Ringwulst
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Der Ringwulst ist – neben dem Kugeldesign – das typischste Erkennungsmerkmal für Raumschiffe der lemuriden Völker. Auch die Blues nutzen in ihren Diskusraumern das Prinzip des Ringwulstes.
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[Bearbeiten] Äußeres Erscheinungsbild
Der Ringwulst umzieht den Äquator eines Kugelraumers komplett. Er hat dabei die Form eines nicht immer eleganten Wulstes.
Bei den größeren Kampfschiffen (Schlachtkreuzer aufwärts) können hier auch Geschütze eingebaut sein.
Abhängig von Raumschiffsklassen und -typ hat er in charakteristischen, regelmäßigen, symmetrischen Abständen Öffnungen. Diese enthalten die Projektionsfelddüsen.
Bei der alten STAATEN-Klasse beispielsweise sind es 18 Öffnungen und vermutlich ebenso viele separate Triebwerke.
Ebenso ist es bei den älteren Space-Jets. (PR 551) Die modernen kleineren Kugelraumer haben sechs Antriebsöffnungen.
Die moderne JUPITER-Klasse enthält eine 12-er-Symmetrie.
[Bearbeiten] Innereien
Unter der Hülle des Ringwulstes sind Teile der Unterlicht-Triebwerke verborgen. Die Öffnungen nach außen sind die Auslassöffnungen für Impulstriebwerke oder deren Pendants.
[Bearbeiten] Technische Geschichte
Entwickelt wurden die Kugelraumer mit Ringwulst in der Milchstraße zunächst von den Lemurern. Wahrscheinlich hatten sie keine direkten Vorbilder, sondern sind eine Eigenentwicklung.
Die Kugel ist jene Form, die bei einem gegebenen Volumen die geringste Ober- und damit auch die geringste Angriffsfläche bietet. Diese statischen Vorteile (die auch viele andere raumfahrende Völker nutzten und nutzen) werden durch den Ringwulst derart positiv ergänzt, dass dieser – von der Flugrichtung her gesehen – am äußersten Rand ansetzt. Bei einem gegebenen Drehimpuls wird genau an dieser Stelle die größtmögliche Wirkung erzielt. Die Triebwerke im Ringwulst sind also für die Manövrierbarkeit, statisch gesehen, die günstigste Lösung.
Soll ein Raumschiff möglichst schnell in Flugrichtung beschleunigt werden, benötigt es dafür möglichst viele Triebwerke. Wo diese ansetzen, ist zunächst einmal zweitrangig.
Soll ein Raumschiff dagegen möglichst schnell abgebremst werden, sollte auch die volle Anzahl der Triebwerke in die entgegengesetzte Flugrichtung zeigen. Sind die Triebwerke wie bei einer Rakete auf der Unterseite angebracht, müsste für den maximalen Gegenschub das Raumfahrzeug also um 180 Grad gewendet werden. Sind dagegen die Triebwerke sehr weit außen angebracht, können anstelle des Raumfahrzeugs entweder die Triebwerke gewendet werden, oder die Triebwerke zeigen bereits in die entgegengesetzte Richtung.
Ein Ringwulst löst dieses statische Problem, indem die Triebwerke nicht nur außen angebracht sind, sondern deren Auslassöffnungen bereits in die entgegengesetzte Richtung zeigen. Anders als bei raketenähnlichen Triebwerken auf der Unterseite eines Raumfahrzeugs, die eng gebündelt nebeneinander liegen, hat der Ringwulst zudem den Vorteil, ausreichend Platz zu bieten: Bei größeren Triebwerken vergrößert man einfach den Ringwulst selbst. Bei einem zusätzlichen Bedarf an Beschleunigung baut man eben einige zusätzliche Triebwerke ein.
Der Ringwulst mit den dort untergebrachten Triebwerken ist also die ideale Lösung für Raumschiffe, was Platzangebot, Beschleunigung und Manövrierbarkeit anbelangt. Gleiche Antriebstechnik vorausgesetzt, ist also ein Kugelraumer mit Ringwulst jedem anderen Raumschiffsdesign überlegen.
[Bearbeiten] Völker, die Ringwülste in ihren Raumschiffen verwende(te)n
[Bearbeiten] In Kugelraumern
- Akonen. Beispiel: Schlachtkreuzer der Akonen
- Arkoniden. Beispiel: Arkonidischer Nachschubfrachter KEON RHETOR-Klasse
- Lemurer. Beispiel: Leichter Kreuzer HELIPOS.
- Terraner. Beispiel: Superschlachtschiff der IMPERIUMS-Klasse - CREST II
- Tefroder. Beispiel: Kampfaufklärer der Tefroder
[Bearbeiten] In Diskusraumern
- Arkoniden. Beispiel: LEKA-Disk.
- Blues. Beispiel: Großkampfschiff der Blues
- Terraner. Beispiel: Gazelle
[Bearbeiten] Entwicklung des Ringwulstes in der terranischen Raumschiffstechnik
[Bearbeiten] 1971
Seit der ersten Aquirierung eines arkonidischen Beibootes für die Dritte Macht im Jahre 1971 bis zur Indienststellung modernster eigener Raumwerften waren die terranischen Kugelraumer und ihre Ringwülste nichts anderes als Nachbauten arkonidischer Modelle.
