Tefroder

Aus Perrypedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Tefroder sind die Nachkommen der vor den Bestien (den Halutern) aus der Milchstraße nach Andromeda geflohenen Lemurer und dort nach den Maahks das zahlenmäßig stärkste Volk.

Inhaltsverzeichnis

Um 1300 NGZ gab es etwa 25.000 tefrodische Welten in Andromeda. Nach dem Ende der MdI siedelten sich tefrodische Flüchtlinge in der Eastside der Milchstraße an. Sie besiedelten später auch die Andromeda vorgelagerte Satellitengalaxis Andro-Beta, in der die MdI die ansässigen Völker der Moduls, Laurins und Twonoser ausgerottet hatten.

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Die Tefroder entwickelten sich aus den während ihrer Expansionsphase ab ca. 50.300 v. Chr. und im Laufe des Krieges gegen die Haluter (ab ca. 50.080 v. Chr.) aus der Milchstraße ausgewanderten Lemurern.

Sie sind im Jahre 2402 im Durchschnitt 1,85 m groß und haben die samtbraune Haut der Lemurer, sowie dunkles Haar. Sie behielten den leistungsfähigeren Geruchssinn und das leistungsfähigere Zwischenhirn der Lemurer, aber ihre Paradrüse verkümmerte aufgrund des fehlenden Kontakts zur Megaintelligenz ZEUT.

Der hoch entwickelte Geruchssinn ist für die Tefroder so wichtig, dass sie Personen, die diesen Sinn verloren haben, fast als Aussätzige behandeln. Diese Personen werden als Rofter bezeichnet und haben den geringsten sozialen Status in der Gesellschaft der Tefroder.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Expansion

Nach dem von den MdI in der Zukunft initialisierten Kontakt zwischen den Sonneningenieuren und den Lemurern kam es zu einem Technologietransfer, in dessen Folge die Sonnentransmitter gebaut wurden. Über diese Transmitterstraße gelangten die expansionswütigen Lemurer nach Andromeda.

Bereits vorher versuchten einige von ihnen im Direktflug nach Andromeda zu gelangen. Sie strandeten in Andromeda unter anderem auf einem Planeten der später als Tamanium bekannt wurde.

Die ausgewanderten Lemurer wählten den Planeten Lemuria (später Vario) als die neue Hauptwelt ihrer Kolonie. Er erhielt den Namen in Gedenken an den untergegangenen Kontinent auf Lemur.

[Bearbeiten] Evakuierung

Zunächst wurde die Kolonie in Andromeda von den Lemurern der Milchstraße als nicht besonders zuverlässig eingestuft. Im Verlauf der Evakuierung der Tamanien (bis 49.983 v. Chr.) gegen Ende des Krieges mit den Halutern gewann die Andromeda-Kolonie größte Bedeutung. Sie wurde die Keimzelle des Neu-Lemurischen Reiches. In ihr konzentrierte sich die Elite der Lemurer, die bevorzugt aus der Milchstraße evakuiert wurde, da sie das technische Know-how besaßen, das dem Neu-Lemurerischen Reich zur Blüte verhelfen sollte.

Das 87. Tamanium (Akon) verweigerte die Evakuierung, stellte die Raumfahrt ein, und hüllte sich in einen Abwehrschirm.

[Bearbeiten] Degeneration

In der Folgezeit kam es zu Degenerationserscheinungen, ähnlich wie später bei den Arkoniden. Zwar expandierten die Neu-Lemurer über ganz Andromeda, und vertrieben die Maahks aus deren Heimatgalaxie, allerdings erreichten sie nicht mehr die Tatkraft und Energie der Lemurer. Alleinherrscher über das Reich war der Virth von Lemuria. Vereinzelt nannten die Neu-Lemurer sich auch bereits Tefroder, nach einem Planeten ihrer Kolonie.

Die Forschung geriet in den Hintergrund, und wurde von der breiten Masse als wenig ehrvoll angesehen.

[Bearbeiten] Die Meister der Insel

Als das Reich um ca. 24.000 v. Chr. immer schwächer wurde, übernahmen 13 relativ unsterblich gewordene Renegaten aus der Elite des Militärs und der Wissenschaft im Verborgenen die Kontrolle über das Reich. Zusammen mit skrupellosen Wissenschaftlern schufen sie einen ungeheuren Machtapparat hauptsächlich basierend auf den von Selaron Merota entwickelten Multiduplikatoren und den Zeittransmittern. Dieser entwickelte auch die Zellaktivatoren, denen die sie ihre Unsterblichkeit verdankten.

Nach dem Zerfall des Reiches um 23.500 v. Chr. herrschten die Renegaten, die sich jetzt Meister der Insel (MdI) nannten, über die Teilreiche, deren Scheinherrscher sie kontrollierten. Faktor I der MdI befahl die Evakuierung des Planeten Lemuria und den Umzug der Neu-Lemurer nach Tefrod. Lemuria wurde zum Zeittransmitter Vario umgebaut.

