Ranter

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Die Ranter gehören zu der großen Familie der Lemuriden über den Umweg der Tefroder. Ihr Erscheinungsbild ist somit tefrodisch, allerdings deutlich hellhäutiger.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Charakteristika

Das Auftreten der Ranter, sowohl untereinander als auch gegenüber anderen Völkern, ist von einer ausgeprägten Härte, gegenseitiger Denunziation und insbesonderem Dünkel geprägt. Terror und Brutalität kennzeichnen das normale alltägliche Leben der Ranter.

Ihr letzter bekannter Herrscher, genannt das Biest, ermordete beispielsweise in seiner Jugend den eigenen Zwillingsbruder.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Triangulum

Nach der Flucht vor den Halutern nach Andromeda siedelten die Vorfahren der Ranter auch zuerst in dieser Galaxie. Allerdings schienen sie eine ausgeprägte Haltung der Härte und Konsequenz vertreten zu haben, mit der selbst die sonst nicht so zimperlichen Neu-Lemurer nur schwer zurecht kamen. Aus diesem Grund machten sich die Ranter auf zu einem neuen Exodus, der sie schlussendlich in die Nachbargalaxie Triangulum führte, wo sie sich auf dem Planeten Ranterburg niederließen. Dies geschah deutlich vor 31.000 v. Chr.; aufgrund der Umstände ihrer Geschichte ist eine Zeitangabe gegen 35.000 v. Chr. wahrscheinlicher, wobei dieses derzeit durch keinerlei historische Erkenntnisse gesichert ist.

Sitz der Ranter-Regierung – und Sitz des absoluten Herrschers – ist das Ty. Dies steht für "alle Macht des Bösen und des Starken" und stammt aus einer uralten Sage.

Beim Aufbau ihres Imperiums stießen die Ranter auf das ebenso dünkelhafte und brutale Volk der Merboler. Ein heftiger Krieg war die Folge, den beide Seiten mit äußerster Härte und ohne Rücksicht führten.

Eine biologische Waffe – und bezeichnenderweise eine höchst wirksame – der Merboler war ein Virus (das Gy), der bei etwa einem Drittel der Ranter zu genetischen Veränderungen und zu einer dunklen, fast schwarzen Färbung der Haut führten. Dies führte zu einer Spaltung des eitlen Volkes, zu Pogromen und sogar einem „Existenzverbot“. Und in letzter Konsequenz zu einer deutlichen, von den Merbolern beabsichtigten Schwächung der Kampfkraft.

[Bearbeiten] Verbannung

Als der Krieg mit den Merbolern massiver wurde und sich zu einem gewaltigen Weltenbrand zu erheben drohte, griffen – wahrscheinlich – die Kosmokraten ein, bzw. machten sie sich eine natürliche Möglichkeit zu nutze. Die Ranter und die Merboler hatten die zweifelhafte Ehre, als erste verbannte Völker vor 35.000 Jahren (ca. 31.200 v. Chr.) in die Namenlose Zone geworfen zu werden.

Die ursprünglichen Ranter, in ihrem Sonnensystem hinter einer undurchdringlichen Schockfront gefangen, starben schnell aus. Begünstigt wurde das Aussterben durch das ausbrechende Chaos und Bürgerkriege, da die Mentalität des Volkes kein Ventil mehr nach außen hatte, sondern sich nur noch gegeneinander richten konnte.

Die Geschichte der Ranter wurde 3808 (221 NGZ) über den Umweg der SOL von Chybrain vermittelt. Einige Unklarheiten sind dabei noch offen. Zum Beispiel, warum die beiden Imperien augenscheinlich kein Kontakt mit den von Oogh at Tarkan und den ersten Kartanin geschaffenen Robotern (Roboter von Ctl) hatten, die bekanntlich jedes aufkommende Sternenvolk unterdrückten bevor sie von den Gys-Voolbeerah manipuliert und abgeschaltet wurden.
Eventuell waren die Gys-Voolbeerah schon vorher aktiv, oder die Roboterzivilisation war zu diesem Zeitpunkt noch im Aufbau begriffen und wartete eine Schwächung der beiden Völker ab.

