SENECA

Aus Perrypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Hyperinpotronik SENECA. Für den gleichnamigen Leichten Kreuzer, siehe: SENECA (Raumschiff).


SENECA ist seit der Inbetriebnahme im Jahr 3540 die zentrale Hyperinpotronik des Fernraumschiffes SOL.

Inhaltsverzeichnis

Der Rechner wurde nach dem römischen Philosophen, Naturforscher und Staatsmann Lucius Annaeus Seneca benannt.

[Bearbeiten] Aufbau

Die Hyperinpotronik ist im Mittelteil des Schiffes eingebaut, im exakten Schnittpunkt der Hoch- und Längsachse. SENECA befindet sich dort in einer 500 m durchmessenden Kugel mit 2 m starken Panzerstahlwänden. Es gibt nur zwei Zugänge, die hermetisch abgeriegelt und bewacht sind. Zutritt haben aber in der Regel nur autorisierte Personen. Ebenso ist eine Programmierung nur von der Alpha-Zentrale-SENECA innerhalb der Kugelschale aus möglich.

Dieser kugelförmige Bereich bildet ein völlig autarkes System innhalb der SOL. Durch vier Nug-Schwarzschild-Reaktoren mit Energie gespeist, ist der Bereich ausreichend versorgt, ebenso wird damit der Energieschirm erzeugt, der SENECA separat schützt.

Im genauen Zentrum der Kugel ist ein Quader mit einer Kantenlänge von 50 x 50 x 50 Metern nochmals separiert und durch Energieschirme und Waffensysteme geschützt, er enthält das organische Zellplasma (nach Atlan 553: 125.000 Kubikmeter). Das doppelt vorhandene Lebenserhaltungssystem für das Plasma befindet sich in sechs neben dem Quader untergebrachten halbrunden Kuppeln.

[Bearbeiten] Hyperinpotronik

[Bearbeiten] Biologische Seite

Der biologische Teil des Rechners besteht aus insgesamt 125.000 Kubikmeter Zellplasma von der Hundertsonnenwelt und ist durch exakt 1.679.616 Bioponblöcke mit der Positronik vernetzt. Dieses lebende Plasma verleiht SENECA eine ausgeprägte Pseudointelligenz, wobei nicht ganz klar ist, ob sich der Begriff Pseudo halten lässt. Für die Solaner ist ihr SENECA intelligent und die »Seele« des Schiffs.

[Bearbeiten] Positronische Seite

Die positronische Seite ist eine vollkommene Neuentwicklung siganesischer Hypertechnik. Durch Mikrohypersender und Empfänger an den lichtschnell arbeitenden Teilen ist die Datenübertragung innerhalb SENECAS überlichtschnell. Die Datenspeicherung aller denkbaren Ergebnisse und Daten erfolgt in Form von symbolkodifizierten Impulsen. Durch diese damals neue Technik erreicht SENECA fast die Leistung von NATHAN, trotz der deutlich geringeren Größe. Der Positronikteil ist in sechs redundante, separate Partitionen aufgeteilt um einen Totalverlust bei Teilbeschädigungen zu vermeiden.

[Bearbeiten] Hypertoyktische Verzahnung

Die Verbindung zwischen Zellplasma und Positronik wird durch so genannten Balpirol-Halbleiter hergestellt. Dabei handelt es sich um halborganisches Material, das die erzeugte Befehls-und Unterrichtungsimpulse in technisch nutzbare Symbolgruppen umzuwandeln, ähnlich wie bei einer SERT-Haube.

[Bearbeiten] Romeo und Julia

Neben den leitungstechnischen Verbindungen die von SENECA aus in alle Teile des Fernraumschiffs bestehen, verfügt der Rechner auch über zwei mobile Ableger in Form des Roboterpaares Romeo und Julia, die jedoch kein organisches Zellplasma enthalten.

Diese menschenähnlich gestalteten Roboter sind in den SOL-Zellen stationiert und über Hyperfunk mit SENECA verbunden.