[Bearbeiten] 2400
Mit der CREST II, einem Superschlachtschiff der IMPERIUMS-Klasse, ging 2400 dann ein neuer Ringwulst in das Design ein: Der dreifache Ringwulst: Ein besonders ausladender Hauptringwulst wurde von zwei kleineren Wülsten umgeben. Erstmalig enthielt der Ringwulst nicht nur die Auslassdüsen, sondern große Teile des Triebwerks selber sowie eine erhebliche Anzahl an Kraftwerken.
→ siehe hierzu auch: Risszeichnung in Heft PR 278 (Superschlachtschiff der IMPERIUMS-Klasse - CREST II)
[Bearbeiten] 2404
Bereits 2404 gab es einen erneuten Entwicklungssprung: Mit der CREST III, dem ersten Ultraschlachtschiff der GALAXIS-Klasse. Nicht nur, dass die 20 Triebwerke insgesamt 40% mehr Schub als die CREST II erreichten, der Ringwulst hatte auch eine komplett neue Zusatzfunktion erhalten: Denn erstmalig wurden in ihm Beiboote untergebracht. Nicht nur einzelne in der Art von Rettungsbooten, sondern eine eigene Flottille, nämlich eine Unzahl von Moskito-Jets, Drei-Mann-Zerstörer und Space-Jets im oberen, und 50 Korvetten im unteren Neben-Ringwulst.
→ siehe hierzu auch: Risszeichnung in Heft PR 421 (Ultraschlachtschiff CREST III bzw. IV vom Typ der GALAXIS-Klasse)
[Bearbeiten] 3437
Bei der MARCO POLO, dem ersten Ultraschlachtschiff der TRÄGER-Klasse, wurde dieses Prinzip 3437 gewechselt, so dass der zentrale Ringwulst eine Beibootflotte von 50 Leichten Kreuzern aufnahm. Die Neben-Ringwülste beherbergten stattdessen die Triebwerke. Die Korvetten und anderen Beiboote waren wieder im Rumpf untergebracht.
→ siehe hierzu auch: Risszeichnung in Heft PR 465 (MARCO POLO - Ultraschlachtschiff der Trägerklasse)
[Bearbeiten] 3540
Den gigantischsten Ringwulst überhaupt und damit ein Volumen, das einigen Schlachtschiffen gleichkommt, besitzt 3540 das Fernraumschiff SOL, nicht nur das erste Ultraschlachtschiff der UNIVERSUM-Klasse, sondern auch der erste Hantelraumer überhaupt. Im Ringwulst, der im Schnitt einer Halbkugel gleicht, sind 24 Protonenstrahltriebwerke untergebracht, über 900 Korvetten (diesmal blieben die Leichten Kreuzer im Rumpf), und jede freie Außenfläche ist mit einer Kanone versehen.
[Bearbeiten] 300 NGZ
Der Metagrav-Antrieb setzt sich ab 300 NGZ durch, und der Ringwulst wird obsolet.
[Bearbeiten] 447 NGZ
Die CORDOBA-Klasse hat für ihre eingebauten Geräte keinen Platz mehr. Die Metagrav-Projektoren werden nach außen in einen Ringwulst gesetzt. Bei allen anderen Raumschiffen gibt es diese Probleme nicht.
[Bearbeiten] 1303 NGZ
Die LEIF ERIKSSON, ein ENTDECKER-Klasse-Raumer von 1800 Metern Durchmesser, besitzt 1303 NGZ zwar keinen Ringwulst, aber zwei kleine Triebwerksringe, jeweils 300 Metern von den Polen entfernt. Diese enthalten zur Sicherheit auch Protonenstrahltriebwerke.
[Bearbeiten] 1330 NGZ
Der drohende Anstieg der Hyperimpedanz soll viele hypertechnische Gerätschaften außer Betrieb setzen. Der Ringwulst kommt ab 1330 NGZ langsam wieder in Mode und mit ihm die auf 5-D-Technik arbeitenden Rückstoß-Motoren. Zunächst mit klobigen Improvisationen, danach besinnt man sich auf das gute alte Design.
[Bearbeiten] 1331 NGZ
Der Ringwulst etabliert sich ab 1331 NGZ, nachdem die Hyperimpedanz stark erhöht ist. Blitzschnell hat sich das terranische Design umgestellt: Der Ringwulst ist im Schnitt nun sechseckig und – wie auch ganze Raumschiffe, beginnend bei der ENTDECKER–Klasse Typ II – modular aufgebaut; einzelne Ringwulstelemente können nun schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Der Ringwulst eines typischen Kugelraumers besteht nun aus sechs, in großen Schiffen zwölf Elementen, Module genannt. Jedes Modul enthält die Triebwerke (welche einen geringeren Platz einnehmen als jemals zuvor) sowie Hangars, Waffen oder Stauraum. Erstmals kann in einem Ringwulst-Hangar ein 200-Meter-Kreuzer (Schwerer Kreuzer) untergebracht werden.
[Bearbeiten] Quellen
PR 1, PR 278, PR 465, PR 1000, PR 2076, PR 2243, PR 2375, ...




