Sanny
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Sanny ist eine Molaatin von Heimat-11.
[Bearbeiten] Erscheinungsbild
Siehe Artikel Molaaten. Sannys Augenfarbe ist Hellblau. Mit nur 47 cm Körpergröße ist Sanny die kleinste Molaatin in der von Oserfan angeführten Fünfergruppe. Sie trägt einen dünnen Fellumhang, der mit einer verzierten Spange an der linken Schulter gehalten wird. Ein schmaler Gürtel mit mehreren kleinen Lederbeuteln umschließt ihre zierliche Taille.
[Bearbeiten] Charakterisierung
Sanny ist ein mathematisches Genie und gilt nicht nur in ihrem eigenen Volk als absolute Ausnahmeerscheinung. Sie kann alle denkbaren Rechenoperationen schneller ausführen als eine Positronik, sie könnte den Bordrechner eines Raumschiffes ersetzen. Sie muss sich dafür nicht einmal anstrengen, tatsächlich kann sie nicht besonders gut rechnen - sie kennt die Lösungen für mathematische Probleme einfach, sobald diese sich stellen. Auch Lebewesen können von ihr »berechnet« werden. Ihre diesbezügliche Fähigkeit geht weit über normale Menschenkenntnis hinaus. Für sie ist das so selbstverständlich wie jeder andere Denkprozess. Sie ist manchmal nicht in der Lage, die von ihr gegebenen Antworten zu interpretieren. Das übernimmt dann meist Oserfan.
Die Ursachen für ihre Begabung sind nicht bekannt, obwohl molaatische Wissenschaftler versucht haben, sie zu erforschen. Sanny wird als Instinktmathematikerin bezeichnet. Atlan wählt den Begriff Paramathematikerin.
Trotz ihrer erstaunlichen Fähigkeiten ist Sanny sehr bescheiden und hat keine Allüren. Sie ist anpassungsfähig und kameradschaftlich.
[Bearbeiten] Geschichte
Oserfans zunächst vierköpfige Gruppe tut einige Jahre Dienst auf der TOSTAAD. Die Molaaten haben die Aufgabe, zur Kolonisierung geeignete Planeten zu finden. Dann wird Sanny der Gruppe zugeteilt. Sie fügt sich schnell in die Gruppe ein und steigert ihre Effizienz enorm.
Ungefähr zwei Monate nach Sannys Zuteilung kehrt die TOSTAAD nach Heimat-11 zurück, das Raumschiff muss überholt werden. Die fünf Molaaten machen einen Stadtbummel und besuchen einen Rummelplatz. Plötzlich bricht Panik aus: Ein gewaltiges Objekt (ein riesiges Raumschiff oder eine Raumstation der Ysteronen) verfinstert den Himmel, dann verschwinden Molaaten, als ob sie ins Nichts gesaugt worden wären. Oserfans Gruppe flieht zum Raumhafen und verlässt den Planeten mit der TOSTAAD, was nur mit Sannys überlegenen Fähigkeiten gelingt.
Der Bordrechner der TOSTAAD fällt aus, so dass Sanny einspringen muss. Vorräte und Sauerstoff werden knapp, nacheinander fallen weitere Aggregate aus. Das Schiff muss aufgegeben werden. Die Molaaten retten sich in einen Asteroiden, der einen alten Stützpunkt trägt. Mit einem Notsender flüchten die Molaaten sich in eine mit atembarer Luft gefüllte Kammer, wo sie wegen Flüssigkeits- und Nahrungsmangel in eine Art Schockstarre fallen.
Am 30. August 3791 erreicht die SOL den Sternhaufen Bumerang. Die Molaaten werden gefunden und an Bord genommen, wo sie als Extras gelten. Die fünf Wesen und insbesondere Sanny wachsen Atlan schnell ans Herz. Tatsächlich verliebt die kleine Molaatin sich in den Arkoniden.
