Arkon III
Aus Perrypedia
| Astrophysikalische Daten: Arkon III | |
|---|---|
| Andere Namen/Bezeichnung: | Gor'Ranton, Kriegswelt |
| Sonnensystem: | Arkon |
| Galaxie: | Milchstraße |
| Durchmesser: | 13.250 km |
| Schwerkraft: | 1,3 g |
| Atmosphäre: | erdähnlich: Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Wasserdampf, ... |
| bekannte Völker: | Arkoniden |
Arkon III, auch Gor'Ranton genannt, die Kriegswelt, ist einer der drei Hauptplaneten des Großen Imperiums der Arkoniden. Zusammen mit Arkon I und Arkon II bildet er im Arkon-System Tiga Ranton (d.h. drei Welten), das Wahrzeichen des Machtanspruchs des arkonidischen Volkes. Arkon III dient ausschließlich als Flotten- und Rüstungsplanet.
Arkon III ist der Sitz des Flottenzentralkommandos Thektran oder besser Ark'Thektran. Im Jahre 1303 NGZ leisten dort 280.000 Soldaten und Offiziere ihren Dienst ab.
Inhaltsverzeichnis |
Übersicht
Der Durchmesser des ursprünglichen Arkon III betrug 13.250 Kilometer, die Gravitation 1,3 Gravos.
Der Durchmesser des neuen Arkon III, des Planeten Subtor, der 1303 NGZ an die freie Position von Tiga Ranton gesetzt wurde, beträgt 7745 km, die Gravitation 0,75 Gravos.
Geschichte
Die neue Heimat
Ursprünglich war Arkon III auch nach der klassischen Zählung der dritte Planet des Arkon-Systems. Hier landeten – nach neueren geschichtlichen Erkenntnissen um 18.509 v. Chr. – die ersten arkonidischen Siedler, wobei sie sich zu dieser Zeit wohl noch nicht Arkoniden nannten. Ausgangspunkt der Besiedlung war die zentrumsnahe Welt Arbaraith, zu dieser Zeit noch Bestandteil des akonischen Imperiums. Nach dem Ende des Großen Befreiungskrieges wurde Arkon III Hauptsiedlungswelt und Keimzelle des arkonidischen Imperiums.
In den Folgejahrhunderten wurde der Planet immer mehr ausgebaut, bis zu dem Moment, wo für Siedlungen und Industrien auf die beiden Nachbarplaneten, die ursprünglichen Arkon II und Arkon IV, ausgewichen werden musste.
Vorgeschichtliches Arkon III
Auf dem Planeten existierte kurz nach seiner Besiedlung eine Region, die Etset Secinda (arkonidisch Stadt der Sieben) genannt wurde, weil sie aus der Luft das Bild einer in sieben Bereiche gegliederten Stadt boten. Die ersten Kolonisten erklärten sich die vermeintlichen Mauerruinen mit Gletscherablagen einer früheren Eiszeit. Spätere Kolonisten wurden aufmerksam, als zwischen den Gesteinsschichten eine bröselige Metallmasse hervortrat und Rostspuren auf die Wände zeichnete. Genauere Untersuchungen zeigten Schmelzspuren, die dann zu der Erkenntnis führten, dass vor langer Zeit hier eine mächtige Stadt gestanden habe, die durch eine in großer Höhe gezündeten Atombombe vernichtet wurde. Auch gab es zu Zeiten der ersten Besiedlung noch unterirdische Stollen- und Höhlensysteme, die eindeutig künstlichen Ursprungs waren. (Atlan 242)
Ob jemals arkonidische Forscher herausfanden, wer diese Stadt baute und wer vor ihnen auf diesem Planeten lebte, ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass jegliches Wissen hierüber unterdrückt wurde – und eventuell sogar Spuren gezielt vernichtet wurden. Die Arkoniden hatten nach dem Ende ihrer Unabhängigkeitskriege genug mit Schwierigkeiten und der Überwindung ihrer Zerstrittenheit (die auch zum Militärputsch führte) zu kämpfen, als dass sie ihre neue Heimatwelt mit einer untergegangenen und vielleicht mächtigeren Zivilisation »teilen« wollten. Eventuell wurde diese Entscheidung sogar vom ersten Imperator Gwalon I. selbst getroffen, dem alles an einem wehrhaften und selbstbewussten arkonidischen Volk lag.
Es gilt als sicher, dass spätere archäologische Untersuchungen ergebnislos verliefen. Jede mögliche Spur schien im Zuge des Ausbaus des Planeten vernichtet worden zu sein. Gor'Ranton (s.u.) forderte seinen Tribut. Und selbst wenn noch etwas zu finden gewesen wäre, spätestens die Zerstörung 2329 hat jede Hoffnung hierauf zunichte gemacht.
