Vishnas Plagen
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Die abtrünnige Kosmokratin Vishna droht im Jahr 426 NGZ an, die Menschheit zu vernichten und die Erde in Scheiben zu schneiden.
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Ende Dezember 426 NGZ gelingt es ihr trotz der Täuschung durch die Pseudo-Erde und den Pseudo-Mond, Terra und Luna in den Grauen Korridor zu entführen und die Terraner mit sieben Plagen - Vishnas Plagen - zu überfallen.
Diese Plagen kündigen sich, mit Ausnahme der ersten, stets durch einen überall sichtbaren Silberschimmer und einen durchdringenden, überall zu hörenden Ton an, jedoch ist es schwer, die Anzeichen und somit die möglichen Auswirkungen zu erkennen. In der Zeit der Plagen taucht plötzlich auch der vierdimensionale Schatten Chthon auf und fungiert als eine Art Prophet, der die Menschheit warnt.
Durch die Perforation des Grauen Korridors schickt Vishna die ersten sechs ihrer sieben Plagen.
[Bearbeiten] Das Babel-Syndrom
Die erste Plage dient während der zweiten Dezemberhälfte des Jahres 426 NGZ der Vorbereitung der Entführung der Erde. Den Menschen ist es plötzlich nicht mehr möglich, sich zu verständigen, da keiner mehr versteht, was sein Gesprächspartner ihm vermitteln will. Die Kommunikationsprobleme erstrecken sich auch auf die Computer, wodurch Industrie, öffentliches Leben, Klimakontrolle etc. außer Kontrolle geraten. Die dadurch entstehende Verwirrung nutzt Vishna, um die Erde in den Grauen Korridor zu bewegen. Als sie ihr Ziel erreicht hat, verschwindet das Babel-Syndrom wieder.
[Bearbeiten] Die Parasitär-Enklaven
Bei der zweiten Plage erscheinen Anfang Januar 427 NGZ überall auf der Erde schnell wachsende, steinähnliche Körper, in deren Inneren sich eine Substanz bewegt. Im Verlauf der Plage bilden diese Körper Verbindungen untereinander und bringen durch Freisetzung der Substanz viele Menschen in ihre Gewalt. Die so Beeinflussten nennen sich Dordon und wollen jeden töten, der nicht wie sie ist. Mit Hilfe Chthons und des Siganesen Digitalis Aura gelingt es, die Enklaven durch Rötel-Viren unschädlich zu machen und diese Plage zu beenden. Tausende Menschen finden den Tod.
[Bearbeiten] Der Herr der Toten
Der Überbringer der dritten Plage im Februar 427 NGZ ist Le So Te, der Tote scheinbar wieder zum Leben erweckt. Die Erweckten entpuppen sich jedoch als Anballung von Psychoquanten, die eine Strahlung abgeben, die alle Menschen dazu veranlasst, sich gegenseitig zu töten. Nach zwei Wochen stehen alle Menschen auf Terra mit Ausnahme von Galbraith Deighton unter dem unheilvollen Einfluss der Strahlung. Mit Hilfe der von dem Exophysiker Kourl Mattras reaktivierten Kristallagenten gelingt es Deighton beinahe, Le So Te zu töten. Le So Te entpuppt sich als ein Wesen namens Kish und flieht von der Erde. Die dritte Plage ist vorüber, sie hat mehr als 300.000 Opfer gefunden.
[Bearbeiten] Das Xenoforming
Die vierte Plage wird am 3. März 427 NGZ von den Zwillingen Muai, einer Gen-Philosophin und Lai Nurgowa, einer Öko-Architektin bemerkt. Die terranische Pflanzenwelt verändert sich. Lai Nurgowa nennt diese neue Umwelt, die über die "normalen" Pflanzen dominiert, Xenoflora. Die LFT unter Führung Reginald Bulls versucht, gegen die Xenos anzukämpfen, die sich als sehr wehrhaft erweist. Als dann noch eine Xenofauna erscheint, versinkt die Erde im Chaos. Lai, die nicht verstehen kann, weshalb die Terraner die Xenos bekämpfen, beginnt, sich mit den Fremden zu verständigen. Sie kann sie überreden, das Xenoforming rückwärts laufen zu lassen. Die Xenos waren nur durch Zufall auf die Erde gelangt und hielten die dortigen Bewohner für unintelligente Pflanzenschädlinge. Als Entschuldigung lassen sie einige nützliche Pflanzen zurück.