[Bearbeiten] Seele

Der Streit über Intelligenz oder nur Pseudointelligenz kann nicht direkt beantwortet werden. Für die Solaner ist der Rechner die Seele des Schiffes und eindeutig intelligent.

Man kann dieses eigene Bewusstsein auch an verschieden eigenwilligen Eigenarten ablesen, welche die Hyperinpotronik besitzt. So entwickelt SENECA im Lauf der Jahrhunderte regelrechte Psychosen, die auf die Art und Weise zurückgeführt werden, wie die Solaner mit der Hyperinpotronik umgehen. Ebenso ist die strikte Verweigerung des Einbaus von syntronischen Bauteilen nicht gerade normal.

Der Satz »Das wüsste ich aber!« allerdings geht auf eine überzählige Balpirol-Halbleiterverbindung zurück. Diese führt zu einem übersteigerten Selbstbewusstsein SENECAS und einer damit einhergehenden Weigerung, Wissenslücken zuzugeben. Der Fehler wurde bei der Konstruktion zwar noch erkannt, allerdings als harmlos eingestuft und nicht kostspielig korrigiert. (PR 701, PR 714)

Während des Umbaus 826 NGZ zeigt es sich, dass SENECAS Funktion für die SOL weit über die einer üblichen Biopositronik hinausgeht. Zumindest ist das Schiff ohne seine zentrale Instanz definitiv nicht einsatzfähig.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahr 3540 wird SENECA in Dienst gestellt. Es ist zu diesem Zeitpunkt die leistungsfähigste mobile Hyperinpotronik.

Im Jahre 3582 verbindet sich SENECA mit dem größten und leistungsstärksten mehrdimensionalen Rechner der Kelosker, dem Shetanmargt. Nachdem er eine Zeit lang in der SOL eingebaut war, geht das Shetanmargt zusammen mit den Keloskern in der Kaiserin von Therm auf.

Während der Odyssee der SOL von 3586 bis 3791 (204 NGZ) wird SENECA durch äußere, unbekannte Einflüsse teilweise gestört. Er ist ab einem nicht genau bekannten Zeitpunkt nur noch begrenzt fähig, die Systeme zur Aufrechterhaltung des Schiffbetriebs zu steuern. Erste Störungen werden bereits im Jahre 3608 bekannt, haben aber noch keine schwerwiegenden Auswirkungen.

Im Jahre 3650 beenden Romeo und Julia einen unkontrollierten Dimetransflug der SOL, zu dem es infolge des Emotio-Schocks gekommen ist - möglicherweise wurde dieser bereits durch die Fehlfunktion SENECAS ausgelöst. Dann machen sie sich auf den Weg ins SOL-Mittelteil, wo sie aber nicht ankommen. Esterhan Soeklund, Joscan Hellmuts Nachfolger, startet eine Suchaktion. Er findet heraus, dass SENECA seine beiden Ableger via Transmitter zu einem unbekannten Empfänger außerhalb der SOL versetzt hat, von dem sie einige Zeit später zurückkehren. Beide wurden von dem Empfänger in Antimateriebomben verwandelt. Sie haben den Auftrag, sich zusammenzufügen und dadurch eine Annihilationsreaktion auszulösen, die die SOL vernichten soll. SENECA, dem die Rückkehr der beiden Roboter nicht verborgen geblieben ist, kann sie jedoch unschädlich machen. Sie werden in Blöcke aus transparentem Material (vermutlich Quarz oder Glassit) eingegossen.

Soeklund betrachtet diesen Vorgang, bei dem SENECA sich über direkte Befehle hinwegsetzt oder sie einfach ignoriert, als Ausdruck einer zunehmenden Störung der Hyperinpotronik. Dabei scheint es auch zu einer »Schizophrenie« zwischen dem positronischen und biologischen Teil zu kommen. Diese Störung scheint auch 3791 noch vorzuliegen, denn manchmal hilft SENECA Atlan, um wenig später wieder Chart Deccon zu unterstützen. Im März 3792 (205 NGZ) gelingt es Order-7-B, SENECA zumindest teilweise unter seine mentale Kontrolle zu bringen und auf diese Weise die Troiliten für seine Zwecke einzusetzen. SENECA wird in dieser Zeit auch vom SOL-Hirten beeinflusst. In dieser Tarnexistenz löscht Arjana Joester den Speicher, der für die Hinterlegung des Namens des neuen High Sideryt vorgesehen ist.

