Strafkolonie Erde

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 74)

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Titel: Strafkolonie Erde
Untertitel: Der Einsame der Zeit unter den Belagerern von Troja – und unter den Verbannten von den Sternen
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: April 1970
Handlungszeitraum:  2416, 1284–1283 v. Chr.
Handlungsort:  Terra, Griechenland und Troja
Zusätzl. Formate: Autorenbibliothek 4, Atlan Blauband 5

Abschnitt bearbeiten: Handlung Handlung

2416: Gemeinsam mit einigen USO-Spezialisten erweist Atlan dem Verwalter von Amb'Charana, Torsen Dag, die letzte Ehre. Die archaische Szenerie der Begräbniszeremonie führt bei dem Arkoniden zu einem Erinnerungsschub, der ihn in seine Vergangenheit auf der Erde zurückführt. Er übersteht die Zeremonie, doch in seinem Apartment angelangt, gleitet er im Geist zurück zur Erde, in eine Zeit, in der die Griechen vor Troja kämpften:

Dieses Mal hatte Rico Atlan geweckt. Bereits neun Jahre zuvor war ein Verband von Raumschiffen aufgetaucht, aber zu schnell wieder verschwunden, um zu reagieren. Nun jedoch hat der Chefroboter entdeckt, dass anscheinend eines der Schiffe damals auf Kreta zurückblieb. Es war bis vor kurzem gut verborgen, doch zwei Beben haben es wohl teilweise freigelegt, so dass Ricos Detektoren anschlugen. Er konnte den Ort jedoch nicht genauer lokalisieren. Zum ersten Mal seit Jahrtausenden gibt es für den Arkoniden wieder Hoffnung auf eine Rückkehr in seine Heimat.

Sobald er wieder voll handlungsfähig ist, begibt sich Atlan mit dem Gleiter nach Kreta. Von dort will er versuchen, den Weg der Raumfahrer nachzuvollziehen und etwas über das Schiff herauszufinden. Mit einem Fischerboot lässt er sich zur Festlandküste nahe Sparta übersetzen, von wo zu dieser Zeit viele Schiffe nach Ilion (Troja) aufbrechen. Auf dem Weg von der Küste zur Stadt begegnet er einem alten Einsiedler, der Sparta verlassen hat, weil er aus Ilion stammt und deshalb Probleme befürchtete. Atlan hilft ihm gegen einige Soldaten und erfährt vieles von ihm. Unter anderem bekommt er den Hinweis, dass vierzig Männer aus Kreta vor neun Jahren nach Sparta kamen. Kurz danach kam es zum Krieg mit Ilion, und die vierzig wurden ebenso wie die meisten anderen Männer in Sparta über das Meer geschickt, um zu kämpfen. Der Einsiedler gibt Atlan den Rat, als Arzt nach Sparta zu gehen, um die zurückkehrenden Verwundeten befragen zu können.

Zunächst kehrt Atlan jedoch nach Kreta zurück, um mit den vom Einsiedler gewonnenen Informationen das Raumschiff zu suchen. Er findet es schließlich und kann es öffnen. Es stellt sich heraus, dass das Schiff fernflugtauglich und im Prinzip funktionsfähig ist, jedoch absichtlich ein Steuerteil ausgebaut wurde. Er entfernt den Rechenkopf und versteckt ihn, um zu verhindern, dass die fremden Raumfahrer ohne ihn die Erde verlassen. Nun begibt er sich auf die Suche nach denjenigen, die mit dem Schiff gelandet sind. Er erfährt, dass sie Gäste im Palast des Fürsten Menelaos waren, als der ilionische Fürstensohn Paris dessen Gemahlin und einen Gutteil des Schatzes raubte. Die Fremden waren erregter über den Raub als Menelaos, und Atlan vermutet, dass das ausgebaute Steuerteil im Schatz des Fürsten verborgen gelegen hat.