[Bearbeiten] Die Fairy Queens
Die fünfte Plage sind die Fairy Queens, die am 15. März 427 NGZ auf der Erde auftauchen. Sie sinken wie Fallschirmspringer zu Milliarden vom Himmel. Diese Wesen sind nur 1,50 m groß. Ihre Haut ist von himmelblauer Färbung. Aus ihrem Nacken wachsen fingerdicke Fäden, die mit den seidigen Drachenschirmen verbunden sind. Gekleidet sind sie in weite, weiße Gewänder, die aus dem Sekret der Nackendrüse hergestellt werden. Die beiden Augen sind groß und goldfarben und stehen in krassem Gegensatz zu ihrem derben, unfertig wirkenden Gesicht.
Die Fairy Queens stammen aus einem fremden Universum. Im Einsteinraum tauchen nur die materiellen Projektionen auf, die eigentlichen Fairy Queens befinden sich noch immer in ihrem eigenen Universum. Dort leben die Fairy Queens mit anderen Wesen in Symbiose. Sie brauchen die positiven Ausstrahlungen dieser Wesen und wirken gleichzeitig als Verstärker. Daher »angeln« die Queens auch im Einsteinraum nach den Seelen der Menschen und versuchen, sie in ihr Universum zu holen. Sie glauben, damit den Menschen Gutes zu tun. Allerdings unterscheidet sich die menschliche Mentalität grundlegend von den bisherigen Symbiosepartnern der Queens. Wählt eine Fairy Queen einen Menschen aus, so ist dieser Mensch nur mehr auf seine Fairy Queen fixiert. Zwischenmenschliche Bindungen werden bedeutungslos. Nur mehr die Fairy Queen ist wichtig und einziger Bezugspunkt im Leben. Die Persönlichkeit wird von der Fairy Queen sozusagen aufgesogen, bis der Mensch seine Seele verloren hat und stirbt. Wenn dieser Fall eintritt, beginnt auch die Projektion der Fairy Queen zu zerfallen. Das entstandene Bewusstsein aus Fairy Queen und Mensch gelangt ins Heimatuniversum der Queens, wo es auf deren Heimatwelt nur mehr tanzen und spielen will.
Reginald Bull ist einer der Ersten, der dem Bann einer Fairy Queen erliegt und an nichts anderes mehr denkt als das Paradies. Nach und nach verfallen alle Menschen den Wesen, selbst NATHAN bleibt davon nicht ausgeschlossen.
Auch Laus Lisovich nähert sich eine Fairy Queen, und er ist bereit. Doch dann flieht sie vor ihm, und der Hausmeister erkennt, dass Hirni der Grund ist. Irgendetwas ist an dem Androiden, das die Fairy Queen nicht ertragen konnte.
Lisovich bemerkt später, was um ihn herum und auf dem ganzen Planeten geschieht. Am 17. März begegnet er Chthon. Der Schatten teilt ihm mit, die Fairy Queens hätten schon Millionen Seelen in ihr Universum entführt, und dass etwas passieren müsste, wenn die Menschheit nicht untergehen solle. Die beiden fliegen mit dem VPAS zum Denkkessel in Sisha Rorvic, wo die Mitglieder des Psi-Trusts mit ihren Fairy Queens dahinvegetieren. Sie aktivieren die paramechanischen Verstärker und schließen Hirni daran an. Dessen so verstärkte psychotische Strahlung vertreibt die Fairy Queens, und der Psi-Trust wird wieder einsatzfähig.
