Raphanen
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Die Raphanen sind die Nachkommen von Lemurern, die während des Lemurisch-Halutischen Krieges zum Nagigal-System geflohen sind. Ihr Heimatplanet ist Arkan-Raphan, aber auch die Monde dieses Planeten und die Überreste der beiden zerstörten anderen Planeten des Systems sind bewohnt. Es gibt ca. 42 Milliarden Raphanen im Nagigal-System.
[Bearbeiten] Erscheinungsbild
Siehe Artikel Lemurer. Im Gegensatz zu ihren Ahnen haben die Raphanen eine rötliche Hautfarbe. Die Raphanen, die auf den Monden Arkan-Raphans leben, werden in der Regel über zwei Meter groß. Die Planetenbewohner haben eine durchschnittliche Körpergröße von nur 1,40 bis 1,50 Metern.
Typisch für die Kleidung der Raphanen sind verschiedene Kopfbedeckungen. Zu offiziellen Uniformen gehören Spitzhüte, aber auch Turbane sind weit verbreitet.
[Bearbeiten] Charakterisierung
Die Raphanen leiden wie ihre Vorfahren unter einer tief sitzenden Angst vor den Schwarzen Bestien. Eine Legende ihres Volkes besagt, eines Tages würden die Bestien durch den Sonnentransmitter kommen und die Raphanen vernichten. Diese Angst hat zu einem enormen Bevölkerungswachstum bei den Raphanen geführt. Da im Nagigal-System aber nur begrenzter Platz zur Verfügung steht, herrschen insbesondere auf Arkan-Raphan Überbevölkerung und Armut, aber an Geburtenkontrolle denkt niemand.
[Bearbeiten] Geschichte
Nach ihrer Flucht vor den Bestien leben die Raphanen ca. 50.000 Jahre lang in totaler Isolation, da Arkan-Raphan im Leeraum zwischen den Galaxien liegt. In den Jahrtausenden seit der Flucht gerät vieles in Vergessenheit, aber die Angst vor den Bestien bleibt stets lebendig. Um ca. 46.000 v. Chr. kommt es zwischen den Lemurern von Erontis und Sepdelen zu einem Bruderkrieg, der zur Vernichtung der beiden Planeten führt. Die Bewohner von Arkan-Raphan verhalten sich neutral, während die beiden anderen Volksgruppen sich gegenseitig auslöschen. Aufgrund dieser Ereignisse sperrt der Aktivierungswächter Immentri Luz den Sonnentransmitter für ausgehende Transporte, so dass die Lemurer im Nagigal-System isoliert sind und nur sehr begrenzten Lebensraum zur Verfügung haben.
In den folgenden Jahrtausenden entwickeln die Lemurer sich zu den Raphanen. Der größte Teil der Bevölkerung leidet unter den schwierigen Bedingungen und lebt in gigantischen verschmutzten Städten. Viele Raphanen verbringen ihr ganzes Leben in unterirdischen Wohnsilos, ohne je die Sonne zu sehen. Ein riesiges, autonomes Heer von Robotern versorgt sie mit dem Lebensnotwendigsten. Nach dem Hyperschock des Jahres 1331 NGZ werden die Lebensbedingungen für die Raphanen noch schwerer.
In jedem Jahr werden 130 Neugeborene ausgelost, die ins so genannte Quartier Lemurica gebracht werden, wo vergleichsweise paradiesische Zustände herrschen: Natürliche Umgebung, viel Platz, gute Ernährung. Dort bewacht der mächtige Ordin-Priesterrat die drei Pyramiden, die den Nagigal-Sonnentransmitter steuern. Allerdings haben die Priester im Verlauf der Jahrtausende vergessen, wie die Steueranlagen bedient werden. Sie vollführen anstelle sinnvoller Schaltvorgänge nur noch Rituale. Die Ordin-Priester sichern ihre Machtposition, indem sie dem Bürgerrat mit dem Einsatz von Gegenpolkanonen drohen. Diese Kanonen existieren zwar tatsächlich, aber die Priester sind in Wahrheit nicht in der Lage, sie zu bedienen.
Im Dezember 1345 NGZ erreicht das KombiTrans-Geschwader das Nagigal-System. Atlan tritt in Verhandlungen mit den Raphanen ein und gewährt ihnen Technologietransfer im Austausch für die Erlaubnis, die Steuerpyramiden des Sonnentransmitters untersuchen zu dürfen. Atlan veranlasst außerdem den Transfer des Planeten Kharmuu vom Kharag-Sonnendodekaeder ins Nagigal-System. Dieses Vorhaben wird am 1. Januar 1346 NGZ erfolgreich abgeschlossen, so dass sich der Lebensraum der Raphanen verdoppelt.
Die Galaktiker ziehen sich am 15. März 1346 NGZ nach dem Verlust des Kharag-Sonnendodekaeders an TRAITOR aus dem System zurück. Atlan nimmt an, dass die Raphanen nicht von Interesse als Ressource für die Terminale Kolonne sein werden.