Wenige Tage nach Atlans Ankunft in Sparta bekommt er bereits alle Hände voll zu tun. Ein Schiff mit Verwundeten läuft ein, und tatsächlich hat er Glück und findet einen der Mesarier darunter. Er stellt fest, dass sie Akon-stämmige Bewohner von Arigonth III sind, die sich in Verbannung befinden. Sie müssen sich zehn Erdjahre lang bewähren, ehe sie wieder zurückkehren dürfen. Bezüglich des Steuerteils wird Atlans Vermutung bestätigt. Er weiß nun, dass er nach Ilion muss, gönnt sich zuvor jedoch noch einige entspannende Tage mit seiner Gefährtin und dem Einsiedler. Nach Sparta zurückgekehrt, richtet er sich wieder als Arzt ein, um den Verwundeten des Krieges helfen zu können. Er entgeht jedoch bald nur knapp einer Rekrutierungseinheit und beschließt daraufhin, nach Ilion aufzubrechen, bevor er zwangsweise dorthin geschleppt wird.

Atlan erreicht die Küste Ilions im Moment eines Ausfalls. Mit seiner überlegenen Ausrüstung kann er die griechischen Fürsten nachhaltig unterstützen und sie genug beeindrucken, um in ihren Kreis aufgenommen zu werden. Um den Krieg schnell zu beenden, unterstützt er ihre Kriegsführung mit Ratschlägen und durch den Bau von Katapulten, womit er das Misstrauen der Mesarier auf sich zieht. Beim Beschuss von Ilion überrumpeln sie ihn, da in der Nähe der Festung, wohl aufgrund der Abstrahlungen des Steuerelementes, alle seine technischen Hilfsmittel versagen. Sie setzen ihn unter Bewachung dreier Männer fest. Atlan schluckt seinen Zellaktivator, um nicht von ihm getrennt zu werden. Da seine Wächter glauben, es sei der entwendete Rechenkopf, wollen sie Atlan töten, doch Rico greift mit einer Robotsonde ein und tötet sie. Der Arkonide bleibt bewusstlos zurück, und das rettet ihn vor einem Ausfall der Troer, die ihn für tot halten.

Nachdem Atlan in das griechische Lager zurückgekehrt ist, ist seine erste Sorge, den Zellaktivator aus seinem Magen entfernen zu lassen. Er instruiert zwei Ärzte, die danach die Operation an ihm vornehmen. In den Wochen seiner Genesung herrscht gerade Waffenstillstand zwischen den Parteien, da beide Seiten sich um ihre Toten kümmern wollen. Als Atlan schließlich wieder teilweise einsatzfähig ist, kommt es gerade zu einer erneuten großen Schlacht, in deren Verlauf Achill fällt. Während der folgenden Kampfpause stoßen die Amazonen zu den Griechen, deren Anführerin den angeblichen Halbgott Atlan mit einer Mischung aus Misstrauen und Begehrlichkeit betrachtet.

Während der Waffenruhe entwickelt Atlan für die Griechen eine List, um den Kampf endlich zu beenden und Ilion zu nehmen: Er erfindet das Trojanische Pferd. Während die Vorbereitungen für diesen Plan laufen, überrascht die Amazonenfürstin alle mit ihrer Forderung an Atlan, mit ihr einen Sohn zu zeugen. Er nimmt sich der Sache auf seine Weise an. Während Atlan so seinen eigenen Kampf austrägt, liefern die Griechen sich weiterhin kleinere Gefechte mit den Troern, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Als das Pferd fertig ist, täuschen sie den Rückzug vor und lassen das angebliche Weihegeschenk an die Götter zurück. Vierundzwanzig Krieger verbergen sich darin, unter ihnen Atlan. Das Danaergeschenk wird in die Stadt gezogen, und nachdem die Feiern abgeklungen sind, verlassen die versteckten Kämpfer den Bauch des Holzpferdes und öffnen die Tore für ihr zurückgekehrtes Heer. Atlan macht sich sofort auf den Weg zur Schatzkammer. Diejenigen Mesarier, die sich ihm entgegenstellen, kann er mit Hilfe der Amazonen besiegen. In der Schatzkammer findet er das gesuchte Steuerteil.

Nachdem sich das Chaos der Eroberung gelegt hat, verabschiedet sich Atlan von seinen Freunden und macht sich auf den Weg zurück nach Kreta. Dort erwartet ihn eine böse Überraschung: Das Schiff, das er gefunden hatte, ist zerstört, und Spuren beweisen, dass ein anderes Schiff gelandet war. Der Anführer der Mesarier, der angeblich neue Truppen aus Kreta hatte holen wollen, hatte Steuerteil und Rechenkopf offensichtlich nie benötigt. Er wurde zum vereinbarten Zeitpunkt vom Mutterschiff abgeholt.