In der Folgezeit der Schreckensherrschaft der MdI wurden die Tefroder, wie sie sich jetzt alle nannten, als Hilfsvolk eingesetzt. Sie bewachten und bewohnten die 20.000 Lj durchmessende Zentrumszone in Andromeda. Von den anderen Völkern wurde sie daher als Zentrumswächter oder Sektorenwächter bezeichnet. Zahlreiche Tefroder wurde in den Multiduplikatoren kopiert. Ihre Kopien, die Duplos, wurden mit Reizwellenempfängern versehen, über die sie gesteuert, und getötet werden konnten. Da die Tefroder insbesondere im Kampf gegen die Terraner ab 2402 nicht die erforderliche Entschlusskraft und Härte an den Tag legten, griffen die MdI auf die Lemurer zurück und schufen ihre Duplo-Heere hauptsächlich aus den Atomschablonen von aus der Vergangenheit geholten Lemurern.

Gegen Ende des Jahres 2405 erhielten die Tefroder neue Gegenpolkanonen, deren Leistung deutlich heraufgesetzt war, und sich derjenigen der Transformkanone annäherte.

[Bearbeiten] Ende und Anfang

Nach dem Ende der Herrschaft der MdI im Jahre 2406 und dem Tod unzähliger Tefroder und Lemurer durch die mit dem Tod von Faktor I ausgelösten Explosionen der Reizwellenempfänger, stehen die Tefroder vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie mussten befürchten, von den Maahks, die jetzt in ihre Heimat zurückkehrten, aufgerieben zu werden.

Die Tefroder besinnen sich auf ihre große Vergangenheit und errichten zu einem unbekannten Zeitpunkt das Virthanium.

Unter anderem durch die Vermittlung des IPC unter der Führung von Tengri Lethos kam es langsam zu einer Koexistenz von Methanatmern und Sauerstoffatmern. Der Hass beider Völker aufeinander wurde von der Erkenntnis abgelöst, dass - bedingt durch die unterschiedlichen Lebensbedingungen - ein gemeinsames Nebeneinander möglich ist.

In den folgenden Jahrhunderten kommt es zu verschiedenen Zusammenarbeiten von Maahks und Tefrodern, sowie zur Abwehr gemeinsamer Feinde, besonders in aktueller Zeit. So mussten beide Völker im Jahre 1312 NGZ große Verluste im Kampf gegen den Gelben Meister hinnehmen.

[Bearbeiten] Milchstraße

Ein unrühmliches Kapitel in der Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Maahks und Tefrodern ist allerdings die Arbeit in der CONDOS VASAC gegen die Terraner. Nach dem Ende der MdI in die Milchstraße geflohene Tefroder arbeiten mit Akonen, Antis und den Grossarts (mutierten Maahk) zusammen, um die Terraner zu vernichten. Es darf spekuliert werden, ob dann ein weiteres Zusammenleben ohne die Terraner möglich gewesen wäre.

Große Gruppen von Tefrodern siedelten sich allerdings friedfertig in der Eastside der Milchstraße an. Naturgemäß kam es zu Konflikten mit den Blues, die selbst hochqualifizierte Tefroder als billige Arbeitskräfte - etwa auf Minenwelten - einsetzten. (PR 407)

Die Tefroder der Milchstraße nehmen im Jahr 1291 NGZ an der Schlacht der Galaktiker gegen die Kosmische Fabrik MATERIA teil. (PR 1986)

[Bearbeiten] Andro-Beta

Die Tefroder siedelten sich hauptsächlich auf den Sauerstoffwelten an, die ihnen die Maahks in Andro-Beta überließen. Allerdings präparierten die Maahks sie vorher mit Planetenzündern (vermutlich Arkonbomben) für den Fall eines Krieges.

Im Jahr 427 NGZ versuchte der Dekalog der Elemente, die Tefroder zu einem Krieg gegen die Maahks aufzuhetzen, indem angebliche Maahk-Schiffe zivile Ziele der Tefroder angriffen. Die Tefroder wurden anschließend von den Waffenhändlern von Mrill kontaktiert, die ihnen hochwertige Raumschiffs-Waffensysteme zum Kauf anboten. Es handelte sich in Wirklichkeit um Elemente der Technik und der Maske. Einige tefrodische Politiker wollten sich aber nicht an die Abmachung halten. Bei der Übergabe der Waffen an Bord einer MASCHINE eröffneten sie das Feuer und konnten die Elemente in die Flucht schlagen. Die Waffen zerfielen danach jedoch zu Staub. Praktisch gleichzeitig trafen Taurec und Reginald Bull ein, deren Vermittlung den Krieg verhinderte.

[Bearbeiten] Bekannte Tefroder

[Bearbeiten] Wissenswertes

Das Notsignal der tefrodischen Flotte besteht aus vier Teilen einer abnehmenden arithmetischen Serie. Die erste Gruppe besteht aus sieben Pfeiftönen von einer halben Sekunden Dauer im Abstand von ebenfalls einer halben Sekunde. Danach folgt eine Pause von drei Sekunden. Es folgt die zweite Gruppe von fünf halbsekündigen Pfeiftönen im Abstand einer halben Sekunde. Nach drei Sekunden Pause folgt die dritte Gruppe mit drei und nach einer weiteren Pause die letzte Gruppe mit einem Pfeifton. Nach einer Pause von zehn Sekunden beginnt die Serie erneut.