Dementsprechend bleiben die ursprünglichen Bewohner der arkonidischen Zentralwelt unbekannt. Eventuell ergeben sich in naher oder ferner Zukunft neuere geschichtliche Erkenntnisse.
Gor'Ranton
In den Jahren 6320 da Ark bis 6330 da Ark wurde von Imperator Gonozal III. dann das Projekt gestartet, aus dem Tiga Ranton hervorgehen sollte: die beiden Nachbarplaneten wurden in einem komplizierten Prozess auf die Umlaufbahn des dritten gebracht. Ab 12.954 v. Chr. war Arkon III nicht mehr allein auf seiner Umlaufbahn.
Ein industrieller Rückbau des Planeten war sowohl logistisch als auch im Hinblick auf die weiter voranschreitende imperiale Expansion nicht sinnvoll, weil zu aufwändig. Aus diesem Grund wurde entschieden Arkon I zum neuen Wohnplaneten zu erklären. In späteren Jahren ging dieses Wissen verloren, wurde im Zuge verschiedener Geschichtsklittungen verändert oder einfach verdrängt.
In den folgenden Jahrhunderten und Jahrtausenden wurde der Planet weiter zum bedeutendsten industriellen Zentrum des Imperiums ausgebaut. Bis in mehrere Kilometer Tiefe war er schließlich ausgehöhlt. Auf der Oberfläche reihten sich Industrieanlagen, Werften und Raumhäfen aneinander. Hinzu kamen Tausende von Forschungs- und Entwicklungszentren. 25.000 Großwerften produzierten täglich für den stetigen Bedarf an Raumschiffen und Beiboot-Trägerbewaffnung. Es war der militärisch-industrielle Komplex der gesamten Milchstraße.
Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass auf dem ganzen Planeten kein natürlich entstandener Fleck Oberfläche mehr vorhanden war – allein die Meere waren in ihrer Urform erhalten geblieben. Und schließlich war der Planet Ort jenes Projektes, aus dem später der Robotregent hervorgehen sollte. Allein sechs Raumhäfen von je 70 Kilometern Durchmesser umgaben strahlenförmig den gewaltigen Komplex der Mammutpositronik. 10.000 Quadratkilometer wurden allein von dieser eingenommen, geschützt von einem bis in 80 Kilometer Höhe reichenden Wabenschutzschirm. Der Robotregent wurde 2106 zerstört.
Arkon III war der Gestalt gewordene Alptraum jedes Ökologen und jedes Umweltschützers. Riesige Ökokonverter waren notwendig, um die Atmosphäre aufzubereiten und Umweltbedingungen zur Verfügung zu stellen, die als halbwegs verträglich galten. Aus diesem Grund hielt sich kein Arkonide auf diesem Planeten auf, wenn er nicht aus irgendeinem Grund dazu gezwungen wurde. Als Dauerbevölkerung verfügte der Kriegsplanet nur über wenige Millionen Arkoniden, dafür aber hunderte von Millionen Kolonisten und Hilfsvölker, vor allem Naats.
Am 28. September 2329 wurde Arkon III während einer letzten Großoffensive der Blues von vierzig Kampfschiffen vernichtet. Dies ist der Beginn eines jahrhundertelangen Traumas unter den Arkoniden. Selbst der degenerierteste Vertreter dieser Zivilisation musste spüren, dass die Arkoniden an ihrer Lebensader – und an ihrem Stolz – getroffen worden waren. Dabei dürfte es nur wenigen aufgegangen sein, dass sie nach Arbaraith nun auch ihre zweite Heimatwelt verloren hatten. Für eine lange Zeit erholte sich das stolze Volk nicht von diesem schweren Schlag. (PR 199)
Auch nach der Zerstörung wird Arkon III genutzt. So liegt im Jahr 1292 NGZ das Hauptquartier der Tu-Ra-Cel im Trümmerring des zerstörten Planeten. (PR 2024)
Das neue Arkon III
Am 26. Dezember 1303 NGZ rief Imperator Bostich I. das Göttliche Imperium, satr.: Huhany'Tussan, aus. Anlässlich dieses Ereignisses wurde ein jahrelang vorbereiteter Plan umgesetzt. Der bisherige als Arkon XX, bzw. Subtor, bekannte Planet des Systems wurde mittels eines Situationstransmitters an die Position des ehemaligen Kriegsplaneten gesetzt. Nach 2561 Jahren war Tiga Ranton wieder komplett. Der ehemalige Subtor wurde Arkon III, Gor'Ranton.
Die industrielle Kapazität des neuen Arkon III steht dem alten in nichts nach. Wieder werden hier die Kriegsflotten gebaut, die dem Expansionsdrang des wieder erstarkten Imperiums Geltung verschaffen sollen.
Der Planet soll im November 1345 NGZ in eine Parzelle des Chaotenders VULTAPHER umgewandelt werden. Dies kann von den Terranern durch den Einsatz von Carapol-Strukturbrennern verhindert werden.



