Sauerstoffwelt
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Sauerstoffwelten sind Planeten, die einen bedeutsamen Anteil von Sauerstoff in ihrer Atmosphäre haben.
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[Bearbeiten] Vorkommen
Sauerstoffwelten oder -planeten sind im Universum vergleichsweise selten, wie Oasen in einer Riesenwüste. Das liegt daran, dass der Sauerstoff einer Atmosphäre, sofern überhaupt vorhanden, schnell durch chemische Prozesse wie z.B. Oxidation verbraucht wird.
Ist dennoch Sauerstoff mit einem stabilen Prozentsatz vorhanden, muss dieses labile Gleichgewicht entweder chemisch oder biologisch hervorgerufen werden. Chemische Prozesse, die eine stabile Sauerstoffatmosphäre erzeugen können, sind in der Realwelt noch nicht bekannt. Nichtsdestotrotz gibt es im Perryversum zahlreiche unbelebte Welten mit einer Sauerstoffatmosphäre. Dies muss der realen Wissenschaft allerdings nicht widersprechen.
Biologische Prozesse dagegen können durchaus Sauerstoff freisetzen, beispielsweise durch die Fotosynthese. Über geologische Zeiträume wird der aggressive Luftsauerstoff dazu genutzt, die Planetenoberfläche und die in der Atmosphäre vorkommenden Gase, sofern möglich, komplett zu oxidieren. Ist dies getan, und ist die Produktion an Sauerstoff weiterhin größer als der mittlere Verbrauch, wird sich die Atmosphäre mit Sauerstoff sättigen.
Die weit überwiegende Zahl der bekannten biologischen Sauerstoffproduzenten sind Pflanzen, also mehrzellige Lebewesen, die entweder in ihrem Medium schweben oder andernfalls meist standorttreu sind. Es sind sehr viele Pflanzenfarbstoffe bekannt, die zur Fotosynthese taugen. Die weit überwiegende Zahl der bekannten fotosynthetischen Vorgänge im Perryversum geschehen jedoch wie auf der Erde durch den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.
[Bearbeiten] Biosphäre
Der enge Bereich eines Sonnenorbits, innerhalb dessen unter den gegebenen gravitativen und atmosphärischen Gegebenheiten flüssiges Wasser auf einem Planeten vorhanden sein kann, nennt man Biosphäre. Denn diese ist einer der Hauptträger von Leben, welches Fotosynthese betreiben kann. Ist auf einem Planeten also Sauerstoff vorhanden, liegt der Planet fast immer in der Biosphäre seiner Sonne.
Das Sauerstoff produzierende Pflanzenleben ist so gut wie immer von Wasser abhängig. Daher zählt ein bedeutender Anteil aller Sauerstoffwelten zu den Wasserwelten.
[Bearbeiten] Lebensträger
Zumindest in der Milchstraße existiert das meiste Leben auf Sauerstoffwelten. Hier ist es überwiegend auch entstanden.
[Bearbeiten] Größe und Aussehen
Sauerstoffwelten haben meist Massen von einer halben bis maximal vier bis fünf Erdmassen.
Sauerstoffwelten sind so gut wie immer Gesteinsplaneten. Sie sind so gut wie immer größer als der Mars; sind sie kleiner, verlieren sie aufgrund ihrer geringen Gravitation in geologischen Zeiträumen mehr Gas an den freien Weltraum, als dass Gase aus dem Planeteninneren nachgeliefert werden können.
Wiegen Planeten mehr, ist ihre Anziehungskraft während der Planetenbildung so groß, dass sie oft zu Gasplaneten werden, die nie Sauerstoffwelten werden können. – Ausnahme: Verlieren sie dann ihre erste Atmosphäre durch seltene kosmische Katastrophen, beispielsweise durch die Explosion einer nahen Supernova, kann im Nachhinein eine sekundäre, deutlich weniger massenreiche Atmosphäre gebildet werden. So mag das beispielsweise bei Ertrus geschehen sein.
In seltenen Fällen sind kleine Sauerstoffwelten Monde von großen Planeten, wie beispielsweise Darak.
[Bearbeiten] Kategorien
Leider gibt es im Perryversum keinen bekannten wissenschaflichen Katalog, nach dem man die Sauerstoffwelten einteilen kann.
[Bearbeiten] Natur
Stattdessen gab es zur Anfangszeit der Serie der Zeit entsprechende, simplifizierende Kategorien, die aus der Natur entnommen wurden: Dschungelwelt oder -planet, Paradieswelt, Sumpfwelt, Steppenwelt, Ödwelt, Wasserwelt, Wüstenwelt, ... – Einer kritischen Betrachtungsweise halten diese Begriffe jedoch nicht stand. Bei Beschreibungen wie Dschungelwelt etc. geht man immer noch stillschweigend davon aus, dass diese Welten Sauerstoffwelten sind. Deren im Prinzip fremde und dem Menschen unpässliche Biochemie wird von den Autoren zumeist herabgespielt.
