Starsen
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Starsen ist eine gigantische Stadt im Tiefenland. In der Sprache der Raum-Zeit-Ingenieure ist Starsen das Wort für Hoffnung.
Die Stadt breitet sich auf einem Gelände mit einem Flächeninhalt von rund 7,5 Millionen Quadratkilometer aus, was etwa der Größe Australiens entspricht. Starsen wurde in ferner Vergangenheit von den Raum-Zeit-lngenieuren gegründet und von den Alai gebaut. Sie diente zur Unterbringung, Ausrüstung und Schulung zahlreicher Hilfsvölker, die ins Tiefenland gerufen wurden, um an der Rekonstruktion für das verlorengegangene psionische Feld TRIICLE-9 mitzuarbeiten.
An diese Funktion Starsens erinnern die Ruinen der Alten Tiefenschule, die im Zentrum der Stadt liegen. Die Tiefenschule war in früheren Zeiten Anlaufpunkt und Endstation des Tiefenfahrstuhls, der die Verbindung zwischen dem Hochland, dem Standarduniversum und dem in der Tiefe eingebetteten Tiefenland herstellte.
Über Starsen breitet sich ständig ein sonnenloser, grauer Himmel, der ein diffuses Licht verstrahlt und die Grenze zum interdimensionalen Bereich der Tiefe darstellt. Nur während der Schwarzzeit wird es dunkel in Starsen. Die Temperatur überall in der Stadt entspricht der eines terranischen Frühlingstages. Regen fällt nur während der Schwarzzeit. Von Viertel zu Viertel schwanken Luftzusammensetzung und Schwerkraft, letztere zwischen 0,7 und 1,2 g.
Umgeben wird die Stadt von der Starsenmauer, einem Wall aus Formenergie, der bis hinauf zur Tiefenkonstante reicht. In der Starsen-Mauer sind, in Form von riesigen Domen, Transmitter installiert, die früher der Verbindung mit dem umliegenden Tiefenland dienten, im Jahr 427 NGZ jedoch außer Betrieb sind.
Im Oktober 427 NGZ erreichen Atlan und Jen Salik über den Tiefenfahrstuhl Starsen.
Im 5. Jahrhundert NGZ ist Starsen ein kunterbuntes Gemisch von Stadtvierteln und Bauformen, das vielen Milliarden Wesen unterschiedlichster Herkunft als Wohnort dient. Es gibt keine einheitliche Verwaltung. Über Bezirke der inneren Stadt herrschen Angehörige der oberen Kasten in der Art antik-terranischer Warlords. Das Randgebiet Starsens, die so genannte Peripherie, beherrscht der Stahlherr, dessen Robotsöldner während der Schwarzzeit die Straßen der Innenstadt unsicher machen und alle Bürger verschleppen, die ihnen über den Weg laufen. Es stellt sich heraus, dass sich hinter dem Stahlherrn der Ritter der Tiefe Lethos-Terakdschan verbirgt, der bereits Mitte 426 NGZ ins Tiefenland gekommen war.
Zu der Zeit, da Atlan und Jen Salik sich in Starsen aufhalten, ist die Stadt von der Umwelt völlig isoliert und befindet sich infolge der Aktivitäten der miteinander streitenden Machtgruppen in einem Zustand permanenten Chaos'. Bei diesen Machtgruppen handelt es sich neben dem Stahlherrn in der Hauptsache um die Fraternität und die Geriokratie, in deren Fänge auch Atlan und Jen Salik geraten. Die Anführer der beiden Machtbünde gehören den Grauen Lords an, deren Plan es ist, Starsen vollends dem Graueinfluss zu unterwerfen. Dieses Vorhaben wird von Atlan und Salik, mit Unterstützung des Stahlherrn, der in Wirklichkeit eine Manifestation Tengri Lethos-Terakdschans ist, vereitelt. Starsen bleibt vom Graueinfluss verschont.
Versorgt werden die Bürger Strasens durch die überall im Stadtgebiet verteilten Starsenspender; würfelförmige Gebilde aus einer goldenen, metallähnlichen Substanz, die auf Mentalbefehle reagieren und auf dem Weg der hyperenergetischen Molekularsynthese Gegenstände des täglichen Gebrauchs, z.B. Werkzeuge, Speisen und Getränke, mitunter auch Waffen, erzeugen. Die Benutzung der Starsenspender ist vom Status des jeweiligen Benutzers abhängig.
Unter der Stadt Starsen, wie auch unter einem großen Teil des übrigen Tiefenlandes, erstreckt sich das System der Kavernen. Ein Höhlenlabyrinth, das von den Blinden Eremiten, bewohnt wird. Im Bereich der Kavernen finden Atlan und Jen Salik unter der Führung des letzten Chrass, Kerzl, einen für Starsen zuständigen Vitalenergiespeicher, der ihnen die Geschichte Starsens erzählt.
Im Laufe des Jahres 429 NGZ wird Starsen ebenfalls Opfer des Graueinflusses.