Sanny ist 3791 noch eine junge Frau, vergleichbar mit einer 25-jährigen Terranerin. Sie nimmt an den Erkundungsflügen der BRITTAX und der POLLUX teil. Als die SZ-2 am 19. Oktober vom Mutterschiff abgekoppelt wird, um die Galaxie All-Mohandot zu erkunden, während die Rest-SOL in Bumerang zurückbleibt, sind Sanny und die anderen vier Molaaten mit an Bord.
Als sie auf Worsian IV dem Ysteronen Girgeltjoff begegnen, beschließen alle Molaaten bis auf Sanny, sich an ihm für die vermeintliche Vernichtung ihres Volkes zu rächen. Sie distanzieren sich von Sanny, weil die junge Molaatin nach Ansicht ihrer Gefährten zuviel vom Gedankengut Atlans übernommen hat und nicht mehr vom Wunsch nach Rache an den Ysteronen erfüllt ist. Sie täuschen sie deshalb über ihre wahren Absichten, so dass Sanny nichts davon ahnt, dass ihre Gefährten Girgeltjoff töten wollen. Später haben aber auch die anderen vier Molaaten ein Einsehen, und es kommt zu einer Versöhnung.
Sanny unterstützt Brooklyn bei der Ausarbeitung eines Planes, mit dem eine Korvette der auf Break-2 festsitzenden SZ-2 flugfähig gemacht werden kann. Im Januar 3792 nimmt sie am Flug der DUSTY QUEEN zum Ysterioon teil. Zusammen mit Oserfan und Argan U versteckt sie sich in dem Roboter Osa, um das Ysterioon insgeheim erkunden zu können. Als die DUSTY QUEEN gezwungen ist, das Ysterioon fluchtartig zu verlassen, müssen Sanny und der Puschyde dort zurückgelassen werden. Sie dringen bis zur Tabuzone vor und entdecken die dort tätigen Roxharen. Als Girgeltjoff sie ausfindig macht und mitnehmen will, halten sie ihn für einen Feind und fliehen in die Tabuzone. Sie werden gefangen genommen und hören mit, wie HIDDEN-X den Roxharen befiehlt, den Atombrand auf Pryttar zu stoppen. Auch auf der DUSTY QUEEN meldet sich HIDDEN-X und droht, Argan U und Sanny zu töten, wenn die Roxharen keinen Erfolg haben sollten. Argan U und Sanny können ausbrechen, denn der Puschyde hat einen Strahler in seinem Destilliergerät versteckt. Er zerstört einige wichtige Geräte, bevor er wieder gelähmt wird.
Es gelingt den beiden erneut, sich innerhalb der Statue in der Tabuzone des Ysterioons zu befreien. Sie deaktivieren die Steueranlage für das Energiegatter, welches die Statue schützt, und fliehen aus dem Sockel. Draußen begegnen sie Atlan und dessen Begleitern und setzen sich mit einem Transmitter zu Atlans Space-Jet ab. Im März ist sie maßgeblich daran beteiligt, dass die Gefahr der von Order-7-B in der SZ-2 freigesetzten Osal'Oths erkannt wird.
