bergkristallklaren Varianten vor, und findet Einsatz in vielen Funktionen. Das Verhältnis von Hyperelement zu normalem Quarz liegt hier bei 1 - 10%. Nach Verbrauch der hyperenergetischen Einschlüsse bleibt der reine Kristall zurück.
Losol / Lytrila
Der gelbe Losol, in Hangay als Lytrila bekannt, ruft lediglich katalytische Effekte hervor. Bekannte Fundorte sind der Planet Caiwan und die Wüste von Foor auf Hallie-Loght.
Luurs-Metall
- (siehe dort)
Mivelum
Dieser blaue Hyperkristall hat ein geringeres hyperenergetisches Potential als Criipas. Einer der Fundorte war Caiwan.
PEW-Metall
- (siehe dort)
Salkrit
- (siehe dort)
Schaumopal
- (siehe dort)
Sextagonium
Sextagonium ist ein im sechsdimensionalen Bereich des Hyperspektrums strahlendes Material und stellt die Grundlage der Dakkartechnik der Cappins dar. Das Material muss synthetisch hergestellt werden, natürliche Funde sind nicht bekannt.
Während das Sextagonium aus Cappinproduktion eine Halbwertszeit von 80.000.000 Jahren hatte, zerfiel das terranische Sextagonium einer Bombe, die von einer Zeitexepedition auf Zeut in den Todessatelliten eingebaut wurde, innerhalb von 200.000 Jahren.
Das etwas später für den Bau des Dimesextatriebwerk der MARCO POLO produzierte terranische Sextagonium erreichte eine mit dem Sextagonium der Cappins vergleichbare Stabilität.
Laut Aussagen des arkonidischen Wissenschaftlers Aktakul im Jahr 1311 NGZ lässt sich Sextagonium seit langem in der Milchstraße aufgrund ungeklärter Änderungen der kosmischen Verhältnisse nicht mehr herstellen.
Geschichte
Die Dakkartechnik der Cappins in der Galaxie Gruelfin basierte schon 200.000 v. Chr. auf der Anwendung des Sextagoniums.
- 3433: Sextagonium konnte erstmals in den Jahren 3433 bis 3435 durch Wissenschaftler unter Geoffry Abel Waringer auf Last Hope durch Quintronenbeschuss in einem Quintatron aus Howalgonium hergestellt werden. Diese Synthese erwies sich allerdings als instabil, das Material zerfiel innerhalb von Millisekunden. Trotz technischer Informationen durch die auf dem Todessatelliten gefangenen Takerer war zunächst nur der Supermutant Ribald Corello durch seine Quintadimtrafer-Fähigkeiten in der Lage, das hergestellte Sextagonium zu stabilisieren. (PR 430, PR 431, PR 435) Das erste terranische Sextagonium wurde erfolgreich zum Bau des Dakkar-Tastresonators nach takerischen Plänen verwendet, um die temporale Rücksturzpolung des Zeitläufers zu überwinden. (PR 436, PR 437)
- 3434: Beim Einsatz in einer Sextagoniumbombe im Todessatelliten zerfiel das terranische Sextagonium allerdings innerhalb von 200.000 Jahren. (PR 444)
- 3437: Mithilfe der Unterstützung von Ovaron gelang es den Terranern in den Jahren 3434 bis 3437, die Sextagoniumproduktion zu meistern und ausreichend stabiles Sextagonium für das Dimesextatriebwerk der MARCO POLO herzustellen. (PR 450)
- 430 NGZ: Im Jahre 430 NGZ führte eine Hanse-Karawane nach ESTARTU unter der Leitung von Anson Argyris Sextagonium als Handelsgut mit. (PR 1355 Seiten 24, 58)
- 1311 NGZ: In der Milchstraße gibt es 1311 NGZ keine bekannten Sextagoniumvorräte. Seit langem scheint die Herstellung von Sextagonium in der Milchstraße nicht mehr möglich. Es gibt z.B. von Seiten Aktakul Spekulationen darüber, dass dies mit der Normalisierung von DORIFER und/oder dem Loslösen des Frostrubins und seiner Rückkehr als TRIICLE-9 an seinen angestammten Platz und der dadurch bedingten Normalisierung der Einflusssphären der vom Frostrubin verdrängten Kosmonukleotide zu tun hat. (PR 2115) Es ist unbekannt, ob Sextagonium noch in Gruelfin existiert oder dort produziert werden kann.
Skabol
Das hyperenergetische Potential des grünen Skabol ist geringer als das des Mivelum. Einer der Fundorte war Caiwan.
Uyfinom
- (siehe dort)
Yddith
Das Yddith, auch Quinta-Erz genannt, ist ein Howalgonium-Sextagonium-Zwitter, ähnlich dem PEW-Metall. Es ist die Basis für die Paradim-Technologie in der Galaxie Tradom. Der ergiebigste bekannte Fundort war der Planet Linckx, der allerdings Ende Dezember 1311 NGZ durch Deflagration explodierte.
Zalos-Metall
Die einzige bekannte Lagerstätte für dieses Metall ist der Planet Zalit, welcher auch für die Namensgebung herhielt. Die n-dimensionale Nutzbarkeit kann nicht erheblich sein, da es trotz seiner Seltenheit für profane Zwecke genutzt wurde. Peter Kosnow besaß im Jahre 2040 ein edles Zigaretten-Etui aus dem wegen seiner Seltenheit wertvollen Metall. Unter anderem wurden auch Dienstplaketten für den arkonidischen Geheimdienst aufgrund der Unverwechselbarkeit daraus gefertigt. (PR 51)
To Do
- PDP-Distanznadler? ...
- Kantor-Sextant ...
Quellen
PR 379, PR 1112, PR 1355, PR 2205, PR 2236, PR 2306, PR 2325, PR 2466, Ara-Toxin 6