Stronker Keen und seine Psioniker übernehmen jetzt die Aufgabe der paramechanischen Verstärkung – und Hirnis Strahlungen erreichen jeden Ort auf Terra. Die Fairy Queens verlassen voller Panik und Entsetzen den Grauen Korridor, und die schon entführten 200 Millionen Seelen kehren zurück. So gibt es nach dieser Plage fast keine Opfer zu beklagen. Am 22. März kehrt wieder Ruhe ein – und Julian Tifflor spricht Hirni die Menschenrechte zu. Entsprechend erhält der Androide Zusatzprogramme, die er selbst steuern kann.
[Bearbeiten] Der Technomanische Effekt
Am 26. März 427 NGZ tauchen über Terra und Luna Virenwolken auf, wie Geoffry Abel Waringer sie identifiziert. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass sie vom Virenimperium abgespalten wurden und über eine spezielle Programmierung verfügen. Mithin seien sie die sechste Plage.
Die Viren infizieren alle Menschen und lösen das so genannte Vishna-Fieber aus. Als erstes Symptom tritt ein hohes Fieber auf, das bis auf 41 °C steigt. 15 Stunden später folgt eine katatonische Starre. Nach zwei Stunden sind alle Befallenen scheinbar wieder vollständig genesen.
Am 3. April setzt dann der technomanische Effekt ein, und jedes Wesen beginnt, vorhandene Technik abzubauen und Neues herzustellen. Die kleinen Bauteile werden anschließend auf zentralen Plätzen in Städten und Dörfern zusammengetragen und miteinander verbunden. Die Betroffenen erinnern sich hinterher nicht mehr daran, was sie während dieser Schübe getan haben. Diese Bauphase hält mehrere Tage an, und Waringer spricht davon, dass es bei allen Menschen zu einer biovirulenten Umprogrammierung des Gehirns gekommen sei, die die technomanischen Schübe bewirkt.
Am 10. April scheinen alle im technomanischen Effekt erbauten Maschinen fertig gestellt zu sein. Sie besitzen zumeist Igelform und sind zwischen 2 und 18 Meter groß. Daneben gibt es noch andere Maschinen mit einer Größe zwischen 30 und 50 Metern. Doch eine Untersuchung oder Zerstörung der Aggregate kann nicht mehr durchgeführt werden, denn sie hüllen sich in undurchdringliche energetische Sphären.
[Bearbeiten] Einsteins Tränen
Am 11. April, einen Tag nach dem Ende des technomanischen Effekts, wird auf Terra festgestellt, dass sich im Grauen Korridor unzählige azurblaue Kugeln mit einem Durchmesser von 1,20 bis 1,30 Meter versammelt haben. Es handelt sich um Einsteins Tränen. Ihre Sextadim-Ausstrahlungen ähneln denen des Potential-Verdichters der Meister der Insel. Parallel dazu haben die Techno-Apparate damit begonnen, Energie aus den terranischen Kraftwerken zu laden und zu speichern. Damit einher geht der Zusammenbruch der planetaren Energieversorgung. Damit beginnt die siebte Plage.
Kurz darauf beginnen die igelförmigen Techno-Apparate damit, schwache Sextadim-Schockwellen auszustrahlen, welche alle Menschen in zunehmende Lethargie zu versetzen, bis sie nicht mehr auf äußere Reize reagieren. Später versammeln sich alle Menschen im Freien und richten ihre Gesichter gen Himmel, als würden sie etwas erwarten. Dann setzt ein Schrumpfungsprozess ein, der nicht auf die Kleidung oder Ausrüstungsgegenstände der Menschen einwirkt. Die technomanischen Maschinen haben sich inzwischen in die Luft erhoben und sich gleichmäßig über die schrumpfenden Menschen verteilt. Dann treffen Einsteins Tränen ein und verwandeln sich in Minierden. Je eine Minierde nimmt einen bis zur Unsichtbarkeit schrumpfenden Menschen in sich auf. Damit ist die siebte und letzte Plage abgeschlossen und die Grundlage für die virotronische Vernetzung der Menschheit gebildet.
[Bearbeiten] Quellen
PR 1151, PR 1153, PR 1155, PR 1162, PR 1163, PR 1164, PR 1165