Atlan kehrt nach Sparta zurück und widmet sich noch eine Weile der Aufgabe, mit winzigen Hilfestellungen hier und da die Kultur zu unterstützen, ehe er sich wieder in die Einsamkeit der Tiefseekuppel begibt.

Abschnitt bearbeiten: Namentlich aufgeführte Personen Namentlich aufgeführte Personen

Veonard Barca USO Spezialist, beobachtet auf Amboina VI die Begräbniszeremonie des »Mächtigen Mannes« Torsen Dag
Torsen Dag So genannter »Mächtiger Mann« Amb'Charanas auf Amboina VI. Wurde ermordet (siehe TB 14); während seines Begräbnisses kommt es bei Atlan zum Erinnerungsschub
Phaedra Carruthers USO Spezialistin, beobachtet das Begräbnis
Droysa USO Spezialistin, beobachtet das Begräbnis
Rico Chefroboter der Fluchtkuppel
Atlantos Name den sich Atlan gibt. Er wird auch bezeichnet als Atlan Toxotes (Bogenschütze) oder Atlan Iatros (Arzt).
Lapitho'os (Pitos) Fischer aus Kreta, der Atlan übersetzt und auf der Festlandseite bleibt
Kerberos Einer von Atlans Robothunden
Menelaos Fürst von Sparta
Hades Zweiter von Atlans Robothunden
Kolchis Einsiedler; Sänger, Lehrer und Seher und bald Atlans Freund und Helfer
Helena Gattin des Menelaos, von Paris aus Ilion entführt
Paris Ein Sohn des Fürsten von Ilion; entführte Helena in seine Heimat, was zum Krieg mit Sparta und dessen Verbündeten führte
Eufronoisos Wirt in Sparta, Freund von Kolchis. Beherbergt Atlan.
Xeagros Anführer der »Mesarier«, wie sich die Raumfahrer nach ihrer Landestelle auf Kreta nennen
Hedelis Sklavin im Gasthof von Eufronosios, stammt aus dem Norden; wird Atlans Geliebte während seiner Aufenthalte in und um Sparta. Er kauft sie frei und sorgt dafür, dass sie Bildung, ein eigenes Haus und eine gute Stellung erhält.
Agamemnon Anführer der Griechen vor Troja
Hektor Sohn des Fürsten von Ilion
Ajas von Salamis Einer der griechischen Helden
Odysseus Einer der griechischen Helden; er wird Atlans engster Freund.
Patroklos Einer der griechischen Helden, Geliebter von Achill
Achill Einer der griechischen Helden
Autometon Wagenlenker des Patroklos
Priamos Fürst von Ilion
Philoktetes Bester Bogenschütze der Griechen, wurde von Atlan von einer schweren Wunde geheilt; erhält von Atlan Ausbildung und einen seiner goldenen Pfeile
Podaleirios griechischer Arzt, der Atlan bei der Heilung von Philoktetes unterstützt. Nimmt Atlans Magenöffnung gemeinsam mit einem Kollegen vor.
Dolios Einer der Mesarier
Memnon Kämpfer auf Seiten Ilions
Machaon Arzt der Griechen, hilft bei Atlans Magenöffnung
Teukros Kämpfer der Griechen
Merion Kämpfer der Griechen
Aieta Demeter Fürstin der Amazonen, die auf Seite der Griechen kämpfen. Sie will von Atlan einen Sohn.
Briseis Sklavin Achills
Änäas Einer der Verteidiger Trojas
Ajas der Lokrer Kämpfer der Griechen
Alkimed Griechischer Kämpfer
Kalchas Seher der Griechen
Epeios Baumeister, der das Pferd erbaut
Oinone Jugendfreundin des Paris
Sinon Grieche, der den Troern etwas vom Pferd erzählt, damit sie es in die Stadt holen
Neo Ptolemo Grieche, Sohn Achills, bei den Kämpfern im Pferd
Diomed Einer der griechischen Kämpfer im Pferd
Laokoon Priester der Troer, warnt vor dem Pferd. Wird von Giftschlangen getötet
Kassandra Seherin, die Trojas Untergang prophezeit
Hekaba Gattin des Priamos
Deiphobos Helenas Geliebter nach Paris' Tod
Polyxena Tochter des Priamos, die sich selbst das Leben nimmt
Penelopeia Gattin des Odysseus

Abschnitt bearbeiten: Anmerkungen Anmerkungen

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