Als die SOL im Juni 3792 in eine Falle des Schalters gerät, erscheint Chybrain und übermittelt der Molaatin die Positionsdaten Paradiso nirwanas. Zu Atlans Überraschung kann Sanny Chybrain berühren, was bisher noch niemandem gelungen ist. Sie begleitet Atlan bei der Erkundung der Scheibenwelt und warnt vor Tdibmufs, den sie nicht »berechnen« kann. Sie leistet Atlan und Lyta Kunduran wertvolle Hilfe bei der Erkundung des Zentralkegels, von dessen Illusionen und Labyrinthen sie sich nicht in die Irre führen lässt. Sie entdeckt eine Zentrale, in der ein Roboter namens der Heimatlose wacht, der molaatisch spricht. Sanny kann sich mit ihm verständigen und gewinnt seine Freundschaft. Als Alarm ausgelöst wird, bringt der Roboter Sanny in Sicherheit. Atlan und Lyta Kunduran werden gefangen genommen. Der Heimatlose wird wenig später vernichtet, als er Sanny vor anderen Robotern beschützt. Die Molaatin entkommt nur mit knapper Not. Sie begegnet Bjo Breiskoll und deckt gemeinsam mit ihm die wahre Identität des angeblichen Plophosers Tdibmufs auf: Er ist in Wahrheit ein Molaate namens Hapeldan im Dienst von HIDDEN-X und ist identisch mit dem Schalter. Daraufhin befiehlt HIDDEN-X die Abschaltung Paradiso nirwanas. Sanny wird vorübergehend von Hapeldan übernommen, doch dieser wird von Oggar vertrieben, bevor er größeren Schaden anrichten kann.
Nach dem Ende Paradiso nirwanas wird die SOL von HIDDEN-X ins Sternenmeer geschleudert. Atlan wird mental beeinflusst und greift sogar Sanny an, die davon eine Beule am Kopf zurückbehält. Sie ist dem Arkoniden aber nicht gram, da sie die Wahrheit erkennt. Sie bekommt sogar mehrmals Valrik zu Gesicht. Sie konfrontiert Atlan, der in der SOL Sabotageakte verübt, später mit einer von Wöbbeking erschaffenen Aura aus Jenseits-Energie. Kurz danach erscheint Wöbbeking in Gestalt des Kometen Nar'Bon. Sanny verhindert, dass er von der SOL beschossen wird, so dass er Atlan von dem Fremdeinfluss befreien kann.
Sie begleitet Atlan bei der Erkundung von Aqua II und Aqua-I. Dort leitet sie nach der Vertreibung der Einzigen einige Techniker an, die den Höllenschlund so schalten, dass er nie wieder eine Bedrohung für Aqua-II darstellt und von den Nuun beherrscht werden kann. Die »ungeborenen« Dormiganer versetzen Sanny und Bjo Breiskoll nach Dormigan, wo sie mehr über die Geschichte dieser Energiewesen erfahren und von den Gravo-Energetikern angegriffen werden. Sie werden später von der KUNZ abgeholt.
Beim Kampf um den Dimensionstransmitter von Aqua-I spielt Sanny erneut eine wichtige Rolle. Es gelingt ihr, den Roboter Vertell-Null zu deaktivieren und so umzuprogrammieren, dass er Atlan als seinen Herrn anerkennt. In einer Halle, in der Wasser zwischengespeichert worden ist, stürzt sich eine Moospflanze auf Sanny, die ihren Raumanzug nicht rechtzeitig geschlossen hat. Sie wird von Chybrain in einen anderen Raum der Station versetzt. Dort zwingt er sie, so lange mit ihr das terranische Brettspiel Dame zu spielen, bis er es so gut gelernt hat, dass er ihr ebenbürtig ist. Er lässt Sanny auch dann nicht gehen, als die anderen Solaner von den Urjanern angegriffen werden. Einer der Angreifer schießt auch auf Sanny, aber Chybrain fängt den Energiestrahl ab. Dann berührt er den Urjaner, der daraufhin zu Asche zerfällt. Als Wöbbeking sich nähert, kommentiert Chybrain das mit den Worten »Der Spielverderber kommt«. Wöbbeking holt Chybrain zu sich und tadelt ihn. Sanny wird von Wöbbeking zurück auf die SOL versetzt, bevor die Urjaner Aqua-I vernichten.
[Bearbeiten] Quellen
Atlan 534, Atlan 535, Atlan 537, Atlan 538, Atlan 543, Atlan 544, Atlan 545, Atlan 549, Atlan 551, Atlan 561, Atlan 562, Atlan 563, Atlan 564, Atlan 565, Atlan 566, Atlan 567, Atlan 568, Atlan 569, Atlan 571, Atlan 572