[Bearbeiten] Gyranter

Aus den durch das merbolische Gy genetisch veränderten Rantern entstand das Zweigvolk der Gyranter, das mithilfe einiger rantischer Raumschiffe von Ranterburg fliehen konnte, bevor sich die Schockfront endgültig schloss.

Sie fanden später eine neue Heimat auf einer Welt der Namenlosen Zone, die sie Gyrant nannten. Sie empfanden die Verbannung auch als belastend. Gemäß ihrer Mentalität sahen sie darin allerdings eine Bewährungsprobe. Sie glaubten, wenn sie sich in zahllosen Kämpfen bewährten, dass sie dann zu alter Größe zurückkehren könnten - auch wenn sie längst vergessen hatten, woher sie kamen und warum sie verbannt wurden.

Der Kampf war daher der Lebensinhalt der Gyranter. Ihm wurde alles untergeordnet. Die Erziehung war in erster Linie Erziehung zum Kampf; selbst die Kunst musste sich diesem unterordnen. Im Endeffekt das ideale Hilfsvolk der negativen Superintelligenz ANTI-ES, die sich die Gyranter während ihrer Zeit in der Namenlosen Zone untertan machte. Einige Gyranter, die sich ANTI-ES besonders verschworen hatten, bekamen Geräte in ihren Körper eingepflanzt, durch die sie diesen in ein schattenhaftes, unverwundbares Gebilde umwandeln konnten.

Innerhalb der Kriegergesellschaft der Gyranter gibt es mit den Totemwächtern eine Geheimorganisation, die anderen Werten als denen von Kampf und Gehorsam folgt. Allerdings ist diese auch in eigener Erkenntnis zu schwach, um die allgemeinen Werte der gyrantischen Gesellschaft zu ändern.

Zahlreiche Gyranter sind im Auftrag von ANTI-ES in Bars-2-Bars unterwegs, um dort den Status quo (Krieg zwischen Bars- und Farynt-Völkern) zu erhalten. Diese Bemühungen laufen nach dem Erscheinen der SOL in der Kreuzgalaxie schnell ins Leere. Die militärische Macht der Gyranter wird Anfang 3808 (221 NGZ) bei der Sonne Isandhlwana zerschlagen, als ihre Flotte von den vereinten Raumflotten der Völker von Bars-2-Bars aufgerieben wird. Danach sind sie für ANTI-ES ohne Bedeutung.

[Bearbeiten] Neu-Gyranter

Während dieser Raumschlacht gelang es einer Gruppe Totemwächter das Kriegsschiff OPHUN zu übernehmen und sich in die Galaxie abzusetzen. Auf dem vierten Planeten einer kleinen weißen Sonne erlebten sie eine Bruchlandung, die diesen Zweig für lange Jahre vom Rest des Universums abschnitt. Aber dies sollte die Keimzelle eines neuen Gyrantervolkes sein, das eines fernen Tages noch eine wichtige Rolle zu spielen habe - geläutert von der Kriegermentalität ihrer Stammvölker.

Von diesem neuen Zweigvolk sind keine aktuellen Daten bekannt.

[Bearbeiten] Raumschiffe

Die Gyranter verwenden hauptsächlich kugelförmige Schiffe, die sich in acht selbstständige Parzellen aufteilen können. Daher werden sie auch Achtteiler genannt. Im zusammengekoppelten Zustand übernimmt eine Parzelle die Gesamtsteuerung des Schiffes. Das Standardmodell hat einen Durchmesser von 460 m.

Dieser Schiffstyp ist mit dem von den Beneterlogen in Bars-2-Bars gebauten Schiffen verwandt. Wer hier wen kreativ befruchtet hat ist nicht bekannt.

[Bearbeiten] Risszeichnung

Eine Risszeichnung des Schiffstyps findet sich in Atlan-Heft 644.

[Bearbeiten] Quellen

Atlan 644, Atlan 650

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