Der Notruf wird im allgemeinen mit der umgekehrten Serienfolge eins-drei-fünf-sieben beantwortet.

[Bearbeiten] Raumschiffe

Alle Raumschiffe der Tefroder, außer Spezialraumern, Tender- und Kleinstschiffen, folgen der allgemeinen Bauform ihrer lemurischen Vorfahren - den Kugelraumern. Tefrodische Schiffe werden in Größen von kleinen Korvetten bis zu riesigen Superschlachtschiffen gebaut.

Ausrüstung und Bewaffnung ihrer Schiffe spiegelt ihren Verteidigungsauftrag der Zentrumszone Andromedas wieder. Ihre Schiffe sind mit der modernsten Technologie ausgestattet und schwer bewaffnet. Aufgrund eines Forschungsverbots durch die MdI sind ihre Schiffe terranischen Schiffe der gleichen Zeit waffentechnisch unterlegen gewesen.

Die Reichweite moderner tefrodischer Raumschiffe beträgt im Jahr 2405 knapp eine Million Lichtjahre. (PR 293)

[Bearbeiten] Großkampfschiff der Tefroder

Diese 1800 m durchmessende Monstren umfassen die größte von tefrodischen Ingenieuren gebaute Schiffsklasse.

Ihr Ursprung liegt in den Bestienkriegen des Großen Tamaniums. Die Klasse wurde von ihren Vorfahren nach der Flucht übernommen und technisch für Langstreckeneinsätze und Blockadedienste konzipiert.

Großkampfschiff der Tefroder (um 2400)
Besatzung 3510 Personen, davon 2780 für Beiboote
Aufbau 1800 m Kugelraumer mit Ringwulst
Antrieb Impulsantrieb (max. Beschleunigung: 720 km/s²), Linearantrieb (max. Reichweite: 4,8 Mio Lichtjahre)
Offensivbewaffnung Zwillingsgegenpolkanone(Leistung: je 3000 Gt), 12x Gegenpolkanonen, 16x schwere Impulskanonen, 16x schwere Desintegratoren
Defensivbewaffnung 3fach gestaffelter HÜ-Schirm
Energieversorgung HHe-Meiler
Beiboote 32x Kampfaufklärer, 340x Zerstörer, 80x Gleiter, 100x Shifts
Darstellung Heft 467 4. Aufl.- Großkampfschiffe der TEFRODER

[Bearbeiten] Kampfaufklärer der Tefroder

Die Kampfaufklärer der Tefroder sind die typischen Beiboote der Großkampfschiffe.

Sie sind eine Hybridklasse zwischen Korvetten und Leichten Kreuzern. Im Gegensatz zu einfachen Beibooten sind sie für Langstreckenflüge ausgerüstet.

Kampfaufklärer der Tefroder (um 2400)
Besatzung 40 Personen, max. 160
Aufbau 80 m Kugelraumer mit Ringwulst
Antrieb Impulsantrieb (max. Beschleunigung: 680 km/s²), Linearantrieb (max. Reichweite: 800.000 Lichtjahre)
Offensivbewaffnung schwere Gegenpolkanone (Leistung: 900 Gt), 5x Gegenpolkanonen (Leistung: je 600 Gt), 3x mittelschwere Impulskanonen, 3x schwere Desintegratoren
Defensivbewaffnung HÜ-Schirm
Energieversorgung HHe-Meiler
Beiboote 2x Landungsschiffe
Risszeichnung Heft 907 - Kampfaufklärer der Tefroder

[Bearbeiten] Beiboot der Tefroder

Das Beiboot ist ein 30 m langer Ein-Mann-Jäger. Dank seiner Tragflächen und einem leistungsstarken Impulsantriebs kann der Jäger sowohl in der Atmosphäre als auch im freien Weltraum operieren.

Im ellipsoiden 15 m langem Haupteil des Schiffs sind Steuerungaggregate, die Pilotenkanzel und ein leichtes Impulsgeschütz untergebracht. Am hinteren Teil des Ellipsoids ist ein etwa 15 m langer Zylinder angeflanscht. In diesem ist das Antriebssystem untergebracht.

Beiboot der Tefroder
Besatzung 1 Pilot
Aufbau 30 m torpedoförmiger Raumjäger
Antrieb Impulsantrieb
Offensivbewaffnung leichtes Impulsgeschütz
Defensivbewaffnung -
Energieversorgung HHe-Meiler
Beiboote -
Risszeichnung Heft 323 - Beiboot der Tefroder

[Bearbeiten] Quellen

...

PR 1196, Andromeda-Taschenbücher, PR-Extra 4

Persönliche Werkzeuge