Im Mai 3792, nach dem Ende von Order-7-B, kann Atlan mithilfe einer fordernden Simulation (eine Art virtuelles Fantasy-Spiel, in dem er gegen Freunde der Vergangenheit antreten muss) die meisten Neurosen SENECAS heilen. SENECA projiziert bei diesem Spiel seine ganze Frustration in Atlan, der sie im Kampf gegen die virtuellen Ebenbilder früherer prominenter Besatzungsmitglieder der SOL abreagiert. Zuletzt tritt Atlan dem Ebenbild Perry Rhodans gegenüber, weigert sich diesmal jedoch, ihn zu töten. SENECA sagt später, diese Reaktion sei die einzig richtige gewesen. SENECAS Leistungsfähigkeit ist danach weitgehend wiederhergestellt, errreicht nach eigener Aussage der Hyperinpotronik aber nicht mehr die ursprüngliche Stufe. Hierfür wäre eine Komplettabschaltung und grundlegende Neuprogrammierung SENECAS erforderlich. Die Schiffsführung verzichtet auf diese Maßnahme, weil sie gleichbedeutend mit dem »Tod« des Bioplasmas wäre - dieses würde durch den Neustart seine jetzige Identität verlieren.

Im Jahre 427 NGZ wird die Hyperinpotronik generalüberholt.

Im Zuge der Umbauten, ab 826 NGZ auf der Kosmischen Fabrik MATERIA, als die SOL Shabazza in die Hände fiel, wurde SENECA kurzfristig von Shabazzas Helfern ausgebaut, um den Zentralrechner durch das SOLHIRN zu ersetzen. Es stellte sich jedoch heraus, dass die SOL und SENECA zu stark verwachsen sind, die Hyperinpotronik wurde daraufhin wieder eingebaut. Allerdings konnte SENECA wegen SOLHIRN keine erkennbare Kontrolle über die SOL ausüben.

Des Weiteren erhält die SENECA-Kugelzelle eine Carithülle, die kleinste Spuren des Ultimaten Stoffes enthält. Bei den Geschehnissen im INSHARAM und der Geburt des Prä-ES verliert das Carit seine besonderen Eigenschaften.

Nach der Rückeroberung in Jahr 1290 NGZ durch Perry Rhodan wird SOLHIRN zerstört, und SENECA übernimmt wieder die Kontrolle über das Hantelschiff.

Durch eine Nano-Kolonne, die Shabazza an Bord zurücklässt und irrtümlich von Perry Rhodan in den Innenbereich SENECAS gebracht wird, übernimmt die Hyperinpotronik das Schiff und führt es entgegen den ursprünglichen Kursanweisungen in die Milchstraße. Im Januar 1291 NGZ gelingt es durch die Partitionierung und die anschließende Opferung der Partition drei, SENECA vom Einfluss der Nano-Kolonne zu befreien - nur wenige Stunden bevor sich die Nano-Kolonne über das gesamte System ausgebreitet und SENECA rettungslos befallen hätte.

Nach der Eroberung der SOL durch Kirmizz am 22. September 1345 NGZ in Hangay wird SENECA von vier mobilen Rechenhirnen TRAITORS überwacht. Diese werden am 25. September 1346 NGZ von Kalbaron Silathe vernichtet, die unter der mentalen Kontrolle von Kirmizz steht. So wird es SENECA ermöglicht, die Armee der Schatten bei der Rückeroberung der SOL zu unterstützen. SENECA kommentiert dies mit deutlich erkennbarem Vergnügen.

[Bearbeiten] Quellen

Persönliche Werkzeuge