[Bearbeiten] Gesellschaft
Daneben gibt es gesellschaftliche Kategorien: Forschungswelt oder -planet, Handelswelt, Hauptwelt, Heimatwelt, Kolonialwelt, Residenzwelt, Urprungswelt, Wohnwelt, Zentralwelt, ... – Freilich könnten diese Bezeichnungen auch für andere Welten als Sauerstoffwelten gelten, doch sie tun es nur selten.
[Bearbeiten] Nutzung
Bezeichnungen aufgrund bestimmter Nutzungen sind auch: Bergwerkswelt oder -planet, Farmwelt, Deportationswelt, Fallenwelt, Fluchtwelt, Geheimwelt, Industriewelt, Jagdwelt, Rüstungswelt, Spitalwelt, Stahlwelt, Stützpunktwelt, Trainingswelt, Urlaubswelt, ... – Da die Planeten sich teilweise recht schnell entwickeln oder gelegentlich sogar verlassen werden, bleiben auch diese Begriffe nur temporär.
[Bearbeiten] Terraforming
Von allen möglichen Planeten sind Sauerstoffwelten am besten und leichtesten zu terraformen.
[Bearbeiten] Natürliche Satelliten
Sauerstoffplaneten haben, wie Gesteinsplaneten allgemein, meist keine natürlichen Monde. In kosmischen Zeiträumen neigen ihre Achsen daher, leicht zu kippen oder zu schwanken. Dies allerdings ist eine schlechte Voraussetzung für das Leben. Ausnahmen:
- Terra: Der Mond Luna entstand durch Verfestigung leichten Trümmermaterials, als die Proto-Erde mit einem marsgroßen Himmelskörper kollidierte. Dies ist keinesfalls die Regel. Luna hält die Erdachse stabil und ist daher ein Garant des irdischen Lebens. Ohne den Mond würde sich ein erdgroßer Planet wie die Erde in nur 6 Stunden um sich selbst drehen.
- Mars: Die Monde Phobos und Deimos sind eingefangene Bruchstücke, entweder Asteroiden oder Kometenkerne. Kosmologisch gesehen sind ihre Umlaufbahnen instabil.
[Bearbeiten] Bedeutung
Sauerstoffwelten gehören zu den bevorzugtesten Zielwelten für die Besiedelung durch Kolonisten in der Milchstraße. Das liegt daran, dass in dieser Galaxie der Anteil an Sauerstoff atmenden Wesen unter den progressive Raumfahrt betreibenden Zivilisationen überaus hoch ist: Die Sauerstoff atmenden Blues und Lemuriden, darunter Arkoniden und Terraner sowie deren Verwandte, stellen zusammen einen Großteil – je nach Quelle zwischen einem und zwei Dritteln – aller galaktischer Kolonialisten.
Andere Welten als Sauerstoffwelten werden von den meisten Galaktikern kaum beachtet und erhalten nicht einmal richtige Namen. Die meisten Planeten, von denen man spricht, sind also wie selbstverständlich Sauerstoffwelten, ohne dass man diesen Begriff überhaupt verwendet. Auch in der Perrypedia übergeht man die Tatsache meist, dass Planeten, auf denen Leben herrscht, so gut wie immer Sauerstoffwelten sind, indem man die Atmosphäre erst gar nicht erwähnt. Ja, die höchst seltenen Sauerstoffwelten werden gar »Normalwelten« genannt.
Viele Sauerstoffwelten sind reich an natürlichen Mineralen oder Metallen. Sauerstoff atmende Lebewesen richten daher gerne Bergwerke, Minen und ähnliches ein. Dies wiederum sind Wachstumskeime für aufblühende Planetenzivilisationen.
Kaum ein Sauerstoffplanet wird ohne Schutz auskommen wollen. Von allen Planeten sind Sauerstoffplaneten jene, die militärisch am bedeutsamsten sind.
[Bearbeiten] Bekannte Sauerstoffwelten
Fast alle der bekanntesten Planeten der Milchstraße sind Sauerstoffwelten. Da man Mitte des 14. Jahrhunderts NGZ grob davon ausgeht, dass etwa 100.000 (teils terrageformte) bekannte und unbekannte Sauerstoffplaneten allein von Lemuriden besiedelt sind, wovon die überwiegende Anzahl selbst der allerwichtigsten Hauptwelten von den Autoren noch niemals erwähnt wurden, kann eine Aufzählung, zumal man auch in andere Galaxien vorstößt, um neues Leben und neue Zivilisationen zu entdecken, nur lückenhaft sein. Siehe darum: Liste Planeten.




