Speckmoos

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Das Speckmoos war ein moosartiges, anspruchsloses und schnell wachsendes Gewächs. Es gedieh bei einer Mindesttemperatur von +14 °C und in einer Atmosphäre von hohem Wasserdampfgehalt. Zudem blühte es ununterbrochen, und sandte dabei in Wolken seine mikroskopisch kleinen Sporen aus.

[Bearbeiten] Nährwert

Diese waren die einzige Nahrung der Robotiker von Mechanica, die sie durch Lungen- und Hautatmung aufnahmen. Die Sporen des Speckmooses besaßen einen extrem hohen Nährwert, da sie zu 80% der Träger von essentiellen Fetten waren, und zu 20% aus Eiweißen und Kohlehydraten bestanden. Die Ernährung fand somit während der Atmung statt.

[Bearbeiten] Säen und Ernten

Auf geeigneten Welten, die von dem Scoutschiff (RABOTAX I) erkundet wurden, wurde das Speckmoos mit dem Saatschiff (RABOTAX II) ausgebracht. Nachdem die Atmosphäre mit den Sporen gesättigt war, erschien das Ernteschiff (RABOTAX III), saugte die Sporen mit Saugfeldern ab, verarbeitete sie zu einem Nährbrei und transportierte sie nach Mechanica. Dort blies es diesen in die Atmosphäre ab, wo er eingesammelt wurde, und zu den Speisesälen der echsenartigen Robotiker gebracht wurde, wo die flüssige Nahrung als Aerosol versprüht wurde.

Dieser Rhythmus von Säen und Ernten wurde seit Jahrtausenden durchgeführt. Aufgrund eines Fehlers in der Funkverbindung blieb das Ernteschiff inaktiv, und die Zivilisation auf Mechanica verhungerte.

Direkt nach der Ernte mit den Saugfeldern verwelkte das Speckmoos auf der Planetenoberfläche. Die Robotiker von Mechanica stellten so sicher, dass die eventuell vorhandenen Lebewesen auf den von dem Scoutschiff ausgesuchten Welten nicht andauernd gefährdet wurden.

[Bearbeiten] Bekämpfung und Eindämmung

Bis zur Entdeckung des Ernteschiffes standen noch verschiedene andere Strategien zur Bekämpfung des Speckmooses zur Diskussion. Allerdings waren einige dieser Methoden aufgrund zu hoher Kollateralschäden - planetenweites Versprühen von Herbiziden, planetare Bestrahlung mit UV-Licht - oder einem zu hohen technischem Aufwand - atmosphärische Abkühlung - nicht durchführbar.

Als erfolgreicher, wenn auch nicht allzu beliebt, stellten sich die Eindämmungsregelungen für betroffene Welten heraus. So mussten alle von Arkon II startenden Schiffe ihre Lebenserhaltung für einen festgelegten Zeitraum auf Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes einstellen, damit alle Sporen innerhalb der Schiffsatmosphäre abgetötet werden.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Azgola

Den Terranern wurde das Speckmoos erst ab dem Jahre 2104 bekannt, als es auf dem Planeten Azgola mit seinem subtropischen Klima zu einer Katastrophe führte. Die ansonsten chronisch mageren Azgonen starben an Überernährungserscheinungen wie Herzverfettung und Atemversagen, nachdem das Saatschiff ihren Planeten mit dem Speckmoos impfte.

[Bearbeiten] Arkon II

Auf Arkon II kam es im August 2104 beinahe zur Katastrophe, als arkonidische Wissenschaftler, die auf Anweisung Atlans als Gonozal VIII. Speckmoosproben untersuchen sollten durch Nachlässigkeit einige Sporen in die Atmosphäre gelangen ließen. In der Folge verwandelte sich Arkon II in eine vom Speckmoos bedeckte Welt, die unter Quarantäne gestellt wurde. Arkonidischen Ärzten gelang es die akute Überernährung der Bevölkerung zu verhindern. Das Problem wurde im September 2104 durch das Eintreffen des reaktivierten Ernteschiffes gelöst.

[Bearbeiten] Quellen

PR 118, PR 119, PR 120, PR 121

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